Die Temperaturen sinken, das Licht wird goldener und verschleiert sich durch die ersten Herbstnebel. In der Ferne leuchten in den Beeten die sternförmigen Blüten der Herbstastern, die sich in großen Horsten ausbreiten, sobald die Sommerblumen in den Beeten verblüht sind. Zur Gattung Aster zählen mehrere hundert Arten und Sorten. Das Angebot ist so umfangreich, dass die Auswahl oft schwerfällt. In unserem kleinen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die passenden Arten auswählen, gelungen kombinieren und erfolgreich kultivieren.
1) Die Auswahl: natürlich oder raffiniert – eine Frage des Geschmacks und des Stils!
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Für naturnahe und wilde Pflanzungen: Aster cordifolius und Aster ericoides
Aster cordifolius und Aster ericoides sind die Wiesenstauden schlechthin: Sie halten Wind stand, ohne umzukippen, und ihr Laub bleibt frei von Mehltau. Ihre lockere, aber robuste Verzweigung trägt im Herbst unzählige feine Blüten. Die Pflanzen bilden einen 80 cm bis 1 m hohen Busch. Traditionell kombiniert man sie mit hohen Gräsern wie Miscanthus oder Pennisetum.

1) Aster cordifolius Blutenregen 2) Aster ericoides Herbstmyrte 3) Aster cordifolius Blue Heaven 4) Aster ericoides Blue Wonder 5) Aster cordifolius Ideal 6) Aster ericoides Lovely
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Für Ihre Mixed Borders: Aster novi-belgii und Aster novae-angliae
Die üppigsten und farbenprächtigsten Astern gehören zu den Arten Aster novi-belgii und Aster novae-angliae. Sie bilden im Herbst große, farbenfrohe Horste. Ihre Höhe liegt meist zwischen 70 cm und 1,20 m. Damit eignen sie sich hervorragend für den Hintergrund von Beeten, sind aber leider windempfindlich. Nach starken Regenfällen kippen sie nicht selten wie Getreidehalme um. Im August können Sie mindestens 50 cm lange, verzweigte Zweige in die Horste stecken. Die Blüten verdecken dieses unauffällige Gerüst später. Es stützt die Horste flexibler als herkömmliche Bambusstäbe. Im Mai können Sie die Pflanzen außerdem einkürzen, damit sie kompakter und stärker verzweigt bleiben.

Von oben nach unten und von links nach rechts: Aster novae angliae Andenken an Paul Gerber – Aster novi-belgii Marie Ballard – Aster novae-angliae Violetta – Aster novi-belgii Weisses Wonder – Aster novae-angliae Alma Potschke – Aster novi-belgii Schone von Dietlikon – Aster novi-belgii Porzellan – Aster novi-belgii Karminkupel – Aster novi-belgii Fellowship
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Für ordentlich eingefasste Beete: Aster dumosus
Unter den niedrigen Astern gibt es genügend Sorten, sodass Sie für die Herbstbepflanzung keine weiteren Pflanzen für die Beetränder suchen müssen. Besonders kompakt und blühfreudig sind Aster dumosus. Sie werden höchstens 40 cm hoch, die kompaktsten Sorten nur 20 cm, und ihr Wachstum bleibt relativ zurückhaltend. Pflanzen Sie sie an den Beetrand oder vor Sträucher. Halten Sie beim Pflanzen einen Abstand von 20 bis 25 cm ein.

Von oben nach unten und von links nach rechts: Aster dumosus Tonga, Kristina, Rosenwichtel, Silberblaukissen und Starlight
2) Astern kombinieren: Regeln für eine gute Nachbarschaft
Astern lassen sich leicht kombinieren. Einige gelten jedoch als stark wuchernd und verdrängen weniger kräftige Begleitpflanzen. Andere Sorten werden so üppig, dass sie beim kleinsten Windstoß umkippen.
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Die kräftigsten Sorten unter sich
Sehr stark wachsende Sorten wie Aster novi-belgii, Aster novae-angliae und Aster ageratoides können innerhalb weniger Jahre mehrere Quadratmeter bedecken und alles in ihrer Umgebung überwuchern. Kultivieren Sie sie entweder in großen, einfarbigen Flächen, in denen sie sich selbst behaupten können, oder zusammen mit kleinen, farbenfrohen Sträuchern. Geeignet sind zum Beispiel Hartriegel mit farbigen Trieben (Cornus alba 'Siberian Pearls', Cornus alba 'Sibirica' ...) oder Physocarpus ('Lady in Red', 'Diable d'Or').

Aster novi-belgii in gemischter Pflanzung

Eine zarte, harmonische Kombination aus den kleinen, durchscheinenden Blüten von Aster Porzelain und den großen, gefüllten, mauvefarbenen Blüten von Aster Marie Ballard.
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Ein reizvolles Duo mit naturnahen Stauden
Astern lieben die Nähe von Japan-Herbst-Anemonen. Deren Wurzeln wachsen ganz natürlich zwischen die Wurzelstöcke der Astern. So mischen sie sich unter die großen, etwas steifen Horste. Aster ericoides und Aster cordifolius passen auch gut zu Fetthenne. Sie verlängern deren Blütezeit. Zusammen mit hohen, strukturgebenden Stauden wie Duftnessel, Silbrigem Beifuß, Kleinköpfigem Knöterich oder Silberkerze entstehen abwechslungsreiche Pflanzungen. Auch Gräser sind ideale Partner für den Herbst. Mischen Sie einige Panicum, Miscanthus oder Pennisetum unter Ihre Asternhorste. So entsteht eine sehr raffinierte Wiesenwirkung.

Astern zusammen mit Silbrigem Beifuß und Federborstengras – Duo aus Duftnessel Blue Fortune und Aster novi-belgii Porcelaine
3) So gelingen Astern: Sonne und ein leichter Boden
Die hohen Astern Aster novi-belgii und Aster novae-angliae gedeihen am besten in der Sonne. Ein guter Gartenboden reicht ihnen völlig aus. Auch verdichtete, lehmige Böden vertragen sie, solange der Boden im Sommer frisch bleibt. Da sie unermüdlich Ausläufer bilden, verkahlen die Horste mit der Zeit in der Mitte. Teilen Sie die Horste daher etwa alle drei Jahre. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr oder der Herbst nach der Blüte.

Die anderen Astern bevorzugen einen leichten, frischen Boden, der jedoch niemals nass sein darf. Alle Astern lieben offene, luftige Standorte. Vermeiden Sie ein Beet, das von Bäumen oder Mauern umgeben ist. Dort steigt die Gefahr von Mehltau. Astern brauchen Luft, damit sie üppig blühen und gesundes Laub behalten. Wie Sie sehen, sind Astern pflegeleichte, sehr winterharte und anspruchslose Stauden. Wie Phlox und Kleinköpfiger Knöterich gehören sie zu den unverzichtbaren Pflanzen, mit denen Sie einen Garten am Saisonende zum Blühen bringen.
Welche Sorten bevorzugen Sie? Welche Kombinationen gefallen Ihnen besonders gut? Welche Tipps und Tricks haben Sie, damit Ihre Astern die ganze schöne Jahreszeit über gesund bleiben?
Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber über Astern
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