Hagebutten: vielseitig für Küche und Garten
Entdecken Sie verschiedene Verwendungsmöglichkeiten
Inhaltsverzeichnis
Hagebutten, die Früchte verblühter Rosen, sind mehr als farbenfrohe Gartendeko: für Sträuße, leckere Rezepte und als Futter für Vögel. Entdecken Sie ihre vielseitige Verwendung!

Herbstzeit! Die Hagebutten-Ernte inspiriert uns zu kreativen Ideen.
Das Wichtigste
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Hagebutten trocknen: So geht’sWas sind Hagebutten?
Wenn einige Rosen Früchte tragen dürfen, ist es im Herbst eine Freude, die Hagebutten rot werden zu sehen, wenn die Natur ihr Laub verliert. Hagebutte ist der botanische Begriff für die roten Früchte von Hunds-Rose und Wildrose. Lässt man die Blüte zur Frucht reifen, bleibt dieser rote Schmuck oft bis in den Winter erhalten.
Hagebutten findet man vor allem bei botanischen Rosen, Rosa canina, Rosa glauca und Rosa rugosa. Ihre Form ist länglich oder fleischig.

Hagebutten bilden sich an botanischen und Wildrosen wie der Hunds-Rose.
Hagebutten … für prachtvolle Sträuße
Hagebutten passen zu warmen Herbsttönen von Hydrangea macrophylla, Lampionblume und Sträuchern mit dekorativen Früchten wie Schneeball, Pfaffenhütchen, Berberitze, Zwergmispel und Feuerdorn. Später ergänzen Dahlie, Aster, Fetthenne, Kleinköpfiger Knöterich, Kürbis, Efeubeeren und Schneebeere einzigartige Sträuße – auch Trockensträuße.

Herbst- und Wintersträuße mit Hagebutten: fröhliche Arrangements gegen trübe Tage
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Weihnachtskranz mit Efeu und Kastanien gestaltenHagebutten… für Weihnachtsdeko
Die Weihnachtsstimmung lebt von Rottönen. Hagebutten lassen sich daher in viele kreative Ideen für die festliche Zeit am Jahresende einbinden. In einer hübschen Vase, einfach mit einer Lichterkette dekoriert, erzielen sie eine große Wirkung. Auf einer Fensterbank oder dem Kaminsims, zusammen mit Trockenfrüchten und einigen trockenen Zweigen, wirken sie ebenso zauberhaft. Als Dekoration rund um Kerzen, auf selbst gemachten Kraftpapier-Geschenkpäckchen oder als florales Material für einen Weihnachtskranz können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Feiertage stimmungsvoll erhellen!

Zusammen mit Früchten, Flechten und anderen roten Beeren zum Jahresende spielen Hagebutten mit den typischen Weihnachtselementen.
→ In unseren Anleitungen finden Sie viele Ideen für Ihre Weihnachtsdekoration mit Hagebutten: Weihnachtskranz aus Hagebutten basteln und Oh oh oh! Natürliche Weihnachtsdeko mit Hagebutten gestalten.
Hagebutten … als Konfitüre oder Gelee
Auch wenn ihre Schale zäh ist, schmeckt das Fruchtfleisch der Hagebutte überraschend säuerlich und ist besonders reich an Vitamin C (fast 20-mal mehr als eine Orange). Warum also darauf verzichten, sie in der Küche zu verwenden?
Gelee ist die häufigste Verwendung, obwohl Hagebutten aufwendig zuzubereiten sind: Zunächst müssen sie bei niedriger Temperatur gekocht werden, damit sie weich werden (außer man pflückt sie teigig, also weich und mürbe nach dem ersten Herbstfrost – noch besser!). Anschließend gibt man sie durch die Passiermühle, um das köstliche Fruchtfleisch zu gewinnen und die Haare (die berühmten Juckhaare) sowie die Samen zu entfernen, bei denen es sich tatsächlich um die echte Frucht handelt. Man kann sie mit Äpfeln oder Quitten mischen – für eine köstliche Variante.
Ein Fruchtcoulis wird ähnlich zubereitet; die nötige Vorarbeit schreckt jedoch manche ab. Es verfeinert Panna cotta, Milchreis und andere Milchdesserts. Für Sirup verwendet man normalerweise gleiche Mengen Früchte, Zucker und Wasser. Ein Spitzsieb und eine Passiermühle sind unverzichtbar, um die berühmten Juckhaare zu entfernen.

Die Konsistenz der Hagebuttenmarmelade eignet sich ideal zum Überziehen von Crêpes oder als Aufstrich zum Frühstück!
→ Entdecken Sie unsere Anleitung: Wie macht man Hagebuttenmarmelade? Von der Ernte bis zum Rezept.
Hagebutten … als Tee
Hagebutten als Tee zu verwenden, ist eine schöne Idee. Beim Aufgießen mit höchstens 80 °C bleibt ein großer Teil des Vitamin C erhalten – anders als bei Marmelade, die stärker erhitzt werden muss. Außerdem ist die Zubereitung unkompliziert: Sie können frische oder zuvor getrocknete Früchte verwenden. Dieser wohltuende heiße Aufguss ist an kalten Herbsttagen viel besser als handelsübliche Hagebuttenteebeutel.
Trocknen Sie einfach die Hagebutten (siehe unseren Artikel Hagebutten trocknen: So geht’s) oder pflücken Sie sie frisch. Lassen Sie sie wie Linde oder Kamille zehn Minuten in einer Tasse kochendem Wasser ziehen.

Ein origineller, köstlicher Hagebuttentee für kalte Tage
→ Weiterlesen: Eigene Hagebutten trocknen, Lampionblumen-Tee: Herbstfarben im Aufguss und Apfelbeeren-Aufguss zubereiten.
Hagebutten … als Chutney
Herzhafte Hagebuttensauce: süßsauer, passend zu Geflügel, Wild und Ente. Mit Schalotte, Balsamico, Honig einkochen; Haare abstreifen, Fruchtfleisch nutzen.
Hagebutten als Schönheitspflege
Für einen hautpflegenden Ölauszug (reich an essenziellen Fettsäuren, antioxidativ und beruhigend), zerdrückt man reife Hagebutten leicht im Mörser, erwärmt sie auf 50 °C und lässt sie in einem guten Öl (am besten Bio), etwa Oliven-, Jojoba-, Argan- oder Traubenkernöl, ziehen.
Mein Tipp: Warten Sie für all diese originellen Rezepte – von der Küche bis zum Badezimmer – wie bei Mispeln, bis die Früchte den ersten Herbstfrost abbekommen haben. Dadurch werden sie schmackhafter, süßer und leichter zu verarbeiten.
→ Alles über Pflanzenöle und Ölauszüge erfahren Sie in unserem Artikel: Pflanzenöle herstellen.

Ein einfach herzustellender Hagebuttenauszug, gut für Haut und Gelenke.
Hagebutten … für Gartentiere
Für fruchtfressende Vögel sind Hagebutten im Herbst und Winter eine schmackhafte Nahrung – besonders für Amseln und Drosseln. Auch Meisen und Rotkehlchen mögen die Beere, sobald sie schön teigig ist. Körnerfresser wie Stieglitze und Grünlinge holen sich die begehrten Samen aus dem Inneren der Frucht.
Auch kleine Nagetiere, Dachse und Eichhörnchen lassen sie sich schmecken. Lassen Sie daher immer einige Hagebutten an Ihren Rosensträuchern hängen.

Eine Beere wie jede andere für die Gartenfauna
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