Sonnenbrand bei Pflanzen erkennen, vorbeugen und behandeln

Sonnenbrand bei Pflanzen erkennen, vorbeugen und behandeln

Sonnenbrand bei Pflanzen erkennen und behandeln

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. August 2026  durch Leïla 5 min.

Bei Hitze und Trockenheit kann Sonnenbrand an Pflanzen tödlich enden. Vorbeugen ist besser als retten: unsere Tipps!

Schwierigkeit

Symptome erkennen

Sonnenbrand an einer Pflanze im Freien zeigt sich durch eine Verfärbung: Die Blätter ändern an bestimmten Stellen ihre Farbe; die Verfärbung reicht von Hellgrün und Weiß bis hin zu Gelb oder Braun. Tritt sie an den Blattadern auf und breitet sich allmählich bis zu den Blattspitzen aus, stirbt das Blatt ab. Der Schaden kann schnell sichtbar werden, manchmal zeigt er sich jedoch erst nach einiger Zeit – anders als unser menschlicher Sonnenbrand. Erstreckt sich dieses Symptom über die gesamte Pflanze, kann sie sich möglicherweise nicht mehr davon erholen.

Diese Schädigung kann bei Pflanzen auftreten, deren Standort ungeeignet und für ihre Bedürfnisse zu sonnig ist, aber auch bei Pflanzen, die volle Sonne lieben, während intensiver Hitzeperioden.

Warum ist meine Pflanze verbrannt? Dieser Sonnenbrand ist natürlich das Ergebnis gebündelter, glühender Sonnenstrahlen und zu viel Licht. Das Risiko steigt, wenn die Pflanze dehydriert ist. In der Pflanzenwelt kann übermäßige Sonneneinstrahlung sichtbare und unmittelbare Schäden verursachen. Ausschlaggebend für diese Verbrennung ist jedoch vor allem fehlende Feuchtigkeit im Boden.

Weitere Stressfaktoren, die solche Symptome verursachen, sind ein Unterschied zwischen niedrigen Nachttemperaturen und sehr starker Sonneneinstrahlung am Tag. Vorsicht ist auch bei starkem Rückschnitt geboten: Er kann die unteren Zweige und die Rinde zu intensiver Sonne und übermäßiger Hitze aussetzen. Auch die Reflexion heller Wände oder sehr leuchtender Farben kann Pflanzen beeinträchtigen, die nicht für solche Standorte geeignet sind.

Sonnenbrand bei Pflanzen

Verschiedene Sonnenbrandspuren an unterschiedlichen Pflanzen

Sonnenbrand kann auch an der Rinde von Baumstämmen auftreten und zeigt sich durch eine rissige, wie vernarbte Rinde. Dadurch wird das Holz anfälliger für Insektenbefall und Pilzinfektionen. Dieses Symptom kann auch an Früchten auftreten: Ihre Schale wird sichtbar geschädigt, wodurch ebenfalls das Risiko für Insektenbefall und Pilzkrankheiten steigt.

Pflegen

Vorbeugen ist zwar meist das beste Mittel, doch sprechen wir zunächst über die Pflege, die Sie Ihrer Pflanze angedeihen lassen können, sobald der Schaden festgestellt und erkannt wurde. Bei ausgepflanzten Pflanzen, die Sie nicht umstellen können, lässt sie sich auf drei Punkte reduzieren:

  • Beschädigte Blätter entfernen oder belassen: Sie können beschädigte oder abgestorbene Blätter entfernen, sofern dadurch die übrige Pflanze nicht zu viel Sonne abbekommt, weil bisher geschützte Blätter plötzlich den Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Warten Sie andernfalls eine weniger heiße Jahreszeit ab.
  • Werden Sie kreativ, um die Pflanze vor der Sonne zu schützen – idealerweise mit einem Schattennetz. Auch Sonnenschirme oder alte Regenschirme können helfen. Lassen Sie den Schutz bestehen, bis neue Triebe erscheinen. Ist ein Stamm betroffen, umwickeln Sie ihn beispielsweise mit einem weichen Stoffschutz. Achtung: Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Schattenbedürfnisse. Übertreiben Sie es nicht und beschatten Sie eine sonnenliebende Pflanze nicht zu lange, sonst verblasst das Laub.
  • Wenn möglich, gießen Sie die Pflanze bei Sonnenuntergang oder früh morgens reichlich, indem Sie einige Gießkannen Wasser geben, damit sie einige Tage lang ausreichend mit Wasser versorgt ist. Gießen Sie vorsichtig am Fuß der Pflanze und verschwenden Sie kein Wasser. Bei vollständigen Wasserbeschränkungen in Ihrer Region verzichten Sie darauf und üben Sie sich in Geduld. Nutzen Sie die Gelegenheit, über Ihren persönlichen Wasserverbrauch nachzudenken und darüber, wie Sie beispielsweise abgekühltes, ungesalzenes Kochwasser oder andere nicht verschwenderische Wasserquellen für Ihre Pflanzen auffangen und verwenden können.

Topfpflanzen auf Terrasse oder Balkon können Sie leichter in den Schatten stellen – das ist die erste Maßnahme. Wenn Sie Zugang zu Wasser haben, tauchen Sie Topfpflanzen besser, als sie zu gießen: Stellen Sie sie etwa 30 Minuten lang in ein Wasserbecken. Wiederholen Sie dies einige Tage lang.

→ Lesen Sie Pascales Artikel mit Tipps zum Beschatten des Gemüsegartens, von denen Sie sich auch für den Ziergarten inspirieren lassen können.

Schattennetz

Schattennetze im Garten

Sonnenbrand bei Pflanzen vermeiden

Sehen wir uns nun an, wie sich solche Situationen möglichst vermeiden lassen, denn Vorbeugung ist die wirksamste Methode. Achten Sie im Garten auf folgende Punkte:

  • Vergewissern Sie sich vor dem Pflanzen, dass die neu erworbene Pflanze für die Lichtverhältnisse an ihrem künftigen Standort geeignet ist. Bevorzugen Sie Pflanzen, die an Ihr Klima angepasst sind, und prüfen Sie die USDA-Klimazone (sie ist auf jedem Pflanzen-Steckbrief unserer Website angegeben). Die USDA-Zone betrifft nicht nur die Winterhärte einer Pflanze. Lesen Sie auch den entsprechenden Artikel.
  • Achten Sie das ganze Jahr über auf richtiges Gießen: Gießen Sie neu gepflanzte oder besonders bedürftige Pflanzen reichlich, aber nicht zu häufig. So fördern Sie ihre Selbstständigkeit.
  • Mulchen Sie – und zwar dick: Als Ergänzung zum Gießen ist das Mulchen im Garten unverzichtbar. Bringen Sie im Frühjahr oder Herbst, in einer trockenen Periode und nach gründlichem Gießen, eine 5 bis 6 cm dicke Mulchschicht auf dem Boden aus. Sie hilft, Wasser im Boden zu halten, die Lichtreflexion zu verringern und den Temperaturanstieg im Boden zu begrenzen. Lassen Sie um den Hals von Stängeln oder Stämmen einige Zentimeter frei, um Krankheiten und Parasiten vorzubeugen. → Alles über das Mulchen erfahren Sie in Michaels Artikel.
  • Schneiden Sie bei jungen Bäumen und Sträuchern pro Jahr nicht mehr als 20 % des Kronendachs zurück, damit sie nicht zu stark der Sonne ausgesetzt werden.
  • Pflegen und verbessern Sie Ihren Boden durch regelmäßige Kompostgaben, die seine Wasserspeicherfähigkeit erhöhen.
  • Für Pflanzen in Töpfen auf Terrasse oder Balkon gelten dieselben Grundsätze: ein Substrat mit guter Wasserspeicherung, das regelmäßig erneuert wird, eine Mulchschicht und ein geeigneter Standort.
Mulch

Mulchen ist im Ziergarten wie im Nutzgarten unverzichtbar. Lassen Sie den Boden niemals unbedeckt.

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