Da es nicht immer leicht ist, sich daran zu erinnern, was Sie gepflanzt haben und was im Garten von einem Jahr zum nächsten gut oder überhaupt nicht funktioniert hat, ist ein Gartentagebuch, Gartenjournal oder Gartenheft ein hervorragendes Organisationstool für jeden Gärtner. Als echte Gedächtnisstütze hilft es Ihnen, Monat für Monat und Jahr für Jahr Informationen zu Pflege, Pflanzungen und Ernten festzuhalten – vom Gartenplan bis zur Planung und Verwaltung des Saatguts. Hier erfahren Sie, wie Sie ein besonders praktisches Gartentagebuch erstellen, um die Entwicklung Ihres Gartens im Jahresverlauf zu planen und zu verfolgen!
Benötigtes Material
- ein leeres Notizbuch
- Kugelschreiber, Filzstifte oder Textmarker
- ein Lineal
- Bleistifte und Buntstifte
- ein Radiergummi
- Klebstoff, Klebeband und Aufkleber (optional)
- eine Schere
Warum ein Gartentagebuch führen?
Warum eigentlich nicht?! Ganz gleich, ob Sie im Freiland oder auf einem kleinen Balkon gärtnern: Sie müssen Ihre Pflanzungen organisieren. Ein Gartentagebuch oder Pflanzheft begleitet Sie durch all Ihre gärtnerischen Erfahrungen und hilft Ihnen, Ihre Maßnahmen zu optimieren. Es wird zu Ihrem Gedächtnis und dokumentiert Ihre Fortschritte als Gärtner. Vor allem ist es ein unverzichtbares Hilfsmittel, um alles festzuhalten, was im Garten geschieht. Es hilft Ihnen, Ihre Vorhaben für das Jahr zu planen sowie Aussaaten, Pikieren, Rückschnitte, Behandlungen, das Gießen und Ernten vorauszuplanen und zu verfolgen. Sie können darin anstehende Aufgaben und wichtige Termine notieren, damit sich Ihre Pflanzen gut entwickeln. Außerdem können Sie ein dauerhaftes Register Ihrer kleinen Erfolge, aber auch Ihrer größten Misserfolge anlegen. Das ist sehr hilfreich, um aus Fehlern zu lernen! Dieses Gartentagebuch ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen weiterzugeben – an Familienmitglieder, Freunde oder Mitglieder eines Vereins – und zur Bewahrung gärtnerischer Kenntnisse beizutragen.

Was gehört in ein Gartentagebuch?
Beim Füllen der Seiten Ihres Gartentagebuchs gibt es keine Regeln und keine Grenzen! Nach Belieben können Sie darin Folgendes festhalten:
- den Plan des Gartens, Gemüsegartens oder Balkons
- den Aussaat-, Pflanz- und Erntekalender
- Kulturanleitungen für Pflanzen
- die Etiketten Ihrer Jungpflanzen und Saatguttütchen
- die Blütezeiten bestimmter Sträucher oder Stauden sowie das Datum des ersten Rasenschnitts
- Beobachtungen und die täglich erledigten Aufgaben
- Ihre Wünsche für neue Pflanzen
- Pflanzen, die gut gedeihen, und solche, die nicht funktionieren
- eine Übersicht über Ihre Ausgaben
- Tipps und Tricks zum Gärtnern
- Kochrezepte mit Gemüse aus dem eigenen Garten
- Fotos, Zeichnungen und Zeitschriftenausschnitte
- getrocknete Blätter oder Blumen für ein Herbarium
- die Rezepte für natürliche Insektizide, die Sie ausprobiert haben
- eine Bilanz der Saison: Erfolge und Misserfolge
Welches Notizbuch sollten Sie wählen?
Ob einfaches Schulheft, kleines Taschenbuch oder Ordner mit losen Blättern, aus Kraftpapier, kariert, blanko oder recycelt: Die Wahl des Notizbuchs für Ihren Garten hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Ihren Bedürfnissen ab. Hier finden Sie einige Vorschläge:
- Ein Notizbuch mit Bindung (als Spiral- oder Ringbuch) ermöglicht es Ihnen, Seiten einfach hinzuzufügen, zu entfernen oder neu zu ordnen. So können Sie Ihr Notizbuch an die Entwicklung Ihres Gartens anpassen.
- Ein Notizbuch mit festem Einband schützt Ihre Notizen und Zeichnungen besser. Das ist besonders praktisch, wenn Sie im Garten arbeiten und das Notizbuch mit erdverschmutzten Händen in Reichweite liegt.
- Ein Notizbuch mit integrierten Aufbewahrungstaschen eignet sich zum Aufbewahren von Pflanzenetiketten, Saatguttütchen oder Zeitschriftenausschnitten.
- Ein digitales Notizbuch: Computer, Tablet oder Smartphone? Damit können Sie Notizen machen, Fotos hinzufügen und Ihre Garteninformationen überall abrufen.

Wie erstellen Sie Ihr Gartentagebuch?
Wir bevorzugen ein selbst gestaltetes Gartentagebuch in Papierform nach dem Prinzip eines „Bullet Journals“, mit dem Sie Ihr Gärtnerjahr besonders effizient und kreativ planen und organisieren können. Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein praktisches und nützliches Gartentagebuch zu erstellen:
- Wählen Sie ein leeres Notizbuch: Entscheiden Sie sich für ein Notizbuch, das Ihnen gefällt und Ihren Bedürfnissen entspricht (Format, Bindung, Einband usw.). Achten Sie darauf, dass es dick und robust genug für den Einsatz im Freien ist.
- Erstellen Sie eine Legende: Legen Sie am Anfang Ihres Notizbuchs eine Legende mit Symbolen und Farben an, um die verschiedenen Aufgaben, Ereignisse und Kategorien rund um Ihren Garten darzustellen (Aussaat, Pflanzung, Ernte, Blüte, Gießen usw.).
- Erstellen Sie Tracker (oder auf Französisch „suivis“) für das Gießen, Jäten, Ernten und Ihre Ausgaben – als Tabellen mit Kontrollkästchen, Diagrammen, Kalendern oder Listen. Damit können Sie Aufgaben, Routinen und kleine Erfolge über ein Jahr, einen Monat, eine Woche oder einen Tag hinweg verfolgen.
- Erstellen Sie eine Inhaltsseite: Reservieren Sie am Anfang Ihres Notizbuchs einige Seiten für ein Register. So finden Sie die verschiedenen Abschnitte schnell wieder.
- Organisieren Sie Ihr Tagebuch: Unterteilen Sie Ihr Notizbuch in Themenseiten, die zwischen den Planungsseiten eingefügt werden. So finden Sie Informationen leichter wieder, etwa Jahres- und Monatskalender für Aussaat, Pflanzung und Ernte, Anbauflächen, Skizzen, Notizen, Tipps und Rezepte.
- Gestalten Sie Ihr Notizbuch individuell: Kleben Sie ruhig Fotos Ihres Gartens, Pflanzenetiketten und andere visuelle Elemente ein, um Ihr Tagebuch persönlich zu gestalten und Ihre Pflanzungen zu dokumentieren.
- Gewöhnen Sie sich daran, Ihr Gartentagebuch regelmäßig zu aktualisieren, um die Entwicklung Ihrer Pflanzungen zu verfolgen und anstehende Arbeiten zu planen. Lassen Sie vor allem Ihrer Kreativität freien Lauf!

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