Die Forsythie ist ein leuchtender Strauch, der den Garten mit seiner außergewöhnlichen goldgelben Blüte erhellt. Der aus Asien stammende Strauch ist dafür bekannt, den Frühling anzukündigen, und gehört zu den ersten Gehölzen, die nach dem Winter blühen. An einem sonnigen Standort in einem gut durchlässigen Boden entwickelt er sich prächtig. Da er pflegeleicht ist, eignet er sich sowohl für eine Hecke als auch für eine Einzelstellung. Wenn Sie Ihre Forsythie vermehren möchten, ist die Stecklingsvermehrung eine ideale Methode. So bringen Sie zusätzliche Farbe in ein Beet, eine Grünfläche oder sogar auf Ihren Balkon.
Erfahren Sie in unserer ausführlichen Anleitung, wann und wie Sie Forsythien durch Stecklinge vermehren.

Wann sollten Sie Forsythien durch Stecklinge vermehren?
Der ideale Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung von Forsythien liegt im Spätsommer, meist zwischen August und September. In dieser Zeit hat der Strauch seine intensive Wachstumsphase beendet. Die Triebe sind ausreichend ausgereift, sodass die Stecklinge gut anwachsen können. Wenn Sie die Stecklinge zu diesem Zeitpunkt schneiden, erhalten Sie kräftige Jungpflanzen. Sie können vor dem Winter Wurzeln bilden und haben dadurch im folgenden Frühjahr bessere Überlebens- und Wachstumschancen.
Wie vermehren Sie Forsythien durch Stecklinge?
1- Füllen Sie Ihre Töpfe bis etwa 2 cm unter den Rand mit Aussaat- und Pikiererde oder mit einer Mischung aus 2/3 Blumenerde und 1/3 Gartensand. Drücken Sie das Substrat leicht mit den Händen an.
2- Befeuchten Sie das Substrat mit einem Sprühgerät, vorzugsweise mit Regenwasser.
3- Stechen Sie mit einem Bleistift oder einem Stäbchen ein 5 bis 7 cm tiefes Pflanzloch in das Substrat. So können Sie den Steckling einsetzen, ohne ihn zu verletzen.

4- Sehen Sie sich Ihre Forsythie genau an. Wählen Sie kräftige, gesunde Triebe ohne Anzeichen von Krankheiten oder Stress aus. Entscheiden Sie sich für halbverholzte Triebe. Dabei handelt es sich um diesjährige Triebe, die noch teilweise biegsam sind, aber bereits allmählich verholzen.
5- Schneiden Sie mit einer sauberen Gartenschere etwa 10 bis 15 cm lange Triebstücke direkt unterhalb eines Knotens ab.
6- Entfernen Sie alle Blätter am unteren Teil des Stecklings. Lassen Sie am oberen Ende des Triebs nur 2 bis 4 Blätter stehen, um die Verdunstung zu verringern und eine Erschöpfung der Pflanze zu vermeiden.
7- Um die Wurzelbildung zu fördern, können Sie mit einem Messer die Rinde am unteren Ende des Stecklings auf einer Länge von 5 cm vorsichtig einschneiden.
Optional: Tauchen Sie das Schnittende in ein Bewurzelungshormon, um die Erfolgsquote zu erhöhen.
8- Setzen Sie den Steckling anschließend in das vorbereitete Pflanzloch. Etwa 5 cm des Triebs sollten dabei in der Erde stecken.

9- Drücken Sie das Substrat vorsichtig um den Steckling an und gießen Sie ihn leicht.
10- Um eine gleichmäßige Feuchtigkeit zu bewahren, setzen Sie eine Abdeckhaube auf oder stülpen Sie einen durchsichtigen Beutel über den Steckling. Fixieren Sie ihn mit Bambusstäben. Alternativ können Sie eine oben aufgeschnittene Plastikflasche verwenden. Achten Sie darauf, dass der Steckling die Abdeckhaube nicht direkt berührt, damit sich kein Schimmel bildet.

11- Stellen Sie Ihre Stecklinge an einen hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung. Halten Sie das Substrat leicht feucht, aber vermeiden Sie zu häufiges Gießen.
11- Nach 4 bis 6 Wochen sollten die Stecklinge beginnen, Wurzeln zu bilden. Dann können Sie die Abdeckhaube entfernen. Falls nötig, setzen Sie die Jungpflanze in einen größeren Topf um.
12- Stellen Sie Ihre Jungpflanzen im Winter an einen hellen, frostgeschützten Standort, zum Beispiel in einen ungeheizten Wintergarten oder ein Gewächshaus. Reduzieren Sie während dieser Zeit die Wassergaben.
Einen Forsythien-Steckling pflanzen
- Pflanzen Sie Ihre jungen Forsythien im folgenden Frühjahr aus, sobald der Boden leicht feucht und gut durchlässig ist.
- Reichern Sie den Boden beim Pflanzen mit organischem Dünger oder Kompost an, damit die Pflanzen kräftig wachsen.
- Mit seiner leuchtend gelben Blüte eignet sich die Forsythie hervorragend, um Hecken und Beete aufzulockern. Halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 1 bis 1,5 m ein, damit sich die Sträucher gut entwickeln können.
- Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig, vor allem während trockener Perioden.
Das benötigte Material für die Stecklingsvermehrung der Forsythie
- ein oder mehrere große Töpfe, je nach Anzahl der Stecklinge, oder eine Anzuchtschale
- ein Messer
- eine saubere und desinfizierte Gartenschere
- eine Abdeckhaube, eine Plastikflasche ohne Boden oder einen durchsichtigen Plastikbeutel für die Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft
- ein Sprühgerät mit Regenwasser
- Aussaat- und Pikiererde oder eine Mischung aus 2/3 Blumenerde und 1/3 Gartensand
- ein Bleistift oder ein Stäbchen
- ein Wurzelaktivator (optional)
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