Wichtige Gartengeräte und ihre Funktionen
Richtig auswählen und verwenden
Inhaltsverzeichnis
Gute Gartenarbeit beginnt mit dem passenden Gartenwerkzeug: stabil und funktional. Welches Werkzeug brauchen Sie wofür? Tipps zu Auswahl und Gebrauch.
Spaten, Spatengabel, Grabspaten und Grelinette
Der Spaten
Ein Spaten besteht aus einem flachen Blatt, das oben breit genug ist, um den Fuß aufzusetzen und das Eindringen des Blatts in den Boden zu erleichtern. Dieses Blatt ist an einem Stiel befestigt, der meist aus Eschenholz besteht und für eine einfachere Handhabung in einem „T“ endet (einige ältere Modelle haben noch einen einfachen Stiel). Spaten werden verwendet, um Pflanzlöcher auszuheben, Beetränder neu anzulegen, Wurzeln zu durchtrennen, Gemüse auszugraben oder zu versetzende Pflanzen herauszunehmen … vor allem aber, um den Boden durch das Vermischen der Erdschichten vorzubereiten: Beim Umgraben wird die Erde gelockert und gewendet. Dabei kann auch Dünger in den Boden eingearbeitet werden.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Stiel zu Ihrer Körpergröße passt: Er sollte nur knapp über die Hüfthöhe hinausreichen. Ein hochwertiges Blatt sollte aus Stahl bestehen und oben eine flache Trittfläche haben, auf die Sie den Fuß setzen können, ohne die Schuhe zu beschädigen. Der Stiel muss stabil und „flexibel“ sein, also Verwindungen und Hebelkräfte aushalten. Das beste Holz für diesen Zweck ist nach wie vor Eschenholz, inzwischen gibt es jedoch auch moderne Verbundwerkstoffe. Schließlich ist auch das Gewicht wichtig: Kaufen Sie kein Werkzeug, das Sie kaum anheben können. Umgekehrt dringt ein zu leichtes Werkzeug nur schwer in schweren Boden ein.
Die Grabegabel
Bei diesem Werkzeug wird das flache Blatt durch drei, vier oder selten fünf gerade Stahlzinken ersetzt. Mit der Grabegabel lässt sich der Boden ebenfalls lockern, ohne die Erdschichten zu wenden oder Regenwürmer zu zerteilen, die für das Bodenleben unerlässlich sind. Die Grabegabel wird auch verwendet, um bestimmte Pflanzen aus dem Boden zu holen und zu versetzen sowie große Staudenhorste zu teilen. Sie ist besonders für schwere, klebrige Böden geeignet, etwa Lehmböden, aber auch für stark steinige Böden. Üblicherweise wählt man die Grabegabel (in der Schweiz auch „Triandine“ genannt) mit einem etwas längeren Stiel als bei einem herkömmlichen Spaten. Auch hier sollte das „Blatt“ aus Stahl bestehen und der Stiel aus Eschenholz oder einem Verbundwerkstoff gefertigt sein.

Spaten und Grabegabel
Der Grabspaten
Der Grabspaten ähnelt einem einfachen Spaten, sein Blatt ist jedoch länger, meist dünner, schärfer und deutlich schmaler. Ursprünglich wurde er zum Ausheben von Gräben oder zum Torfstechen verwendet. In schweren Böden ist dieses Werkzeug besonders effektiv, da es leichter eindringt. Der Grabspaten wird auch als „Baumschulspaten“ bezeichnet, denn mit ihm lassen sich Bäume und Sträucher leichter versetzen: Er dringt tiefer in die Erde ein und kann so unter die Wurzeln gelangen. Der Grabspaten ist wie ein Spaten gefertigt, besitzt jedoch eine „Feder“, die den Stiel umschließt, ihn versteift und vor Erde schützt. Das Blatt des Grabspatens ist oft poliert, damit fetter Boden nicht daran haften bleibt.
→ Lesen Sie auch Oliviers Ratgeber: „Wozu dient ein Grabspaten?“
Die Grelinette
Die Grelinette ähnelt mehr oder weniger einer besonders breiten Grabegabel. Dieses Werkzeug besteht aus einem langen Blatt mit mehreren gebogenen und scharfen Zinken sowie zwei seitlichen Holzgriffen zur Handhabung. Wie ihre kleine Schwester, die Grabegabel, lockert und belüftet die Grelinette den Boden, ohne ihn zu wenden. Leider ist ihr Einsatz auf eher leichte, steinfreie Böden beschränkt. Dieses Werkzeug hat jedoch einen weiteren Vorteil: Es ermöglicht rückenschonendes Arbeiten. Dazu werden die Zinken einfach in den Boden gedrückt und die Griffe anschließend zum Körper gezogen, wodurch der Rücken des Gärtners geschont wird.

Grabspaten und Grelinette
→ Entdecken Sie unser Sortiment an Spaten, Grabspaten und Grabegabeln sowie Oliviers Tipps im Video, wie Sie Ihre Gartengeräte richtig auswählen.
Lesen Sie auch
Gartengeräte reinigen, pflegen und schützenDie Grabegabel
Die Gabel besteht aus einem Stiel und langen, dünnen, spitzen Zinken. Sie hebt und bewegt Heu, Laub, Zweige, Kompost und Mist. Beste Gabeln haben einen leicht gebogenen Stiel und sehr spitze Zinken.

Gabel
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Die Schaufel
Mit einer Schaufel lässt sich Material bewegen, das sich mit einer Gabel nicht transportieren lässt: Sand, Laub, Kies … aber auch Kompost, Erde, Mist … Dieses Werkzeug besteht aus einem flachen, mehr oder weniger runden und mehr oder weniger tiefen Schaufelblatt. Es gibt verschiedene Schaufeltypen: Die Schaufel mit „rundem Blatt“ dringt leichter in das zu schaufelnde Material ein, die Schaufel mit „flachem Blatt“ eignet sich zum Abziehen ebener Flächen und die Schaufel mit „tiefem Blatt“ ermöglicht den Transport größerer Materialmengen, ohne sie überall zu verstreuen. Beachten Sie außerdem: Lange Stiele entlasten den Rücken des Benutzers, während ein kürzerer Stiel beim Bewegen der Last mehr Stabilität bietet.

Schaufeln
Hacke und Unkrautstecher
Die Hacke
Eine Hacke besteht aus einem langen Stiel und einem Stahlblatt, das in einem spitzen Winkel zum Stiel steht. Sie dient zum Hacken, also zum Aufbrechen der obersten Erdschicht. Dadurch werden der Gasaustausch und der Wasserfluss zu den Wurzeln der Pflanzen erleichtert. Nicht umsonst heißt es: „Einmal Hacken ersetzt zweimal Gießen.“ Denn Hacken verringert den Bewässerungsbedarf. Außerdem erwärmt es die Erde rund um die Pflanzen. Das beschleunigt die Mineralisierung organischer Substanz und setzt Stickstoff für die Pflanzen frei.
Tatsächlich lässt sich eine Hacke auch zum Unkrautjäten verwenden, wenn Sie damit knapp unter der Erdoberfläche arbeiten und „Unkräuter“ entfernen. Für diese Tätigkeit ist jedoch ein echtes Jätewerkzeug besser geeignet.
Der Jäter
Ein Jäter dient dazu, Unkräuter zwischen Gemüse im Nutzgarten oder Gartenpflanzen bodennah abzuschneiden, ohne die Erde zu wenden. Er besteht aus einem langen Stiel mit einem Stahlkopf in Form eines dreieckigen Blatts oder mit drei Metallkrallen.

Hacke und Jäter
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→ Entdecken Sie die Japanische Hacke, ein vielseitiges Werkzeug zum Unkrautjäten, Schaben und Auflockern der Erde. Ölbaum stellt sie im Video vor!
Rechen
„Rechen“ ist eine Bezeichnung für verschiedene Gartengeräte. Es gibt unterschiedliche Rechenarten, die jeweils für bestimmte Arbeiten geeignet sind. Einige dienen zum Einebnen von Erde oder Kies, andere werden eher zum Aufräumen verwendet, etwa zum Zusammenrechen von Schnittgut oder Laub.
Der klassische Rechen
Dieser Rechentyp eignet sich beispielsweise zum Einebnen einer Bodenfläche vor der Aussaat. Ein klassischer Rechen besteht aus einem langen Holzstiel und einem 30 bis 60 Zentimeter breiten Stahlkopf (für präzise Arbeiten manchmal schmaler, für große Flächen auch breiter) mit zahlreichen geraden Zinken. Damit lässt sich der Boden einebnen und zugleich auflockern.
Der Kiesrechen
Er ähnelt dem klassischen Rechen, hat aber stärker gebogene Zinken, die sich besser zum Bewegen von Kies eignen.

Klassischer Rechen und Kiesrechen
Der Laubrechen
Dieser Rechen wird auch als „Fächerrechen“ bezeichnet, da sein Kopf aus mehreren langen, schmalen und flexiblen Lamellen besteht. Mit diesem Gerät lassen sich Laub zusammenrechen und trockenes Gras aufnehmen, das sich auf dem Rasen ansammeln kann.
Der Vertikutierrechen
Er ähnelt dem vorherigen Rechen, ist jedoch mit Klingen ausgestattet. Diese belüften den Rasen, indem sie Moos entfernen – daher die Bezeichnung „Vertikutierrechen“.

Laubrechen und Vertikutierrechen
Der Blumenrechen
Dieser kleine Handrechen dient zum Reinigen von Blumentöpfen oder zum Entwirren der Wurzeln kurz vor dem Umtopfen beziehungsweise beim Herausnehmen Ihrer neuen Pflanzen. So lässt sich ein möglicher Wurzelballen entfernen.

Blumenrechen
Kralle oder Haken
Man nennt sie „Kralle“ oder „Haken“, da sie früher als „Dungrechen“ diente. Heute hat dieses Gartengerät jedoch viele weitere Einsatzmöglichkeiten. Mit einer Gartenkralle lässt sich der Boden nach dem Umgraben belüften, auflockern und leichter machen. Ein einfacher „Krallenzug“ hilft, die größten Erdklumpen zu zerkleinern und den Boden vor dem Säen oder Pflanzen grob zu ebnen. Die Kralle oder der Haken besteht aus einem langen Holzstiel mit einem gabelförmigen Kopf aus drei oder vier vollständig gebogenen Zinken. Die besten Haken haben einen Kopf aus geschmiedetem Stahl.

Gartenkralle und Haken
Handhacken
Serfouette: Gartenhacke mit zwei Werkzeugen – zum Jäten, Lockern, Furchen ziehen und Lüften. Als Hand- oder Langstielgerät erhältlich. Gartenwerkzeug
Die Hacke
Die Hacke ist ein unverzichtbares Gartengerät: zum Lockern, Zerkleinern und Jäten, Häufeln sowie Ziehen von Furchen, Gräben und Pflanzlöchern. Hacke
Die Spitzhacke
Eines der ältesten Werkzeuge der Menschheitsgeschichte ist bei Erdarbeiten und zur Bodenvorbereitung in schweren oder steinigen Böden äußerst nützlich. Die Picke besteht aus einem Stahlkopf, der mithilfe eines Auges an einem Hartholzstiel befestigt ist. Der Stahlkopf besitzt an einer Seite eine Spitze zum Aufbrechen harter Materialien und an der anderen eine kleine Klinge mit rechteckigem Querschnitt. Diese Zunge läuft in einer Schneide aus und lässt sich in gelockertem Boden wie eine kleine Hacke verwenden.

Picke
Setzhölzer und Pflanzkellen
Die Pflanzkelle
Die Pflanzkelle ist eine Art sehr kleiner Spaten mit kurzem Stiel. Man verwendet eine Pflanzkelle, um die Erdkruste an der Oberfläche zu lösen, Pflanzlöcher auszuheben, Substrate oder Bodenverbesserer zu mischen, die Erde für das Einsetzen von Zwiebeln oder Samen zu öffnen oder kleine Pflanzen umzusetzen (daher ihr Name), indem man unter deren Wurzeln fährt. Wählen Sie Ihre Pflanzkelle nicht unbedacht: Sie muss stabil sein (vermeiden Sie Kunststoff), dank eines ergonomischen Stiels gut in der Hand liegen und möglichst mit einem rutschfesten Griff ausgestattet sein. Modelle mit „schmalem Blatt“ eignen sich besser für Pflanzungen in Töpfen und in lehmigen Böden.

Pflanzkelle
Spezielle Setzhölzer
Es gibt einfache Setzhölzer, also kegelförmige Stäbe aus Hartholz, Stahl oder Verbundwerkstoffen. Mit ihnen lassen sich mehr oder weniger breite Löcher in den Boden bohren, um kleine Pflanzen, Gemüsepflanzen, große Samen oder Zwiebeln zu setzen.
Zwiebelpflanzer sind aufwendiger gearbeitet. Sie bestehen aus einem Metallzylinder mit Griff. Man drückt das Werkzeug in die Erde, um ein Loch in der passenden Tiefe auszuheben (diese Werkzeuge sind oft mit einer Skala versehen). Sobald das Loch fertig ist, gibt man eine oder mehrere Zwiebeln (oder Kartoffeln) hinein und drückt auf den Griff. Dadurch öffnet sich der Zwiebelpflanzer und die ausgehobene Erde fällt heraus. Inzwischen gibt es solche Pflanzer auch mit langem Stiel, sodass Sie sich nicht bücken müssen.
Kombinierte Pflanzhölzer ähneln einfachen Setzhölzern, sind jedoch innen hohl, sodass sich Samen oder Zwiebeln direkt in das Loch geben lassen. In lehmigen Böden sind sie effektiver als Zwiebelpflanzer.

Setzholz, Zwiebelpflanzer und Kombi-Pflanzholz
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Unkrautmesser
Dieses Werkzeug trägt den Namen Messer zwar nur zu Recht, ist aber dennoch sehr nützlich zum … Unkrautjäten. Das Unkrautmesser besteht in Wirklichkeit aus einer etwa 15 cm langen „Klinge“, die an einem ebenso langen, stabilen Griff befestigt ist. Dazu wird das Messer direkt am Ansatz des „Unkrauts“ in die Erde gestochen, insbesondere bei Pflanzen mit einer Pfahlwurzel wie beispielsweise der Kuhblume. Anschließend hebeln Sie die Pflanze heraus – und schon kommt die Wurzel aus der Erde. Der einzige Nachteil: Dieses Werkzeug kann nur gelegentlich im Rasen oder im Gemüsegarten eingesetzt werden, sonst verbringen Sie bald Ihre gesamte Zeit damit! Wählen Sie Ihr Unkrautmesser sorgfältig aus: Es muss stabil sein und aus Materialien bestehen, die hohem Druck standhalten. Eine mindestens 2 mm dicke Stahlklinge ist ideal.

Unkrautmesser
Das Gartenmesser
Diesmal ein richtiges Messer! Zum Ernten von Gemüse, Blumen und Pilzen, zum Unkrautjäten … aber auch zum Öffnen von Paketen, Durchtrennen von Schnüren … Kurz: Bleibt Ihre Gartenschere während der gesamten Gartenarbeit in der linken Tasche, steckt das Gartenmesser in der rechten und ist für alle Fälle zur Hand. Wählen Sie ein möglichst robustes Modell mit einer scharfen, spitzen Klinge aus rostfreiem Stahl. Es sollte außerdem pflegeleicht sein (Schärfen und Reinigen) und Schmutz, Kälte, Feuchtigkeit und mehr standhalten. Achten Sie auf Qualität, wählen Sie aber kein zu teures Modell. Es ist schließlich nur ein einfaches Gartenmesser und eher ein Werkzeug als eine Zierklinge …

Gartenmesser
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