Im Sommer ist es heiß! Sobald Sie den Fehler machen, den Fernseher, das Radio oder das Internet einzuschalten, werden Sie von den Medien unablässig mit diesem Wort überschüttet. Ein Wort, das uns in Angst, Schrecken oder sogar regelrechte Panik versetzt: DIE HUNDSTAGE!
Und wenn uns heiß und durstig ist, geht es den Tieren genauso! Ich spreche nicht von unseren Hunden, Katzen, Ponys oder Hausgänsen, sondern von der gesamten kleinen Wildtierwelt, die in unseren Gärten lebt: Vögel, Säugetiere, Insekten, Spinnen, Landasseln, Amphibien, Reptilien …
Möchten Sie ihnen helfen, diese kritische Zeit zu überstehen? Hier finden Sie einige Tipps, mit denen Sie sie unterstützen können.
Vögel und kleine Säugetiere
Vögel sehen wir im Garten umherflattern, bei Säugetieren ist das wegen ihrer zurückhaltenden Lebensweise seltener: Eichhörnchen, Maulwürfe, Spitzmäuse, Igel … Dennoch sind sie da. Und all diese Tiere leiden im Sommer unter Hitze und … Durst. Dabei können Sie ihnen das Leben ganz einfach erleichtern. So geht’s:
- Stellen Sie an mehreren Stellen im Garten flache Schalen mit frischem Wasser auf (notfalls auf dem Balkon). Die Schalen müssen standsicher sein und dürfen ausschließlich Wasser enthalten, wirklich nur Wasser. Geben Sie keinen Zucker, kein Salz und nichts anderes hinein. Auch Kuhmilch oder Ähnliches ist ungeeignet. Nur Wasser!
- Stellen Sie die Schalen an einem ruhigen, vor Fressfeinden geschützten Ort auf : In dieser Zeit kann der Energieaufwand, der für die Flucht vor einem möglichen Fressfeind nötig ist, für Vögel und Säugetiere lebensgefährlich sein.
- Wechseln Sie das Wasser mindestens einmal täglich, bei Bedarf sogar zweimal täglich. So verhindern Sie vor allem die Ausbreitung von Krankheiten.
- Vermeiden Sie grundsätzlich stehendes Wasser : So schützen Sie sich vor einer Mückenplage auf der Terrasse oder in Ihrem Schlafzimmer …

Übrigens : Fledermäuse trinken äußerst wenig. Deshalb ist ihr Kot sehr trocken und brüchig. Dennoch sieht man sie an besonders heißen Tagen nicht selten bei Einbruch der Nacht trinken, allerdings nur an größeren Wasserflächen, notfalls an einem großen Teich. Sie trinken nämlich ausschließlich im Flug. Unter diesen Umständen ist es ziemlich schwierig, eine kleine Wasserschale genau zu treffen.
Insekten und andere kleine Tiere
Auch Insekten, Spinnen und sogar Kellerasseln haben Durst. Zwar trinken sie zwangsläufig weniger als ein Spatz oder Ihr Nachbar, doch sie benötigen ebenfalls einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt, um ihre Körperfunktionen, insbesondere den Innendruck, aufrechtzuerhalten.
Um ihnen zu helfen, können Sie einfach einen gut mit Wasser getränkten Schwamm oder notfalls einen gründlich befeuchteten Ziegelstein auslegen. Beides dient den Tieren als Trinkstelle, ohne dass sie ertrinken können.
Übrigens: All diese sympathischen kleinen Tiere sind dieses eine Mal etwas weniger aktiv als gewöhnlich. Das bietet Ihnen eine einzigartige Gelegenheit, sie aufmerksam zu beobachten und vielleicht sogar zu bestimmen.

Für die Zukunft und im Hinblick auf die nächsten Hitzewellen …
- Graben Sie einen kleinen Teich aus oder legen Sie einen Mini-Wassergarten an : Damit schaffen Sie nicht nur einen artenreichen Lebensraum, sondern auch eine kleine Feuchtzone in Ihrem Garten, die den vorübergehenden Wassermangel während einer Hitzewelle wirksam ausgleicht.
- Sorgen Sie durch das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern für Schatten : Bei großer Hitze werden Sie feststellen, dass nur wenige Tiere nach draußen kommen, abgesehen von bestimmten Reptilien. Sie ziehen sich in den Schatten zurück und bewegen sich kaum noch. Selbst wechselwarme Tiere wie Insekten scheinen sich zu sagen: „Jetzt reicht’s! “ und bleiben ruhig im Schatten verborgen. Um ihnen zu helfen, gibt es nichts Besseres, als im Garten mehrere Schattenbereiche zu schaffen.

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