Silberbaum: Pflanzen, Anbau und Pflege

Silberbaum: Pflanzen, Anbau und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 16. Oktober 2025  durch Virginie T. 9 min.

Silberbaum kurz erklärt

  • Der Silberbaum ist ein immergrüner Strauch mit exotischer Optik
  • Sein feines, im Jahresverlauf wechselndes Laub wirkt besonders elegant
  • Von Frühjahr bis Sommer begeistert er mit farbenprächtigen, ungewöhnlichen Hochblättern in Sternform
  • Sehr frostempfindlich, passt er in südliche, trockene oder küstennahe Gärten
  • In kälteren Regionen wächst er im Kübel und überwintert frostfrei
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Der Silberbaum ist ein immergrüner Strauch mit exotischer Ausstrahlung, der für seine lange, vom Frühjahr bis zum Sommer dauernde Blüte und sein bemerkenswert farbenprächtiges, wechselndes Laub geschätzt wird. Mit dem Spiel Miramagia und seinen Leucadendron-Tälern samt magischer Gemeinschaft hat er nichts zu tun!

Diese außergewöhnliche Pflanze ist mit den Protea verwandt und wird immer häufiger für zeitgemäße oder mediterran inspirierte Pflanzungen verwendet.

Sie bildet lange, auffällige Hochblätter in warmen, wechselnden Farbtönen, etwa Leucadendron ‚Safari Sunset‘, Leucadendron ‚Sundance‘, Leucadendron ‚Jack Harre‘ oder der prächtige Leucadendron ‚Fireglow‘. Leucadendron argentum zeichnet sich durch besonders hübsches, silbriges und flaumiges Laub aus.

Unter günstigen Bedingungen bildet der Strauch einen 1 bis 2,50 m hohen und breiten, eher kleinen Busch. Der aus dem südlichen Afrika stammende, sehr frostempfindliche Strauch gedeiht am besten in Küstengärten mit milden Wintern und an einem windgeschützten Standort.

Außerhalb der mildesten Regionen unseres Landes ist die Kultur in großen Töpfen unerlässlich. Ab den ersten Frösten wird er dann frostfrei überwintert.

Der besonders für das mediterrane Klima geeignete Strauch liebt Wärme und volle Sonne. Für ein gutes Gedeihen benötigt er einen nährstoffarmen, durchlässigen Boden.

Mit seiner sehr dekorativen Wirkung verleiht er großen Böschungen oder Gärten am Meer viel Originalität – als Solitär oder im Beet.

Entdecken Sie jetzt diesen Strauch, der Ihrem Garten eine originelle Note verleiht!

Beschreibung und Botanisches

Steckbrief

  • Lateinischer Name Leucadendron
  • Familie Proteaceae
  • Gebräuchlicher Name Kap-Silberbaum
  • Blüte Februar bis August, je nach Sorte
  • Höhe 1 bis 2,50 m
  • Exposition Sonne
  • Art des Bodens Steinig (mager und durchlässig), sauer bis neutral
  • Winterhärte -5 °C

Der Leucadendron ist ein Strauch aus der Familie der Proteaceae, der in der Kapregion am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, in Australien und im südlichen Afrika heimisch ist. Daher stammt auch sein Beiname „Kap-Silberbaum“. Er wächst dort spontan in den schmalen Küsten- und Bergregionen (Fynbos) mit mediterranem Klima.

Die Gattung umfasst etwa 80 Arten (Leucadendron argenteum, Leucadendron salignum, Leucadendron laxum, Leucadendron loreolum), aus denen wunderschöne Kultivare (‚Safari Sunset‘, ‚Sundance‘) und gärtnerische Hybriden (Leucadendron laureolum x salignum) verschiedener Leucadendron-Straucharten hervorgegangen sind.

Je nach Sorte bildet der Strauch einen dichten, buschigen, aufrechten, rundlichen oder schlanken Wuchs und erreicht in seiner natürlichen Umgebung 1,50 bis 15 m Höhe. In unseren Gärten wird er unter günstigen Bedingungen selten mehr als 2 bis 2,50 m hoch und ebenso breit.

Diese holzige, verzweigte Pflanze entwickelt ein hübsches immergrünes Laub. Die zahlreichen schlanken, manchmal auffallend rot gefärbten Triebe tragen ganzrandige, lineare bis nadelförmige, ovale bis elliptische Blätter von 10 × 2,5 cm, die spiralförmig an den Zweigen angeordnet sind. Sie fühlen sich weich an, sind beim Austrieb grün, an den Rändern manchmal dunkelrot gefärbt und mit einem wachsartigen Reif überzogen. Leucadendron argenteum zeichnet sich durch stark silbrig gefärbtes, filziges und seidiges Laub aus.

Dieses elegante Laub nimmt während der Blütezeit manchmal wunderschöne Purpurtöne an.

Leucadendron

Das Laub der Leucadendron ist ausgesprochen elegant! (L. argenteum, silbrig und filzig / L. salignum ‚Chief‘)

Der Leucadendron wird für seine sehr lange, ausgesprochen exotische Blüte geschätzt, die ebenso üppig wie spektakulär ist. Bereits ab dem Spätwinter, meist von Februar bis September, je nach Klima und Sorte, erscheinen große Einzelblüten an den Triebspitzen, als wären sie dort „aufgesetzt“. Der wichtigste Reiz dieses Strauchs geht nicht von den Blüten, sondern von den farbigen, elliptischen Hochblättern aus, die sie umgeben. Die kleinen Blüten sind in kugeligen Kegeln angeordnet, die grün, leuchtend gelb oder orange-rot gefärbt sind. Sie werden von einem Kranz langer, wachsartiger, zugespitzter und leuchtend gefärbter Hochblätter umgeben, die sich dachziegelartig überlappen und sternförmig angeordnet sind.

Diese endständigen Blütenkörbchen öffnen sich je nach Art und Sorte in kegelförmiger, kugeliger, vasen- oder schalenförmiger Gestalt. Die Blütenhochblätter sind diözisch, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen: Männliche Exemplare fallen stärker auf und bilden runde, leuchtende und glänzende Blütenstände, die im Laub gut sichtbar sind.

Die oft duftenden Hochblätter verströmen einen hefeartigen Duft. Ihre sehr kräftigen Farben verändern sich manchmal im Laufe der Zeit: Sie wechseln von Gelb zu Orange, von Grün zu Purpur oder von Violettrot zu Hellgelb (Leucadendron ‚Sundance‘) und verleihen der Blüte ein flammenartiges Aussehen.

Sie eignen sich hervorragend als langlebige Schnittblumen in Vasen und für zeitgemäße Arrangements. Sie können getrocknet werden und finden in der Floristik vielfältige Verwendung.

Leucadendron

Der Leucadendron bildet kleine Blüten in kugeligen Kegeln, die von einem Kranz farbiger Hochblätter umgeben sind

Nach der Blüte erscheint die Frucht als holziger, schuppiger Kegel mit zahlreichen Samen. Wie bei allen Protea-Arten benötigen die Samen des Leucadendron Feuer zur Keimung: In ihrer Heimat können sie sich nur nach einem natürlichen Brand vermehren.

Der Leucadendron ist ein sehr frostempfindlicher Strauch (ausgewachsene Pflanzen werden ab -8 °C geschädigt). Er benötigt ein sehr mildes Klima und sollte vorzugsweise in Küstengebieten ohne starke Fröste ins Freiland gepflanzt werden. Außer in den mildesten Regionen unseres Landes empfiehlt sich die Kultur in großen Töpfen, da die Pflanze bereits bei den ersten Frösten eingeräumt werden muss.

Wichtige Arten und Sorten

Am beliebtesten

Leucadendron Safari Sunset

Leucadendron Safari Sunset

Kultivieren Sie diesen Strauch im Freiland oder in einem großen Kübel. Außerhalb besonders milder Regionen frostfrei überwintern.
  • Blütezeit Mai für Oktober
  • Höhe bei Reife 1,50 m
Leucadendron salignum Fireglow

Leucadendron salignum Fireglow

Diese Sorte besticht durch ihre schöne, lange Blüte in Gelb- bis Purpurrot. Das feine, grün und purpur getönte Laub ist besonders elegant.
  • Blütezeit März für Mai
  • Höhe bei Reife 1,50 m

Unsere Favoriten

Leucadendron Sundance

Leucadendron Sundance

Diese Sorte bildet einen dichten, buschigen und kräftigen Strauch. Eine originelle, elegante Pflanze für sehr mildes Klima und nährstoffarmen Boden.
  • Blütezeit April für Juni
  • Höhe bei Reife 1,50 m
Leucadendron Jack Harre

Leucadendron Jack Harre

Diese Auswahl besticht durch eine schöne, leuchtende Frühlingsblüte, die ihr ovales, purpur gezeichnetes Laub bedeckt. Sie bleibt garantiert nicht unbeachtet.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 1 m

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Silberbaum pflanzen

Wo pflanzen?

Der Silberbaum ist eine Pflanze für sehr milde Lagen und besonders für das Mittelmeerklima geeignet. Dieser sehr wenig winterharte Strauch kann nach dem Anwachsen in trockenem Boden kurzzeitig Frost von etwa -5 bis -8 °C vertragen. Junge Pflanzen müssen in den ersten Jahren jedoch vor Frost geschützt werden. Am besten pflanzen Sie ihn ins Freiland in Küstengärten, die vor starkem Frost geschützt sind. Er verträgt salzhaltige Meeresluft gut. Außerhalb dieser mildesten Regionen, besonders in feuchteren und kühleren Gebieten, ist die Kultur in großen Töpfen Pflicht, damit die Pflanze im Winter geschützt untergebracht werden kann.

Er benötigt einen freien Standort in voller Sonne und Schutz vor Wind. Sein Laub zeigt bei warmen und trockenen Bedingungen die schönsten Farben. Pflanzen Sie ihn in einen leichten, mageren, gut drainierten und durchlässigen, eher sauren Boden, der im Sommer frisch bis trocken sein darf. In zu nährstoffreichem Boden kann die Kultur schwierig sein. Während der sommerlichen Hitze schätzt er einen ganz leicht feuchten Boden im Wurzelbereich. Vermeiden Sie lehmige, zu humusreiche und kalkhaltige Böden.

Als Solitär, auf großen Böschungen, im Hintergrund exotischer Beete oder im Topf auf der Terrasse wirkt er sensationell. Dank seiner Vorliebe für saure Böden kommt er auch zusammen mit Moorbeetpflanzen hervorragend zur Geltung.

Wann einen Silberbaum pflanzen?

Pflanzen Sie den Silberbaum am besten im Frühjahr, von März bis Juni, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können.

Wie pflanzen?

Im Freiland

Der Silberbaum benötigt einen gut drainierten Boden.

  • Heben Sie ein Loch aus, das mindestens dreimal so breit wie der Wurzelballen ist
  • Lockern Sie den Boden gründlich
  • Sorgen Sie am Grund des Pflanzlochs mit Flusssand oder Kies für eine gute Drainage
  • Pflanzen Sie in eine Mischung aus Lauberde, Moorbeeterde und sehr grobem, kalkfreiem Sand
  • Füllen Sie das Loch wieder auf und drücken Sie die Erde leicht an
  • Formen Sie eine kleine Gießmulde, die das Wasser auffängt

Im Topf

Am besten eignen sich Terrakottatöpfe. Das Substrat muss ausreichend drainierend sein, damit sich kein Wasser im Wurzelbereich staut.

  • Geben Sie auf den Boden eines Gefäßes mit mindestens 50 cm Durchmesser eine dicke Drainageschicht aus Kies oder Blähton
  • Pflanzen Sie in eine Mischung aus je einem Drittel Moorbeeterde, grobem kalkfreiem Sand oder Bims und Gartenerde
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen reichlich, später jedoch nur mäßig

→ Mehr über die Kultur des Silberbaums im Topf erfahren Sie in unserem Ratgeber!

leucadendron

Silberbaum ‚Jack Harre‘ mit prächtigen rosa-roten Blütenständen

Silberbaum-Pflege

Der Silberbaum ist etwas anspruchsvoll in der Kultur, benötigt aber kaum Pflege, wenn er an einem passenden Standort gepflanzt wird.

Im Freiland

In den ersten beiden Jahren ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Gießen Sie im Sommer bei großer Hitze von Zeit zu Zeit reichlich. Achten Sie darauf, dass der Boden in den warmen Monaten frisch bleibt. Sobald der Strauch gut eingewurzelt ist, zeigt er sich trockenheitsverträglich. Mulchen Sie den Boden eventuell mit einer Schicht Rinde oder Kiefernnadeln, die den Säuregehalt und eine leichte Bodenfeuchte bewahrt.

Der Strauch reagiert empfindlich auf einen Überschuss an Phosphaten und Nitraten. Verzichten Sie daher auf Dünger.

Um eine dichte, gut verzweigte Wuchsform zu erhalten, schneiden Sie die Triebspitzen nach der Blüte um ein Drittel zurück.

Schützen Sie die Pflanze je nach Region mit einer doppelten Schicht Wintervlies oder stellen Sie den Topf vor dem Winter in ein kaltes Gewächshaus.

Im Topf

Gießen Sie während der warmen Jahreszeit regelmäßig und mäßig. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen. Stellen Sie den Topf bei den ersten Anzeichen von Kälte in einen ungeheizten, frostfreien Raum (etwa 10 °C).

Gießen Sie sparsam mit kalkfreiem Wasser.

Mögliche Krankheiten

Bei sonnigem, freiem Standort und gut drainiertem Boden bleibt der Silberbaum weitgehend krankheitsfrei. Vor allem Wurzelfäule droht.

Vermehrung

Zur Vermehrung Ihres Silberbaums ist die Stecklingsvermehrung im späten Frühjahr oder Sommer am besten geeignet. Die Aussaat dieser australischen Pflanze ist schwierig, da die Samen zur Überwindung der Dormanz Feuer benötigen.

Stecklinge machen

  • Im Sommer mit einer Gartenschere etwa 10 cm lange, noch grüne, blütenlose Triebe schneiden
  • Im unteren Bereich entblättern
  • In ein Gemisch aus Sand und Moorbeeterde stecken
  • Bei 25 °C unter gespannter Luft unter einer Plastiktüte aufstellen
  • Bewurzelte Jungpflanzen drei Wochen bei 12–15 °C abhärten
  • Stecklinge bis zur Pflanzung im folgenden Frühjahr frostgeschützt in Töpfen einschlagen

Kombinieren

Mit seinen großen, außergewöhnlichen Blüten in Form von Kränzen auffällig gefärbter Hochblätter fügt sich der Silberbaum wunderbar in modern oder mediterran gestaltete Gärten ein.

In einem exotischen Garten im Süden kann man ihn einzeln pflanzen oder an einem trockenen Hang mit dem Gemeinen Rutenkraut, Agaven, Cordylinen und ebenso genügsamen Riesen-Natternköpfen kombinieren. Auch Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen wie Euphorbia characias, Euphorbia mellifera und Nolina siberica passen dazu.

Silberbaum kombinieren

Eine Idee für die Bepflanzung eines trockenen Hangs: Silberbaum (‚Safari Sunset‘ zum Beispiel), Agave americana und Senecio mandraliscae

Mit seinen Verwandten aus der Familie der Proteazeen (Grevillee, Schimmerbaum) bildet er prachtvolle, farbenfrohe Beete ohne Pflegeaufwand.

Für einen spektakulären Effekt pflanzen Sie ihn in der Nähe des architektonisch wirkenden Echten Honigstrauchs und einer Palmlilie Yucca rigida. Auch das bläuliche Laub der Blauen Hesperidenpalme (Brahea armata) und die blauen Blüten der Hornnarben (plumbaginoides, griffitii) passen gut dazu.

Dank seiner Vorliebe für leicht sauren Boden eignet er sich für Beete mit Moorbeetpflanzen wie Leptospermum (Teebaum), Baum-Heide, Kamelien, Azaleen, Alpenrosen und Fächer-Ahornen.

Nützliche Ressourcen

  • Die schönste Auswahl an Silberbäumen finden Sie bei uns!
  • Im Video entdecken: der Silberbaum
  • Unsere Tipps zum Rückschnitt des Silberbaums
  • Entdecken Sie die schönsten Silberbaum-Sorten

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