Gründüngung im Herbst: Welche fürs Gemüsebeet?

Gründüngung im Herbst: Welche fürs Gemüsebeet?

Fruchtbaren Boden für den Frühling vorbereiten

Inhaltsverzeichnis

Erstellt diese Woche  durch Ingrid Vincent, experte plantes et jardin 5 min.

Im Herbst leert sich das Gemüsebeet. Gründüngung mit Braunem Senf, Rainfarn-Büschelschön, Wicke oder Roggen schützt den Boden und erhält seine Fruchtbarkeit.

Sommer, Herbst Schwierigkeit

Warum im Herbst Gründüngung säen?

Der Boden im Gemüsegarten bleibt ungern unbedeckt, besonders bei Herbstregen. Dieser kann die Oberfläche verdichten und Nährstoffe in tiefere Bodenschichten spülen. Gründüngung schützt freie Beete vor Erosion, mindert Nährstoffauswaschung und hemmt Unkraut.

Unter der Erde verbessern die Wurzeln der Gründüngung die Bodenstruktur und fördern die Aktivität von Mikroorganismen. Nach dem Abschneiden verrotten die oberirdischen Pflanzenteile und liefern organische Substanz. Einige Pflanzen, etwa Hülsenfrüchte wie die Wicke, haben einen weiteren Vorteil: Mithilfe von Bakterien an ihren Wurzeln binden sie Luftstickstoff.

Blüte von Rotköpfigem Klee

Rotköpfiger Klee – schön und nützlich!

Wann Herbst-Gründüngung im Gemüsegarten säen?

Die ideale Zeit für die Aussaat von Gründüngung reicht je nach Art und Region von Ende August bis Oktober. Pflanzen wie Rainfarn-Büschelschön oder Weißer Senf müssen früh genug gesät werden, damit sie sich vor dem ersten Frost entwickeln. Andere, etwa die Winter-Ackerbohne, können bei günstigen Bedingungen bis November gesät werden.

Säen Sie früh genug, damit die Pflanzen vor der ersten Kälte Wurzeln bilden. Ein noch warmer Boden und saisonale Niederschläge fördern meist die Keimung der Gründüngung.

Aussaatzeit Geeignete Gründüngung
August bis September Rainfarn-Büschelschön, Weißer Senf, Rotköpfiger Klee
September bis Oktober Winterwicke, Ackerbohne, Roggen, Winterhafer
Oktober (bei mildem Klima auch November) Roggen, Ackerbohne

Hinweis: Diese Zeiträume gelten als Richtwerte für Nutzgärten in Frankreich. Je nach Klima, Sorte und Wetterbedingungen des Jahres können sie abweichen.

Welche Gründüngung für den Herbst?

Weißer Senf und Rainfarn-Büschelschön zur schnellen Bodenbedeckung

Um eine im Spätsommer frei gewordene Fläche zu bedecken, sind Weißer Senf (Sinapis alba) und Rainfarn-Büschelschön (Phacelia tanacetifolia) eine ausgezeichnete Wahl. Ihr schnelles Wachstum bildet eine dichte Pflanzendecke, die Unkrautwachstum begrenzt und den Boden vor Herbstregen schützt.

Unser Tipp: Säen Sie Weißen Senf nicht vor oder nach Kohl, Rettich oder Rüben, um die Fruchtfolge zu fördern. Da diese Pflanzen derselben botanischen Familie, den Kreuzblütlern, angehören, können sie bestimmte Krankheiten teilen.

Weißer Senf (Sinapis alba) und Rainfarn-Büschelschön (Phacelia tanacetifolia)

Weißer Senf und Rainfarn-Büschelschön wachsen besonders schnell

Winterwicke, Ackerbohne und Rotköpfiger Klee für mehr Stickstoff

Um die Fruchtbarkeit des Gemüsebeets auf natürliche Weise zu erhalten, sind Winterwicke, Ackerbohne (Vicia faba) und Rotköpfiger Klee besonders interessant. Diese Hülsenfrüchtler können dank Bakterien an ihren Wurzeln Luftstickstoff binden. Ein Teil dieses Stickstoffs wird nach der Zersetzung der Pflanzen allmählich wieder an den Boden abgegeben.

Die Ackerbohne trägt mit ihrem kräftigen Wurzelsystem ebenfalls zur Verbesserung der Struktur schwerer Böden bei, sofern diese ausreichend durchlässig sind.

Unser Tipp: Säen Sie Rotköpfigen Klee bereits im Spätsommer, damit er sich vor Einsetzen der Kälte gut entwickeln kann.

Winterwicke, Ackerbohne (Vicia faba) und Rotköpfiger Klee

Winterwicke, Ackerbohne und Rotköpfiger Klee: drei ausgezeichnete Gründüngerpflanzen

Roggen und Hafer zur Verbesserung der Bodenstruktur

Wenn Ihr Boden dazu neigt, sich zu verdichten, ist Roggen (Secale cereale) ein interessanter Verbündeter. Er ist sehr winterhart und entwickelt ein dichtes Wurzelsystem, das zur Verbesserung der Bodenstruktur beiträgt und zugleich Nährstoffe aufnimmt, die durch Regen ausgewaschen werden könnten.

Winterhafer entwickelt ebenfalls ein dichtes Netz feiner Wurzeln, das zur Verbesserung der Bodenstruktur beiträgt. Außerdem bildet er reichlich Pflanzenmasse.

Unser Tipp: Sie können Roggen auch mit Winterwicke kombinieren, um die Vorteile eines Grases und eines Hülsenfrüchtlers zu nutzen.

Roggen und Hafer

Roggen und Hafer verbessern die Bodenstruktur

Herbstliche Gründüngung säen?

  1. Commencez par débarrasser la parcelle des restes des cultures et des mauvaises herbes.
  2. Passez ensuite un coup de griffe pour ameublir superficiellement la terre et casser les grosses mottes. Si nécessaire, utilisez une grelinette pour décompacter le sol sans le retourner.
  3. Semez les graines à la volée, en les répartissant aussi régulièrement que possible.
  4. Recouvrez-les légèrement au râteau, sur environ 1 cm pour la phacélie ou la moutarde. Les grosses graines de féverole demandent un semis plus profond, autour de 3 à 5 cm.
  5. Tassez légèrement pour assurer un bon contact entre les graines et la terre, puis arrosez en pluie fine si le temps est sec.

Petite astuce : semez juste avant une période de pluie, vous profiterez ainsi de l’humidité naturelle pour favoriser la levée. Pensez également à respecter les densités de semis indiquées sur les sachets de graines.

un jardinier en train de semer des graines au potager

Semer juste avant une période de pluie permet une meilleure levée des graines.

Was tun mit Gründüngung nach dem Winter, um den Boden zu nähren?

Am Ende des Winters ist es Zeit, den Gemüsegarten für die nächsten Kulturen vorzubereiten. Bevor Sie jedoch die Werkzeuge hervorholen, prüfen Sie zunächst den Zustand Ihrer Gründüngung!

Wann und wie Gründüngung schneiden?

→ Wenn der Frost Ihre Gründüngung zerstört hat (vor allem Weißen Senf oder Rainfarn-Büschelschön), liegen die Stängel meist am Boden und das Laub ist braun geworden. Die gute Nachricht: Sie müssen nichts tun! Lassen Sie die Pflanzenreste in Ruhe an der Bodenoberfläche verrotten. Sie bilden eine natürliche Mulchschicht, die den Boden bis zu den ersten Pflanzungen schützt.

→ Ist Ihre Gründüngung noch grün, sollten Sie sie je nach Klima Ihrer Region zwischen März und April schneiden. Am besten schneiden Sie etwa einen Monat vor der nächsten Aussaat oder Pflanzung, bevor die Pflanzen Samen bilden. Das ist meist bei Winterwicke und Ackerbohne der Fall.

Schneiden Sie die Stängel mit einer Sichel oder Gartenschere bodennah ab und zerkleinern Sie sie grob, damit sie schneller verrotten.

Mein Tipp: Auch das Mähen mit dem Rasenmäher ist sehr effektiv, um Gründüngung fein zu zerkleinern.

Achtung beim Roggen: Wird er im Frühjahr zu früh geschnitten, kann er aus der Basis wieder austreiben. Um dies zu verhindern, fahren Sie nach dem Mähen mit einer Hacke einige Zentimeter unter der Bodenoberfläche entlang, um die Horste unterhalb ihrer Austriebsstelle zu durchtrennen. Wenn Sie die Fläche nicht schnell wieder bestellen müssen, können Sie auch die Blüte des Roggens abwarten: Ein Schnitt in diesem Stadium verringert das Risiko eines erneuten Austriebs deutlich.

Ein Gärtner mäht die Gründüngung im Gemüsegarten (KI-generiertes Foto)

Die Gründüngung sollte einige Zeit vor der nächsten Pflanzung oder Aussaat gemäht werden (KI-generiert)

Was tun mit geschnittener Gründüngung?

Sie können die Gründüngung als Mulch an der Oberfläche liegen lassen oder mit einer Kralle in die ersten Zentimeter des Bodens einarbeiten, ohne den Boden umzugraben. Die im Boden verbleibenden Wurzeln verrotten auf natürliche Weise und tragen ebenfalls zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Wenn Sie die Pflanzenreste als Mulch liegen lassen, genügt es, sie an den Stellen der künftigen Aussaat beiseitezuschieben, damit die Samen guten Bodenkontakt haben.

Wenn Sie die Pflanzen in den Boden einarbeiten, warten Sie in der Regel drei bis vier Wochen, bevor Sie Ihr Gemüse säen, damit die Zersetzung beginnen kann. Warten Sie etwas länger, wenn der Boden noch kalt oder die Pflanzenmasse sehr groß ist.

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