Welche Fächer-Ahorne vertragen Sonne?
Die besten für Hitze und Sonne
Inhaltsverzeichnis
Fächer-Ahorn liebt Schatten und Halbschatten. ‚Crimson Queen‘ verträgt mehr Sonne – doch Vorsicht: Welche Sorten kommen damit besser zurecht?
Das Wichtigste
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Beste Fächer-Ahorne für sonnige Standorte
Es sind tatsächlich die Rotlaubigen Japanischen Ahorne, die Sonne am besten vertragen. Einige grünlaubige Sorten kommen jedoch ebenfalls damit zurecht – vorausgesetzt, sie werden unter den richtigen Bedingungen gepflanzt:
Japanischer Ahorn ‚Crimson Queen‘
Der Japanische Ahorn ‚Crimson Queen‘ verträgt Sonne und Hitze wohl am besten (unter guten Bedingungen bis 38 °C!). Er gehört zur Dissectum-Gruppe, deren Blätter tief gelappt und gezähnt sind. Besonders geschätzt wird er dafür, dass er sein sattrotes Laub auch im Sommer behält, ohne wie viele andere Ahorne vorzeitig zu vergrünen. So bleibt er das ganze Jahr über rot, im Herbst mit einem orange- bis bronzefarbenen Ton.
Ein weiterer Pluspunkt ist seine im Alter überhängende Wuchsform. Durch seinen ausladenden, mit den Jahren immer breiter werdenden Wuchs eignet er sich besonders für kleine und mittelgroße Gärten. ‚Crimson Queen‘ erreicht ausgewachsen 3 m Höhe und 4 m Breite. 1993 wurde er von der RHS mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.

Acer palmatum subsp. dissectum ‚Crimson Queen‘
Japanischer Ahorn ‚Bloodgood‘
Mit 4 m Höhe und ebenso großer, unter bestimmten Bedingungen sogar größerer Breite wird der Japanische Ahorn ‚Bloodgood‚ größer. Auch er wurde 1993 von der RHS ausgezeichnet. Er zählt zu den bekanntesten Ahornen für Liebhaber dunkel gefärbten Laubs. ‚Bloodgood‘ gehört zur Amoenum-Gruppe, deren Blattlappen nur bis zu zwei Dritteln der Blattbasis eingeschnitten sind. Dieser wunderschöne Japanische Ahorn erreicht ausgewachsen 2 bis 4 m.
Seine Wuchsform ist aufrechter. Auch er behält sein rotes Laub bis zum Spätsommer und kommt mit anhaltender Hitze gut zurecht, solange er in frischen Boden gepflanzt wird.

Acer palmatum ‚Bloodgood‘
Japanischer Ahorn ‚Fireglow‘
Der kleine Japanische Ahorn ‚Fireglow‘ trägt das ganze Jahr über palmenförmiges, purpurrotes Laub, das im Frühjahr besonders leuchtend erscheint. Er gehört zu den Sorten, die etwas mehr Sonne und Wärme vertragen. Sein Sortenname verweist auf die intensive Leuchtkraft, wenn die Sonnenstrahlen auf das Laub treffen. Im Herbst färben sich die Blätter purpurrot.
Er hat eine aufrechte, eher in die Höhe als in die Breite wachsende Wuchsform (3 m Höhe und 2 m Breite), bleibt ausgewachsen kleiner als ‚Bloodgood‘ und ist sehr winterhart.

Acer palmatum ‚Fireglow‘
Japanische Ahorne mit grünen Blättern reagieren empfindlicher auf starke Sonne, ebenso Sorten mit goldenem oder panaschiertem Laub. Zwei schöne Ausnahmen gibt es jedoch:
Japanischer Ahorn ‚Osakazuki‘
Diese wunderschöne Sorte ‚Osakazuki‚ (auch unter den Namen ‚O sakazuki‘ oder ‚Taihai‘ bekannt) ist einer der wenigen grünblättrigen Ahorne, die einen sonnigeren Standort vertragen – vorausgesetzt, sie werden in einen stets frischen Boden gepflanzt. Die Herbstfärbung ist spektakulär und wechselt allmählich von Rot zu Orange. Manche zählen ihn zu den Ahornen mit der intensivsten Herbstfärbung.
Er zeichnet sich durch eine rundliche, kugelige Wuchsform und große, bis zu 10 cm lange Blätter aus. Meist erreicht er 4 m Höhe und bleibt etwas schmaler. Auch dieser Kultivar wurde 1993 von der RHS mit dem prestigeträchtigen Award of Garden Merit ausgezeichnet.

Acer palmatum ‚Osakazuki‘ (Foto: Flickr – Suzanne Nilsson)
Japanischer Ahorn ‚Shishigashira‘
Der Acer palmatum ‚Shishigashira‘ verdankt seinen Namen einer Löwin aus dem traditionellen japanischen Theater. Das lässt bereits auf seine außergewöhnliche Herbstwirkung schließen. Seine Blätter sind eigentümlich gekräuselt und gezähnt, im Frühjahr hellgrün und behalten diese Farbe trotz großer Hitze den ganzen Sommer über. Für einen grünlaubigen Ahorn ist er gut gegen Sonnenbrand geschützt. Im Herbst färbt sich der Strauch gelb, rosa bis karmesinrot.
Mit seiner eher ausgebreiteten Wuchsform eignet sich ‚Shishigashira‘ dank seiner kompakten Maße (etwa 2 m Höhe und 1,50 m Breite, manchmal auch mehr) besonders für kleine Gärten. Er lässt sich sogar als Bonsai gestalten und problemlos in einem großen Topf kultivieren. Seine skulpturale Erscheinung kommt dort wunderbar zur Geltung!

Sommerlaub links, Herbstlaub rechts (Foto: Flickr, Allen C. Haskell)
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- Mulchen ist für alle Fächer-Ahorne unverzichtbar, besonders für die genannten Sorten, die stärker der Sonne ausgesetzt werden. Eine dicke Schicht organischen Mulchs schützt sie zuverlässig.
- Gießen Sie häufiger als bei Fächer-Ahornen im Halbschatten. Gießen Sie stets mehr und seltener statt weniger und häufiger.
- Bei der Kultivierung im Topf gießen Sie ausreichend, da das Substrat dabei schneller austrocknet. Beachten Sie unsere Tipps zur Kultivierung von Fächer-Ahorn im Topf und zum ABC der Topfpflanzung.
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