Verbotene Lebensmittel für Hühner

Verbotene Lebensmittel für Hühner

Denn Hühner fressen nicht alles!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Pascale 9 min.

Hühner verwerten Küchenreste, sind aber keine Mülltonnen: Manche Lebensmittel sind wegen ihrer Giftstoffe tabu. Überblick über ungeeignetes Hühnerfutter.

Schwierigkeit

Obst, das Hühner nicht fressen dürfen

Generell fressen Hühner gern Obst wie Äpfel und Birnen, aber auch Kirschen oder Pfirsiche. Das weiche, süße Fruchtfleisch ist unbedenklich. Anders sieht es bei den Kernen und Samen dieser Obstbäume aus der Familie der Rosengewächse aus. Sie enthalten Amygdalin, das beim Zerbeißen der Kerne und Samen in Zyanid umgewandelt wird. Die Natur ist gut eingerichtet: Für die Fruchtbildung und Vermehrung müssen diese Bäume darauf zählen, dass Tiere die Kerne und Samen unversehrt mit ihrem Verdauungssystem weitertransportieren.

Die Amygdalinmenge ist jedoch so gering, dass gelegentlicher Verzehr für Hühner ungefährlich ist. Außerdem schlucken sie die Samen meist, ohne darauf zu beißen.

Für Hühner giftige Früchte

Der Verzehr bestimmter anderer Früchte kann jedoch gefährlicher sein:

  • Avocado enthält Persin, ein fungizides Gift, das aus den Samen in die Frucht gelangt. Deshalb dürfen Hühner weder Avocadoschale noch Kern erhalten, ebenso wenig die Blätter oder, in geringerem Maß, das Fruchtfleisch. Andernfalls kann es zu einer Herzmuskelnekrose mit erhöhter Herzfrequenz, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit und bei hoher Dosis sogar zum Tod kommen.
  • Kiwi enthält eine beträchtliche Menge Histamin, ein Molekül, das beim Menschen zahlreiche allergische Symptome auslöst. Bei Hühnern kann es zahlreiche Reizungen verursachen, unter anderem im Verdauungssystem.
  • Rhabarber enthält Oxalat, eine Verbindung der Oxalsäure, die Nierensteine verursacht. Deshalb sollten Hühner keine Rhabarberblätter oder -stiele erhalten, da die Nieren geschädigt werden könnten.
  • Zitrusfrüchte sind reich an Zitronensäure, die sich auf die Legeleistung auswirken kann.

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    Früchte, die vom Hühnerfutter ausgeschlossen werden sollten

Nachtschattengewächse, die Hühner nicht fressen sollten

Zu dieser Gruppe gehören Tomaten, Auberginen, Paprika und Chili sowie Kartoffeln. Sie alle enthalten Solanin, ein Gift, das Pflanzen zur Abwehr von Parasiten und Insekten bilden. Solanin befindet sich in Blättern und Blüten, aber auch in hoher Konzentration in grünen Früchten oder Knollen. Deshalb sollten auch wir Menschen keine grünen Kartoffeln essen. Für Hühner gilt dies umso mehr!

Geben Sie Ihren Hühnern daher niemals rohe, grüne oder gekeimte Kartoffeln und vermeiden Sie selbst gekochte Schalen. Auch grüne Tomaten, Auberginen, Paprika und Chili sind ungeeignet, da sie schwere Verdauungsstörungen verursachen. Reif dürfen sie in sehr kleinen Mengen und selten auf dem Speiseplan stehen.

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Wegen ihres Solaningehalts sind gekeimte, rohe oder grüne Kartoffeln und grüne Tomaten für Hühner verboten

Gemüse, das Hühner nicht fressen dürfen

Hühner lieben Salat- und Kohlblätter. Doch Allium-Gemüse sowie trockene, rohe Bohnen sind giftig. Welche Gemüse sind erlaubt?

Weitere Lebensmittel, die Hühner nicht fressen sollten

Hühner lieben Tischreste wie Nudeln oder Reis, Gemüsegerichte sowie geraspeltes und kleingeschnittenes rohes Gemüse. Andere Speisen oder industriell verarbeitete Lebensmittel dürfen dagegen nicht auf ihrem Speiseplan stehen.

  • Schokolade und Kakao sind für Hühner tödlich, selbst in kleinen Mengen. Verantwortlich ist Theobromin, ein Giftstoff in Kakaoschalen. Also keinesfalls ein Stück Schokolade, Mousse oder Kuchen an Ihre Hühner verfüttern.
  • Fertiggerichte und industriell hergestellte Desserts mit zu viel Salz und Zucker. Dazu gehören auch Chips, salzige oder süße Kekse und andere Erdnüsse.
  • Alle verdorbenen, verschimmelten oder verfaulten Lebensmittel wie Obst und Gemüse sowie Fleisch und Fisch. Noch einmal: Ihre Hühner sind keine Mülltonnen! Fleisch und Fisch sollten Sie am besten garen und in sehr kleinen Mengen unter ihr Futter mischen. Wurstwaren sind wegen ihres hohen Fettgehalts nicht empfehlenswert.
  • Milchprodukte wie Milch oder Joghurt. Käserinden mögen Hühner dagegen sehr gern!
  • Kaffee und Tee – wobei wohl niemand auf die Idee käme, einem Huhn eine Tasse Kaffee oder Tee anzubieten.

Zum Schluss: einige Vorsichtsmaßnahmen

Hühner lieben Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete und Pastinaken. Roh und grob geschnitten können diese Gemüse jedoch hart sein. Zu lange Schalen bergen Erstickungsgefahr. Daher am besten gekocht, geraspelt oder püriert anbieten. Schalen klein schneiden.

Brot ist umstritten: Manche Halter füttern es, andere nicht. Es hat zwar wenig Nährwert und enthält viel Salz, kann aber in Wasser oder Gemüsebrühe eingeweicht Suppen und Brei andicken.

Hühnerfütterung

Brot nur gelegentlich und in kleinen Mengen verfüttern

Aber nur gelegentlich, etwa ein- bis zweimal pro Woche. Brotkrümel und harte Krusten können Hühnern als Leckerbissen gegeben werden – also sparsam.

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verbotenes Futter für Hühner