Welche Callicarpa für den Garten wählen?
Unsere Auswahl nach Größe, Wuchs und Beerenfarbe
Inhaltsverzeichnis
Der Callicarpa-Strauch schmückt den Herbst mit violetten oder weißen Beeren. Größe, Wuchs, Herbstfärbung und Platz helfen bei der Sortenwahl.
Für üppige Fruchtbildung
Wenn Sie vor allem viele violette Beeren erzielen möchten, sind Callicarpa bodinieri eine sichere Wahl.
Der Callicarpa bodinieri ‘Profusion’ gilt als DIE Referenz. Er wird etwa 2,50 m hoch und bildet zahlreiche Beeren in intensivem Violett. Auch sein Laub bietet einen zusätzlichen Blickfang: Im Austrieb bronzefarben, wird es später grün und im Herbst gelb. Dieser Strauch eignet sich eher für den Hintergrund eines Beetes, eine frei wachsende Hecke oder einen Standort, an dem er seine natürliche Wuchsform entwickeln kann.
Für eine ebenso üppige Wirkung in etwas kompakterer Form wird der Callicarpa bodinieri ‘Imperial Pearl’ etwa 2 m hoch. Sein Fruchtbehang ist für eine noch üppigere Bildung von Beeren als bei ‘Profusion’ bekannt, während sich seine Blätter zum Saisonende orange färben. Er ist ideal, wenn Sie dekorative Beeren mit einer schönen Herbstfärbung verbinden möchten.
Ebenfalls mit dem Ziel einer üppigen Beerenernte erreicht ‘Magical Deep Purple’ etwa 1,75 m Höhe und 1,50 m Breite, während ‘Liebespaar’ etwa 2 m hoch und 1,50 m breit wird. ‘Magical Purple Giant’ benötigt mehr Platz, da er bis zu 2,50 m hoch und 2 m breit werden kann. Daher fühlt er sich in einem großen Beet oder einer Strauchhecke wohler als auf kleinem Raum.

Callicarpa bodinieri ‘Profusion’
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Wahrscheinlich zeigen sich hier die Unterschiede zwischen den Sorten besonders deutlich. Zumal eine Callicarpa nicht groß sein muss, um im Herbst spektakulär zu wirken.
Callicarpa dichotoma ‚Issai‘ lässt sich besonders leicht in kleine Gärten oder Kübel integrieren: Sie wird etwa 1,25 m hoch und nur 80 cm breit. Auch ‚Cardinal‘ bleibt mit etwa 1,50 m Höhe und 1 m Breite überschaubar und zeigt eine schöne Herbstfarbe. Die Callicarpa bodinieri ‚Pearl Glam‘ ist mit etwa 1,40 m Höhe und 1 m Breite ebenfalls eine attraktive Alternative. Ihr purpurfarbenes Laub ist ideal, wenn jeder Quadratmeter zählt.
Diese kompakten Callicarpa-Sorten eignen sich besonders für die Beetmitte, einen Platz an der Terrasse oder einen Stadtgarten – überall dort, wo eine Callicarpa ‚Profusion‘ mit der Zeit zu dominant wäre.
Ihre geringe Größe bedeutet keineswegs, dass ihnen Charakter fehlt. Callicarpa dichotoma bildet von Natur aus lange, bogig überhängende Zweige, die dem Strauch ein lockeres, leichtes Erscheinungsbild verleihen. Eine gute Wahl für weniger formale Beete, in denen Pflanzen ihre natürliche Wuchsform behalten dürfen.

Callicarpa dichotoma ‚Issai‘
Für originelle weiße Beeren
Violett wird so stark mit dem Liebesperlenstrauch verbunden, dass weißfruchtige Formen oft überraschen!
Die Callicarpa japonica ‚Leucocarpa‘ ist wohl die naheliegendste Wahl. Auf die weißen Blüten folgen weiße Beeren, und der Strauch bleibt mit rund 1,50 m in Höhe und Breite kompakt. Besonders reizvoll ist er, um eine von roten, purpurfarbenen oder orangefarbenen Blättern geprägte Herbstszene aufzuhellen.
Der Callicarpa dichotoma ‘Albibacca’ trägt sehr lange und wächst mit etwa 1,40 m Höhe und 90 cm Breite noch schmaler. Callicarpa bodinieri ‘Magical Snowstar’ und ‘Magical Snowqueen’ werden etwas größer: etwa 2 m hoch und 1,50 m breit bei ‘Snowstar’ sowie 1,75 m hoch und 1,50 m breit bei ‘Snowqueen’.
Die Wahl zwischen diesen weißfruchtigen Formen hängt daher vor allem vom verfügbaren Platz ab: ‘Albibacca’ oder ‘Leucocarpa’ für kleine Gärten, ‘Snowstar’ für mehr Volumen im Hintergrund eines Beets oder in einer frei wachsenden Hecke.

Callicarpa dichotoma ‘Albibacca’
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Eine Callicarpa wird oft wegen ihrer Beeren gekauft, doch das Laub kann die Wirkung verändern und im September und Oktober Farbe ins Spiel bringen. Wer das Laub zusammen mit den Früchten auswählt, erhält außerdem schon vor dem vollständigen Erscheinen der Beeren an den kahlen Zweigen einen attraktiven Strauch.
Die Callicarpa japonica ist hierfür besonders interessant. Ihre gebogenen Zweige tragen Laub, das sich im Herbst golden und orange färbt und einen schönen Kontrast zu den violetten Beeren bildet.
Die Callicarpa kwangtungensis wird 1,50 m hoch und breit. Sie zeichnet sich durch schmalere, längliche Blätter aus, die im Sommer purpurgrün sind und sich im Herbst orange-rosa färben. Dazu kommen rosaviolette Früchte.
Für eine besonders farbenfrohe Herbstszene bringt ‘Profusion’ Gelb ins Spiel, ‘Imperial Pearl’ Orange. Callicarpa dichotoma kann sich je nach Standort und Bodenbeschaffenheit rötlich färben.

Für eine freiwachsende Hecke: ausdrucksstarke Sorten bevorzugen
Der Liebesperlenstrauch passt sehr gut in eine frei wachsende oder naturnahe Hecke, kombiniert mit anderen fruchttragenden oder dekorativ belaubten Sträuchern. Seine natürliche Wuchsform und die Herbstbeeren kommen dort deutlich besser zur Geltung als in einer regelmäßig geschnittenen Hecke. Da er sommergrün ist, bietet er im Winter allerdings keinen Sichtschutz. Er lässt sich jedoch mit immergrünen Sträuchern mit ähnlichen Ansprüchen abwechseln, etwa der Frühlings-Duftblüte, dem Lorbeerschneeball oder einer Roten Glanzmispel. Auch sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und gut durchlässige Böden.
Für diesen Zweck eignen sich ‘Profusion’, ‚Imperial Pearl‘ oder ‘Magical Purple Giant’ besonders gut, da ihre Größe (2 bis 2,50 m Höhe) die Kombination mit anderen Sträuchern in einer Hecke ermöglicht. Sie können auch mehrere Liebesperlensträucher in derselben Hecke pflanzen: Neben der dekorativen Wirkung fördert ihre Nähe die Bestäubung und damit einen reicheren Fruchtansatz.

Beeren des Liebesperlenstrauchs Imperial Pearl
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