Gartengeräte: die wichtigsten Helfer

Gartengeräte: die wichtigsten Helfer

Für einen guten Start

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Olivier 7 min.

Wer mit dem Gärtnern beginnt, verliert sich schnell in der Vielzahl an Werkzeugen im Gartencenter: Was ist wirklich nötig? Unsere Liste zeigt Ihnen zehn wirklich unverzichtbare Gartenwerkzeuge.

Schwierigkeit

Spaten, Grabegabel, Grabspaten: zum Graben und mehr

Kleine Löcher, kleine Löcher …“ Das wichtigste Gartenwerkzeug zuerst: der Spaten zum Ausheben von Pflanzlöchern sowie zum Mischen und Lockern der Bodenschichten. Er dient auch dazu, Beetränder oder die Ränder des Gemüsegartens abzustechen. Ein Spaten besteht meist aus einem Holzstiel und einem flachen Blatt. Es gibt ihn in vielen Größen und Gewichtsklassen, passend für jeden Stil und Körperbau. Wählen Sie einfach das Modell, das am besten zu Ihnen passt!

Zwei interessante Varianten des klassischen Spatens sind Grabegabel und Grabspaten.

Die Grabegabel oder Spatengabel ist ein Werkzeug, dessen Blatt nicht flach, sondern mit vier geraden Zinken ausgestattet ist: Sie lockert den Boden, ohne die Schichten zu wenden, und teilt Stauden. Auch für schwere, steinige Böden ist sie eine gute Wahl.

Der Grabspaten ist eine Art Spaten mit schmalerem, längerem Blatt. Er lässt sich in sehr schweren, lehmigen Böden leichter einsetzen als ein Spaten. Mit dem Grabspaten können Sie außerdem Sträucher versetzen.

Gartenwerkzeuge

Von links nach rechts: Spaten, Grabspaten und Grabegabel

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Die Pflanzkelle

Die Pflanzkelle ist ein Gartenwerkzeug, das wie eine ungewöhnliche Mischung aus Maurerkelle und Minischaufel wirkt.

Mit diesem kleinen Handwerkzeug lässt sich die Erdkruste aufbrechen, Substrat oder Dünger mischen und vor allem kleine Pflanzlöcher ausheben. Seinen Namen verdankt es der Tatsache, dass sich mit diesem kleinen Werkzeug auch kleine Pflanzen von einem Ort an einen anderen „umpflanzen“ lassen. Es gibt sie in allen Größen und Preisklassen.

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Pflanzkelle

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Hacke: das vielseitige Gartengerät schlechthin

Die Gartenhacke ist ein vielseitiges und unverzichtbares Gartengerät. Es gibt verschiedene Modelle: mit Hackblatt, Spitze, Kralle oder Haken. Sie ist auch mit langem, mittellangem oder meist sehr kurzem Stiel erhältlich und wird dann als Handgerät verwendet.

Je nach Modell besteht die Gartenhacke aus zwei verschiedenen Eisen: Hackblatt und Zunge, Hackblatt und Spitze, Hackblatt und Kralle … Hier erfahren Sie, wofür die einzelnen Teile dienen:

Das Hackblatt ist eine etwa 80 mm lange, flache Klinge. Es dient zum Hacken von Unkraut, zum Graben kleiner Pflanzlöcher und zum Lockern des Bodens.

Die Zunge oder Spitze dient vor allem zum Ziehen von Furchen für die Aussaat oder zum oberflächlichen Auflockern des Bodens.

Die Zinken in Form einer Kralle oder eines Hakens dienen zum Belüften der Erde rund um die Pflanzen. Ich persönlich halte die Kombination aus Hackblatt und Krallen für die beste. Bei einem Winkel von 45° kann das Hackblatt die Zunge zum Ziehen von Furchen ersetzen.

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Gartenhacken

Hacke und Spitzhacke: robuste Werkzeuge

Die Hacke ist unter Gärtnern überraschend wenig bekannt und wird im Gartenhandel zunehmend selten. Dabei wird sie weltweit sehr häufig verwendet. Dieses vielseitige Werkzeug besteht aus einer Stahlschneide an einem Holzstiel. Die Schneiden gibt es in verschiedenen Größen: Eine breite Schneide eignet sich besser für leichte Erde, eine schmale für schwere oder schwer zu bearbeitende Böden. Einige sehr seltene Varianten sind mit Zinken ausgestattet.

Die Hacke eignet sich ideal zum Auflockern und Zerkrümeln der Erde, Aufbrechen der Bodenkruste, Anhäufeln von Kartoffeln, Jäten, Hacken sowie zum Ausheben von Gräben und Pflanzlöchern.

Die Spitzhacke hat mit der Hacke nicht viel gemeinsam. In Handhabung und Aufbau ähnelt sie ihr jedoch. Die Spitzhacke ist unverzichtbar, um extrem harten, steinigen Boden aufzulockern und auszuheben.

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Hacke

Hacke: weniger gießen

Eine Hacke ist ein Werkzeug zum Hacken. Gewiss, aber was bedeutet das eigentlich? Das Verb „hacken“ geht auf das lateinische Wort „binare“ zurück und bedeutet „zweimal bearbeiten“. Mit der Hacke lockert man die Erde daher ein zweites Mal, nachdem sie mit dem Spaten oder der Grabegabel bearbeitet wurde. Man hackt jedoch während der gesamten Saison, um die Erde zwischen den Kulturen zu belüften. Nach dem alten Sprichwort „Einmal hacken spart zweimal gießen“ sorgt das Hacken dafür, dass Wasser den Pflanzen leichter zur Verfügung steht, sodass weniger gegossen werden muss. Die Hacke dient auch zum Jäten, also dazu, „Unkraut“ zwischen den Pflanzen oberflächlich zu entfernen.

Eine Hacke besteht aus einem Metallblatt und einem Holzstiel; beide bilden einen mehr oder weniger spitzen Winkel.

Gartengerät

Hacke

Krallen oder Kultivator: Boden vorbereiten

Die Kralle oder der Kultivator (auch „Vier-Zinken“ genannt) ist ein Werkzeug, das einer Grabegabel ähnelt, deren Zinken so gebogen wurden, dass sie mit dem Stiel einen Winkel von 90° bilden. Dadurch ähnelt das Werkzeug einer Tierpfote, was seinen gebräuchlichen Namen „Kralle“ erklärt.

Die Kralle dient zum Auflockern des Bodens, zum Aufbrechen der oberflächlichen Kruste und großer Erdklumpen, aber auch zum Zusammenharken kleiner Steine, Grasbüschel und ausgerissenen „Unkrauts“. Dieses Werkzeug eignet sich hervorragend, um die Erde nach dem Umgraben und Hacken zu verfeinern – und zwar unmittelbar vor einem möglichen Einsatz der Harke.

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Gartenkralle und Kultivator

Rechen: der letzte Schliff

Rechen ist nicht gleich Rechen – der Begriff bezeichnet verschiedene Gartengeräte. Es gibt Rechen zum Verfeinern der Erde, zum Zusammenrechen von Laub, zum Belüften und Entmoosen des Rasens sowie Kiesrechen. Wir gehen hier nur auf zwei Rechentypen ein.

Rechen zum Verfeinern der Erde vor der Aussaat bestehen aus einer Querstrebe mit rechtwinklig angeordneten Metallzinken, die meist an einem Holzstiel befestigt ist. Mit diesem Gerät lässt sich eine sehr feine Erdstruktur schaffen – das ideale Substrat für die Keimung feiner Samen.

Rechen zum Zusammenrechen von Gras oder Herbstlaub bestehen dagegen aus flexiblen, fächerförmig angeordneten Zinken, die an einem langen Stiel befestigt sind. Diese Rechen sind im Herbst sehr nützlich oder sorgen nach dem Mähen für einen gepflegten Rasen.

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Verschiedene Rechen

Schaufel: zum Auffüllen und Umsetzen

Die Schaufel ist ein äußerst nützliches Werkzeug zum Bewegen lockerer Materialien: Sand, Blumenerde, Kompost und sogar frisch ausgehobene Erde. Sie besteht aus einem mehr oder weniger an den Rändern aufgebogenen flachen Metallblatt oder einem Blatt aus anderem Material, das an einem langen Stiel befestigt ist. Doch Schaufel ist nicht gleich Schaufel; je nach Verwendungszweck werden unterschiedliche Formen unterschieden.

Die sogenannten Schaufeln mit „Rundkopf“ oder „Erdschaufeln“ sind dafür ausgelegt, tief in die Erde oder einen Haufen des zu schaufelnden Materials einzudringen.

Schaufeln mit „Vierkantkopf“ bleiben dagegen eher an der Oberfläche, da sie speziell zum Abschaben von Flächen entwickelt wurden. Sie sind breiter als die zuvor genannten Modelle und können daher größere Mengen aufnehmen, sind dadurch aber auch schwerer und schwieriger zu handhaben.

Schließlich besitzen Schaufeln mit „Hohlkopf“ einen erhöhten Rand, der dafür sorgt, dass verschiedenste Materialien sicher auf der Schaufel bleiben – auch loses Material wie Kies.

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Schaufeln

Unkrautmesser: klein, aber stark

Dieses Werkzeug ist, wie der Name schon sagt, eine Art Messer mit langer Klinge, das zum Unkrautjäten im Garten verwendet wird. Die Handhabung ist einfach: Stechen Sie das Messer an der Basis des zu entfernenden „Unkrauts“ in die Erde. Mit einer Bewegung aus dem Handgelenk können Sie die Pflanze direkt an der Wurzel herausheben. Und schon ist es geschafft! Dieses Werkzeug eignet sich besonders gut für Unkräuter mit Pfahlwurzel, etwa Kuhblumen. Der einzige Nachteil: Es lässt sich nur punktuell im Gemüsebeet oder im Rasen einsetzen, sonst verbringt man leicht sein ganzes Leben damit …

Da Sie beim Einsatz des Unkrautmessers Kraft aufwenden und es als Hebel benutzen müssen, sollte es besonders stabil sein. Empfehlenswert ist ein etwa 15 cm langer Griff mit einer „Klinge“ aus dickem Stahl, mindestens 2 mm stark und 12 bis 15 cm lang. Die Spitze muss gut geschärft sein, damit sie möglichst leicht in jeden Boden eindringt.

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Unkrautmesser

Gartenschere: für jede Tasche

Wenn es ein Werkzeug gibt, das jeder Gärtner in der Tasche trägt, dann ist es die Gartenschere! Sie ist das ideale Schneidwerkzeug, um alle überstehenden oder den Weg versperrenden Zweige, Äste, Triebe und Stängel zu schneiden – oder schlimmer noch: solche, die die Harmonie des Gartens stören.

Es gibt zwei Hauptarten: die Gartenschere mit „Bypass-Klingen“ und die Amboss-Gartenschere.

Eine Bypass-Gartenschere besitzt eine auf einer Seite geschärfte Klinge, die an einer Gegenklinge entlanggleitet. Der Schnitt wird dadurch sauber und präzise. Die Bypass-Gartenschere eignet sich für Arbeiten an lebendem Holz, etwa für den Rückschnitt von Rosen, Sträuchern und Obstgehölzen.

Die Amboss-Gartenschere besitzt dagegen eine beidseitig geschärfte Klinge, die auf eine vollständig abgeflachte Gegenklinge trifft: den Amboss. Mit diesem Scherentyp lassen sich dickere Zweige schneiden, er sollte jedoch wirklich nur für Totholz verwendet werden. Denn die Amboss-Gartenschere quetscht einen Teil des Zweigs, was später zu Problemen für die Pflanze führen kann.

Außerdem können Sie zwischen Gartenscheren mit Federmechanismus und solchen mit Ratschenmechanismus wählen. Letztere ermüden auf Dauer stärker als erstere, da für einen einzigen Schnitt mehrere Druckbewegungen erforderlich sind. Eine kleine Revolution in der Welt der Gartenscheren sind Modelle mit drehbarem Griff, der Gelenkbeschwerden und Blasen vorbeugt. Anfangs etwas ungewohnt, erweisen sie sich bei längerem Gebrauch tatsächlich als angenehmer.

Gartenscheren gibt es in vielen Größen. Wählen Sie Ihr Modell daher sorgfältig aus, damit es zur Form Ihrer Hand passt – insbesondere, wenn Sie Rechts- oder Linkshänder sind.

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