Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, kann den Gärtner ein Anflug von Melancholie erfassen. Das ist der Spätsommerblues, eine nostalgische Erinnerung an die vergangene Pracht des Gartens in voller Blüte. Fürchten Sie das Ende des Sommers nicht, sondern freuen Sie sich darauf! Während viele Pflanzen nach der sommerlichen Hitze in die Ruhephase gehen, blühen andere unermüdlich weiter oder beginnen gerade erst zu blühen. Von kurzlebigen einjährigen Pflanzen über spät oder lang blühende Stauden bis hin zu Blütensträuchern und Sommerzwiebeln befindet sich Ihr Garten noch lange nicht im Winterschlaf. Salbei, Sonnenhut, Fetthenne, Buschmalve und Hortensie verlängern, kombiniert mit den letzten Blüten der einjährigen Pflanzen, das Blütenspektakel! Diese spät blühenden Blumen schenken dem Garten neues Leben, wenn die meisten Pflanzen ihren großen Auftritt bereits beendet haben. Im Spätsommer kommen sie dem niedergeschlagenen Gärtner zu Hilfe und blühen mit neuer Kraft. Entdecken Sie diese lang blühenden Blumen, die vom Ende des Sommers bis in den Herbst blühen und so die schöne Jahreszeit verlängern!

Einjährige Blumen: ein kurzlebiges, aber spektakuläres Schauspiel

Trotz ihrer kurzen Lebensdauer sind einjährige Pflanzen und Einjährige und zweijährige Pflanzen unverzichtbare Begleiter, um den Garten über viele Monate hinweg üppig zum Blühen zu bringen. Sie erfüllen die unterschiedlichsten Wünsche. Im Freiland oder in Töpfen sorgen sie für farbenfrohe und fröhliche Arrangements. Es gibt sie in unzähligen Farben, die endlose Kombinationen ermöglichen – Ton in Ton oder einfarbig, elegant oder spritzig! Außerdem sind sie einfach zu kultivieren und zu pflegen. Sie schließen Lücken zwischen Sträuchern und Stauden. Diese schönen einjährigen Pflanzen blühen ab Juni meist fünf Monate lang, manchmal sogar länger, ohne Unterbrechung und sorgen so für eine ganze Blütesaison. Trotz ihrer begrenzten Lebensdauer sind diese Einjährigen eine hervorragende Möglichkeit, Ihren Garten bis zum Herbstanfang strahlend und farbenfroh zu halten. Pflanzen Sie die Wurzelballen im Frühjahr. Sie können die Samen auch direkt an Ort und Stelle säen, sobald sich der Boden ausreichend erwärmt hat. In Mixed-Borders, an Beetvorderseiten sowie in Pflanzgefäßen und Balkonkästen kommen sie besonders schön zur Geltung. Sie lassen sich sehr leicht mit anderen Sommerblühern, Stauden oder Sommerzwiebeln kombinieren. Zu den besonders blütenreichen Arten zählen:

  • Der Ziertabak oder Nicotiana bringt mit seinen farbigen Trompetenblüten einen Hauch Exotik in den Garten. Die Blüten reichen von Weiß über leuchtendes Rosa bis Rot und duften am späten Nachmittag.
  • Auch Petunie, Petchoa und Zauberglöckchen sind wegen ihrer üppigen und ununterbrochenen Blüte bemerkenswert. Sie dauert von Mai bis zum ersten Frost. Mit ihren zwei- oder dreifarbigen sowie gestreiften Trompetenblüten bieten sie eine unendliche Vielfalt an kräftigen, tiefen oder pastelligen Farben – manchmal sogar an der Grenze zum Kitsch.
  • Die einjährige Lobelie blüht ohne Unterbrechung bis zum ersten Frost und ist ebenfalls in vielen leuchtenden Farben erhältlich.
  • Die eleganten Schmuckkörbchen bezaubern mit großen, einfachen und luftigen Blüten in vielen verschiedenen Farben. Von Juni bis September bilden sie unermüdlich neue Blüten. 
  • Die Godetien oder Clarkien sind weitere charmante Einjährige. Sie blühen von Juni bis September besonders reich. Ihre großen seidenartigen Blüten erscheinen in verschiedenen, meist zarten Farben, einfarbig oder panaschiert.
  • Pelargonien sind unverzichtbar, um Beeten, Rabatten und sonnigen Beeträndern, Ampeln sowie Balkonkästen von Mai bis Oktober Struktur und Farbe zu verleihen. Dazu gehören Zonal-Pelargonie, Efeu-Pelargonie und die „Königin der Balkonblumen“. Für jeden Geschmack und jeden Standort gibt es die passende Sorte.
  • Die Garten-Zinnie ist eine hübsche spät blühende Margerite. Sie ist robust, blühfreudig und gehört zu den Einjährigen, die zuverlässig gelingen. Ihre leuchtenden, manchmal sogar üppigen Farben sorgen bis zum ersten Frost für eine ununterbrochene Blüte.
  • Die Fuchsie blüht mit hängenden, einfachen oder gefüllten, oft zweifarbigen Glöckchen von Mai oder Juni bis September oder Oktober.

Außerdem gibt es Mädchenauge, Ringelblume (Calendula), Studentenblume (Tagetes), Große Kapuzinerkresse, Fettblatt, Falschen Jasmin, einjährigen Sonnenhut, Doppelhörnchen und Kapmargerite. Sie alle blühen vom Frühjahr bis zum ersten Frost. 

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Stauden: das Versprechen dauerhafter Schönheit

Einige üppige oder spät blühende Stauden verlängern die schöne Jahreszeit bis in den Winter. Viele von ihnen blühen weiter, wenn die sommerliche Blütenpracht bereits nachlässt. Ihre Blütezeit reicht vom Beginn des Sommers bis zum ersten Frost. Sie kommen jedes Jahr wieder, benötigen nur wenig Pflege und bieten dafür eine Fülle an Farben. Je nach Wuchshöhe beleben sie den Vordergrund von Beeten, schließen Lücken oder bringen Struktur und Leichtigkeit. Hier finden Sie eine Auswahl unverzichtbarer Stauden, die bis September oder Oktober blühen:

  • Die Aster ist ein Muss für den Spätsommer. Diese sehr winterharten Stauden, etwa Herbstastern wie Aster novi-belgii, erhellen den Spätsommer mit ihrer sternförmigen, farbenfrohen Blüte! Von August bis November bedecken sie sich mit zahlreichen kleinen weißen, blauen, violetten oder rosafarbenen Blüten. Als bienenfreundliche Pflanzen ziehen sie zahlreiche bestäubende Insekten an.
  • Die Japan-Herbst-Anemone besitzt zarte, sternförmige Blüten und ist aus Spätsommer- und Herbstbeeten nicht wegzudenken. Diese Staude gehört zum typischen „Bauerngarten“ und zählt zu den schönsten Blumen für den Spätsommer im Halbschatten. Von September bis November öffnet sie ihre leuchtenden Blütenkronen. Ihre zarte Schönheit steht im Kontrast zu ihrer Robustheit. Sie verträgt unterschiedliche Boden- und Lichtverhältnisse und akzeptiert auch Sonne, wenn der Boden humusreich ist.
  • Sonnenhut bezaubert mit margeritenähnlichen Blüten in leuchtenden Farben. Diese robusten und zuverlässigen Stauden bieten vom Spätsommer bis September oder Oktober eine ununterbrochene, spektakuläre Blüte. Sie sind fruchtbar, pflegeleicht und anspruchslos. In naturnahen Beeten, an Beeträndern und in englischen Mixed-Borders sorgen sie für Farbe. Nach der Blüte verlängern die braunen, an ihren festen Stängeln hängenden Blütenkegel auch in der trüben Jahreszeit die dekorative Wirkung.
  • Silber-Perowskie besitzt silbriges, aromatisches Laub und lavendelblaue Blüten. Wie Perovskia atriplicifolia ‘Blue Spire‘ bildet sie von Juni bis September einen anmutigen, blühenden Strauch, in mediterranem Klima sogar bis Oktober. Die besonders lange Blüte zieht den ganzen Sommer über Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an.
  • Argentinisches Eisenkraut ist ebenfalls eine schöne Staude, die vom Sommer bis in den Herbst blüht. Die luftigen mauveblauen Blütendolden werden von einem unablässigen Flug bestäubender Insekten begleitet.
  • Fetthenne wie ‘Autumn Joy’ bringt Farbe in den Frühherbst, wenn der Garten allmählich weniger Blüten zu bieten hat. Sie blüht von August bis November. Mit ihren abwechselnd tiefen, zarten oder leuchtenden Farben verleiht sie dem Spätsommer besonderen Charme.
  • Chrysanthemen sind eine gute Möglichkeit, bis spät in die Saison hinein für Farbe zu sorgen. Von September bis November beschenken sie uns mit ihren farbenfrohen, margeritenähnlichen Blüten. Diese harmonieren wunderbar mit dem flammenden Laub und den letzten Blüten des Herbstes. 

Zu den weiteren Prachtkerzen mit später Blüte gehören ihre schmetterlingsähnlichen Blüten, die im Wind zu tanzen scheinen. Auch die Sonnenbraut zeigt margeritenähnliche Blüten in einer breiten Palette warmer Farben und bringt den Garten am Saisonende regelrecht zum Leuchten. Denken Sie auch an Garbe, Kugeldistel, Phlox paniculata, Anthemis und Ziersalbei wie Salvia nemorosa "Blue Bouquetta" Alklf. Diese Staude blüht besonders lange und üppig: von Mai bis Oktober in einer außergewöhnlichen Farbe. Auch Fackellilien gehören dazu. Einige Sorten zeigen ihre flammenden Blütenkerzen bis Oktober, etwa Kniphofia rooperi oder ‘Traffic Lights’.

Garten im Spätsommer, Blüten im Spätsommer, blühender Garten im Spätsommer
Silber-Perowskie, Japan-Herbst-Anemone, Sonnenhut, Sonnenbraut, Argentinisches Eisenkraut und Aster dumosus 'Tonga'

Blütensträucher: ein Farbenspiel bis in den Herbst

Sommerblühende Sträucher begeistern uns mit ihren farbenfrohen Blüten und verleihen der gesamten Gestaltung Struktur, Textur und Farbe. Sie sind in Sonne oder Halbschatten unverzichtbar: als Hecke, im Beet, als Solitär oder bei klein bleibenden Sorten auch im Topf auf der Terrasse. Einige blühen am Saisonende noch, andere beginnen erst von Mitte August bis Ende September zu blühen und kündigen damit allmählich den Herbst an:

  • Der Sommerflieder oder Schmetterlingsstrauch bildet farbige und duftende Blütenähren, die Schmetterlinge unwiderstehlich anziehen. Sie erscheinen von Juli bis September oder Oktober immer wieder neu (‘Adonis Blue’, 'Nanho Purple', Pink Panther).
  • Die Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia) oder Sommerflieder blüht in großen, dichten Büscheln gekräuselter Blüten. Häufig bietet sie eine zweite Blüte, manchmal sogar bis Oktober (‘Souvenir d’André Desmartis’, 'Périgord Pourpre’).
  • Der Hibiscus syriacus oder Garten-Hibiskus erfreut uns den ganzen Sommer über mit einfachen oder gefüllten, zart gekräuselten Blüten. Je nach Sorte reicht die Farbpalette von Weiß bis Violett. Die ersten Blüten öffnen sich im Juli. Im August setzt die Nachblüte ein, die bis zum Ende des Sommers und bis zum Herbstanfang anhält, etwa bei ‘Eruption®’ oder ‘French Cabaret’). 
  • Die klassische Bauernhortensie oder Hydrangea macrophylla sorgt mit ihren großen, kugeligen Blütenständen am Ende des Sommers für ein spektakuläres Schauspiel. Besonders eindrucksvoll ist der Farbwechsel der Blüten während des Aufblühens. ‘Endless Summer’ gehört zu einer besonders remontierenden Serie und blüht vom Sommerbeginn bis Oktober.
  • Die Buschmalve bildet sehr schöne, lange blühende Sträucher. Von Juni bis September oder Oktober bringt sie zahlreiche satinartige Blüten hervor, die an Hibiskusblüten erinnern. Sie sind rosa, blau oder weiß.
  • Die Silber-Perowskie fügt sich leicht in naturnahe Pflanzungen ein. Sie bildet einen anmutigen Strauch mit aromatischem, silbrigem Laub und lavendelblauen Blüten. 'Silvery Blue‘ bietet eine endlos erscheinende Sommerblüte in leuchtendem Lavendelblau.
  • Strauch-Salbei umfasst sehr blühfreudige Sträucher, deren Blüte je nach Klima von Mai bis Oktober dauert. Wie ‘Hot Lips’ können sie vom Ende des Sommers bis zum Frost üppig nachblühen.

Zu den weiteren spät blühenden Sträuchern gehören die Säckelblumen mit ihren leuchtend blauen Blütentrauben, Spiersträucher mit zarten Blüten, die zahlreiche bestäubende Insekten anziehen, sowie winterharte Fuchsien (Fuchsia magellanica 'Ricartonii'). Auch der Vitex agnus castus ‘Latifolia’ schmückt sich im August und September mit blauvioletten Blütenrispen.

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Hydrangea 'Endless Summer', Lagerstroemia, Vitex agnus castus, Hibiscus syriacus, Salvia microphylla 'Hot Lips' und Sommerflieder

Sommerzwiebeln: eine Überraschung aus der Erde

Diese verborgenen Schätze bringen Ihre Beete, Beetränder und Pflanzgefäße bis in den Herbst hinein zum Leuchten. Ihre späte Blüte beginnt, wenn andere Pflanzen bereits zu verblühen beginnen. Zu den schönsten Zwiebelblumen, deren Blüte Sie bis in den Herbst genießen können, gehören:

  • Dahlien sind die Meister einer langen Blütezeit: von Juni oder Juli bis September oder Oktober, in milden Regionen sogar bis November. Ob Pompon-Dahlie, Riesen-Dahlie oder Zwerg-Dahlie, Beet-Dahlie, Schmuck-Dahlie, Kaktus- oder Semikaktus-Dahlie oder Bauern-Dahlie: Diese üppig blühenden Sommerzwiebeln bieten eine unendliche Auswahl. Fantasievoll oder schlicht, üppig oder romantisch – sie erfüllen jeden Gestaltungswunsch. Außerdem eignen sie sich hervorragend als Schnittblumen. Das leuchtende Schauspiel im Spätsommer und Herbst ist die Belohnung für die Geduld des Gärtners. Da Dahlien frostempfindlich sind, müssen Sie die Knollen in kalten Regionen im Herbst aus der Erde nehmen.
  • Inkalilien oder Alstroemerien sind kräftige Zwiebelpflanzen. Sie bringen von Juni bis Oktober zahlreiche stilisierten, leuchtend gefärbten und braun gefleckten Blüten hervor. Sie eignen sich gleichermaßen für Sträuße und zur Bepflanzung von Beeten und Pflanzgefäßen. 
  • Gladiolen sind weitere Zwiebelpflanzen, die von Juli bis September oder Oktober prachtvoll blühen und ihre langen, farbenfrohen Blütenstände präsentieren. Sie begleiten sogar das Gemüse im Nutzgarten!
  • Blumenrohr bringt mit seinen großen tropischen Blättern und flammenfarbenen Blüten am Ende des Sommers eine exotische und üppige Note in den Garten. Die Pflanzen können 1,5 bis 2 m hoch werden. Besonders beliebt sind sowohl ihre warmen Blütenfarben in Gelb, Orange oder Rot als auch ihr äußerst dekoratives Laub. Einige Sorten wie Canna 'Durban' blühen von Juli bis zum Frost. Anschließend müssen Sie sie zum Überwintern ins Warme holen.

Vernachlässigen Sie schließlich auch nicht die Spinnenlilien, die auch Rote Spinnenlilien genannt werden. Diese Zwiebelpflanzen bieten ein faszinierendes Schauspiel: Ihre blattlosen Stängel erscheinen am Ende des Sommers aus dem Boden. Danach öffnen sich exotische, trompetenförmige Blüten. Auch Schopflilien und die Montbretien, die am Ende des Sommers zwei Monate lang in feurigen Farben blühen, harmonieren gut mit dem Herbstlaub.

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Alstroemeria 'Indian Summer', Dahlie 'Ice Tea', Montbretien, Gladiolen, Blumenrohr und Spinnenlilie

Gräser: die Tänzerinnen des ausklingenden Sommers

Ziergräser sind für alle Gärtner unverzichtbar, die die Schönheit ihres Gartens über den Sommer hinaus verlängern möchten. Ihre Schönheit zeigt sich am Saisonende und bleibt sogar im Winter erhalten, wenn die Halme vertrocknen. Neben ihrem feinen, dekorativen Laub bezaubern Ziergräser auch mit zarten, feinen oder federartigen Blütenständen. Mit ihrem grazilen, bewegten Erscheinungsbild kaschieren sie verblühte Pflanzen und bleiben auch im Winter dekorativ, wenn ihre Ähren verblüht sind. Ihre luftige Silhouette und ihre zarten Farbtöne harmonieren perfekt mit der Farbpalette spät blühender Pflanzen. Dabei bringen sie Struktur und Bewegung in die Gartengestaltung. Sie sind ideale Begleitpflanzen für herbstblühende Stauden wie Astern, winterharte Chrysanthemen und Japan-Herbst-Anemonen. Zu den Ziergräsern, die freundlicherweise am Ende des Sommers blühen, gehören:

  • Das Lampenputzergras oder „Federborstengras“ zeichnet sich durch bemerkenswert seidig schimmernde Ähren aus, die elegant im Wind tanzen. Zwar blühen alle Sorten bis Oktober, doch einige wie das Lampenputzergras ‘Hameln’ zeigen ihre cremeweißen, braun schimmernden, bürstenförmigen Ähren erst ganz am Ende des Sommers, im September und Oktober.
  • Chinaschilf oder „Chinesisches Schilf“ beschenkt uns von August bis Oktober mit einer üppigen Blüte, die je nach Sorte rosa, rot oder silbrig erscheint. Die seidig schimmernden Rispen funkeln in der tief stehenden Sonne. Das Laub reicht von Grün bis Gold und bildet einen wunderbaren Kontrast zu den farbigen Blüten.
  • Nicht zu vergessen ist das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha). Es zählt mit seinen beige bis purpurviolett gefärbten Ähren, die selbst unter Raureif erhalten bleiben, zu den schönsten Herbstgräsern.
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Lampenputzergras und Miscanthus sinensis

Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, kann den Gärtner ein Anflug von Melancholie erfassen. Das ist der Spätsommerblues, eine nostalgische Erinnerung an die vergangene Pracht des Gartens in voller Blüte. Fürchten Sie das Ende des Sommers nicht, sondern freuen Sie sich darauf! Während viele Pflanzen nach der sommerlichen Hitze in […]

Panachiertes Laub liebt man … oder eben nicht. Gleich wie Sie dazu stehen: Es lässt Gärtnerinnen und Gärtner nicht unberührt. Es gibt Stauden, Bäume und Sträucher mit panaschiertem oder weiß, cremefarben, gelb oder andersfarbig marmoriertem Laub. Manchmal ist das Laub nur berandet, manchmal fast vollständig frei von Grün. Doch wodurch wird das Laub oder ein anderer Teil der Pflanze eigentlich zwei- oder mehrfarbig?

Was ist panaschiertes Laub, Ursprung panaschierter Blätter, woher kommt panaschiertes Laub
Was ist panaschiertes Laub?

Von Panachierung oder Variegation spricht man, wenn ein Teil eines Blattes, einer Blume oder sogar einer Frucht „verfärbt“ erscheint. Diesen verfärbten Bereichen fehlt das Pigment Chlorophyll ganz oder teilweise. Chlorophyll verleiht den Pflanzen ihre grüne Farbe und ermöglicht die Photosynthese.

Ein grünes Blatt enthält Chlorophyll. Genau genommen müsste man von Chlorophyllen sprechen, denn es gibt mehrere Arten. Außerdem enthält es weitere, mehr oder weniger verborgene Pigmente: Karotin, Xanthophyll, Anthocyan und andere. Verschwindet das Chlorophyll, werden die übrigen Pigmente sichtbar. So entstehen im Herbst die gelben, orangefarbenen, roten oder braunen Blätter, wenn das Chlorophyll auf natürliche Weise abgebaut wird. Bei Panachierungen ist das Prinzip ähnlich. Allerdings verschwindet das Chlorophyll nicht wegen der abnehmenden Lichtmenge, sondern aus anderen Gründen. Wenn das Chlorophyll teilweise verschwindet, entstehen weiße, cremefarbene oder gelbe und manchmal sogar rosafarbene oder rote Flecken.

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Hosta fortunei 'Twilight'

Woher kommen diese Panachierungen?

Die Panachierung eines Blattes kann verschiedene Ursachen haben:

Am häufigsten entsteht die Variegation durch eine Mutation. Ein Sämling oder ein Teil einer Pflanze mutiert und wird plötzlich panaschiert. Da diese Panachierung nicht stabil ist und sich nicht über Samen vermehren lässt, sollten Sie solche Pflanzen vegetativ vermehren, etwa durch Stecklingsvermehrung, Absenken oder Pfropfen. Halten Sie in Ihrem eigenen Garten ebenfalls Ausschau nach solchen Mutationen. Vielleicht entdecken Sie eine bemerkenswerte neue Sorte.

Panachierungen können auch durch ein Virus hervorgerufen werden. Das kommt seltener vor, ist aber möglich. Ein harmloses Virus infiziert die Pflanze. Als Reaktion bildet sie panaschierte Blätter, Blüten oder Früchte. Das ist bei den meisten Hibiskus mit panaschiertem Laub der Fall, etwa beim Hibiskus 'Summer Ruffle' oder bei Tulpen-Sorten mit zweifarbigen Blüten.

Schließlich sind manche Panachierungen ganz natürlich. Einige Pflanzenarten haben sich weiterentwickelt und dabei panaschierte oder punktierte Pflanzenteile ausgebildet. Für all diese Arten haben Botaniker noch keine Erklärung. Die natürliche Variegation mancher Arten ist jedoch ein Abwehrmechanismus. Das gilt etwa für Hypoestes, deren Blätter mit kleinen Punkten übersät sind, oder für Adelonema walisii mit stark gelb-cremefarben panaschierten Blättern. Hypoestes erweckt den Eindruck, dass die Pflanze bereits von einem Insekt angefressen wurde. Adelonema walisii tarnt sich dagegen in seiner Umgebung und schützt sich so vor Pflanzenfressern. Manche Arten nutzen Panachierungen außerdem, um Bestäuber wirksamer anzulocken, etwa Euphorbia marginata.

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Euphorbia marginata

Aber ist das denn schlimm?

Wie bereits erwähnt, ist das Virus auch dann völlig harmlos, wenn es die Variegation verursacht. Allerdings kann ein niedriger Chlorophyllgehalt in einem Blatt zu einer geringeren Wuchskraft führen. Eine panaschierte Sorte wächst deshalb oft etwas langsamer als ihr grünblättriges Gegenstück. Lassen Sie sich davon aber nicht davon abhalten, sie zu pflanzen.

Eine kleine Anmerkung: Manche panaschierten Mutationen enthalten so wenig Chlorophyll, dass sie sich nicht durch Stecklingsvermehrung vermehren lassen. Der Steckling hätte nicht genügend Energie, um Wurzeln zu bilden. Solche Mutationen werden daher durch Pfropfen vermehrt. Das erhöht den Kaufpreis erheblich.

Ein wenig Botanik

In manchen Artnamen und den Namen alter panaschierter Sorten finden sich lateinische Begriffe, etwa variegata, marginata, pulverulenta und andere.

  • Variegata steht für Variegation und bedeutet „panaschiert“, etwa bei Cornus controversa 'Variegata';
  • Maculata bedeutet „gefleckt“ und bezeichnet eine große farbige Stelle, etwa bei Phlox maculata oder Begonia maculata;
  • Marginata bedeutet „berandet“ und bezeichnet eine Pflanze, deren Blattrand von einem schmalen farbigen Streifen gesäumt ist, etwa bei Agave angustifolia 'Marginata';
  • Striata bedeutet „gestreift“ oder „marmoriert“. Die Pflanze ist von mehr oder weniger breiten Farbstreifen durchzogen, etwa Bletilla striata;
  • Punctata bedeutet „punktiert“ und bezeichnet eine Pflanze mit kleinen farbigen Punkten oder Flecken, etwa Lysimachia punctata;
  • Pulverulenta bezeichnet eine Pflanze, die aussieht, als wäre sie mit einer helleren Substanz bestäubt worden, etwa Catalpa speciosa 'Pulverulenta';
  • Reticulata bezeichnet eine Färbung, die dem Verlauf der Blattadern folgt, etwa bei Iris reticulata;
  • Crotonifolia bedeutet „mit Blättern wie ein Kroton“ (einer bekannten Zimmerpflanze – Codiaeum variegatum) und bezeichnet eine unregelmäßige Verfärbung, etwa bei Aucuba japonica 'Crotonifolia'.
Was ist panaschiertes Laub, Ursprung panaschierter Blätter, woher kommt panaschiertes Laub
Begonia maculata, Aucuba japonica 'Crotonifolia' und Agave americana 'Marginata'

Wussten Sie schon? Seit 1956 dürfen Züchter keine lateinischen Begriffe mehr verwenden, um neue Sorten und Kultivare zu benennen. Die Wahl fiel hauptsächlich auf die englische Sprache, auch wenn es Ausnahmen gibt. Deshalb finden sich in den Namen von Pflanzen mit Panachierungen Begriffe wie 'Gold', 'Silver', 'Rainbow' oder 'Cream'.

Panachiertes Laub liebt man … oder eben nicht. Gleich wie Sie dazu stehen: Es lässt Gärtnerinnen und Gärtner nicht unberührt. Es gibt Stauden, Bäume und Sträucher mit panaschiertem oder weiß, cremefarben, gelb oder andersfarbig marmoriertem Laub. Manchmal ist das Laub nur berandet, manchmal fast vollständig frei von Grün. Doch wodurch wird das Laub oder ein […]

Noch weitgehend unbekannt, ist Synsepalum dulcificum, die Wunderbeere, auch als Mirakelfrucht oder Wunderfrucht bekannt, eine Obstart, die wegen ihrer essbaren Früchte mit erstaunlichen Eigenschaften kultiviert wird! Sie verwandelt jedes saure Lebensmittel in etwas Süßes – ohne Kalorien. Entdecken Sie diese außergewöhnliche Pflanze!

Synsepalum dulcificum, Wunderbeere
Synsepalum dulcificum

Ursprünglich stammt Synsepalum dulcificum aus dem feucht-tropischen Klima Westafrikas, wo die Früchte traditionell vor dem Essen verzehrt werden. Der schöne Obstbaum gehört zur Familie der Sapotengewächse. Wie Orchideen ist er sehr frostempfindlich und benötigt eine feuchte, warme Umgebung. Deshalb lässt sich dieser tropische Strauch in unseren gemäßigten Breiten nur als Zimmerpflanze kultivieren. Im Winter steht er im Wintergarten oder im beheizten Gewächshaus. Im Sommer können Sie ihn nach draußen stellen.

Die Wunderbeere bildet in ihrer Heimat einen kleinen Strauch, der etwa 2 bis 6 m hoch wird. Als Zimmerpflanze bleibt sie jedoch unter 1,50 m. Besonders attraktiv sind die kleinen, eiförmigen, 2 cm langen roten Früchte, die an Cranberrys erinnern und zwischen dem üppigen Laub erscheinen. Diese essbaren Beeren haben der Pflanze ihren wundersamen Ruf eingebracht. Die Erklärung dafür ist einfach: Das Fruchtfleisch der „Wunderbeere“ enthält Miraculin. Dieses Protein kann jedem Lebensmittel, selbst dem sauersten, einen süßen Geschmack verleihen!

Im Mund täuscht Miraculin unsere Geschmacksknospen und lässt jedes Lebensmittel süß schmecken. Daher stammt der Name der Pflanze. Diese außergewöhnliche Wirkung hält je nach individueller Empfindlichkeit 15 Minuten bis etwa 2 Stunden an. Die kleinen Beeren könnten zu einer natürlichen Alternative ohne Kalorien werden und beim Kochen und Backen Zucker ersetzen! Die Blüten erscheinen fast das ganze Jahr über. Daher können Sie mehrere Ernten erwarten.

Kultivieren Sie die Pflanze in einem leicht sauren Substrat aus 40 % Blumenerde, 40 % Moorbeeterde und 20 % Sand. Wählen Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Im Sommer liegt die ideale Temperatur bei 20 bis 25 °C, im Winter bei 15 bis 18 °C. Die Pflanze benötigt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, nahezu 100 %. Besprühen Sie sie regelmäßig mit weichem Wasser.

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Einheitliche Hecken, zum Beispiel Thujahecken, wirken oft trist und sind für die Biodiversität wenig wertvoll. Heute bevorzugt man eher frei wachsende, naturnahe und ländlich anmutende Hecken. Dafür pflanzen Sie verschiedene Sträucher: sommergrüne oder immergrüne, blühende Sträucher, Sträucher mit Beeren, besonderem Laub oder farbiger Rinde … So bleibt die Hecke die ganze Saison über schön und zugleich wertvoll. Genau das hatte ich für die lange Hecke entlang meines Gartens im Sinn. Und dann … beschloss ich, Hartriegel zu pflanzen. Jede Menge Hartriegel!

Hartriegelhecke, Cornus-Hecke
Warum nicht eine einheitliche Cornus-Hecke?

Am Anfang ging es ganz harmlos los

In meinem Garten gab es zunächst nichts. Ich brauchte also Pflanzen: Bäume, Sträucher, Stauden und Zwiebeln. Deshalb fuhr ich zuerst in die nahe gelegene Gärtnerei. Beim Schlendern durch die Wege gelangte ich schließlich in die Abteilung für Sträucher. Die Pflanzen waren alphabetisch geordnet, und so stieß ich schnell auf die Hartriegel mit farbigen Zweigen. Ich nahm einen Cornus alba 'Aurea' – ich erinnere mich noch genau daran! Dann kam ein zweiter aus einer anderen Sorte hinzu, ein Cornus alba 'Sibirica'. Danach wanderten gelbzweigige Hartriegel, Cornus sericea 'Flaviramea', in meinen Einkaufswagen. Dann noch einer, noch einer und noch einer. Am Ende hatte ich zwei Wagen, die ausschließlich mit diesen Hartriegeln gefüllt waren. Schließlich sprach mich eine Dame an und stellte mir jede Menge Fragen zum Geschäft. Ich stammelte, dass ich nicht zum Team gehörte und ihr unmöglich antworten konnte. Tatsächlich hatte sie mich für einen Mitarbeiter gehalten, der die Abteilung auffüllen sollte.

Hartriegelhecke, Cornus-Hecke

Jede Menge Hartriegel …

Die zu bepflanzende Fläche bestand aus einer etwa dreißig Meter langen, geraden Hecke. Dort fanden folgende Pflanzen Platz:

So entstand eine frei wachsende Hecke. Im Winter ist sie dank der farbigen Zweige schön. Im Frühjahr punktet sie mit der frühen Blüte der Kornelkirsche. Während der Saison sorgen die verschiedenen Laubfarben für prächtige Herbsttöne. Die Blüten ernähren Bestäuber, die Früchte die Vögel – und im Fall der Kornelkirsche auch den Gärtner. Alle Sträucher sind sommergrün, aber das störte mich nicht. Mit dem Ergebnis war ich trotzdem sehr zufrieden.

Hartriegelhecke, Cornus-Hecke

Aber nicht nur …

Später konnte ich auch anderen Sträuchern nicht widerstehen, das muss ich zugeben. Ich pflanzte zahlreiche heimische Gehölze oder ließ sie wachsen, darunter Schwarzen Holunder, Gewöhnlichen Schneeball, Haselsträucher und Pfaffenhütchen. Dazu kamen einige eher „exotische“ Sträucher: ein Callicarpa 'Profusion', eine Blut-Johannisbeere, Zwergmispel und eine Weigelie. Im Laufe der Jahre wurde die Hartriegelhecke zu einer ganz normalen frei wachsenden Hecke. Trotzdem möchte ich dieses Experiment in einem anderen Gartenbereich wiederholen. Dieses Mal will ich noch einen Schritt weitergehen: eine echte Cornus-Hecke. Eine Reihe dekorativer Hartriegel, möglichst alle aus derselben Sorte.

Meine Tipps

Wenn Sie eine solche Hecke anlegen möchten, habe ich zwei oder drei Tipps für Sie.

Erstens: Schaffen Sie große Farbflächen, vor allem im Winter. Damit meine ich, dass Sie große Gruppen von Hartriegeln mit derselben Zweigfarbe pflanzen sollten – möglichst auch mit einer einheitlichen Laubfarbe. Im Winter wirkt die Hecke dann besonders harmonisch. Sie können sogar eine ganze Reihe ausschließlich mit Sträuchern in derselben Zweigfarbe anlegen, zum Beispiel mit einer Gruppe von Cornus alba mit roten Zweigen.

In meinem Fall musste die Hecke entlang des Nachbargrundstücks gerade verlaufen. Sie können die Hecke aber auch geschwungen, sichelförmig oder in einer weichen Kurve anlegen und sie durch eine große Rasenfläche ziehen lassen.

Mein letzter Tipp: Vermeiden Sie nach Möglichkeit Hartriegel, die zu stark Ausläufer bilden, etwa den Blutroten Hartriegel und einige seiner Kultivare. Wählen Sie besser weniger ausbreitungsfreudige Cornus-Arten und -Sorten. Sonst neigen sie dazu, aus der Reihe zu tanzen.

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Der Sambucus nigra 'Black Tower' ist ein Schwarzer Holunder mit unbestreitbaren Zierqualitäten. Er überrascht mit seiner natürlich aufrechten Wuchsform, ebenso wie sein kleiner Bruder 'Golden Tower'. Diese Besonderheit macht ihn besonders interessant, um den Raum zu strukturieren und einem Garten mehr Vertikalität zu verleihen.

Er sorgt mit seinem schönen, fast schwarzen sommergrünen Laub für Aufsehen. Im Mai und Juni kontrastieren seine cremeweiß überhauchten, rosafarbenen Blütendolden, die zahlreiche bestäubende Insekten anlocken, sehr schön mit dem dunklen, dekorativen Laub. Später in der Saison machen die Blüten kleinen, runden und glänzenden schwarzen Beeren Platz, die bei Vögeln sehr beliebt sind.

Blüte von Sambucus 'Black Tower' vor fast schwarzem Laub

Er ist absolut winterhart und kann überall gepflanzt werden, auch in Regionen mit strengen Wintern. Temperaturen bis -25 °C trotzt er problemlos. Da er wenig Platz beansprucht, eignet er sich perfekt für eine Hecke oder ein Strauchbeet in einem kleinen Garten, unabhängig von dessen Stil. Besonders beliebt ist er in modernen oder japanisch inspirierten Gärten, wo er mit seiner dekorativen, markanten Wuchsform Akzente setzt.

In meinem Garten verleiht er dem Beet Tiefe, in das ich ihn vor etwa vier Jahren gepflanzt habe. Der kräftig wachsende Strauch legt schnell an Höhe zu und ist bereits 2 m hoch und 1 m breit. Seine schlanke, dekorative Silhouette bringt zwischen Gräsern einen ganz eigenen Charakter zur Geltung, etwa neben dem spektakulären Stipa gigantea, Horsten von Pennisetum 'Hameln', Echinacea purpurea, Eryngium planum, Sedum 'Purple Emperor' und einigen Akzenten von Knautia macedonica. Im Hintergrund darf auch die malerische Gewöhnliche Robinie 'Twisty Baby' mit ihren gewundenen Zweigen nicht fehlen. Ihre malerische Verzweigung bildet einen reizvollen Kontrast zur Pflanzensäule des Holunders.

Eine Pflanzidee: Echinacea purpurea, Sambucus 'Black Tower', Stipa gigantea, Pennisetum 'Hameln', Knautia macedonica' und Sedum 'Purple Emperor'

Als zusätzlicher Pluspunkt sind die Blüten und Beeren des Schwarzen Holunders essbar … Holunderblütenküchlein und Apfel-Holunderbeergelee sind kleine Köstlichkeiten, die wir zu Hause sehr gerne genießen!

Entdecken Sie auch Servanes Rezept: Holundermarmelade und Wie trocknet man Holunderblüten? Teilen Sie gerne Ihr Lieblingsrezept mit uns!

Der Sambucus nigra ‚Black Tower‘ ist ein Schwarzer Holunder mit unbestreitbaren Zierqualitäten. Er überrascht mit seiner natürlich aufrechten Wuchsform, ebenso wie sein kleiner Bruder ‚Golden Tower‘. Diese Besonderheit macht ihn besonders interessant, um den Raum zu strukturieren und einem Garten mehr Vertikalität zu verleihen. Er sorgt mit seinem schönen, fast schwarzen sommergrünen Laub für Aufsehen. […]

Hortensien werden wegen ihrer großen kugeligen, flachen oder kegelförmigen Blütenstände geschätzt, die oft rosa oder blau gefärbt sind. Sie sorgen im Garten für eine schöne Präsenz und beleben ihn mit ihrer farbenfrohen Blüte, die gewöhnlich den ganzen Sommer über anhält. Trotz Ihrer guten Pflege kann es jedoch vorkommen, dass Ihre Hortensie gar nicht oder nur sehr wenig blüht – manchmal, obwohl sie üppig wächst und vollkommen gesund wirkt. Wir erklären Ihnen, warum Ihre Hortensie nicht blühen will, und geben Ihnen Tipps, wie Sie das ändern können!

Wenn Sie alles über die Kultur von Hortensien erfahren möchten, lesen Sie auch unser ausführliches Merkblatt „Hortensien: Pflanzen, Schneiden und Pflegen“

1 – Weil der Standort nicht geeignet ist

Damit sie sich voll entfalten kann, müssen Sie die Hortensie am richtigen Standort kultivieren! Zu viel Schatten oder umgekehrt zu viel Sonne kann die Blüte verhindern. Nicht alle Hortensien haben denselben Lichtbedarf. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

  • Hydrangea macrophylla und H. serrata bevorzugen Schatten oder Halbschatten.
  • Hydrangea paniculata und H. arborescens gedeihen in der Sonne.

Hydrangea macrophylla und Hydrangea serrata sollten vor direkter Sonne geschützt werden, zumindest während der heißesten Stunden des Tages. Dichten Schatten sollten Sie jedoch vermeiden. Ein halbschattiger oder lichter Standort, an dem die Pflanzen morgens Sonne und nachmittags Schatten erhalten, ist ideal. Hydrangea paniculata braucht dagegen Sonne: Wenn Sie sie in den Schatten pflanzen, wächst sie zwar, blüht aber gar nicht oder nur sehr wenig.

Hortensie, Hydrangea: den richtigen Standort wählen
Hydrangea macrophylla gedeiht im Schatten, während Hydrangea paniculata die Sonne bevorzugt. Hier Hydrangea macrophylla 'Endless Summer Bloomstar' und Hydrangea paniculata 'Limelight' (© Friedrich Strauss – Biosphoto)

2 – Wegen eines ungeeigneten Rückschnitts

Hydrangea macrophylla blüht am vorjährigen Holz. Sie sollten diese Hortensie deshalb nicht oder nur sehr leicht zurückschneiden. Bei einem zu starken Rückschnitt entfernen Sie möglicherweise die Blütenknospen an den Triebspitzen und beeinträchtigen dadurch die Blüte.

Hydrangea macrophylla gedeiht gewöhnlich besser, wenn sie gar nicht oder nur sehr wenig geschnitten wird. Wenn Sie dennoch eingreifen möchten, können Sie im März oder April einen sehr leichten Rückschnitt vornehmen. Entfernen Sie dabei nur abgestorbenes Holz, beschädigte Zweige und verblühte Blütenstände. Alle zwei Jahre können Sie die Mitte des Strauchs auslichten, indem Sie einige alte, schwache Zweige bodennah entfernen. An den verbleibenden Zweigen sollten Sie nicht mehr als 30 cm abschneiden.

Hydrangea serrata, H. aspera, H. quercifolia und Kletterhortensien werden ebenfalls nur sehr leicht zurückgeschnitten. Entfernen Sie ausschließlich abgestorbene oder beschädigte Zweige. Diese Hortensien kommen problemlos ohne Rückschnitt aus.

Hydrangea paniculata und Hydrangea arborescens vertragen einen stärkeren Rückschnitt. Bei Hydrangea paniculata besteht der Rückschnitt darin, den Strauch zu strukturieren. Lassen Sie einige kräftige Hauptzweige stehen und entfernen Sie kleine, schwache oder ungünstig stehende Zweige. Schneiden Sie auch nach innen wachsende Zweige heraus, damit die Mitte des Strauchs luftig bleibt. Kürzen Sie die Hauptzweige und lassen Sie dabei nur 2 bis 3 Knospenpaare stehen. Hydrangea arborescens profitiert von einem Rückschnitt auf 30 bis 40 cm über dem Boden. Dadurch verjüngt sich der Strauch und bildet etwas weniger, dafür größere und eindrucksvollere Blütenstände!

Weitere Informationen finden Sie in unseren Ratgebern „Wann sollte man Hortensien schneiden?“ und „Wie schneidet man Hortensien?“

Der Rückschnitt muss an die kultivierte Sorte angepasst werden
Vermeiden Sie einen starken Rückschnitt bei Hydrangea macrophylla: Schneiden Sie sie nur sehr leicht oder gar nicht zurück.

3 – Wegen einer falschen Düngung

Wenn Hortensien in einem nährstoffarmen Boden ohne Bodenverbesserung wachsen, können ihnen Mineralstoffe für eine üppige Blüte fehlen. Geben Sie im Frühjahr etwas gut verrotteten Kompost rund um den Strauch und arbeiten Sie ihn leicht in den Boden ein. Zu viel organisches Material oder stickstoffreicher Dünger fördert dagegen das vegetative Wachstum und die Blattbildung auf Kosten der Blüte. Ihre Hortensien sehen dann zwar schön und gesund aus und haben üppiges, sattgrünes Laub, blühen aber möglicherweise nur sehr wenig. Wenn Sie düngen, wählen Sie ein phosphorreiches Produkt, um die Blütenbildung zu fördern.

Entdecken Sie unser Sortiment an Hortensiendüngern.

4 – Wegen eines Spätfrosts

Im Frühjahr haben Hortensien bereits ihre Knospen gebildet und beginnen auszutreiben. Ein Spätfrost kann sie dann überraschen und ihre Knospen schädigen. Dadurch können junge Blätter beschädigt und ein Teil oder sogar alle zukünftigen Blüten zerstört werden.

Um Frostschäden vorzubeugen, sollten Sie die Wettervorhersage beobachten. Decken Sie Ihre Hortensien mit Wintervlies ab, sobald Frost droht.

Wenn es bereits zu spät ist und der Frost Schäden verursacht hat, schneiden Sie die beschädigten Pflanzenteile zurück. Lassen Sie nur gesunde Zweige und Knospen stehen. Die Hortensie kann ihre Energie dann auf diese gesunden Pflanzenteile konzentrieren.

5 – Wegen Wassermangels

Hortensien vertragen Trockenheit schlecht. Während der Bildung der Blütenknospen dürfen sie nicht unter Wassermangel leiden. Andernfalls können die Knospen vertrocknen und sich nicht öffnen. Der Boden muss gleichmäßig frisch bleiben. Gießen Sie deshalb im Sommer und während jeder Trockenperiode. Achten Sie besonders darauf, wenn Sie Hortensien in einem großen Topf oder Kübel kultivieren: Das Substrat trocknet dort deutlich schneller aus als im Freiland. Bringen Sie eine dicke Schicht organischen Mulch aus, etwa Stroh, Laub oder Häckselgut. So bleibt der Boden länger frisch. Er darf jedoch weder völlig durchnässt sein noch dauerhaft nass bleiben, da sonst die Wurzeln faulen können.

Hortensien brauchen einen gleichmäßig frischen Boden: Gießen Sie bei Trockenheit
Denken Sie daran, Hortensien während Trockenperioden zu gießen.

6 – Weil die Pflanze noch zu jung ist

Wenn Sie Ihre Hortensie erst vor Kurzem gepflanzt haben, kann sie einige Jahre brauchen, um sich am neuen Standort zu etablieren. Statt Blüten zu bilden, investiert sie ihre Energie in die Entwicklung des Wurzelsystems und passt sich an die neuen Kulturbedingungen an. Geben Sie ihr Zeit und warten Sie, bis sie einen schön belaubten, kräftigen Horst gebildet hat. Wenn die Bedingungen stimmen, wird Ihre Hortensie problemlos blühen.

7 – Weil die Pflanze krank ist

Krankheiten und Parasiten beeinträchtigen die Blüte: Eine geschwächte Hortensie blüht möglicherweise gar nicht oder nur sehr wenig. Besonders Botrytis kann Blüten und Blütenknospen zum Faulen bringen. Damit Ihre Hortensie gesund bleibt, vermeiden Sie übermäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie direkt am Fuß der Pflanze, ohne das Laub zu benetzen. Sorgen Sie außerdem für eine gute Luftzirkulation, indem Sie nicht zu dicht pflanzen und den Strauch bei Bedarf etwas auslichten. Wenn Sie einen Befall feststellen, etwa einen grauen Belag auf den Blättern, entfernen Sie die beschädigten Pflanzenteile und spritzen Sie eine schwefelhaltige Lösung.

Wie Sie Krankheiten und Parasiten erkennen und behandeln, erfahren Sie in unserem Ratgeber über Krankheiten und Parasiten der Hortensie.

Hortensien werden wegen ihrer großen kugeligen, flachen oder kegelförmigen Blütenstände geschätzt, die oft rosa oder blau gefärbt sind. Sie sorgen im Garten für eine schöne Präsenz und beleben ihn mit ihrer farbenfrohen Blüte, die gewöhnlich den ganzen Sommer über anhält. Trotz Ihrer guten Pflege kann es jedoch vorkommen, dass Ihre Hortensie gar nicht oder nur […]

Blühend, genügsam und robust – so lassen sich die Eigenschaften dieses unverzichtbaren Strauchs für den Sommergarten zusammenfassen.

Perovskia 'Blue Spire'

Die Sorte 'Blue Spire' gehört zu den wenigen Pflanzen, die von Juni bis September ohne Unterbrechung blühen. Sie bildet eine große, buschige Horst mit einer Höhe von 1,20 m. An ihren feinen Stängeln erscheinen zarte Ähren mit einer außergewöhnlich üppigen Blüte in Lavendelblau. Das kleine, gezähnte Laub ist grau bis weiß und verströmt einen intensiven Duft. Es zeigt, wie gut sich die Pflanze an trockene, ja sogar aride Sommer angepasst hat. Luftig und leuchtend fügt sich die Blauraute überall in sonnige Beete mit eher magerem, gut durchlässigem Boden ein.

Diese Sorte steht seit 7 Jahren in meinem Garten bei Aix-en-Provence in einem Beet. Sie wächst ohne Pflege und ohne Bewässerung und entwickelt sich unabhängig von den Bedingungen prächtig. Sie ist widerstandsfähig gegen Wind, Kälte und starke Trockenheit und unempfindlich gegenüber kalkhaltigem Boden. Wegen ihrer unglaublichen Robustheit habe ich diese Sorte ausgewählt. Mit ihren stahlblauen Blütenrispen belebt sie den Garten zusammen mit Prachtkerze, Strauch-Salbei, Lavendel und Kolibritrompete.

Perovskia 'Blue Spire', Salvia 'Hot Lips', Lavendel und Kolibritrompete

Diese Pflanze benötigt kaum Pflege. Einzige Ausnahme ist ein kräftiger Rückschnitt mit der Gartenschere am Ende des Winters. Ich schneide sie einfach auf 15 cm über dem Boden zurück. Noch ein Tipp: In einem zu nährstoffreichen Boden wächst die Pflanze zwar stärker, verliert aber an Dichte. Der Strauch neigt dann dazu, auseinanderzufallen. Pflanzen Sie sie ruhig in Erde, die Sie mit Sand und Kies vermischt haben.

Ihre Vorzüge: 

  • Wächst in voller Sonne
  • Trockenheitsverträglich 
  • Widerstandsfähig gegen Krankheiten
  • Benötigt nur sehr wenig Pflege 
  • Sehr genügsame Pflanze

Blühend, genügsam und robust – so lassen sich die Eigenschaften dieses unverzichtbaren Strauchs für den Sommergarten zusammenfassen. Die Sorte ‚Blue Spire‘ gehört zu den wenigen Pflanzen, die von Juni bis September ohne Unterbrechung blühen. Sie bildet eine große, buschige Horst mit einer Höhe von 1,20 m. An ihren feinen Stängeln erscheinen zarte Ähren mit einer […]

Was gibt es Neues im Garten? Eigentlich nicht viel. Mein Garten liegt in der Region Lille, und man muss zugeben, dass es mitten im Februar etwas eintönig und trist ist. Einige Schneeglöckchen zeigen ihre weißen und grünen Glöckchen. Die Christrosen läuten ihre schöne Jahreszeit ein. Die dekorativen Hartriegel mit farbigem Holz zeigen ihre leuchtenden Farben und … ach ja! Wo hatte ich nur meinen Kopf? Die Kätzchensaison beginnt!

Kätzchen an Weiden, japanische Weiden, Winterblüte der Weiden
Nein, nicht diese Art von Kätzchen!

Das hat nichts mit unseren schnurrbärtigen Begleitern zu tun, sondern mit der Blüte der Weiden. Allerdings nicht mit irgendwelchen Weiden! Die ersten Weiden, die blühen und damit diese berühmten Kätzchen hervorbringen, stammen aus Asien. Unsere einheimischen Weiden (Salix alba, Salix viminalis, Salix fragilis, Salix caprea, Salix aurita …) warten dagegen geduldig, bis ihre Zeit zum Blühen gekommen ist. Allzu lange wird das allerdings nicht mehr dauern.

Die Weide 'Mount Aso'

Salix chaenomeloides 'Mount Aso' ist in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich! Im Laufe der Saison bildet der Strauch unter unseren klimatischen Bedingungen einen schönen, rund 2,50 m großen Busch. Das grüne Laub ist sommergrün und gibt den Blick auf leuchtend rote junge Zweige im Winter frei. Besonders spektakulär ist jedoch die Blüte. Ab Februar öffnen sich mehrere Wochen lang große, flauschige, rosarote Kätzchen. Das ist nicht nur wegen der Farbe wunderschön, sondern auch wegen der dekorativen Wuchsform des Strauchs. Und das alles in einer Jahreszeit, in der sich im Garten nur wenig tut.

Kätzchen an Weiden, japanische Weiden, Winterblüte der Weiden
Salix 'Mount Aso' (©Olivier Allard)

Die Weide 'Griffe de Loup'

Salix gracilistyla var. melanostachys ist eine Weide, die auf den ersten Blick wenig auffällt. Wenn man jedoch genauer hinsieht … Ich habe im vergangenen Jahr einen Steckling geschenkt bekommen, der Strauch ist also noch sehr jung. Trotz seines geringen Alters belohnt mich diese Weide 'Griffe de Loup' bereits mit zwei völlig schwarzen Kätzchen. Sie sitzen an kräftig roten Zweigen. Stellen Sie sich vor, wie schön der Strauch erst sein wird, wenn er seine ausgewachsene Größe erreicht hat. Ich bin gespannt, wie er in zwei oder drei Jahren aussehen wird.

Salix gracilistyla var. melanostachys (©Virginie Douce)

Salix koriyanagi

Diese koreanische Weide kommt auch in China und Japan vor. Sie ist wenig bekannt und außerhalb einiger spezialisierter Gärtnereien für Sammler nur schwer erhältlich. Vor zwei Jahren hatte ich die gute Idee, ein sehr junges Exemplar zu pflanzen. Das hat sich gelohnt! Die jungen Zweige wirken sehr zart und sind kerzengerade. In Asien verwendet man sie zum Flechten. Ab Februar bedeckt sich der Strauch mit zahlreichen kleinen weiblichen Kätzchen. Ein ausgesprochen dekorativer Anblick! Das sommergrüne Laub ähnelt etwas dem der Hanf-Weide (Salix viminalis), doch die Blätter sind kleiner und beim Austrieb orangefarben.

Kätzchen an Weiden, japanische Weiden, Winterblüte der Weiden
Salix koriyanagi (©Olivier Allard)

Standort und Pflege dieser drei Weiden

Alle drei sind sehr winterhart und überstehen im Winter problemlos -15 °C. Sie brauchen Sonne und einen Boden, der die ganze Saison über frisch bis feucht bleibt. Sobald sie gut eingewachsen sind, erweisen sie sich jedoch als ausreichend trockenheitsverträglich. Ein gewöhnlicher Boden ist für sie geeignet, unabhängig vom pH-Wert. Der Boden darf sogar schwer und lehmig sein – genau das mögen sie besonders gern! Bei Bedarf schneiden Sie die Sträucher gelegentlich am Ende des Winters nach der Blüte zurück. Diese Sträucher sind pflegeleicht und wachsen schnell. Kurz gesagt: Sie verdienen es, viel häufiger gepflanzt zu werden!

Entdecken Sie auch schöne Kätzchen in Virginias Garten.

Februar ist im Garten oft trist. Dennoch beginnt bei einigen Pflanzen die Blüte…

Jedes Jahr im Herbst zeigen zahlreiche Bäume und Sträucher ihre schönsten Farben und bescheren uns ein wahres Schauspiel: Ihre Blätter färben sich scharlachrot, kupferfarben oder golden, bevor sie abfallen … Obwohl uns dieses Phänomen begeistert, ist es Teil einer ausgeklügelten Strategie der Pflanzen, mit der sie sich im Winter schützen. Sie gehen in die Ruhephase und legen eine notwendige Pause ein, die ihnen einen besseren Austrieb im Frühjahr ermöglicht. Entdecken Sie hier diesen Mechanismus, der die leuchtenden Herbstfarben erklärt!

Diesen Beitrag können Sie auch in unserem Podcast entdecken:

Die Herbstblätter des Amberbaums oder Amerikanischen Amberbaums

Liquidambar styraciflua ist einer der schönsten Bäume mit Herbstfärbung! (Foto: Frank Vincentz)

Woher kommt die grüne Farbe der Blätter?

Das Blatt ermöglicht es dem Baum, Sonnenlicht aufzunehmen. Im Frühjahr und Sommer sind die Blätter grün, weil sie Chlorophyll enthalten. Dieses Pigment ermöglicht es der Pflanze, Lichtenergie aufzunehmen und daraus mithilfe von Wasser aus dem Boden und CO2 aus der Atmosphäre organische Moleküle zu bilden. Das Chlorophyll absorbiert aus dem Licht die blauen und roten Wellenlängen, nicht aber die grünen. Das Blatt reflektiert daher die grüne Farbe, weshalb wir sie wahrnehmen. Weitere Pigmente sind im Blatt vorhanden, werden jedoch vom Chlorophyll verdeckt.

Warum verändert sich die Farbe im Herbst ?

Wenn die Tageslänge abnimmt, bereitet sich der Baum auf die Ruhephase vor und spart Energie. Er unterbricht daher die Versorgung der Blätter mit Pflanzensaft, indem er an ihrer Basis eine kleine Korkschicht bildet. Dadurch erhalten die Blätter kein Wasser und keine Mineralstoffe mehr. Die Chlorophyllpigmente werden nicht erneuert und verschwinden schließlich. Da sie für die grüne Farbe der Blätter verantwortlich sind, verändern die Blätter nun ihre Farbe. Die anderen Pigmente bleiben jedoch erhalten: Xanthophylle (gelb) und Karotin (orange) werden durch das Verschwinden des Chlorophylls sichtbar. Dadurch entstehen die wunderschönen orangefarbenen Töne der Blätter!

Die roten Farben entstehen durch neue Pigmente, die im Herbst aus den im Blatt vorhandenen Zuckern gebildet werden: Anthocyane, die für dunkelrote, violette und purpurrote Farbtöne verantwortlich sind. Gleichzeitig schützen sie die Blätter vor Sonnenstrahlung und halten Insekten sowie andere Tiere davon ab, die Pflanze anzufressen. Die rote Farbe schreckt sie ab, denn in der Natur weist dieser Farbton auf Giftigkeit hin.

Im Herbst nehmen nicht alle Bäume die gleiche Farbe an. Mehrere Faktoren beeinflussen die Färbung des Laubs: der pH-Wert des Bodens, Feuchtigkeit und Trockenheit sowie die Genetik. Die Färbung unterscheidet sich je nach Art und Sorte. Auch das Alter der Pflanze spielt eine Rolle. Jeder Farbton hängt vom jeweiligen Verhältnis der Pigmente und davon ab, wie stark sie sichtbar werden.

In Nordamerika und Asien sind die durch Anthocyane hervorgerufenen Rottöne besonders ausgeprägt. In Europa färben sich die Blätter dagegen häufiger gelb oder orange.

Die Farben der Herbstblätter

Geflügelter Spindelstrauch (Foto: Jean Jones), Roter Hartriegel, Fächertanne, Amerikanischer Amberbaum und Fächer-Ahorn

Schließlich fallen die Blätter ab …

Da die Blätter nicht mehr mit Pflanzensaft versorgt werden, trocknen sie aus, werden braun und fallen schließlich ab. So spart der Baum Energie und geht in die Ruhephase, bis wieder mildere Temperaturen herrschen. Sein Stoffwechsel läuft langsamer ab, wodurch er Wasser und Mineralstoffe bewahrt. Blätter bestehen aus dünnem, zartem Gewebe. Bei Kälte würden sie ohnehin erfrieren und abfallen. Für den Baum lohnt es sich daher nicht, sie zu behalten. Immergrüne Pflanzen besitzen meist dickere und widerstandsfähigere Blätter, die kalte Temperaturen aushalten. Sie betreiben auch im Winter Photosynthese, doch ihr Stoffwechsel verlangsamt sich ebenfalls.

Wenn die Blätter sommergrüner Bäume abfallen, bringen sie organisches Material in den Boden ein. Sie schützen den Boden und fördern Insekten sowie Mikroorganismen. Beim Zersetzen reichern sie den Boden an, verbessern seine Struktur und tragen zur Humusbildung bei. Während sich der Boden mit einem farbenfrohen Teppich bedeckt, ermöglicht der Laubfall uns, die gesamte Architektur des Baumes zu bewundern. Er bringt die Farbe und Struktur seiner Rinde sowie seine Äste und Verzweigungen zur Geltung.

Im Frühjahr nimmt die Tageslänge wieder zu. Die Wurzeln entnehmen dem Boden erneut Wasser und Mineralstoffe, die durch den Pflanzensaft im Baum transportiert werden können. Dieser „Saftaufstieg“ ermöglicht den Austrieb der Knospen und das Erscheinen neuer Blätter. So kann der Baum bis zum nächsten Herbst Photosynthese betreiben!

Jedes Jahr im Herbst zeigen zahlreiche Bäume und Sträucher ihre schönsten Farben und bescheren uns ein wahres Schauspiel: Ihre Blätter färben sich scharlachrot, kupferfarben oder golden, bevor sie abfallen … Obwohl uns dieses Phänomen begeistert, ist es Teil einer ausgeklügelten Strategie der Pflanzen, mit der sie sich im Winter schützen. Sie gehen in die Ruhephase […]

Vielleicht ist es Ihnen in diesem Sommer aufgefallen: Mit den schönen Tagen meldeten sich die Naturfreunde wieder verstärkt zu Wort, besonders in den sozialen Netzwerken ... Und wie jedes Jahr ging eine bestimmte Gruppe von ihnen gegen eine exotische Pflanze auf die Barrikaden. In diesem Jahr richtet sich ihr besonderer Zorn gegen den Schmetterlingsstrauch, also gegen die Buddleja. Invasiv? Gefährlich für Schmetterlinge?

Die Debatte ist einfach, klassisch, aber wirkungsvoll:

„Ihr seid doch nur böse Menschen, die die Natur zerstören!“ (die Botaniker zu den Gärtnern)
„Stimmt doch gar nicht!“ (die Gärtner zu den Botanikern)

Willkommen auf dem Schulhof! Und hier bin ich nun, genau dazwischen, und versuche, die Truppen beider Lager zu beruhigen.

Die Debatte über den Schmetterlingsstrauch im Detail

Immer häufiger hört, liest und sieht man Artikel, Facebook-Posts oder Fernsehberichte zu folgendem Thema: „Buddleja tötet Schmetterlinge, weil der Nektar Koffein enthält.“ Diese Veröffentlichungen haben meist eines gemeinsam: Sie behandeln die Information oberflächlich und gehen nicht den Dingen auf den Grund. Selbstverständlich wird dabei auch keine einzige Quelle genannt ...

Nach dem derzeitigen Stand unseres Wissens soll der Nektar der Buddleja-Blüten eine koffeinähnliche Substanz enthalten, die Schmetterlinge unweigerlich anlockt, sodass sie sich erschöpfen und schließlich sterben könnten.

Ich habe diesen Satz ganz bewusst im Konjunktiv formuliert. Seit beinahe zwanzig Jahren habe ich über diese Pflanze schon alles Mögliche gehört. Die meisten Fakten, die ich weiter unten erläutere, sind belegt. Ein Punkt bleibt jedoch dauerhaft umstritten: die angebliche Giftigkeit der Blüten, durch die Schmetterlinge regelrecht „unter Drogen gesetzt“ werden sollen.

Erstaunlicherweise verweist niemand auf eine ernst zu nehmende wissenschaftliche Veröffentlichung, sobald von dieser möglichen Giftigkeit der Buddleja-Blüten die Rede ist. Bemerkenswert, nicht wahr?

Buddleja, Schmetterlingsstrauch

Wissenschaftlich belegte Fakten 

  • Die Buddleja davidii, die Wildart, ist eine invasive Pflanze und gilt als invasive gebietsfremde Art. Sie breitet sich bevorzugt an vom Menschen zerstörten Standorten aus, denn dieser Strauch wächst gern auf armen, steinigen und etwas aufgewühlten Böden. Ursprünglich stammt er aus den trockenen Gebirgsregionen Chinas. Typische Standorte sind Abraumhalden, Bahndämme, Industriebrachen und verlassene Parkplätze. Auch besonders gefährdete natürliche Lebensräume, etwa Silikatmagerrasen in der Normandie, kann er besiedeln. Das ist nachvollziehbar, denn die Buddleja ist eine Pionierpflanze, die „den Boden bereitet“, damit sich später weitere Pflanzen ansiedeln können. Auch unsere heimische Flora umfasst Pflanzen mit dieser Fähigkeit. Die Buddleja ist jedoch ausgesprochen wirkungsvoll, weil sie nur kurze Zeit lebt. Darin liegt ihr invasiver Charakter. Sobald andere Pflanzen auf dem von der Buddleja im Laufe der Zeit geschaffenen Substrat wachsen, beschatten sie den Strauch. Die Buddleja, die vor allem viel Licht benötigt, verschwindet dann wieder. Die Vegetation kann sich bis zum Klimax entwickeln, also bis zur höchstmöglichen Entwicklungsstufe eines natürlichen Lebensraums, beispielsweise zu einem Eichenwald. Der einzige Wermutstropfen: Die Buddleja nimmt tatsächlich den Platz einer für die Tierwelt nützlichen heimischen Pflanze ein. Das betrifft vor allem Insekten, die sich größtenteils gemeinsam mit endemischen Pflanzenarten entwickelt haben. Zur Erinnerung: Eine exotische Pflanze ist für die Ernährung von Insektenlarven und erwachsenen Insekten stets weniger wertvoll.

Hinweis: Wenn Sie die Wildart in Ihrem Garten haben und ihr invasives Verhalten Sie beunruhigt, schneiden Sie den Strauch kurz vor der Samenbildung stark zurück. Damit ist das Problem gelöst.

  • Die Buddleja enthält in ihren Blättern und Trieben Aucubin sowie weitere Terpenoide, die beim Verzehr giftig sind. Deshalb frisst niemand ihre Blätter. Das ist das zweite Argument der Naturfreunde: „Wenn Schmetterlinge ihre Eier auf der Buddleja ablegen, können sich die Raupen nicht ernähren.“ Das würde jedoch bedeuten, die Schmetterlinge gründlich misszuverstehen und Millionen Jahre Evolution zu ignorieren. Ein Schmetterling ist genetisch darauf programmiert, seine Eier nur auf der Pflanze oder Pflanzenfamilie abzulegen, die sein Nachwuchs benötigt. Und nirgendwo sonst! Allerdings stimmt es, dass Schmetterlinge in Ihrem Garten keine Eier ablegen können, wenn dort nur ein kurz geschnittener Rasen, eine Thujahecke und ... ein einziger Schmetterlingsstrauch wachsen. Dann sehen Sie im ersten Jahr Schmetterlinge an Ihrem Strauch und danach ... nichts mehr. In einem Garten mit einer größeren Pflanzenvielfalt besuchen die Schmetterlinge die Blüten der Buddleja kurz und legen ihre Eier anschließend je nach Schmetterlingsart auf den umliegenden Pflanzen ab: Brennnessel, Brombeere, Gräser, Faulbaum, Hülsenfrüchtler, Kreuzblütler, Doldenblütler ...
Buddleja, Schmetterlingsstrauch

Hinweis: Einige Quellen erwähnen, dass sich die Raupe des Totenkopfschwärmers sowie die Raupe der Österreichischen Königskerzen-Mönchseule daran angepasst haben sollen, sich notgedrungen von Buddleja-Blättern zu ernähren, wenn ihre eigentlichen Wirtspflanzen fehlen. „Die Natur findet immer ihren Weg ...“

  • Der Nektar der Buddleja davidii wird zwar in großen Mengen gebildet, enthält im Vergleich zu anderen Blüten jedoch wenig Zucker. Für Insekten ist er daher weniger nahrhaft. Beachten Sie außerdem, dass sich nur Schmetterlinge mit einem Rüssel von diesem Nektar ernähren können. Einige Hummeln sind in der Lage, die Blütenkrone aufzuschneiden und einen Teil des Nektars aufzunehmen. Gelegentlich entdecken Sie auch einige Schwebfliegen und sogar die eine oder andere Wildbiene an den Blüten. Das kommt jedoch seltener vor.
  • Der größte Teil der im Handel verkauften Sorten der Buddleja davidii ist steril, anders als die öffentliche Meinung offenbar glaubt. Es gibt also keinen Grund, die bedauernswerte Person anzufahren, die in Ihrem Gartencenter die Paletten einräumt, weil dort Buddleja verkauft wird. Nur die Wildart ist invasiv, und sie wird nicht mehr angeboten.
  • Die anderen Buddleja-Arten und Hybriden sind unproblematisch: B. globosa, B. alternifolia, B. nivea ...

Wodurch lässt sich die Buddleja ersetzen?

Wenn Sie nach dem Vorsorgeprinzip handeln und keinen Schmetterlingsstrauch pflanzen möchten, dann tun Sie es! Ersetzen Sie ihn jedoch durch heimische oder halbheimische Pflanzen aus Osteuropa. Lassen Sie außerdem wilde Bereiche in Ihrem Garten stehen, in die Sie nur sehr wenig eingreifen. So setzen Sie den Gedanken konsequent um und versuchen, die verbliebenen Schmetterlinge zu retten, ohne in allgemeine Heuchelei zu verfallen. Ein Klassiker sind die Sonntagsbesserwisser, die Sie wegen einer chinesischen Pflanze in Ihrem Garten zurechtweisen, im Winter Tomaten essen, einen Diesel-Geländewagen fahren und viermal im Jahr ins Flugzeug steigen. Kurz gesagt: Oft handelt es sich um große Sprücheklopfer ... Lassen wir sie reden und machen wir weiter!

Buddleja, Schmetterlingsstrauch

Fazit

Ich mache den Naturfreunden keinen Vorwurf. Ganz und gar nicht ... Ihr Einsatz ist berechtigt und notwendig. Wenn sie gelegentlich unehrlich oder geradezu sektiererisch wirken, dann geschieht das vor allem aus einer Notwendigkeit heraus. Seit Jahrzehnten hört ihnen bei Umweltthemen niemand zu. Deshalb haben sie beschlossen, eine leichter verständliche Sprache zu verwenden und einfache, klare Empfehlungen zu geben. In unserem Beispiel lautet sie: „Keine Buddleja mehr pflanzen und alle vorhandenen Sträucher ausreißen!“ Angesichts der heutigen Situation müssen sie den Ton verschärfen. Und wenn dabei die anderen Buddleja-Arten zusammen mit der Wildart unter die Räder kommen, dann ist das eben so ...

Trotzdem sollten Sie Informationen, die unkritisch im Internet verbreitet werden, mit großer Vorsicht aufnehmen und selbst recherchieren. Vielleicht ist der Nektar tatsächlich eine Droge. Vielleicht auch nicht ... Seit Jahren wird diese Information immer wieder verbreitet, kurz darauf von einem anderen Forschungsteam widerlegt und dann doch wieder bestätigt ... oder auch nicht ... vielleicht ... es kommt darauf an ... Kurz gesagt: Wir befinden uns noch im Bereich der Spekulation. 

Ich selbst habe drei Jahre lang bei mir zu Hause Bestandsaufnahmen tag- und dämmerungsaktiver Schmetterlinge durchgeführt, darunter auch des Taubenschwänzchens. Dabei konnte ich sowohl eine deutliche Zunahme der Schmetterlingszahl als auch eine größere Artenvielfalt beobachten. Trotzdem steht bei mir noch immer eine Buddleja. Sie ist jedoch von mehreren Ar Insektenparadies umgeben, denn ich habe dort zahlreiche heimische und andere Pflanzen gesetzt und einige wilde Bereiche stehen lassen. Dieser Strauch scheint also gar nicht so böse zu sein.

Während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich auf meinem „Schmetterlingsstrauch“ nur einen Admiral. Dagegen scheinen wilder Fenchel, eine üppige Dost-Fläche, ein Eringyum planum und ein Hylotelephium spectabile für die Schmetterlinge derzeit „the place to be“ zu sein. 

Ich möchte Sie daher ermutigen, sich ebenfalls mit Schmetterlingen oder Insekten im Allgemeinen zu beschäftigen, Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen und unabhängig von allem stets kritisch zu bleiben. 

Vielleicht ist es Ihnen in diesem Sommer aufgefallen: Mit den schönen Tagen meldeten sich die Naturfreunde wieder verstärkt zu Wort, besonders in den sozialen Netzwerken … Und wie jedes Jahr ging eine bestimmte Gruppe von ihnen gegen eine exotische Pflanze auf die Barrikaden. In diesem Jahr richtet sich ihr besonderer Zorn gegen den Schmetterlingsstrauch, also […]