Seit mehreren Jahrtausenden rund um das Mittelmeerbecken kultiviert, hat der Safrankrokus zuerst unsere Teller erobert, bevor er in unseren Gärten Einzug hielt. Noch immer selten und kostbar, erfordert dieses Gewürz, das aus den Blumen des Crocus sativus gewonnen wird, eine Prise Geduld und eine Spur Geschicklichkeit. Produzieren Sie Ihren eigenen Safran und sparen Sie Geld mit diesen wenigen Ratschlägen.

Crocus sativus oder Safrankrokus: Eine 10 bis 20 cm hohe Zwiebelpflanze mit faseriger Hülle, langen und schmalen Maschen. 1 bis 2 Blumen, mit röhrenförmigem Perianth mit pubeszentem Schlund, violett mit gelben Antheren (um die Hälfte länger als der Faden) und Stigmen, ebenso lang wie das Perianth, scharlachrot gefärbt.
Der Crocus sativus oder Safrankrokus ist eine Zwiebelpflanze mit rosa bis violetter Blume und gelben Antheren

Kultur des Safrans

Die Zwiebeln des Safrankrokus werden im Hochsommer gepflanzt, idealerweise zwischen Juli und August. Es ist übrigens eine der wenigen Pflanzen, die man während einer Hitzewelle in die Erde setzen kann, ohne sich um das Anwachsen sorgen zu müssen. Je nach Region pflanzt man sie nicht ganz auf die gleiche Weise:

  • In milden oder warmen Regionen (kontinentales oder mediterranes Klima) werden die Zwiebeln in Gruppen von 3-4, 15 bis 20 cm tief gepflanzt (die Tiefe schützt die Zwiebel vor allem vor Hitze und Trockenheit), in einem durchlässigen Boden, der nach Süden oder Westen ausgerichtet ist.
  • In kalten oder feuchten Regionen (ozeanisches oder gemäßigt ozeanisches Klima) werden die Zwiebeln zwischen 10 und 15 cm tief gepflanzt (zu tief gepflanzt, fault die Zwiebel, zu flach, erfriert sie). Und in der Sonne, in einem sehr drainierenden Boden, auf einem Bett aus Kies oder Sand, denn ein Wasserüberschuss kann die Zwiebel faulen lassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Crocus sativus vollsonnig, 15 cm tief, in einem sehr drainierenden Boden gepflanzt wird.

Nota bene: Die Hauptproduzenten sind der Iran (80 Tonnen), Pakistan (20 Tonnen) und Griechenland (10 Tonnen), Frankreich hingegen produziert nur etwa 25 bis 50 kg.

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Die hervorstehenden, scharlachroten Stigmen werden ab Oktober geerntet.

Im Vergleich zu anderen Krokussen hat der Crocus sativus eine umgekehrte Vegetation. Er blüht im Oktober und trocknet im Frühjahr, während andere im April blühen und im Sommer vertrocknen.

Die Ernte erfolgt im Herbst, zwischen Oktober und November. Die Stigmen sind "reif", wenn sie aus der Blume herausragen. Pflücken Sie die Blumen am späten Vormittag, wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig ist, entfernen Sie die Blütenblätter und lassen Sie die Stigmen entweder in der Sonne oder in einem lauwarmen Ofen (nicht mehr als 60 °C) maximal 30 Minuten trocknen. Bewahren Sie die kostbaren Stigmen in einer kleinen luftdichten Dose auf.

Warum ist der Preis für Safran so hoch?

Die Ernte von Safran ist ein vollständig manueller und äußerst heikler Prozess. Jede Blume des Crocus sativus enthält nur drei rote Stigmen, die sorgfältig von Hand entfernt werden müssen, in den frühen Morgenstunden, um ihre Qualität zu bewahren. Der Ertrag ist sehr gering: Es werden etwa 150.000 Blumen benötigt, um 1 kg getrockneten Safran zu erhalten, was erklärt, warum dieses Gewürz oft als "rotes Gold" bezeichnet wird.

Der Preis für Safran auf dem Markt kann bis zu 30.000 Euro pro Kilogramm erreichen, also 30 € pro Gramm, abhängig von mehreren Kriterien: der Qualität der Stigmen (Größe, Farbe, Aroma), der begrenzten Produktion (da Safran nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen wächst) und der Herkunft (Safran aus dem Iran, Spanien oder Kaschmir gilt als die renommiertesten). Es ist diese Kombination aus geringem Ertrag, intensiver Arbeit und variabler Qualität, die Safran zu einem der teuersten Gewürze der Welt macht.

Welchen Ertrag kann man bei einer Kultur im Garten erwarten?

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Wir wollen uns nichts vormachen, der Ertrag von Safran in einem Garten bleibt relativ bescheiden. Bei einer kleinen Kultur rechnet man mit etwa 50 bis 100 Safranzwiebeln der Größe 8+: 100 Zwiebeln können im ersten Jahr zwischen 0,5 und 1 g getrockneten Safran produzieren.

 

Danach kann man nach 3 Jahren mit 300 Blumen rechnen, also 3 g Safran. Die Zwiebeln können von Jahr zu Jahr in der Erde bleiben und vermehren sich natürlich.

 

Mit einer größeren Fläche ist es möglich, mehrere hundert oder tausend Zwiebeln zu pflanzen, was die Produktion erhöht. Dennoch kann der Anbau von Safran auch auf kleiner Fläche wirtschaftlich interessant sein, da eine kleine Menge ausreicht, um ein sehr teures Gewürz im Handel zu ersetzen.

Der Safrananbau im Garten: Der Goldrausch?

Übertreiben wir nichts! Aber je nach Ihrem Safrankonsum kann der Anbau im Garten dennoch mittelfristig erhebliche Einsparungen bringen.

Den eigenen Safran anzubauen, stellt eine bescheidene Anfangsinvestition dar, die dennoch beziffert werden sollte. Die Anfangskosten umfassen den Kauf der Zwiebeln, die je nach Qualität und Sorte zwischen 0,20 und 1 Euro pro Zwiebel kosten können. Bei Promesse de Fleurs können Safrankrokusse bereits ab 0,36 € für 100 Zwiebeln erworben werden, also 36 €. Dazu kommen einige grundlegende Gartengeräte (Spaten, Handschuhe) und die Zeit, die für die Pflanzung, Pflege und Ernte benötigt wird, obwohl Safran eine relativ anspruchslose Pflanze ist.

Daher ist die Rendite im ersten Jahr nicht gegeben: Das Gramm Safran, das im ersten Erntejahr geerntet wird (also das Äquivalent von 30 €), deckt nicht die rund vierzig Euro Grundinvestition. Folglich muss man mindestens bis zum zweiten Jahr warten, um sagen zu können: Meinen eigenen Safran anzubauen, das lohnt sich!