Marienkäferlarven im Garten: Wann und wie einsetzen?

Marienkäferlarven im Garten: Wann und wie einsetzen?

Für einen gesunden, ökologischen Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Januar 2026  durch Virginie T. 6 min.

Marienkäferlarven sind wertvolle Helfer für Gärtner, die Schädlinge wirksam, ökologisch und natürlich bekämpfen möchten. Die besonders gefräßigen Nützlinge sind ein natürliches und einfach anzuwendendes Mittel gegen Blattläuse. Diese nützlichen Helfer sind gefürchtete Feinde schwarzer, gelber und grüner Blattläuse sowie von Schildläusen und anderen Parasiten, die Pflanzen befallen. Sie eignen sich sowohl im Ziergarten zum Schutz von Blütenpflanzen und Bäumen als auch im Gemüsegarten. Ihr Einsatz reduziert den Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln und fördert die Biodiversität. Erfahren Sie, wann und wie Sie sie einsetzen und welche Vorteile sie bieten!

Marienkäferlarven: wann und wie im Garten einsetzen

Frühling Schwierigkeit

Wo findet man Marienkäferlarven?

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Wann Marienkäferlarven kaufen?

Marienkäferlarven kaufen: Am besten im Frühjahr, von April bis Juni, wenn Blattläuse den Garten befallen. Dann finden sie reichlich Beute und wirken schnell.

Marienkäferlarven: wann und wie im Garten einsetzen

Welche Marienkäferart wählen?

Es gibt mehrere Marienkäferarten, doch manche sind bei der Schädlingsbekämpfung im Garten wirksamer als andere. Jede Art hat ihre Besonderheiten. Einige fressen Blattläuse an Bäumen, andere sind auf niedrigen Zier- und Nutzpflanzen besonders effektiv. Alle Larven ernähren sich in jeder Entwicklungsphase von Blattläusen und können bis zu 200 Blattläuse täglich fressen. Drei Marienkäferarten werden besonders zur Blattlausbekämpfung empfohlen:

  1. Der 11-Punkt-Marienkäfer (Hippodamia undecimnotata): Dieser Marienkäfer trägt 11 schwarze, teils gelb umrandete Punkte. Seine Larven wirken gegen gelbe Blattläuse, besonders an Oleander, dessen Pflanzensaft für andere Marienkäfer giftig ist. Auch gegen Rosenblattläuse, Blattläuse an niedrigen Pflanzen, kleinen Sträuchern, Roseneibisch und beispielsweise Falschem Jasmin sind sie äußerst wirksam. Da diese Art niedrige Vegetation bevorzugt, ist sie im Beet nützlich. Im Gemüsegarten schützen ihre Larven Kräuter und Nutzpflanzen wie Bohnen, Ackerbohnen, Sojabohnen und Melonen vor Blattläusen. Sie sind sehr gefräßig und fressen mehrere Blattlausarten, auch solche, die der Siebenpunkt-Marienkäfer verschmäht. Als Allesfresser vertilgen sie außerdem Thripse, Blattflöhe, Zikaden, Weiße Fliegen und Schildläuse. Diese Art bevorzugt Gemüsegärten und sehr sonnige Gärten, Wiesen und Ziergräser. Große Hitze verträgt sie gut. Im Larvenstadium kann sie über 100 Blattläuse täglich fressen.
  2. Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata): Er ist ein Verbündeter im Gemüsegarten und ernährt sich vor allem von schwarzen Blattläusen an Bohnen, Ackerbohnen und Artischocken, aber auch an Kohl und Zucchini. Auch gegen Blattläuse am Rosenstrauch ist er nützlich. Eine einzige Larve kann bis zu 150 Blattläuse täglich fressen.
  3. Der Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata): Er ist im Obstgarten sehr wirksam gegen Blattläuse an Obstbäumen, schützt aber auch Zierbäume und Sträucher. Er frisst zahlreiche Blattlausarten, die Bäume und hohe Pflanzen besiedeln.

Mein Tipp: Diese verschiedenen Marienkäferarten können problemlos zusammenleben. Sie ergänzen sich, da jede ihre bevorzugten Blattläuse frisst. Setzen Sie an großen Bäumen und Sträuchern sowie in Hecken erwachsene Marienkäfer ein. Sie können bis zu 60 Blattläuse täglich fressen. Weibchen legen bis zu 20 Eier am Tag. Nach dem Schlüpfen entwickeln sich daraus rasch sehr gefräßige Larven, die Tausende Blattläuse vertilgen. Vom Schlüpfen der Eier bis zum Erscheinen der erwachsenen Marienkäfer vergehen drei Wochen.

Marienkäferlarven: wann und wie im Garten einsetzen

Hippodamia undecimnotata (© Gilles San Martin), Coccinella septempunctata und Adalia bipunctata

Wann Marienkäferlarven ausbringen?

Prüfen Sie das Wetter: Marienkäferlarven vertragen weder Kälte, Hitze noch Nässe. Nur bei Blattläusen, frostfrei und ab 12 °C ausbringen.

Marienkäferlarven aufbewahren?

Marienkäferlarven: 2–3 Tage bei 6–8 °C im Gemüsefach, licht-, hitze- und chemikaliengeschützt lagern; binnen 48 Std. anwenden.

Marienkäferlarven füttern?

Bis zum Aussetzen im Garten sind sie versorgt: Schmetterlingseier stehen auf dem Speiseplan. Für schöne Marienkäfer müssen sie bald Blattläuse jagen!

Wo Marienkäferlarven aussetzen?

Marienkäferlarven richtig ausbringen: Auf befallenen Pflanzen mit vielen Blattläusen verteilen. Sie werden sofort aktiv und bekämpfen Schädlinge effektiv.

Wie im Garten verwenden?

Vorab:

  • Bekämpfen Sie zuerst die Ameisen, bevor Sie die Marienkäferlarven ausbringen: Blattläuse scheiden Honigtau aus, den Ameisen lieben. Daher schützen sie ihre Blattlauskolonien, indem sie Marienkäfer, ihre natürlichen Fressfeinde, angreifen. Bringen Sie die Larven deshalb nicht in der Nähe einer Ameisenkolonie aus.
  • Setzen Sie die Larven auf Pflanzen mit nachgewiesenem Blattlausbefall, da sie sonst schnell verhungern.
  • Bringen Sie die Larven nicht auf Pflanzen aus, die vor, während oder mehrere Wochen nach dem Aussetzen chemisch behandelt wurden.

So geht’s:

  • Tragen Sie beim Umgang mit den Larven Handschuhe, um sie nicht zu verletzen.
  • Öffnen Sie die Verpackung mit den Larven vorsichtig.
  • Setzen Sie die Larven mit dem beiliegenden Pinsel oder per Hand möglichst nah an den Blattläusen aus. Platzieren Sie die Popcornkörner mit den Marienkäferlarven in der Blattachsel befallener Pflanzen.
  • Lassen Sie die Larven fressen und sich entwickeln. Verwenden Sie keine chemischen Pestizide, die sie töten könnten.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Entwicklung und setzen Sie bei Bedarf erneut Marienkäferlarven aus.

→ Erste Ergebnisse sind nach 2 bis 5 Tagen sichtbar. Anschließend lassen die Larven ihre vertrockneten Häutungsreste zurück.

Dosierung:

Rechnen Sie mit 1 bis 3 Larven pro Blattlauskolonie oder 5 bis 10 Larven pro m². Für 50 Rosen oder Sträucher benötigen Sie 1 Packung mit 250 Larven.

Marienkäferlarven: Nutzen im Garten?

Diese kleinen Glückskäfer sind gefräßige Blattlausjäger! Marienkäferlarven sind ein natürliches, einfach anzuwendendes Mittel gegen Blattläuse im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes und schützen Zier- und Nutzpflanzen vor Schädlingen. Ihr großer Appetit und ihre Wirksamkeit bieten viele Vorteile:

  • Mit ihnen sind keine umweltbelastenden Pflanzenschutzmittel nötig! Sie sind eine hervorragende Alternative zu chemischen Mitteln!
  • Diese „Blattlausfresser“ befreien Pflanzen von den stechend-saugenden Insekten, die sie durch das Aussaugen von Pflanzensaft schwächen und Krankheiten übertragen.
  • Sie sind perfekte Helfer der biologischen Bekämpfung: Indem sie Blattläuse und andere Parasiten (Weiße Fliegen, Schildläuse, Thripse …) fressen, verringern Marienkäferlarven den Schädlingsbefall, ohne umwelt- und gesundheitsschädliche chemische Mittel einzusetzen.
  • Indem Sie Marienkäfer fördern, tragen Sie zur Biodiversität in Ihrem Garten bei. Ausgewachsene Marienkäfer unterstützen die Bestäubung: Finden sie keine Blattläuse als Nahrung, sammeln sie Nektar und Pollen von Blüten. Marienkäfer dienen außerdem anderen Tieren als Beute und tragen so zum Gleichgewicht des Ökosystems bei.

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Marienkäferlarve