Der Garten im exotischen Stil begeistert immer mehr Gartenliebhaber. Bambus, Palme und Banane gehören zu den beliebtesten Pflanzen, um Szenen zu gestalten, die an den tropischen Dschungel erinnern. Doch es gibt noch viele weitere! Damit dieser Traum auch im Freien und selbst in kalten Regionen dauerhaft verwirklicht werden kann, gibt es nur eine Möglichkeit: Wählen Sie wirklich winterharte Pflanzen, die strengen Wintern standhalten. Hier finden Sie eine kleine Auswahl unserer Lieblingspflanzen – Sträucher und Stauden!
1) Trachycarpus fortunei, auch „Hanfpalme“ genannt – Winterhärte: -18 °C
Nein, Palmen gibt es nicht nur an der Côte d’Azur … Auch im Norden Frankreichs können Sie beispielsweise Trachycarpus fortunei pflanzen, denn diese Palme hält Temperaturen bis -18 °C stand. Diese Widerstandsfähigkeit gegen Kälte verdankt sie ihrer montanen Herkunft aus China und Japan sowie den dicken Fasern, die ihren Stamm schützen. Die Palme kann 8 bis 10 Meter hoch werden. Pflanzen Sie sie ins Freiland in einen nährstoffreichen, lockeren Boden. Sie gedeiht in der Sonne oder im Halbschatten.
2) Die Banane beziehungsweise Musa basjoo – Winterhärte: -12 °C bis -15 °C
Musa basjoo ist eine winterharte Banane für das Freiland, die auch als „Japanische Faserbanane“ bezeichnet wird. Sie ist robust und bildet normalerweise keine Früchte. Dafür entfaltet sie jedes Jahr ihre großen, dekorativen Blätter. Die Pflanze kann über 2 Meter hoch werden und sogar noch größer, wenn Sie sie regelmäßig gießen und mit einem nährstoffreichen Boden versorgen. Ihre einzige Schwäche ist die geringe Windfestigkeit. Damit der Wind die Blätter nicht in traurige Besen verwandelt, müssen Sie die Banane unbedingt an einem bereits von Bäumen geschützten Platz oder in einem von Mauern umgebenen Bereich pflanzen.
Die etwas weniger winterharte, aber dennoch widerstandsfähige Darjeeling-Banane 'Red Tiger' ist ebenfalls sehenswert. Diese Sorte besitzt dekorative, hellgrüne Blätter mit purpurroter Unterseite, die elegant bordeauxrot gestreift sind.
3) Die Bambusarten Phyllostachys vivax und Fargesia robusta – Winterhärte: -20 °C und -15 °C
Bambus gehört zu den großen Klassikern exotischer Gärten. Seine Winterhärte variiert jedoch je nach Art und Sorte stark. Unter den besonders eindrucksvollen Arten gefällt uns der Phyllostachys vivax 'Huangwenzhu' besonders gut. Dieser Holzbambus wächst ausläuferbildend – planen Sie eine Rhizomsperre ein – und bildet grüne, gelb gestreifte Halme, die über 10 Meter hoch werden. Er wächst schnell und bildet rasch einen kleinen Wald. Der Fargesia robusta wird nur etwa 4 bis 5 Meter hoch und eignet sich dank seines horstbildenden Wuchses besser für kleine Gärten. Er besitzt lange, grüne Blätter und leuchtende, anisgrüne Halme.

4) Fatsia japonica 'Spider's Web' – Winterhärte: -15 °C
Die Fatsia japonica 'Spider's Web' ist ein Strauch mit außergewöhnlicher Ausstrahlung! Der etwa 2 Meter hohe Strauch besitzt immergrünes, dunkelgrünes Laub mit einer breiten cremeweißen Panaschierung. Seine handförmigen Blätter können einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen. Im Sommer erscheinen darüber kugelige, weiße Blüten. Anschließend entwickeln sich daraus ebenfalls dekorative schwarze Beeren. Der Strauch gedeiht im Schatten oder Halbschatten in einem frischen Boden.
5) Tetrapanax papyrifera 'Rex', Reispapierbaum – Winterhärte: -10 °C
Als Verbindung zwischen Strauch und Staude ist Tetrapanax papyrifera 'Rex' eine üppige Pflanze, die mit der XXL-Größe und der tief eingeschnittenen Form ihrer Blätter begeistert. Diese entfalten sich wie ein Sonnenschirm. Die aus China und Japan stammende Pflanze ist rhizomatös wie Bambus. Sie neigt dazu, sich auszubreiten, weshalb eine Rhizomsperre erforderlich sein kann. Pflanzen Sie sie in die nicht zu heiße Sonne oder in den Halbschatten. Sie bevorzugt einen fruchtbaren, eher frischen Boden. Ihre lockere Wuchsform und ihr asiatischer Charme machen sie zu einer idealen Ergänzung für Bambus.
Beachten Sie, dass die oberirdischen Pflanzenteile bereits ab -5 °C zurückfrieren. Nach einer guten Etablierung treibt die Pflanze jedoch aus dem Wurzelstock wieder aus, wenn die Temperaturen nicht unter -10 °C fallen.
6) Colocasia 'Pink China' – Pfeilblatt – Winterhärte: -10 °C bis -12 °C
Das üppige Colocasia 'Pink China' fällt durch die herzförmige Gestalt und die Färbung seines großen Laubes auf: Das zarte, leicht bläulich grüne Laub bildet einen schönen Kontrast zu den rosafarbenen Blattstielen. Das bei Liebhabern von Zimmerpflanzen bekannte Pfeilblatt können Sie auch im Garten kultivieren. Schützen Sie es im Winter mit einer Mulchschicht. Pflanzen Sie es in die Sonne oder in den Halbschatten, in einen frischen, humusreichen Boden. Im Sommer benötigt es regelmäßige Wassergaben.
7) Astilboides tabularis – Winterhärte: -20 °C
Astilboides tabularis, manchmal auch Rodgersia tabularis genannt, ist eine spektakuläre Pflanze für das Unterholz. Sie zeichnet sich durch große, ungeteilte, runde Blätter mit einem Durchmesser von etwa 60 cm aus. Die Staude bildet rasch einen Horst, der 1 Meter hoch und 70 cm breit werden kann. Bei passenden Bodenverhältnissen erreicht sie sogar größere Maße. Ihr üppiges Laub wird im Frühsommer von einer leichten, cremeweißen Blüte in Ähren ergänzt. Diese Staude eignet sich ideal für den Schatten. Sie bevorzugt humusreiche, frische bis feuchte, aber gut durchlässige Böden.

8) Dryopteris wallichiana, großer Wurmfarn mit goldenen Schuppen – Winterhärte: -15 °C
Majestätisch ist Dryopteris wallichiana, ein großer Wurmfarn, der im Frühjahr bemerkenswerte, tief eingeschnittene Wedel mit einer schwarzen Mittelrippe entfaltet. Mit seiner stattlichen Höhe von 1 bis 1,5 Metern und seiner eleganten Erscheinung erinnert er ein wenig an Baumfarne. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn sich mit zunehmendem Alter der kurze Stamm an der Basis entwickelt. Die Sorte ist recht leicht zu kultivieren. Sie benötigt einen tiefgründigen, sehr humusreichen Boden. Im Beet kommt sie besonders gut zur Geltung. Kombinieren Sie sie mit einem weiteren winterharten Farn, zum Beispiel mit dem Asiatischen Straußenfarn (Matteuccia orientalis).
9) Hosta 'Empress Wu'
Funkien sind für ihre Winterhärte und ihre Fähigkeit bekannt, im Schatten oder Halbschatten zu wachsen. Einige fügen sich problemlos in klassische Beete ein. Andere bilden ein so üppiges Laub, dass sie ihren Platz in einem tropisch anmutenden Garten finden. Dazu gehört die Riesen-Funkie 'Empress Wu'. Sie ist wahrscheinlich die größte Sorte und erreicht nach einigen Jahren eine Größe von 1,3 Metern in alle Richtungen. Dabei bildet sie ein prächtiges, blaugrünes Laub. Damit diese Staude ihr gesamtes Potenzial entfalten kann, benötigt sie ausreichend Nährstoffe und Wasser.
10) Begonia grandis subsp. evansiana – Winterhärte: -15 °C
Begonien sind nicht ausschließlich für Balkonkästen geeignet: Begonia grandis subsp. evansiana ist eine botanische, mehrjährige Art, die bei uns Temperaturen bis -18 °C standhält – ein überzeugender Beweis! Ihre grünen, herzförmigen Blätter bilden einen schönen, buschigen Horst von etwa 80 cm Höhe und 50 cm Breite. Den ganzen Sommer über schmückt sich die Pflanze mit zahlreichen kleinen, rosafarbenen Blüten an rötlichen Stielen. Kultivieren Sie sie im Freiland oder im Topf, idealerweise im Halbschatten und in einem nährstoffreichen, frischen Boden.








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