Acaena, Stachelnüsschen: pflanzen und pflegen
Inhaltsverzeichnis
Stachelnüsschen kurz erklärt
- Acaena oder Stachelnüsschen: immergrüner, besonderer Bodendecker
- Zart gefiedertes, fein geschnittenes und schön gefärbtes Laub
- Kugelige, stachelige Früchte punktieren den Teppich im Spätsommer
- Pflegeleicht, sehr winterhart und ohne Aufwand: kein Unkrautjäten!
- Das anspruchslose Pfriemblättrige Mastkraut gedeiht in fast jedem Boden
- Zwischen Platten, am Beetrand oder in nicht zu trockenen Steingärten pflanzen
Wort unserer Expertin
Acaena oder Stachelnüßchen bildet einen kräftigen, immergrünen und außergewöhnlichen Bodendecker mit unscheinbarer Sommerblüte, auf die stachelige, in Kupferrot oder Goldbraun sehr dekorative Früchte folgen.
Je nach Art und Sorte zeigt dieses dichte Polster verschiedene Farben: blaugrün bei Acaena buchananii, blass graublau bei Acaena ‚Blue Haze‘, bronzefarben bei Acaena microphylla ‚Kupferteppich‘ oder purpurrot bei Acaena inermis ‚Pupurea‘.
Die zarte, aber nicht wuchernde kleine Staude gedeiht in fast jedem durchlässigen Boden, der im Sommer nicht zu trocken ist. Sie wächst zwischen Platten, schmückt den Steingarten, säumt Beete oder ersetzt Rasen an wenig betretenen Stellen.
Entdecken Sie unsere Stachelnüßchen: Sie sind von großer Zartheit und auch im Winter schön – Sie werden nicht enttäuscht sein!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Acaena
- Familie Rosengewächse
- Gebräuchlicher Name Stachelnüßchen
- Blüte Mai–September je nach Sorte
- Höhe 3 bis 10 cm
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens gut durchlässig, frisch
- Winterhärte -15 bis -34 °C
Acaena oder Stachelnüßchen ist ein Bodendecker aus der Familie der Rosengewächse und mit dem Kleinen Wiesenknopf verwandt. Die Gattung Acaena umfasst etwa 150 Arten, die aus Wiesen gemäßigter Regionen stammen, meist aus Neuseeland oder den südlichen Anden. Zu den verbreitetsten Arten und Sorten zählen das Acaena buchananii oder Blaugrüne Stachelnüßchen, die kleinste Art der Gattung, das Acaena microphylla oder Braunblättrige Stachelnüßchen mit seinem winzigen Laub sowie Acaena magellanica (Syn. Acaena glaucophylla).
Acaena bildet mit kriechenden Trieben oder Rhizomen dichte, 3 bis 10 cm hohe Bodendeckerpolster, die sich etwa 30 bis 60 cm ausbreiten (theoretisch jedoch unbegrenzt wachsen können). Die Pflanze bewurzelt sich wie Erdbeeren an mehreren Stellen und bildet in viele Richtungen neue Triebe. Sie wächst schnell und breitet sich mit der Zeit aus, ist aber nicht invasiv, da sich ihre Ausbreitung leicht kontrollieren lässt. Schließlich bildet sie einen flächigen, in mildem Klima immergrünen Teppich.
Stachelnüßchen gehören zu den mehrjährigen Pflanzen mit auffälligem Laub, das an den Kleinen Wiesenknopf erinnert. Es besteht aus wechselständigen, zusammengesetzten Blättern mit fein gegliederten Fiederblättchen von nur 3 bis 7 mm Durchmesser. Die Blattunterseiten sind manchmal flaumig behaart.
Die Farbe variiert je nach Kultivar von zartem Silbergrün über Bläulichgrün bei Acaena buchananii und Bronzegrün bei Acaena microphylla bis hin zu Violett und blassem Blaugrau. Zu den bemerkenswerten Kultivaren zählt Acaena inermis ‚Pupurea‘ mit seinem hübschen purpurfarbenen Laub. Acaena ‚Blue Haze‘ ist ein Hybrid mit zart bläulicher Färbung, während sich Acaena microphylla ‚Kupferteppich‘ durch winziges, rosé überhauchtes grünes Laub auszeichnet.

Entwicklung der Blüte eines Acaena microphylla
Von Mai–Juni bis September erscheinen je nach Art aufrechte, kugelige Blüten über dem dichten Laub. Sie öffnen sich als Blütenkörbchen oder zylindrische Ähren in Weiß bis Grün, manchmal auch Violett. Die unscheinbare Blüte lockt Bestäuber an.
Am Ende des Sommers entwickeln sich daraus hübsche Früchte: etwa 2 cm große Achänen, die an kleine Esskastanien oder Seeigel erinnern. Die kuriosen, kugeligen Früchte ragen über das Laub hinaus und tragen dornige, aber nicht stechende Haare. Im Herbst leuchten sie dekorativ dunkelrosa, rotbraun, kupferfarben, ocker oder goldbraun und bleiben leicht an Kleidung und Tierhaaren hängen.

Stachelnüßchen bieten verschiedene Laubfarben: A. inermis ‚Purpurea‘, A. ‚Blue Haze‘ und A. buchananii ‚Silver Green‘
Dank ihrer guten Winterhärte fürchtet die Stachelnüßchen keinen Frost und verträgt Temperaturen unter -15 °C. Die kleine Pflanze ist in Steingärten, zwischen Platten, als Beeteinfassung, am Beetrand oder als Bodendecker unter Sträuchern sehr beliebt.
Wichtige Arten und Sorten
Die beliebtesten
Acaena inermis Purpurea - Stachelnüßchen
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
Acaena saccaticupula Blue Haze - Stachelnüßchen
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
Acaena buchananii - Blaugrünes Stachelnüsschen
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 5 cm
Acaena magellanica - Magellan-Stachelnüsschen
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
Unsere Favoriten
Acaena microphylla Dichte Matte - Stachelnüßchen
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
Acaena microphylla Kupferteppich - Stachelnüßchen
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
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Pflanzung
Wo Acaena pflanzen?
Vollkommen winterhart ist das Stachelnüßchen eine kleine, pflegeleichte Staude, die Kälte (bis -15/-20 °C, je nach Sorte manchmal bis -35 °C) besser verträgt als Trockenheit. Sehr trockene Sommer mag es überhaupt nicht, daher kann der Anbau in mediterranem Klima schwieriger sein. Anspruchslos gedeiht es in fast jedem Boden: gut durchlässig, auch arm, steinig oder kalkhaltig, im Winter nicht vernässt und im Sommer frisch (aber nicht nass). Es bevorzugt einen sonnigen bis leicht schattigen Standort.
Die Polster breiten sich mit der Zeit aus, bleiben aber leicht zu kontrollieren.
Nicht wuchernd, wächst es zwischen Platten, an Wegrändern entlang, begrünt einen sonnigen Steingarten und erobert selbst im Winter schnell Beete mit Sträuchern. Auch in einem Alpengarten lässt es sich pflanzen und für Balkonkästen, Pflanzgefäße oder Schalen verwenden, aus denen es gerne herauswächst.
Dieser kräftige Bodendecker kann auf wenig begangenen Flächen den Rasen ersetzen und nach dem Anwachsen auch die Ausbreitung von Unkraut begrenzen. Interessant ist es außerdem für die Begrünung von Dächern oder begrünten Wänden, allerdings nur in kühlem Klima.
Wann pflanzen?
Das Stachelnüßchen wird im Herbst von September bis November oder im Frühjahr von Februar bis April gepflanzt, außerhalb von Frost- und Trockenperioden.
Wie pflanzen?
Im Freiland
Rechnen Sie je nach Sorte mit 3 bis 7 Pflanzen pro m² für einen dichten Teppich.
- Heben Sie ein Loch aus, das 3- bis 5-mal breiter als der Wurzelballen ist
- Arbeiten Sie in schweren Böden Kompost und Sand in das Pflanzloch ein
- Legen Sie eine Drainageschicht an
- Setzen Sie die Pflanze in die Mitte des Lochs
- Bedecken Sie den Wurzelballen mit Erde
- Drücken Sie die Erde an
- Gießen Sie reichlich und regelmäßig, bis die Pflanze angewachsen ist

Acaena eignet sich perfekt als Bodendecker!
Lesen Sie auch
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In Topf und Beet Boden frisch halten, besonders im Sommer: Im 1. Jahr regelmäßig, danach 1–2-mal wöchentlich gießen. Überzählige bewurzelte Triebe ausreißen.
Vermehrung
Auch wenn sich das Stachelnüsschen durch Aussaat vermehren lässt, ist die Teilung der Staude oder das Abtrennen bewurzelter Ausläufer einfacher.
- Heben Sie im Frühherbst oder Frühjahr mit einer Grabegabel einen Teil der Staude an
- Teilen Sie sie in mehrere Rosetten mit jeweils eigenen Wurzeln und einem Blattansatz
- Pflanzen Sie die Teilstücke sofort ins Beet oder in einen Topf
Sie können auch die Ausläufer ausgraben: Schneiden Sie einfach die natürlich bewurzelten Triebe ab und pflanzen Sie sie an anderer Stelle in feuchte Erde.
→ Ingrid erklärt Ihnen mehr unter: Wie vermehrt man Acaena oder Stachelnüsschen?
Kombinieren
Mit ihrem immergrünen Laub in hellen oder tiefen Farbtönen eignet sich das Stachelnüßchen perfekt, um den Raum unter Bäumen und Sträuchern, in einem Pflaster, an den Rändern schattiger Beete sowie in einem frischen, sonnigen Steingarten ansprechend zu gestalten.
Für einen Teppich aus Farben und dezenten Texturen unter Sträuchern oder im Beet kombinieren Sie es mit dem Mauer-Zimbelkraut (Cymbalaria muralis), Purpurglöckchen oder Storchschnabel.

Ein Beispiel für eine Kombination: Acaena inermis ‚Purpurea‘ bildet zusammen mit einigen Horsten von Sporobulus heterolepis einen prächtigen Teppich.
Für den Steingarten kombinieren Sie es mit Gräsern oder anderen immergrünen Bodendeckern, die dieselben Kulturbedingungen vertragen, etwa Kaukasischer Gänsekresse, Blaukissen, Garten-Nelken und Zwerg-Grasnelke. Auch mit kleinen Fetthennen, Hauswurz oder Steinbrech harmoniert es gut.
Zusammen mit zahlreichen Frühlingszwiebeln wie Tulpen ergibt es ein farbenfrohes Bild.
Purpurlaubige Stachelnüßchen wie Acaena ‚Purpurea‘ wirken wunderbar mit Gräsern, etwa seidigen Sporobulus oder farbenprächtigen Gräsern wie Imperata cylindrica ‚Red Baron‘, Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ und Miscanthus sinensis ‚Little Miss‘.
→ Entdecken Sie in unserem Ratgeber weitere Ideen für Kombinationen mit Acaena!
Nützliche Ressourcen
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