Kürbisse und Zucchini sind im Gemüsegarten ein wahres Vergnügen: Sie lassen sich sehr einfach aussäen, benötigen kaum Pflege, wachsen schnell und sind vor allem äußerst ertragreich.
Die Aussaat von Kürbissen und Zucchini: kinderleicht und gelingt immer
Die Aussaat erfolgt direkt ins Freiland oder in einen Anzuchttopf. Befolgen Sie dafür die Anweisungen in unserer Pflanzanleitung. In unserem ländlichen Garten, einem wahren „angesagten Treffpunkt“ für Schnecken, aber auch für allerlei Kleinsäuger (vor allem wenn es Bier gibt), gehen wir lieber auf Nummer sicher. Die Jungpflanzen von Kürbissen und Zucchini werden geschützt vor ihren gefräßigen Besuchern herangezogen. Im April und Mai bin ich etwas überlastet, deshalb übernimmt meine achtjährige Tochter diese Aufgabe. Und wenn ich mir keine Sorgen mache, dann nur, weil ein Misserfolg unmöglich ist – es sei denn, man legt es wirklich darauf an!
Bei Kürbissen, Moschus-Kürbissen und Riesen-Kürbissen können sich besonders faule Gärtner darauf beschränken, ein paar Samen auf den Komposthaufen zu werfen – das funktioniert ebenfalls sehr gut. Allerdings nur, wenn die Wühlmäuse nicht alle Samen auffressen, bevor sie keimen können. Von der Verwendung spontaner Sämlinge rate ich dagegen ab: Kürbisse kreuzen sich untereinander mit verblüffender Leichtigkeit – man spricht von natürlicher Hybridisierung. Dann erhalten Sie das, was ich die Sorte „Überraschung“ nenne.
Und nach dem Prinzip der Überraschung kann sie sich als gut erweisen:
Juhu, zehn kostenlose Kürbisse ohne jeden Aufwand!
Oder als schlecht:
So ein Ärger, zehn wuchernde Kürbisse, die den ganzen Sommer über den Platz beansprucht haben und sich als völlig ungenießbar erweisen ...
Versuchen Sie bei der Planung, Ihre Aussaattermine möglichst an Ihre Urlaubszeiten anzupassen (wenn Sie im Juli verreisen, säen Sie spät aus ...) oder bitten Sie während dieser Zeit einen Nachbarn, die Ernte zu übernehmen. Denn wenn der komische Effekt erst einmal verflogen ist, gibt es kaum etwas Ärgerlicheres, als mitten im Garten anstelle der erhofften köstlichen Zucchini mit ihrem feinen, zart schmelzenden Fruchtfleisch echte, mit Samen gefüllte Keulen vorzufinden.
Zucchini, Kürbisse und Riesen-Kürbisse anbauen? Ganz einfach: Sonne, Luft und nährstoffreicher Boden
Kürbisse und Zucchini wachsen in der Sonne auf nahezu jedem Boden, sofern dieser nährstoffreich und relativ frisch ist. Falls Sie im Herbst keine großzügige Menge Kompost eingearbeitet haben, ist es noch nicht zu spät: Heben Sie beim Pflanzen große Pflanzlöcher aus und mischen Sie den Gartenboden mit Kompost, der ruhig noch nicht vollständig verrottet sein muss.
Kürbisse und Zucchini haben kaum mit Schädlingen zu kämpfen (abgesehen von Schnecken im Keimlingsstadium), werden als Kürbisgewächse jedoch häufig von Mehltau befallen. Diese durch einen Pilz verursachte Krankheit tritt bei warmem (27 °C sind ihre bevorzugten Temperaturen) und feuchtem Wetter auf. Sie zeigt sich durch weiße, pudrige Flecken. Sind die Blätter erst einmal vom „weißen Belag“ befallen und werden nicht behandelt, trocknen sie schließlich ein, die Ernte bricht rapide ein und die Pflanze stirbt ab.
Diese Krankheit ist jedoch nicht unvermeidlich. Treffen Sie zur Vorbeugung folgende Maßnahmen:
- Halten Sie beim Pflanzen ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen: 80 cm bei nicht rankenden Sorten und mindestens einen Meter bei den übrigen. Die Pflanzen brauchen Luft, damit sie nach Regen rasch abtrocknen,
- Vermeiden Sie stickstoffhaltige Dünger. Sie kurbeln zwar das Blattwachstum an, machen das Laub aber auch anfälliger,
- Verwenden Sie neuere Sorten und F1-Hybriden, die oft widerstandsfähiger sind.
Kürbisgewächse: eine große Sortenvielfalt
Kaum eine Pflanzengattung bietet eine solche Sortenvielfalt wie die Kürbisgewächse.
Jedes Jahr muss ich mich zur Vernunft zwingen, um mich vor allem bei der Anzahl der Zucchini-Pflanzen zu beschränken. Das fällt schwer, denn ich hätte sie am liebsten alle: die grünen, die gelben, die langen, die runden ... Dabei tragen sie so reich, dass mir meine Nachbarn mitten im Sommer kaum noch die Tür öffnen, wenn sie mich mit meinem vollen Korb ankommen sehen, fest entschlossen, die Ernte zu verteilen!





Besonders gerne mag ich:
- Précoce maraîchère, weil sie früh in der Saison trägt und damit unsere Lust auf Sommergemüse vorzeitig stillt,
- Ronde de Nice und Tondo di Toscana, zwei kugelförmige Sorten, die sich ideal zum Füllen eignen,
- Gold Rush wegen ihres Geschmacks, aber auch wegen ihrer gelben Schale (Kinder lassen sich von Gelb weniger abschrecken als von Grün ...),
- Belor F1, eine so ertragreiche Sorte, dass ich ohne schlechtes Gewissen ihre Blüten pflücke, um daraus köstliche Beignets zuzubereiten.
Bei den Kürbissen gibt es dagegen keine Einschränkungen – abgesehen vom verfügbaren Platz, denn sie lassen sich hervorragend lagern und bis zum Beginn des Frühjahrs verzehren.
Zu unseren fünf Favoriten gehören:
- der Kürbis Jack O'lantern. Die größten Exemplare schenke ich dem Kindergarten für die traditionellen Halloween-Laternen, aber auch für den jährlichen Kochkurs,
- der Kürbis Bleu de Hongrie mit seiner wunderschönen, ganz außergewöhnlichen Farbe,
- der Kürbis Giraumon Turban, der ebenso dekorativ wie schmackhaft ist,
- der Riesen-Kürbis Uchiki Kuri, ein wenig wegen seines Namens, dessen Aussprache an „Die Socken der Erzherzogin ...“ erinnert, vor allem aber wegen seiner handlichen Größe, die Verschwendung verhindert: eine Frucht = eine Suppe,
- der Moschus-Kürbis Butternut wegen seines charakteristischen, besonders feinen Geschmacks.





In diesem Jahr wird es außerdem Flaschenkürbisse geben. Sie sind nicht essbar, was jedoch keine Rolle spielt, da ich sie zu dekorativen Zwecken verwenden möchte. Zunächst würde ich sie gerne an einer Konstruktion aus Bewehrungsstahl emporranken lassen. Ja, Kürbisse können auch vertikal kultiviert werden! Im kommenden Frühjahr werden sie, sobald sie getrocknet und vielleicht bemalt sind (ich kann sie mir sehr gut in leuchtendem Rot vorstellen), wie aufgespießt auf einem großen Stab aufgereiht und den Garten schmücken. Angeblich kann man sie auch gravieren oder aufschneiden, um daraus Schalen und allerlei Gegenstände herzustellen ... Damit hätten wir den ganzen Winter über etwas zu tun!
Mehr erfahren :
- Unser ausführliches Dossier: „Zucchini: Aussaat, Pflanzung und Anbau im Gemüsegarten“
- Der Artikel von Sophie: „Riesenkürbisse: Auf zur Aussaat!“
- Unsere Anleitung: Wie werden Kürbisse rankend erzogen?
Kommentare