6 Ziergräser für Kübel
Auswahl an Ziergräsern für Töpfe
Inhaltsverzeichnis
Gräser im Topf bringen Leichtigkeit und Volumen auf Balkon und Terrasse. Entdecken Sie winterharte Arten für schöne Pflanzgefäße, darunter Stipa und Chinaschilf.
Miscanthus nepalensis: spektakuläres Chinaschilf
Für eine markante Struktur auf dem Balkon lohnt es sich, mit imposanten Gräsern von stattlicher Größe und üppigem Wuchs zu spielen. Zu vermeiden sind jedoch „riesige“ Sorten, die für die meisten Gefäße und diese Verwendung im Topf ungeeignet sind.
Viele Chinaschilf-Arten werden hoch genug, um ein Volumen und eine Struktur zu schaffen, die einem Strauch in nichts nachstehen. Dazu gehört Miscanthus nepalensis, das Nepal-Chinaschilf, mit einer Höhe von 1,20 m. Es besticht durch eine prächtige, leuchtende Blüte mit altgoldenen, gefransten Blütenrispen, die im Herbst weißlich und flaumig werden. Seine fontänenartige Wuchsform bleibt mit 60 cm Breite kompakt und überzeugt auch im Topf durch ihre Standfestigkeit.
Pflanzen Sie es an einen sehr sonnigen Standort, an dem seine Blütenstände leuchten. Es verträgt auch leichten Schatten. Bis -10 °C winterhart, ist es im Topf etwas weniger robust – wie alle in dieser Auswahl vorgestellten Kultivare. Es benötigt nur wenig Rückschnitt und behält seine Halme zudem einen Großteil des Winters. Als Solitär in einem Terrakottatopf auf der Terrasse ist es einfach spektakulär!

→ Entdecken Sie auch unser ausführliches Merkblatt zum Chinaschilf sowie unseren Ratgeber zu den besten Chinaschilf-Sorten
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10 Gräser, die Sie in Ihrem Garten haben solltenHakonechloa macra 'Aureola': Japan-Flair für die Terrasse
Hakonechloa macra oder Japangras, das wir oft wegen seiner hervorragenden Ziereigenschaften empfehlen, ist eines der Gräser, die sich am besten für die Kultur im Topf eignen. Sein überhängender Wuchs ist dafür ideal. Mit der Zeit bedeckt es den gesamten Topf und bildet ein breiteres als hohes Polster, das die Feuchtigkeit der Wassergaben bewahrt.
Die linearen Blätter sind gelb und hellgrün panaschiert. Sie hängen stark über und bilden unglaublich leuchtende, bogig überhängende Horste. Mit einer Höhe von etwa 40 cm ist Hakonechloa macra ‚Aureola‘ das perfekte Gras, um eine schattige Ecke mit anderen Stauden zu bepflanzen, die ebenfalls im Topf wachsen: Funkien, Ophiopogon, aber auch ein Zwerg-Fächer-Ahorn oder ein Zwerg-Acer dissectum. Einige in einem schönen Topf gruppierte Begonia envasiana verleihen Ihrem Balkon- oder Terrassenbereich einen Hauch von Japan. An einem etwas sonnigeren Standort nimmt es eine noch gelbere Färbung mit stärkerer Panaschierung an. Im Herbst färbt sich das Laub sanft orange.
Nach dem Anwachsen benötigt die Pflanze nur wenig Pflege. Das dauert etwas, da Hakonechloa macra langsam wächst. Ansonsten genügen regelmäßige Wassergaben und ein Rückschnitt der trockenen Pflanzenteile am Ende des Winters.

Hakonechloa macra ‚Aureola‘ mit Schlangenbart umrandet (Foto: L. Enking)
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Afrikanisches Lampenputzergras 'Rubrum': frostempfindlich
Ein Vorteil der Kübelkultur ist natürlich, dass sich auch empfindliche Sorten kultivieren lassen, die im Garten nicht winterhart wären und im Winter im Gewächshaus oder in einem frostfreien Raum geschützt werden können.
Das Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘, winterhart bis 0 °C, ist ein prächtiges exotisches Ziergras mit purpurrotem Laub und Ähren, das einen Ehrenplatz auf der Terrasse verdient. An einem vollsonnigen Standort sind die schmalen, bandförmigen Blätter fast schwarz. Im Halbschatten wirken sie etwas rötlicher. Die rosafarbenen Blütenstände mit langen, gefiederten Ähren erscheinen ab Juli bis zum Frühherbst, in mildem Klima sogar länger: Sie bilden zwischen den aufrechten Blättern eine sehr leichte, bogige Kaskade. Im Laufe des Herbstes werden sie allmählich heller.
Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ ist ein Juwel, ein außergewöhnliches Ziergras, das Ihrer kleinen Gartenecke sofort eine tropische Note verleiht. Im Kübel wird es über 1 m hoch und wirkt als Solitär besonders eindrucksvoll. Möchten Sie es mit anderen sommerlichen Kübelpflanzen kombinieren, setzen Sie es mit weißen, rosafarbenen und purpurroten Stauden und Einjährigen zusammen. So entsteht ein harmonisches Farbspiel mit Doppelhörnchen, Fetthenne, Japan-Herbst-Anemone oder einer goldenen Cordyline als kontrastierendem Blickfang.

Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ (Foto: KM)
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Seggen: KaufratgeberStipa tenuissima: das schöne Wellen-Federgras
Sie haben diese leichten, goldenen Gräser in trendigen Stadtgärten gesehen und möchten sie auch bei sich pflanzen? Gute Wahl: Stipa tenuissima oder Stipa tenuifolia (Anm. d. Red.: Aufgrund neuer Änderungen in der botanischen Nomenklatur wird dieses Gras inzwischen als Nassella tenuissima geführt) ist im Topf besonders schön und passt sich daran sehr gut an. Als immergrüne Pflanze schmückt sie Balkon oder Terrasse das ganze Jahr über mit ihren leichten, überhängenden Horsten.
Platzieren Sie sie an einem windigen Standort, an dem sie sich im Wind wiegen kann. So kommen ihr Laub und die luftigen Blütenstände besonders gut zur Geltung. In der Sonne erstrahlt ihre sommerliche Blüte förmlich. Das Gras passt bestens in mediterrane oder trockene Gärten, etwa zusammen mit Argentinischem Eisenkraut, Eryngium, Rosmarin, Schwingel, Lavendel und anderen Pflanzen.

→ Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber zu Federgras.
Carex testacea 'Prairie Fire': Feuer im Garten
Carex oder Seggen gehören zwar zu den Gräsern, aber zur verwandten Familie der Sauergrasgewächse. Es sind prächtige, meist immergrüne Pflanzen, die kleine bis mittelgroße Horste bilden. Sie eignen sich bestens für die Kübelkultur und sind ideal, um einen schattigeren Bereich zu schmücken als ihre Verwandten aus der Familie der Süßgräser.
Unter den zahlreichen Sorten in allen Grüntönen gilt meine besondere Vorliebe Carex testacea ‚Prairie Fire‘, einer Orange Segge mit auffälligem orangebronzenem Laub. Carex bestechen vor allem durch ihr dekoratives Laub, während der Blütenstand meist unscheinbar bleibt. Bei ‚Prairie Fire‘, die 50 cm hoch wird, bilden die feinen Blätter einen dichten, halb aufrechten Horst: zunächst hellgrün, später olivgrün mit orangefarbenem Schimmer. Im Laufe der Saison wird die außergewöhnliche Farbe immer intensiver. Im Sonnenlicht scheint sie den Garten förmlich in Brand zu setzen und zieht alle Blicke auf sich.
Wunderschön wirkt sie mit weiteren Töpfen zu einem Mini-Gräsergarten kombiniert, etwa mit Carex comans ‚Frosted Curl‘ mit stärker überhängendem, graugrünem Laub, einer Carex buchananii im gleichen Rostton und einem Schaf-Schwingel – alle in ähnlicher Größe … oder mit einigen kugelförmig geschnittenen Buchsbaum-Pflanzen als Kontrast zu ihrer Leichtigkeit.
→ Entdecken Sie auch unser vollständiges Merkblatt über Carex sowie unseren Kaufratgeber für Carex.
Cyperus papyrus: eine Mini-Wasserszene
Gräser im Topf lassen viel Raum für kreative Ideen! Dazu gehört auch ein kleiner Wassergarten mit ausgewählten Sorten von Binsen, Schilf oder Papyrus. Diese in großen Gefäßen oder kleinen Becken gepflanzten Gräser eignen sich perfekt für eine Mini-Wasserszene im Innenhof, auf der Terrasse oder dem Balkon und sogar im Garten, wenn Sie kein sumpfiges oder sehr feuchtes Gelände haben … was bei Weitem nicht auf alle zutrifft.
Der Cyperus papyrus – ein Name, der uns bis nach Ägypten reisen lässt – gehört zur Familie der Sauergräser und erreicht in seiner natürlichen Umgebung eine Höhe von über 3 m. Unter mildem Klima lässt er sich auch bei uns kultivieren, in Töpfen unter Wasser, die im Winter geschützt ins Haus kommen (bei etwa 10 °C), denn dieses schöne Gras ist sehr frostempfindlich. Dieser Nil-Papyrus braucht Sonne oder leichten Schatten, um ab Juni seine charakteristischen Dolden mit cremefarbenen Ährchen hervorzubringen, die später gelb werden und sich allmählich braun färben. Er hat eine sehr dekorative Wuchsform und erreicht schließlich eine Höhe von 2 m. Seine dreikantigen, steifen Stängel tragen immergrünes, lineares, sehr feines Laub, das anmutig überhängt.
Da er dazu neigt, sich über seine ausläuferbildenden Rhizome auszubreiten, ist die Kultur im großen Topf ideal. Er sorgt für eine ausgesprochen moderne, rein dekorative Atmosphäre im tropischen Stil. Verwenden Sie zum Beispiel große Zinkwannen, die für diese viel Platz benötigende Pflanze bestens geeignet sind. Als Solitär ist sie spektakulär, kann aber auch mit anderen Gefäßen kombiniert werden, in denen Aronstab, Farne, Riesen-Funkien und Seerosen … zusammen gedeihen.

Cyperus papyrus (Foto: Gwenaëlle David)
→ Entdecken Sie auch unser ausführliches Datenblatt zu Cyperus und Papyrus sowie unseren Ratgeber zur Kultur von Papyrus im Topf.
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