Gründüngung: Fehler vermeiden
Zur natürlichen Bodenverbesserung im Garten
Inhaltsverzeichnis
Gründüngung wird bei Gartenfreunden, die die Bodenqualität auf natürliche Weise verbessern möchten, immer beliebter. Vor allem im Gemüsegarten schützt sie den Boden, hält Unkraut in Schach, fördert die Biodiversität und reichert den Boden mit organischer Substanz an. Trotz dieser Vorteile können einige Fehler ihre Wirksamkeit deutlich mindern.
Die häufigsten Fehler reichen von der falschen Sortenwahl über eine misslungene Aussaat bis zum zu späten Mähen. Wer den Nutzen der Gründüngung voll ausschöpfen möchte, sollte einige wichtige Regeln beachten.
Warum Gründüngung im Garten?
Gründüngung umfasst verschiedene Pflanzen, die vorübergehend zur Verbesserung der Bodeneigenschaften ausgesät werden. Zu den bekanntesten zählen Rainfarn-Büschelschön, Weißer Senf, Rotköpfiger Klee, Wicke und Roggen.
Ihr Wurzelsystem lockert den Boden auf natürliche Weise, fördert die mikrobielle Aktivität und verbessert die Bodenstruktur. Einige Arten, insbesondere Leguminosen, binden sogar Stickstoff aus der Luft und geben ihn nach und nach an den Boden ab. Das fördert das Wachstum der nachfolgenden Kulturen.
Indem diese Pflanzen den Boden zwischen zwei Kulturen bedecken, begrenzen sie außerdem Erosion, Nährstoffauswaschung und Unkrautwuchs. So bleibt der Garten das ganze Jahr über lebendig, auch außerhalb der Saison.

Wicke und Weiß-Klee
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Gründüngung: Warum und wie?Unpassende Gründüngung für den Boden wählen
Das ist einer der häufigsten Fehler. Nicht jede Gründüngung erfüllt dieselben Anforderungen. Wird eine ungeeignete Art für Bodenart oder Jahreszeit gesät, kann das Wachstum schwach ausfallen oder die Begrünung sogar scheitern.
In schwerem, lehmigem Boden sind Pflanzen mit kräftiger Durchwurzelung wie Roggen oder Ackerbohne besonders wirksam, um den Boden zu lockern. Auf armen oder sandigen Böden verbessern Leguminosen wie Wicke oder Klee die Bodenfruchtbarkeit stärker.
Auch das Klima spielt eine wichtige Rolle. Manche Arten sind wenig frosthart, andere vertragen sommerliche Trockenheit schlecht. Berücksichtigen Sie vor der Aussaat die örtlichen Bedingungen und Ziele: Bodenanreicherung, Winterschutz, Unkrautbekämpfung oder Verbesserung der Bodenstruktur.
| Bodenart | Geeignete Gründüngung | Hauptnutzen |
|---|---|---|
| Lehmiger, schwerer oder verdichteter Boden | Ackerbohne, Ölrettich, Roggen, Rainfarn-Büschelschön | Lockern und strukturieren den Boden dank kräftiger oder dichter Wurzeln. |
| Sandiger, leichter oder armer Boden | Wicke, Klee, Lupine, Echter Buchweizen, Rainfarn-Büschelschön, Luzerne | Führen organische Substanz zu, mindern die Auswaschung und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. |
| Kalkhaltiger Boden | Futter-Esparsette, Luzerne, Klee, Weißer Senf | Vertragen kalkhaltige, oft drainierende und trockene Böden gut. |
| Saurer Boden | Roggen, Hafer, Lupine, Echter Buchweizen | Vertragen saure und nährstoffarme Böden besser. |
| Humusreicher oder bereits nährstoffreicher Boden | Rainfarn-Büschelschön, Hafer, Weißer Senf | Bedecken den Boden schnell, ohne vor allem einen Mangel auszugleichen. |
Zu spät säen oder in schlecht vorbereitetem Boden
Gründüngung: Aussaat meist August bis Oktober, im Frühjahr März bis Mai. Boden lockern, Samen verteilen und nach der Aussaat gießen. Sarrasin.
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Gründüngung und Gemüse kombinieren: ErfolgsstrategieGründüngung aussamen lassen
Das ist ein klassischer Fehler, der schnell problematisch werden kann. Wenn die Gründüngung die Reife erreicht und Samen bildet, kann sie sich im ganzen Garten spontan aussäen.
Das Mähen sollte je nach Art vor der vollständigen Blüte oder gleich zu Beginn der Blüte erfolgen. In diesem Stadium sind die Stängel noch zart und zersetzen sich im Boden leichter. Eine zu weit entwickelte Pflanze bildet faserige Stängel, deren Abbau deutlich länger dauert. Das kann spätere Pflanzungen verzögern und die Gartenarbeit erschweren.

Luzerne wird gemäht, bevor ihre Blüten Samen bilden
Pflanzen zu tief setzen
Gründüngung nicht tief umgraben: Das stört Bodenleben und bremst Zersetzung. Schnittgut antrocknen lassen, dann nur flach einarbeiten – gut für Bodenorganismen.
Zersetzungszeit vor Pflanzung vernachlässigen
Nach dem Mähen der Gründüngung braucht der Boden etwas Zeit, bevor er neue Kulturen aufnehmen kann. In dieser Phase beginnen die Pflanzen zu verrotten, ohne junge Pflanzungen zu beeinträchtigen.
Wer zu schnell Gemüse pflanzt, riskiert eine vorübergehende Stickstoffblockade, besonders bei kohlenstoffreichen Pflanzen wie Roggen. Die Kulturen können dann vergilben oder nur schlecht wachsen.
In den meisten Fällen wird empfohlen, nach dem Mähen der Gründüngung zwei bis drei Wochen mit dem Säen oder Pflanzen zu warten. Diese Ruhezeit fördert zudem die Stabilisierung der organischen Substanz im Boden.

Immer dieselben Arten verwenden
Wie im Gemüsegarten zählt Vielfalt: Stets dieselbe Pflanze schadet dem Boden. Verschiedene Gründüngung und Mischungen fördern Boden, Nährstoffe und Pflanzenschutz.
Fruchtfolge nicht berücksichtigen
Einige als Gründüngung genutzte Pflanzen gehören zu denselben botanischen Familien wie Gemüse im Garten. Das gilt etwa für Senf und Kohl, die beide zu den Kreuzblütlern zählen.
Gründüngung aus derselben Familie vor einer Gemüseart kann die Übertragung von Krankheiten begünstigen oder gemeinsame Schädlinge anlocken.
Für ein gesundes Gleichgewicht im Gemüsegarten sollten Sie Gründüngung in eine echte Fruchtfolge integrieren.
| Gründüngung | Meiden vor | Passt gut vor |
|---|---|---|
| Weißer Senf | Kohl, Rettich, Rübe, Rucola | Tomate, Kürbis, Kopfsalat, Lauch |
| Wicke | Erbse, Ackerbohne, Bohne | Kohl, Tomate, Zucchini, Salat |
| Ackerbohne | Erbse, Ackerbohne, Bohne | Lauch, Tomate, Kürbis |
| Rotköpfiger Klee | Erbse, Bohne, Ackerbohne | Blattgemüse, Tomate, Kürbisgewächs |
| Weiß-Klee | Erbse, Bohne, Ackerbohne | Kohl, Tomate, Zucchini, Lauch |
| Luzerne | Erbse, Ackerbohne, Bohne | Nährstoffzehrer wie Tomate oder Kürbis |
| Futter-Esparette | Erbse, Ackerbohne, Bohne | Kartoffel, Tomate, Fruchtgemüse |
| Roggen | Wenige größere Unverträglichkeiten | Kartoffel, Kürbis, Nährstoffzehrer |
| Büschelschön | Keine bekannten Unverträglichkeiten im Gemüsegarten | Fast alle Kulturen |
| Echter Buchweizen | Wenige größere Unverträglichkeiten | Möhre, Kartoffel, Sommergemüse |

Rainfarn-Büschelschön zählt zu den besten Gründüngerpflanzen in der Fruchtfolge, da es keiner wichtigen Gemüsefamilie im Garten angehört.
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