Ziergräser: Welche Sorte wählen?
Unsere Tipps!
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Ziergräser sind mehrjährige Pflanzen, die Horste bilden und sich durch ihr feines, dekoratives, teilweise immergrünes Laub auszeichnen. Leicht zu kultivieren, bevorzugen die meisten von ihnen sonnige Standorte und vertragen Trockenheit sehr gut! Es handelt sich um robuste Pflanzen, ideal für nachhaltige, wassersparende und pflegeleichte Gärten! Sie verleihen den Beeten viel Leichtigkeit und Volumen und geben ihnen das Aussehen einer natürlichen Wiese. Sie wirken sehr schlicht und zugleich elegant. Sie können den Hintergrund der Beete durch ihre Höhe betonen, sie strukturieren, aber auch als Bodendecker für niedrigere Arten dienen. In Kombination mit Pflanzen mit luftiger und leichter Blüte, wie der Prachtkerze Gaura lindheimeri oder Verbena bonariensis, lassen sich naturnahe Beete mit ländlichem und wildem Charakter gestalten. Einige, wie das Federborstengras, haben sehr dekorative Ähren. Ziergräser umfassen sehr viele Sorten mit unterschiedlichen Farben, Größen und Kulturbedingungen … Entdecken Sie unsere Tipps für die richtige Wahl!
→ Entdecken Sie unser Video „Ziergräser für den Sommer“
Welches Ziergras für welchen Standort?
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Ziergräser für den Schatten
Nutzen Sie Ziergräser, um den Fuß von Bäumen zu bepflanzen oder einen naturnahen Waldgarten im Unterholz anzulegen. Kombinieren Sie sie mit Farnen, Funkien, Herzblumen oder Christrosen. Die Hakonechloa macra bilden kleine Horste mit leuchtendem, überhängendem Laub. Sie können sich auch für Luzula sylvatica entscheiden, insbesondere für die Sorte ‘Solar Flare’ wegen ihrer hübschen goldenen Färbung. Luzula nivea wird Sie mit ihrem seidigen Laub und ihren wunderschönen weißen Blütenständen begeistern. Der Ophiopogon planiscapus ‘Nigrescens’ ist eine kleine Randpflanze, die durch ihre sehr dunkle Farbe auffällt und es ermöglicht, Kontraste zu schaffen und hellere Farbtöne hervorzuheben. Der Carex morrowii ‘Ice Dance’ wiederum trägt ein schönes immergrünes, grünes und weißes Laub, das die dunkelsten Bereiche des Gartens aufhellt.

Die Hakonechloa macra ‚Aureola‘ ist ein ausgezeichnetes Ziergras für den Schatten! Entdecken Sie sie im Video von Olivier: Hakonechloa macra
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Ziergräser für feuchte Böden
Obwohl viele Ziergräser sonnige Standorte und eher drainierende Böden bevorzugen, fühlen sich andere am Rand eines Teichs oder in sumpfigem Gelände wohl. Dies gilt für Carex elata ‘Aurea’ mit seinem wunderschönen, goldgelben und sehr feinen Laub. Pflanzen Sie Acorus gramineus ‘Variegata’, der kleine, weiß-gelb panaschierte Horste bildet. Binsen sind Uferpflanzen, die sich am Teichrand wohlfühlen: Wählen Sie zum Beispiel Juncus inflexus oder die originelle Juncus effusus ‘Spiralis’. Für mehr Höhe pflanzen Sie Arundo donax, das Spanische Rohr. Denken Sie auch an Schilf: Phragmites australis. Manche Ziergräser wachsen sogar direkt im Wasser, wie das Gemeine Sumpfried, Eleocharis palustris, das wegen seiner feinen und zarten Wirkung geschätzt wird! Wenn Sie schließlich panaschiertes Laub wünschen, können Sie Glyceria maxima ‘Variegata’ wählen. Wie Sie sehen, ist die Auswahl an Ziergräsern, die für das Wachstum am Wasser geeignet sind, sehr groß … nutzen Sie sie! Ihre außergewöhnliche Struktur verleiht Ihrem Teich noch mehr Natürlichkeit.
→ Lesen Sie auch: Welche Ziergräser für feuchte Böden? und Top 10 der Ziergräser für schwere und lehmige Böden, sowie Welche Ziergräser für sauren Boden?

Eleocharis palustris (Foto: Yuvalr)
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Ziergräser für trockene Böden
Die Federgräser und die Schwingel sind zarte Ziergräser, die sich für magere und trockene Böden eignen. Wählen Sie das unverzichtbare Stipa tenuifolia, auch Engelshaar genannt, mit seinem sehr feinen und seidigen Laub … Oder lassen Sie sich von den wunderschönen gefiederten Ähren von Stipa pennata überraschen, einem Ziergras voller Charme und Poesie! Für Farbe in Ihren Beeten setzen Sie auf die warmen Farbtöne von Stipa arundinacea. Sie können sich auch für Festuca glauca entscheiden, das schöne blaue Horste mit feinem Laub bildet. Und wenn Ihnen diese Ziergräser zu niedrig sind, entdecken Sie Stipa gigantea: Seine großen Blütenstände können bis zu zwei Meter hoch werden und bringen garantiert Volumen in Ihre Beete!
→ Lesen Sie auch: Welche Ziergräser für sandigen Boden?, 9 Ziergräser für trockene Böden, Welche Ziergräser für kalkhaltigen Boden?

Die gefiederten Ähren von Stipa pennata
Welche Gräser für welchen Effekt?
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Immergrüne Ziergräser
Immergrüne Ziergräser bieten das ganze Jahr über einen herrlichen Anblick. Sie benötigen nur sehr wenig Pflege und müssen nicht zurückgeschnitten werden! Deschampsia cespitosa ist ein bemerkenswertes Ziergras mit hübschen, aufrechten Rispen, die zunächst grün und später goldgelb sind. Entdecken Sie auch Uncinia rubra, ein überraschendes Ziergras, das leuchtend rote Horste bildet! Es bevorzugt frische oder feuchte Böden. Auf etwas trockeneren Standorten können Sie die warmen Farbtöne der Neuseeländischen Seggen (Carex buchananii und Carex comans) genießen. Federgräser bilden kleine Horste, deren sehr feines Laub mit dem Wind zu spielen scheint! Wählen Sie Stipa tenuifolia oder Stipa pennata. Entdecken Sie auch Helictotrichon sempervirens, den Wiesenhafer, der schöne blau-graue Horste bildet. Für ein intensiveres Blau empfehlen wir eher Festuca ‘Elijah Blue’.

Von links nach rechts: Uncinia rubra, Helictotrichon sempervirens und Carex comans
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Farbenfrohe Ziergräser!
Bringen Sie mit dem goldgelben Laub von Hakonechloa macra ‘All Gold’ oder ‘Aureola’ Farbe in Ihre Beete. Für frische oder feuchte Standorte besitzt auch Acorus gramineus ‘Ogon’ ein besonders leuchtendes, grün-gelbes Laub! Für ein flammendes Beet wählen Sie Imperata cylindrica ‘Red Baron’, das mit seinem zweifarbigen hellgrünen, fast gelben und leuchtend roten Laub beeindruckt! Pflanzen Sie es auf einen frischen oder feuchten Standort. Ebenfalls in Rottönen überraschen die leuchtenden Farben von Uncinia rubra! Sie ist allerdings frostempfindlicher als andere Sorten. Entdecken Sie auch das flammende Laub von Hakonechloa macra ‘Nicolas’ in gelb-orangefarbenen bis bronzenen Tönen. Seggen sind kleine immergrüne Ziergräser, die unterschiedliche Farbtöne annehmen können, manchmal kupferfarben oder gelb panaschiert. Elymus magellanicus ist bemerkenswert für sein wunderschönes, intensiv blaues Laub. Panicum virgatum ‚Heiliger Hain‘ bietet im Herbst einen herrlichen Farbverlauf von purpurroten bis mehr oder weniger violetten Tönen.

Von links nach rechts: Hakonechloa macra ‚Aureola‘, Uncinia rubra und Panicum virgatum ‚Heiliger Hain‘
→ Lesen Sie auch: 5 Ziergräser mit panaschiertem Laub, 7 blaue Ziergräser, 7 Ziergräser mit rotem Laub
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Die höchsten und imposantesten Ziergräser!
Ob einzeln inmitten eines Gartens oder zur Aufwertung und Strukturierung eines Beetes eingesetzt, können Ziergräser einen beeindruckenden visuellen Effekt erzeugen – vorausgesetzt, Sie wählen die größten Arten. Die Chinaschilf-Arten eignen sich für diesen Zweck, insbesondere die verschiedenen Sorten von Miscanthus sinensis. Und dann ist da noch das sehr hohe Miscanthus giganteus, das seinen Namen zu Recht trägt, da es bis zu drei Meter hoch werden kann! Das Pampasgras, Cortaderia selloana, beeindruckt mit seinen riesigen Horsten, aus denen große, aufrechte Blütenstände hervorgehen. Für feuchtere Standorte wählen Sie eher Arundo donax, das Spanische Rohr. Es ist auch als panaschierte Sorte ‘Versicolor’ erhältlich. Entdecken Sie auch Panicum virgatum Northwind, eine majestätische und robuste Pflanze, die im Hintergrund eines Beetes eine wunderschöne Wirkung erzielt.
→ Erfahren Sie mehr in unseren Ratgebern: Panicum auswählen, Chinaschilf auswählen und XXL-Ziergräser: unverzichtbare Sorten, um den Beeten mehr Volumen zu verleihen.

Miscanthus sinensis (Foto: harum.koh)
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Für dekorative Ähren
Neben ihrem feinen und dekorativen Laub schmücken Ziergräser auch mit ihren oft feinen und zarten, manchmal gefiederten Ähren. In dieser Kategorie zeichnen sich die Federborstengräser durch ihre reizvollen Ähren aus, die ihnen den Namen Federborstengras eingebracht haben. Die bekannteste Art ist Pennisetum alopecuroides. Für feinere und biegsamere Ähren wählen Sie Pennisetum orientale. Wenn Sie sich mehr Farbe wünschen, lassen Sie sich von den purpurroten Tönen von Pennisetum setaceum verführen. Pennisetum villosum zeichnet sich durch seine besonders seidigen und angenehm weichen Ähren aus. Entdecken Sie auch die luftigen und lockeren Rispen von Calamagrostis brachytricha, das auch Diamantgras genannt wird. Sehr originell ist Briza media mit seinen kleinen Ähren, die sich im Wind bewegen. Schließlich besitzen die kleinen, runden und sehr weichen Blütenstände von Lagurus ovatus einen ganz besonderen Charme! Sie haben dieser Pflanze den Namen Samtgras eingebracht. Vorsicht jedoch: Es handelt sich um eine einjährige Pflanze!

Pennisetum setaceum (Foto: Dinesh Valke)
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Im Topf oder Kübel
Federborstengräser eignen sich sehr gut für die Kultur im Balkonkasten! Sie können wunderschöne Kombinationen gestalten, indem Sie sie zusammen mit Eisenkraut, Husarenknopf, Färberkamille oder Zweizahn pflanzen … Wählen Sie Pennisetum setaceum wegen seiner schönen purpurfarbenen Töne (die Sorte ‘Rubrum’ ermöglicht beispielsweise herrliche Kontraste) … Oder erliegen Sie dem goldfarbenen Blattwerk von Pennisetum alopecuroides ‘Hameln gold’! Die kleinwüchsigen Seggen fühlen sich ebenfalls im Topf wohl. Kombinieren Sie sie mit Storchschnabel. So können Sie beispielsweise Carex oshimensis kultivieren, dessen lange Blätter an der Außenseite des Topfes kaskadenartig herabhängen! Freuen Sie sich auch an den leuchtenden Farben von Hakonechloa macra, insbesondere am goldfarbenen Blattwerk der Sorte ‘All Gold’.
→ Lesen Sie auch: 6 Ziergräser für den Topf.

Federborstengras, Husarenknopf ‚Aztekengold‘, Färberkamille ‚Butterfly‘; Fettblatt und Zweizahn (Foto: Biosphoto / Friedrich Strauss )
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Als Bodendecker
Da Ziergräser auch auf Rasenflächen oder Sportplätzen wachsen, kann man sich leicht vorstellen, dass sie als Bodendecker eingesetzt werden. Manche bleiben sehr niedrig und eignen sich gut dazu, große Flächen zu bedecken. Dazu gehören die Hainsimsen, die hervorragende Bodendecker bilden! Sie eignen sich für den Schatten und gedeihen auch unter Bäumen. Gestalten Sie mit Luzula sylvatica ‘Solar Flare’ einen bemerkenswerten goldgelben Teppich, der die dunkelsten Bereiche des Gartens zum Leuchten bringt. Auch Carex morrowii ist ein sehr guter Bodendecker. Wählen Sie beispielsweise die Sorte ‘Ice Dance’ mit grünem, weiß gerandetem Blattwerk. Sporobolus heterolepis bildet dagegen schöne, rundliche Horste mit sehr feinem, zartgrünem Blattwerk.

Von links nach rechts: Luzula sylvatica ‚Solar Flare‘ (Foto Guido), Carex morrowii ‚Ice Dance‘ und Carex morrowii ‚Irish Green‘
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Niedrige Sorten: im Vordergrund eines Beetes oder als Beeteinfassung
Um den Vordergrund eines Beetes zu gestalten oder eine Beeteinfassung anzulegen, wählen Sie die niedrigsten Ziergräser, die kleine, rundliche Horste bilden. Besonders empfehlen wir Ihnen Schwingel, insbesondere Festuca glauca mit blau-grauem Blattwerk. Weniger klassisch bildet Festuca gautieri wunderschöne, rundliche Polster in einem schönen Zartgrün. Mit seinen zahlreichen Sorten mit goldfarbenem Blattwerk bringt das Ziergras Hakonechloa macra viel Helligkeit. Es ermöglicht bemerkenswerte Farbkontraste. Deutlich dunkler ist Ophiopogon planiscapus ‘Nigrescens’, eine hervorragende Randpflanze, die sich perfekt eignet, um die Konturen eines helleren Beetes hervorzuheben. Die kleinwüchsigen Seggen eignen sich ebenfalls für diesen Zweck … Ebenso die Federgräser (wobei Sie natürlich Stipa gigantea vermeiden sollten!), die durch die Feinheit ihres Blattwerks unvergleichlich sind!

Festuca glauca ‚Elijah Blue‘ schmückt als Beeteinfassung den Fuß eines sehr schönen Exemplars von Phormium tenax ‚Variegatum‘ mit seinen blauen Blättern (Foto: GAP Photos / S & O)
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Um ein Beet aufzulockern
Ziergräser sind eine gute Lösung für etwas zu flache, niedrige Beete oder Beete mit grobem, großem Blattwerk (zum Beispiel ein Beet mit Purpurglöckchen oder Bergenien). Wählen Sie Ziergräser mit besonders feinem Blattwerk und gefiederten Blütenständen. Sie mildern auch die leuchtendsten Blütenfarben ab.
Mit ihrem außergewöhnlich feinen Blattwerk eignen sich die Federgräser perfekt, um Beete aufzulockern. Der Wind scheint mit ihnen zu spielen und lässt ihre Blütenstände und ihr Blattwerk wogen. Außerdem sind sie immergrün. Sie können das wunderschöne Stipa pennata mit silbrigen, seidigen Ähren wählen, die im Wind tanzen und das Sonnenlicht reflektieren. Oder das klassischere Stipa tenuifolia, Engelshaar, das in einem naturnahen Garten eine sehr schöne Wirkung erzielt. Das höhere Stipa gigantea besitzt eine außergewöhnliche, luftige Blüte, die von langen, aufrechten Stängeln getragen wird. Entdecken Sie auch Miscanthus sinensis ‘Gracilimus’ mit sehr feinem Blattwerk und seidigen Blütenständen. Freuen Sie sich schließlich an den länglichen, purpurfarbenen Ähren von Pennisetum setaceum oder den weißen, gefiederten Ähren von Pennisetum villosum.

Stipa tenuifolia, Kugel-Lauch, Garbe Terracotta, Garbe Beacon, Wiesen-Schafgarbe ‚Paprika‘ und Sonnenbraut ‚Moerheim Beauty‘ (Foto: GAP Photo – Rob Whitworth)
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