Wozu dient eine Grabegabel?
Bodenleben pflegen
Inhaltsverzeichnis
Eine Grabegabel oder Lüftungsgabel ist eine breitere Grabegabel mit zwei Holzgriffen, die Sie zu sich ziehen. Mit diesen Gartengeräten können Sie den Boden lockern und belüften, ohne sich zu verletzen. Das bekannteste Gerät dieser Art ist die Grelinette, die bei Permakultur-Gärtnern und umweltbewussten Landwirten sehr beliebt ist. Denn diese Geräte bieten unabhängig von ihrer Bezeichnung viele Vorteile: einfache Anwendung, effiziente Bodenvorbereitung vor der Aussaat oder Pflanzung sowie Schutz der verschiedenen Bodenschichten. Wäre eine Grabegabel für Ihren Gemüsegarten nützlich? Die Antwort lautet vermutlich „ja“. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Die Grelinette mit 4 Zinken (Foto: Girardin, Wikimedia Commons)
Was ist eine Grabegabel?
Die Grelinette ist als geschützte Marke nach ihrem Erfinder André Grelin benannt. Ähnliche Geräte heißen Grabegabel, Aerogabel, Biogrubber oder Ökogabel. Das Prinzip ist fast gleich: Manche eignen sich für schwere Böden, andere, etwa die „Campagnole“, haben Räder.
Eine Grabegabel ist eine Spatengabel mit drei bis fünf abgeschrägten, gebogenen und scharfen Stahlzinken sowie zwei seitlichen Holzgriffen.

Lesen Sie auch
Gartengeräte: die wichtigsten HelferWofür eine Grabegabel im Garten?
- Mit der Grabegabel bearbeiten Sie den Boden, ohne ihn zu wenden, und lockern ihn vor einer Aussaat oder Pflanzung. Das Gerät eignet sich ideal für den Gemüsegarten sowie zum Vorbereiten und Lockern von Beeten;
- Die Lüftgabel oder Biogabel dient auch dazu, Unkrautbüschel effektiv aus dem Boden zu heben, zum Beispiel Quecke;
- Schließlich eignet sich dieses Gerät zur Ernte bestimmter Wurzelgemüse: Möhren, Pastinaken, Kartoffeln und Topinambur lassen sich erstaunlich schnell aus der Erde holen.

Die Grabegabel stört das Bodenleben nicht
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Grabegabel richtig verwenden?
Eine Grabegabel ist ein relativ einfaches und intuitives Werkzeug. Dennoch braucht es etwas Übung im Umgang damit.
- Stechen Sie die Zinken vor sich senkrecht in den Boden, indem Sie mit dem Fuß auf die Querstrebe drücken;
- Sobald die Zinken im Boden stecken, ziehen Sie die beiden Holzgriffe bis hinter den Körper zu sich heran. So wird der Boden über die gesamte Werkzeugbreite angehoben;
- Machen Sie einen Schritt zurück und schwenken Sie die Grabegabel von rechts nach links, um die Erdschollen zu zerkleinern;
- Schieben Sie das Werkzeug anschließend nach hinten, um die Zinken aus dem Boden zu ziehen, und wiederholen Sie den Vorgang.
Lesen Sie auch
8 unverzichtbare Gartengeräte fürs GemüsebeetWarum eine Grabegabel verwenden?
Diese Werkzeuge bieten gegenüber herkömmlichem Umgraben oder dem Einsatz einer Motorhacke viele Vorteile.
- Die Grabegabel lockert den Boden, ohne die verschiedenen Bodenschichten zu vermischen, und schont das Bodenleben. Damit eignet sie sich ideal für den ökologischen Landbau und naturnahes Gärtnern;
- Die Aerogabel belüftet den Boden in der Tiefe (bis zur Zinkenlänge) und versorgt so die Mikroorganismen in den unteren Bodenschichten mit Sauerstoff;
- Dieses Werkzeug beansprucht die Arme statt den unteren Rücken und verringert dadurch Ermüdung und Verletzungsrisiko deutlich. Bei der Arbeit mit einer Grabegabel bewegen sich die Arme vor und zurück, während der Rücken gerade bleibt.
Grabegabel auswählen?
Wie bei jedem Gartengerät sollten Sie auf Qualität achten. Der „Kopf“ mit den Zinken muss aus Stahl bestehen, die Stiele aus Holz (meist Esche) oder seltener ebenfalls aus Stahl.
Die Anzahl der Zinken ist wichtig: 3, 4 oder 5. Je weniger Zinken, desto leichter lässt sich das Gerät auf schweren Böden verwenden (die Grabegabel ist dann auch leichter), allerdings ist die Arbeitsbreite geringer. Welche Zinkenanzahl Sie tatsächlich benötigen, hängt von Ihrem Boden und dem geplanten Einsatz ab. Denken Sie daran: Bei leichter Erde können Sie eine Grabegabel mit 5 Zinken wählen, während Sie bei kompakterem Boden ein Gerät mit 3 Zinken verwenden sollten.
Ist Ihr Garten klein, sollten Sie eine schmalere Grabegabel mit weniger Zinken wählen. Für kräftige, ausgewachsene Gärtner kommt eine Grabegabel mit 5 Zinken infrage; ansonsten sollten Sie ein kleineres Gerät wählen.
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Grabegabeln haben 3 bis 5 Zinken
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