Hühner halten: 10 häufige Fehler

Hühner halten: 10 häufige Fehler

10 Tipps: Legehennen gut aufnehmen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Pascale 12 min.

Hühner im Garten? Warum nicht! Gemeinden empfehlen sie zur Müllvermeidung. Doch Haltung bedeutet Pflege, Hygieneaufwand und Kosten. Diese Fehler vermeiden.

Schwierigkeit

Nachbarn und Gesetz nicht beachten

Informieren Sie Nachbarn über Hühner im Garten. Vor dem Stallbau Gemeinde- und Bebauungsregeln prüfen: Es können Verbote oder Auflagen gelten.

Die falsche Hühnerwahl treffen

Der erste Grund für die Hühnerhaltung ist natürlich der Wunsch, frische Eier zu essen und zugleich Ihre organischen Küchenabfälle zu reduzieren. Dennoch ist ein Huhn keine Mülltonne!

Wenn Sie Legehennen wählen möchten, die für ihre hohe Legeleistung bekannt sind, entscheiden Sie sich für Rassen wie das Rotleger- oder Bauernhuhn, Sussex, Harco, Vorwerk, Gournay, Rennes-Kuckuck und Marans (mit schokoladenbraunen Eiern). Vergessen Sie auch die regionalen Hühnerrassen nicht. Sie sind an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst, etwa das Nackthals-Huhn aus Forez, die Gatinaise oder die Géline de Touraine.

Hühner

Rotleger- oder Bauernhuhn, Sussex, Harco, Vorwerk, Gournay, Rennes-Kuckuck und Marans sind ausgezeichnete Legehennen.

Wenn Sie Ihre Hühner brüten lassen und Küken aufnehmen möchten, brauchen Sie zunächst einen Hahn. Wählen Sie anschließend Hühnerrassen, die als gute Brüterinnen bekannt sind, etwa Sussex, Wyandotte oder Orpington. Wenn Ihnen das Aussehen besonders wichtig ist, entscheiden Sie sich für das Seidenhuhn (übrigens eine ausgezeichnete Mutter) oder das Padua-Huhn. Oder für das Araucana wegen seiner grünen Eier!

Einen zu kleinen Hühnerstall planen

Hühnerstall: Größe, Ausstattung und Material für Komfort, Sicherheit, einfache Reinigung und gesunde Hühnerhaltung.

Ihnen ein zu kleines Außengehege bieten

Auch dies ist ein häufiger Fehler, den Hühnerhalter-Anfänger machen. Ein Huhn muss sich die Beine vertreten und scharren. Es braucht daher ein Gehege oder eine begrünte Auslauffläche, in dem es sich frei bewegen, im Boden nach Insekten suchen und sich ausruhen kann. Rechnen Sie mit 5 bis 10 m² pro Huhn, damit es seinen Bedürfnissen gerecht wird.

Das Gehege muss vollständig gesichert sein. Darin können Sie einen Unterstand zum Schutz vor Regen und Sonne mit einer Sitzstange aufstellen. Eine Staub-, Sand- oder Aschewanne kann ebenfalls eingerichtet werden, damit die Hühner darin „baden“ und sich von Ungeziefer und Parasiten im Gefieder befreien können.

Hühner

Das Hühnergehege muss groß genug und vollständig gesichert sein

Sperren Sie von Zeit zu Zeit einen Teil des Geheges ab, damit das Gras nachwachsen kann. Denn dort, wo Hühner laufen, hat kein Grashalm lange Bestand!

Vergessen Sie nicht, im Gehege einen geschützten Bereich für Futter- und Trinkgefäße einzurichten.

Die Bedeutung der Hygiene nicht erkennen

Hühnerhaltung beschränkt sich nicht auf das Einsammeln der Eier. Auch die Pflege der Hühner und die Hygiene im Stall sind wichtig. Ein sauberer Hühnerstall fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit Ihrer Hühner. In verschmutzten, schlecht gepflegten Ställen vermehren sich oft Parasiten, die für Hühner tödlich sein können.

Entfernen Sie den Kot mindestens alle 2 bis 3 Tage, am besten täglich. Schütteln Sie dabei die Streu auf. Einmal pro Woche wird die verschmutzte Streu entfernt und durch saubere ersetzt, der etwas Kieselgur beigemischt werden kann. Reinigen Sie bei dieser Gelegenheit Futter- und Trinkgefäße sowie die Sitzstange mit flüssiger schwarzer Seife, Weißweinessig oder Natron.

Ein- bis zweimal jährlich wird der Hühnerstall vom Boden bis zur Decke ausgelaugt.

Erfahren Sie, wie Sie Hühnermist im Garten als Dünger nutzen

Potenzielle Fressfeinde übersehen

Ein Angriff durch Fuchs oder Marder, die wichtigsten Fressfeinde von Hühnern, oder sogar durch einen Greifvogel kann jeden treffen. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Fressfeinde gibt es überall. Deshalb ist es besonders wichtig, für die Sicherheit Ihrer Hühner zu sorgen – vor allem nachts, wenn Angriffe besonders wahrscheinlich sind.

Ihre Hühner draußen schlafen zu lassen, kommt nicht infrage – selbst in einer schönen sternförmigen Sommernacht! Jeden Abend gehen Ihre Hühner ganz natürlich in den Hühnerstall, wo Sie sie bis zum nächsten Morgen einschließen müssen. Das ist zwar umständlich, aber für die Sicherheit Ihrer Hühner unerlässlich. Wenn Sie gerne lange schlafen oder nachts unterwegs sind, ist eine automatische Tür die beste Lösung. Sie schließt und öffnet sich zu den von Ihnen programmierten Zeiten.

Kontrollieren Sie Ihren Hühnerstall außerdem regelmäßig: Schon ein noch so kleines Loch kann einem Marder den Weg hinein öffnen.

Auch das Gehege muss absolut sicher sein. Um das Eindringen eines Fuchses zu verhindern, müssen Sie den Maschendraht mindestens 30 cm tief eingraben oder Bretter senkrecht beziehungsweise waagerecht anbringen. Gegen Greifvögel empfiehlt sich außerdem ein Netz oder ein Hühnergehege.

Huhn

Der Fuchs ist der wichtigste Fressfeind des Huhns

Hier finden Sie alle meine ausführlichen Tipps zum Schutz Ihrer Hühner vor Fressfeinden.

Hühner nicht abwechslungsreich genug füttern

Eine Henne ernährt sich nicht nur von Tischabfällen oder Schalen. Damit sie gut legt und gesund bleibt, braucht sie eine abwechslungsreiche, ausgewogene und vitamin-, mineralstoff- sowie spurenelementreiche Ernährung. Genau wie wir!

Zur Erinnerung: Hühner sind Allesfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen daher pflanzliche Lebensmittel wie Samen, Gras und Getreide, aber auch tierische Proteinquellen wie Insekten, Schnecken oder Regenwürmer.

Getreide ist in Gartencentern oder Fachgeschäften erhältlich – noch besser beim Bauern in Ihrer Nähe. Bevorzugen Sie Getreidemischungen mit Weizen, Gerste, Mais, Sojabohne, Raps, Leinsamen und manchmal auch zerkleinerten Erbsen.

→ Lesen Sie auch: Welches Futter für Legehennen?

Hühnerfütterung

Hühner sollten eine Getreidemischung zur Verfügung haben

Um ihren Appetit zu stillen oder ein an Regenwürmern armes Gehege auszugleichen, können Sie ihnen gerne getrocknete Insekten geben. Sie liefern wertvolle Proteine. Austernschalen sind dagegen für die Calciumversorgung unverzichtbar.

Wenn Sie Zeit haben, bereiten Sie ihnen besonders bei großer Kälte breiige Mahlzeiten oder dicke Suppen zu, die lauwarm serviert werden. Sie können aus Nudeln, Reis, Linsen oder Kichererbsen bestehen, gemischt mit gekochten Gemüseschalen. Tischreste dürfen natürlich verfüttert werden, aber nur in Maßen. Und nicht alles ist geeignet! Manche Lebensmittel sind wegen ihrer Giftigkeit oder ihres zu hohen Salz- oder Zuckergehalts verboten.

Schließlich trinkt eine Henne viel, daher muss sie jederzeit Zugang zu Wasser haben.

Eier nicht regelmäßig sammeln

Das klingt selbstverständlich, sollte aber besonders bei längerer Abwesenheit erwähnt werden: Eier täglich einsammeln. So vermeiden Sie Bruch, der Hühner zum Eierfressen verleiten kann, und locken weder Rabenvögel noch Ratten an.

Hühner

Eier täglich einsammeln

Planen Sie Urlaub, bitten Sie einen Nachbarn, die Eier abzuholen – er freut sich sicher darüber.

Entstehende Kosten nicht einplanen

Mit Hühnern sparen Sie beim Eierkauf, doch sie legen nicht täglich. Stall, Futter, Stroh und Mittel gegen Parasiten oder Krankheiten kosten ebenfalls.

Sie in Beet und Gemüsegarten zulassen

Hühner im Garten? Nur im Winter: Im leeren Gemüsebeet fressen sie Unkraut und Schädlinge und lockern den Boden. Beete und Rasen bleiben tabu.

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