Aber wer frisst das Kohlgemüse im Nutzgarten? Kennen Sie den Kohlweißling?

Der Kohlweißling, ein Schmetterling mit gefräßigen Raupen

Pieris brassicae ist ein ausgesprochen gewöhnlicher, eher unscheinbarer cremeweißer verfluchter Schmetterling. Wie Sie sicher schon erraten haben, besteht seine Besonderheit darin, dass er im Raupenstadium Kohl und alle Kreuzblütler beziehungsweise Kohlgewächse befällt – darunter auch den Weißen Senf, der im Nutzgarten als Gründüngung sehr nützlich ist.
Auch wenn ich Schmetterlinge sehr schätze, bekomme ich beim Kohlweißling schon Ausschlag, ohne seine Raupen überhaupt berühren zu müssen. Denn die Schäden können erheblich sein. Im Falle eines massiven Befalls gehen Sie abends mit prächtigen, vielversprechenden Kohlpflanzen ins Bett. Am nächsten Morgen bleiben im Nutzgarten nur noch armselige Skelette aus Blattadern übrig. Ich übertreibe kaum.

Wie können Sie dem Kohlweißling vorbeugen und ihn bekämpfen?

Da der Kohlweißling in ganz Frankreich vorkommt – laut Wikipedia bereits seit dem Paläolithikum 😉 – und vom späten Frühjahr bis Oktober aktiv ist, werden Sie sicher zustimmen, dass eine Bekämpfung gerechtfertigt ist.
Wie bei der Möhrenfliege und der Lauch-Minierfliege besteht die beste Vorbeugung, abgesehen davon, mit einem Schmetterlingsnetz auf Jagd zu gehen, darin, ein Insektenschutznetz lückenlos anzubringen.

Wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahme nicht getroffen haben, gehen Sie schrittweise vor, um die Schäden zu begrenzen:

  • Kontrollieren Sie Ihren Kohl und untersuchen Sie sorgfältig die Blattunterseiten – das ist die Grundlage!
  • Zerdrücken Sie die Eier systematisch und ohne Gnade.
  • Spritzen Sie ein Mittel auf Basis von „Bt“ beziehungsweise Bacillus thuringiensis (Bacillus thuringiensis): Dieses Bakterium führt nach der Aufnahme durch die Raupe zu deren Tod. Es handelt sich um ein Biopestizid, das selbstverständlich im ökologischen Landbau eingesetzt werden darf. Damit die Behandlung wirkt, müssen Sie sie frühzeitig durchführen.
  • Sammeln Sie die Raupen von Hand ab. Eine Gurkenzange ist für alle geeignet, die sich vor dem Kontakt mit Raupen ekeln.

Denken Sie außerdem wie immer daran, die Fruchtfolge im Nutzgarten einzuhalten, Ihre Kulturen miteinander zu kombinieren und Kräuter einzusetzen, um diese unerwünschten Gäste zu verwirren.