Ich möchte ja wohl, aber ich kann nicht…
Das ist der Refrain,
der Gärtner ohne Garten schallt.

Da ich lange Zeit in einer feindlichen Umgebung gelebt habe – lesen Sie: in der Stadt –, kann ich das gut nachempfinden. Doch es mangelt nicht an Lösungen, um ohne eigenen Garten zu gärtnern. Es genügt ein Balkon, eine Terrasse oder auch nur ein sonniger Innenhof, um eine echte Oase zu schaffen! Unter den zahlreichen Techniken der urbanen Landwirtschaft gibt es eine, die sowohl durch ihre Effizienz als auch durch ihre Flexibilität hervorsticht: die Kultur in Pflanzsäcken.

Warum in Säcken anbauen?

Der Anbau in Säcken, oder „Sack-Gärtnern“, bietet mehrere Vorteile:

  • Die Säcke sind leicht, man erhält sie problemlos per Post, genau wie eine Bestellung bei promesse de fleurs ;-), und sie sind einfach zu installieren,
  • Sie sind in vielen Formaten erhältlich, passen ideal in kleine Räume und können auch platzraubende Kulturen aufnehmen (während der Anbau von Kartoffeln im Sack ein „Klassiker“ ist, kann man darin auch jedes Gemüse ziehen, selbst sehr große Pflanzen wie Rhabarber, Artischocken und sogar Obstbäume),
  • Das atmungsaktive und durchlässige Material ermöglicht eine ausgezeichnete Wurzelentwicklung, verhindert den Ringwuchs der Wurzeln und lässt überschüssiges Wasser frei ablaufen,
  • Die Säcke sind widerstandsfähig; sie fürchten weder starke Hitze noch schweren Frost (im Gegensatz zu Töpfen aus Ton) und haben eine lange Lebensdauer.

Welche Arten von Säcken sollte man wählen?

Pflanzsäcke sind problemlos im Handel erhältlich. Unter den verschiedenen Produkten, deren Qualität und Ästhetik stark variieren können, stechen zwei Marken besonders hervor: Bacsac und Smarpot.

  • Bacsac ist ein französisches Unternehmen, das 2009 gegründet wurde. Es hat eine breite Produktpalette für urbane Gärten entwickelt. Die Kollektion umfasst alle Formen: vom runden XXL-Sack mit 930 Litern über das quadratische Gemüsebeet mit 16 Fächern bis hin zu Hängebeuteln mit integriertem Stützstab (clever!) und kleinen 10-Liter-Säcken, die kombiniert vertikale Gärten ermöglichen. Diese Säcke werden in vielen Farben angeboten, was Ihren Balkonen und Terrassen eine schöne, zugleich schicke und dekorative Note verleiht.

Bacsac Pflanzsäcke für urbane Gärten

  • Die Smartpots hingegen werden in den USA hergestellt. Obwohl ihr Design einfacher ist, werden sie ebenfalls aus hochwertigem Geotextil gefertigt und in einer beeindruckenden Anzahl an Formaten angeboten. Damit lassen sich Geländer, Wände oder schmale Durchgänge begrünen und sogar echte Sofort-Gärten kreieren. Da sie weniger „technisch“ sind, ist ihr Preis ebenfalls niedriger. Beachten Sie, dass diese Säcke in Kanada von den Urbainculteurs in der Mehrheit ihrer hydroponischen oder bodenlosen Projekte verwendet werden, was ein Beleg für ihre Qualität ist.

Smartpots Projekte in Kanada

Es ist auch möglich, Pflanzsäcke selbst herzustellen, wie es die Mitglieder von „Potage toit“ getan haben. Sie haben auf dem Dach der Königlichen Albert-I.-Bibliothek in Brüssel einen riesigen essbaren Garten angelegt (eine Anleitung finden Sie auf der Website unter der Rubrik „Dokumente und Leitfäden“).

Die Erfolgsfaktoren

Obwohl die Verwendung perfekt geeigneter Behälter wichtig ist, sollten Sie für den maximalen Erfolg einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • Wählen Sie einen gut exponierten Standort, damit die Pflanzen mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag erhalten,
  • Verwenden Sie eine hochwertige Blumenerde (vermeiden Sie Billigprodukte) und denken Sie daran, diese regelmäßig zu düngen (ein Wurmkomposter oder ein Kompostsack ermöglichen die Eigenherstellung von natürlichem Dünger bei gleichzeitiger Verwertung von Abfällen),
  • Überwachen Sie das Gießen, da die Erde in Töpfen oder Säcken schnell austrocknet.

 

Nun, liebe Stadtbewohner, was denken Sie darüber? Was ist Ihr Plan für dieses Jahr? Ein Mini-Gemüsebeet? Einige Kräuter und ein paar essbare Blüten? Ein Zwergobstbaum? Oder ein schönes Sortiment an Beerenfrüchten?

 

Für weitere Informationen:

Schöne Projekte der urbanen Landwirtschaft: www.urbainculteurs.org und www.potage-toit.be