Chinaschilf im Topf kultivieren?
Pflanz- und Pflege-Tipps
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Dekorativ und elegant: Chinaschilf ist ein beliebtes Ziergras. Auch Chinaschilf- oder Elefantengras genannt, passt es in viele Gartenstile: modern, natürlich, exotisch oder englisch. Es bildet dichte Horste aus schmalen Blättern, die im Wind rascheln und je nach Sorte 60 cm bis 3 m hoch werden. Im Sommer oder Herbst schmückt sich das Laub mit flauschigen Ähren in Gold-, Silber-, Braun- oder Rosatönen und sorgt für ein luftiges, leuchtendes Schauspiel. Die Blütenähren bilden Fächer. Das Laub ist marcescent, trocknet an der Pflanze und bleibt ganzjährig dekorativ. Chinaschilf ist leicht zu kultivieren und widersteht Kälte, Wind und salzhaltiger Luft. Es lässt sich in allen Regionen im Freiland kultivieren, kleinere Sorten auch im Topf.
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→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Pflanzung und Pflege von Chinaschilf sowie zur Kultur von Pflanzen im Topf.
Welche Sorten im Topf anbauen?
Für die Kultur im Topf wählen Sie mittelgroße Sorten wie:
- das Miscanthus sinensis ‚Cute One‘ – Zwerg-Chinaschilf: Diese Sorte erreicht eine Höhe von 50 cm im Erwachsenenalter. Es ist das kleinste Chinaschilf und eignet sich daher gut für die Kultur im Topf. Es bildet eine dichte Horst aus schmal zulaufenden Blättern, die sich im Spätsommer mit creme-purpurfarbenen, gefiederten Ähren bedeckt. Es benötigt wenig Wasser, lässt sich problemlos im Topf an einem sonnigen Standort kultivieren und ist bis -29 °C winterhart.
- das Miscanthus sinensis ‚Little Miss‘ – Chinaschilf. Es wird bis zu 80 cm hoch und eignet sich dank seiner geringen Größe bestens für die Kultur im Topf. Die Sorte zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Färbung aus. Der Laubhorst ist zweifarbig: In der Mitte grün, färben sich die Blätter am Rand rot bis violett. Im Spätsommer wird dieses Farbenspiel durch die Blüte feiner, beinahe roter, gefiederter Ähren ergänzt. Das Chinaschilf ist bis -29 °C winterhart.
- das Miscanthus sinensis ‚Gold Bar‘ – Auch dieses Chinaschilf wird bis zu 80 cm hoch. Seine Blätter sind leuchtend und panaschiert: grün, mit cremegelben Querstreifen. Zwischen September und Oktober schmückt es sich mit gefiederten Blütenständen in Rosa-Beige, Purpur und Burgunderrot. Es steht gern sonnig und ist ebenfalls bis -29 °C winterhart.
- das Miscanthus sinensis ‚Adagio‘ – Chinaschilf. Es wird bis zu 1 m hoch und eignet sich gut für die Kultur im Topf. Dieses Chinaschilf bildet einen dichten Horst aus silbergrauem Laub und blüht besonders üppig. Zwischen August und November erscheinen schmale, rosafarbene Blütenähren, die mit der Zeit cremeweiß werden. Es steht gern sonnig und ist bis -29 °C winterhart.
- das Miscanthus sinensis ‚Boucle‘ – Chinaschilf. Diese neue Sorte überzeugt mit ihrer außergewöhnlichen, dekorativen Blüte. Es wird mittelgroß und erreicht eine Höhe von 1,10 m. Sein grünes Laub färbt sich im Laufe des Herbstes orange. Von September bis November erscheinen gekräuselte, zusammengedrückte und pralle Blütenstände. Sie entfalten sich als dichte Rispen, die sich von Violettbraun über Purpur und Purpurrosa bis zu Silbertönen verfärben. Dieses Chinaschilf wird in breite Kübel in voller Sonne und ein gut vorbereitetes, nicht zu trockenes Substrat gepflanzt.

Im Uhrzeigersinn: Miscanthus sinensis ‚Boucle‘, ‚Adagio‘, ‚Little Miss‘, ‚Gold Bar‘ und ‚Cute One‘.
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Chinaschilf auswählen?Wann Chinaschilf im Topf pflanzen und welcher Standort?
Chinaschilf im Topf nach dem Frost pflanzen; im Herbst geht es auch. Vollsonniger Standort mit mindestens 6 Stunden Sonne: dichter Wuchs und schöne Blütenstände.
Chinaschilf im Topf kultivieren?
Welche Topfart?
Sie können jede Art von Topf verwenden, um das Chinaschilf zu pflanzen. Terrakottatöpfe sorgen für eine bessere Belüftung der Wurzeln. Allerdings trocknen sie schneller aus, daher muss die Bewässerung genau überwacht werden.
Ein Kunststofftopf ist eine weitere gute Option. Er hält die Feuchtigkeit besser und ist leicht, was das Umstellen der Pflanze erleichtert. Achten Sie lediglich auf ausreichend viele Abzugslöcher.
Wählen Sie einen Topf mit einer Tiefe von mindestens 40 bis 50 cm, damit sich die Wurzeln ausbreiten können. Chinaschilf wächst horstig, daher ist ein breiter Topf mit mindestens 40 cm Durchmesser ideal, damit die Pflanze genügend Platz zum Wachsen hat.
Welches Substrat?
Chinaschilf bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann. Ideal ist eine Mischung aus Universalerde mit grobem Sand oder Perlite. Mischen Sie etwa zwei Drittel Blumenerde mit einem Drittel Sand oder Perlite. Diese Mischung sorgt für einen guten Wasserabzug und speichert zugleich ausreichend Feuchtigkeit für die Bedürfnisse der Pflanze.
Chinaschilf schätzt ein humusreiches Substrat. Sie können etwas Kompost oder Lauberde hinzufügen, um die Mischung anzureichern. So werden die nötigen Nährstoffe bereitgestellt und das Substrat bleibt locker.
Die Pflanzung
- Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß für das Chinaschilf.
- Verwenden Sie einen Topf mit Abzugsloch und mindestens dem doppelten Volumen des Wurzelballens.
- Tauchen Sie den Wurzelballen in Wasser.
- Geben Sie eine Schicht Kies oder Blähton auf den Topfboden, um den Wasserabzug zu verbessern und zu verhindern, dass die Wurzeln im Wasser stehen.
- Füllen Sie Substrat auf den Topfboden.
- Setzen Sie anschließend das Chinaschilf in die Mitte des Topfes und füllen Sie mit dem restlichen Substrat auf.
- Drücken Sie das Substrat gut an, um Lufteinschlüsse zu entfernen und einen guten Kontakt zwischen Erde und Wurzeln sicherzustellen.
- Gießen Sie das Chinaschilf direkt nach der Pflanzung gründlich, damit das Substrat gut durchfeuchtet wird und die Pflanze einwurzeln kann.
Chinaschilf im Topf gießen
Chinaschilf mag einen leicht feuchten Boden, vor allem während der aktiven Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer. In der Regel gießen Sie je nach Witterung ein- bis zweimal pro Woche. Prüfen Sie vor dem Gießen die Feuchtigkeit des Substrats, indem Sie den Finger in die Erde stecken. Ist der Boden in etwa 2 bis 3 cm Tiefe trocken, ist es Zeit zu gießen.
Gießen Sie gründlich, damit das Wasser alle Wurzeln erreicht. Vermeiden Sie häufiges, oberflächliches Gießen, da dies zu einer flachen Bewurzelung führen kann. Chinaschilf verträgt keine Staunässe. Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut durch die Abzugslöcher des Topfes abläuft.
Reduzieren Sie die Wassergaben, sobald das Wachstum im Herbst nachlässt. Im Winter geht Chinaschilf in Dormanz und benötigt nur sehr wenig Wasser. Gießen Sie nur, wenn der Boden vollständig trocken ist.
Chinaschilf im Topf düngen
Reichern Sie das Substrat jeden Frühling mit etwas Kompost oder Dünger an, um das jährliche Wachstum zu unterstützen.
Der Rückschnitt
- Schneiden Sie den Horst am Ende des Winters direkt über dem Topf zurück, mit einer Gartenschere oder Astschere. Im Mai erscheinen neue Triebe.
- Entfernen Sie im Sommer und Herbst bei Bedarf beschädigte oder abgebrochene Halme.
Chinaschilf im Topf teilen
Nach einigen Jahren kann die Mitte des Chinaschilfs verkahlen. Dann ist es Zeit, den Wurzelstock zu teilen.
- Schneiden Sie zunächst die vertrockneten Halme bodennah ab.
- Nehmen Sie den Wurzelstock aus der Erde.
- Teilen Sie den Wurzelstock mit einer Gartensäge in mehrere Stücke. Die Teilstücke sollten mindestens 20 cm groß sein.
- Pflanzen Sie jedes Teilstück in einen eigenen Topf oder ins Freiland.
- Gießen Sie reichlich.
Krankheiten
Chinaschilf ist frei von Krankheiten und nicht anfällig für Schädlinge.

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