« Ich hab' ein Gedächtnis wie ein Sieb, ich erinnere mich nicht mehr so genau… »
Wenn Sie oft diesen Refrain anstimmen, gefolgt von « Wie könnte der Name dieses schönen Asters lauten? Wann habe ich letztes Jahr mit dem Säen begonnen? Wann haben wir die ersten Erdbeeren gegessen? Und der erste Rasenschnitt, war das im März? »… dann ist es höchste Zeit ein Gartenlogbuch zu führen!
Ein Gartenlogbuch, wozu?
Das Gartenlogbuch ist das Gedächtnis des Gärtners. Traditionell werden darin das Wetter, die Termine der verschiedenen Aussaat- und Pflanzaktionen, die Namen der Sorten … aber auch große Erfolge oder schmerzhafte Misserfolge notiert. Es kann mit Fotos, Zeichnungen angereichert werden und sich sogar zu einem Herbarium entwickeln.
Bei mir dient es auch als Organisationssystem, ähnlich einem « Bullet Journal » und verfolgt drei Ziele: eine Spur der Vergangenheit bewahren, planen und Prioritäten setzen. Ich notiere darin, was ich im Garten kurzfristig oder langfristig vorhabe, die Liste der Pflanzen, die ich mir wünsche, meine Eindrücke zu den im Gemüsegarten angebauten Gemüsesorten, aber auch, von Jahr zu Jahr, die Standorte der Kulturen und die Kompostgaben, um die Fruchtfolgen optimal zu organisieren.

Mein Gartenlogbuch nährt auch meine Inspiration, wie eine Trendcollage: ein stimmungsvolles Bild, die Details der darin enthaltenen Pflanzen, zu denen ich meine Ideen hinzufüge, und schon habe ich ein neues Projekt. Ob es verwirklicht wird oder nicht, ist unwichtig: Ich habe eine Spur davon.

Ich notiere auch gerne die Blütezeiten bestimmter Sträucher und die kleinen Ereignisse wie das Verlassen des Nestes durch junge Meisen, Begegnungen mit Igeln und die ersten Angriffe von Blattläusen oder Mehltau.
Prosaischer könnte ich auch die Preise von allem, was ich für den Garten kaufe, eintragen, um eine wirtschaftliche Betrachtungsweise davon zu haben, aber letztendlich nein, ich glaube, ich möchte es lieber nicht wissen.
Das ideale Gartenlogbuch: Welches Medium?
Obwohl ich ein großer Fan von Tabellenkalkulationen bin, bleibe ich dem Papier verbunden, wenn es darum geht, wertvolle Informationen zu bewahren. Und gegenüber Gärtnerkalendern oder fertigen Logbüchern « bereit zum Ausfüllen » bevorzuge ich ein hübsches Notizbuch mit fester Einbanddecke. Bei mir dient ein « Leuchtturm 1917 » als Medium. Ich finde es sehr flexibel in der Handhabung: Ich organisiere die Informationen nach meinem Gusto und fühle mich zu nichts verpflichtet. Ich kann es einige Wochen liegen lassen oder größere Räume für andere Zeiten einplanen, in denen ich im Garten aktiver bin.
Und Sie, führen Sie ein Gartenlogbuch? Erzählen Sie uns davon!

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