Eine grüne Oase auf kleinem Raum? Das ist möglich! Es gibt zahlreiche Kombinationen, mit denen Sie einen hübsch bepflanzten Balkon gestalten können. Die Ergebnisse entsprechen jedoch nicht immer unseren Erwartungen. Wie im Garten gilt es, einige Punkte zu beachten, damit Sie mit Ihrer Gestaltung rundum zufrieden sind: den Standort, den verfügbaren Platz und anderes mehr. Ich selbst wollte mir eine kleine Laune gönnen: eine Waldrebe auf meinem Fensterbrett.

Aber wie wählen Sie die richtige Waldrebe aus?

Zunächst sollten Sie bedenken, wie groß die Pflanze im ausgewachsenen Zustand wird. Wählen Sie am besten eine Sorte mit kompakter Wuchsform. Das gilt zum Beispiel für die Waldrebe 'Baby Star'. Sie wird höchstens 1,5 Meter hoch und eignet sich deshalb ideal für einen Topf auf dem Balkon. Denn je größer die Pflanze wird, desto größer muss auch der Topf sein, der Ihre neue Schützlingin aufnehmen soll. Auf der Website von Promesse de Fleurs finden Sie eine Auswahl an Waldreben für Töpfe. Die Auswahl ist jedoch groß. Für die Entscheidung sollten Sie mit Farben und Blattformen spielen. Die Waldrebe 'Early Sensation' eignet sich beispielsweise gut für die Kultur im Topf. Außerdem besitzt sie immergrünes Laub. Andere Sorten blühen sehr lange, wieder andere verströmen einen angenehmen Duft.

Waldrebe 'Baby Star'
Waldrebe 'Baby Star'

Achten Sie beim Pflanzen darauf, den Topfboden gut zu drainieren. Waldreben vertragen keine Staunässe. Verwenden Sie am besten eine nährstoffreiche Erde, die Sie gegebenenfalls mit Kompost anreichern. Anschließend braucht Ihre Kletterpflanze eine Rankhilfe, zum Beispiel ein hölzernes Rankgitter oder eine Bambuspyramide. Wenn Sie genügend Platz haben, lassen Sie sie an den Zweigen eines nah gepflanzten Strauchs emporranken. Ich selbst habe einfach Edelstahldrähte angebracht und mit Haken befestigt. Die Ranken der Waldrebe fanden problemlos Halt daran!

Auch hier gilt das Gleiche wie im Garten: Der Fuß steht im Schatten, die Triebspitzen in der Sonne! Meistens ist Sonne der Schlüssel zu einer üppigen Blüte, vorausgesetzt, Sie gießen regelmäßig. Die Waldrebe benötigt außerdem einen kühlen Wurzelbereich. Wir alle kennen den Trick mit der alten Dachziegel, die den Pflanzenfuß schützt. Noch besser ist es jedoch, Pflanzenverbände zu schaffen, die diese Aufgabe übernehmen. Gut buschige und nicht zu anspruchsvolle Stauden können mit der Waldrebe im Topf zusammenwachsen und ihr den nötigen Schatten spenden. Meine persönliche Lieblingskombination? Natürlich Storchschnabel! Er ist pflegeleicht und blüht sehr reich. Damit ist er der ideale Begleiter für eine Kletterpflanze im Topf.

Mein Test: Waldreben und Storchschnabel kombiniert

  • Im Schatten: Die Waldrebe 'Sweet Summer Love' an einem stärker beschatteten Fenster hat erstaunlich reich geblüht! Ihre mittlere Wuchshöhe eignet sich für die Kultur im Topf. Außerdem verströmen ihre Blüten einen angenehm süßen Duft. Ich habe sie mit dem bekannten und unermüdlich blühenden Storchschnabel 'Orion' kombiniert. Die beiden Pflanzen sehen zusammen sehr hübsch aus, sogar im Schatten! Zusätzlich habe ich eine kleine Fuchsie dazugesetzt. Alle drei scheinen problemlos miteinander auszukommen. Allerdings muss ich den Topf mit weniger als 30 cm Durchmesser im nächsten Jahr vermutlich austauschen.
  • In der Sonne: Die Waldrebe 'Dancing Dorien' steht zusammen mit einem weiteren Storchschnabel in einem Zinktopf: 'Dragon Heart'. Er erfreut mich bereits seit einem Monat ununterbrochen. Mitte Juni ließ die Blüte etwas nach, weil ich ein- oder zweimal das Gießen versäumt hatte. Danach setzte sie umso üppiger wieder ein. Der Storchschnabel harmoniert wunderbar mit den weißen, gefüllten Blüten von 'Dancing Dorien', die gerade erst zu blühen beginnt.

Das Ergebnis? Zwei blühende Fensterplätze, die hoffentlich den ganzen Sommer über schön bleiben.