Bambus, Schirmbambus: pflanzen, pflegen
Inhaltsverzeichnis
Schirmbambus kurz erklärt
- Nicht ausläuferbildend und weniger invasiv als andere Bambusarten
- Bildet dichte Horste aus schlanken, eng stehenden Halmen mit gutem Sichtschutz
- Das immergrüne Laub schafft das ganze Jahr über einen grünen Sichtschutz
- Ideal für Sicht- oder Windschutzhecken, im Freiland wie im Topf
- Sehr winterhart und problemlos an sonnigen bis halbschattigen Standorten in gut vorbereitetem, normalem Boden
Das Wort unserer Expertin
Fargesia ist ein nicht ausläuferbildender Bambus, ideal zur Begrünung Ihres Gartens ohne Sorgen. Kompakt und nicht invasiv, ist diese horstbildende Bambus-Art eine hervorragende Alternative zu Phyllostachys, der für seinen wuchernden Wuchs bekannt ist! Die Familie der Fargesia umfasst Dutzende Kultivare, die meist von Fargesia rufa, F. robusta, der wie Robusta Campbell besonders sonnen- und trockenheitsverträglich ist, F. murielae, F. denudata und Fargesia nitida abstammen.
Je nach Sorte variiert die Farbe des Laubs und der feinen, dicht stehenden Halme (Stoppeln) von Grün über Goldgelb und Stahlblau bis zu Mahagonischwarz.
Alle bilden einen immergrünen Blattschopf von 2 bis 5 m Höhe im ausgewachsenen Zustand. Fargesia eignet sich ideal, um schnell und ohne Rhizomsperre schöne Sicht- oder Windschutzhecken, lärmreduzierende Pflanzenschirme und exotische kleine Gehölzgruppen anzulegen.
Der pflegeleichte Bambus ist vollkommen frosthart (bei manchen Sorten bis -30 °C) und lässt sich problemlos an sonnigen bis halbschattigen Standorten in normalem, gut durchlässigem Boden kultivieren. Auch im Kübel auf Terrasse oder Balkon ist er ein sehr attraktiver Blickfang.
Entdecken Sie unser Fargesia-Bambussortiment und wählen Sie den Bambus, der Ihrem Garten oder Ihrer Terrasse einen exotischen Akzent verleiht!

Fargesia Rufa, Fargesia murielae, Fargesia denudata (© Cultivar 413)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Bambuseae fargesia
- Familie Poaceae
- Gebräuchlicher Name Fargesia
- Höhe 2 bis 5 m
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens nährstoffreich und leicht
- Winterhärte unter -15 °C
Fargesia ist ein horstbildender Bambus, das heißt, er ist nicht ausläuferbildend. Wie alle Bambusse gehört er zur Familie der Poaceae, den Gräsern. Er stammt aus den feuchten Wäldern Chinas und des Himalaya, was seine ausgezeichnete Winterhärte erklärt (bei einigen Fargesia-Arten bis -30 °C).
Es gibt 80 Gattungen und mehr als 1000 Bambusarten. Sie werden nach ihrer Größe und ihrer Wachstumsform eingeteilt: ausläuferbildende Arten wie Phyllostachys breiten sich schnell aus, wenn sie nicht durch eine Rhizomsperre begrenzt werden, sowie nicht ausläuferbildende Bambusse wie Fargesia, die kompakte Horste bilden und nicht invasiv sind. Die Gattung Fargesia umfasst etwa hundert Arten wie Fargesia rufa, F. robusta, F. murielae, F. denudata und Fargesia nitida, die am weitesten verbreitet sind und von denen Dutzende Kultivare abstammen.
Dieser nicht ausläuferbildende Bambus besitzt horstbildende Rhizome, die sich um und in das Innere des Horstes entwickeln. Dadurch bleibt dieser stets sehr dicht, ohne in der Mitte kahl zu werden. In den ersten Jahren wächst er eher langsam. Anschließend wächst Fargesia schnell in die Höhe und breitet sich mit der Zeit langsam aus, ohne jemals invasiv zu werden.
Er wird dichter, breitet sich aber nicht aus. Fargesia eignet sich gut für kleine Gärten, bleibt an seinem Platz, benötigt keine Rhizomsperre und kann sich nicht über die ihm im Garten zugewiesenen Grenzen hinaus ausbreiten.

Fargesia Rufa
Er erreicht innerhalb weniger Jahre, etwa vier bis fünf, eine Höhe von 2 bis 5 m und eine maximale Breite von 80 cm bis 3 m. Er braucht etwas länger, um dichter zu werden, als ausläuferbildende Sorten. Er bildet einen großen Horst aus immergrünem, kompaktem und dichtem Laub, der sich nach oben hin auffächert. Die Wuchsform ist aufrecht, manchmal fast säulenförmig, elegant und biegsam. Oft hängt die Horstspitze leicht über, seltener erinnert sie an eine Mini-Trauerweide (Fargesia denudata ‚Lancaster 1‘).
Die Pflanze bildet aufrechte, dünne, biegsame, aber feste Halme oder Stoppeln mit variablem Durchmesser von weniger als 1 cm bis maximal 2 cm. Sie weisen weiße, gelbe, grüne oder dunkelpurpurne Knoten auf. Junge Stoppeln sind im Jugendstadium manchmal mit einem weißen oder purpurnen Reif überzogen. In der Sonne nehmen sie eine intensivere Färbung an, die mit der Zeit verblasst oder sich verändert. Ihre Farben variieren je nach Sorte: von Anisgrün bei Fargesia robusta über Stahlblau bei Fargesia papyrifera ‚Blue Dragon®‘ und Orange bei Fargesia Jiu bis hin zu Dunkelviolett bei Fargesia sp. Jiuzhaigou ‚Deep Purple ®‘ und schließlich Schwarz bei Fargesia ‚Black Dragon ®‘. Einige Stoppeln, etwa bei Fargesia robusta ‚Pingwu‘, sind mit dauerhaft weißen Halmblattscheiden geschmückt, die für schöne, sehr dekorative Kontraste sorgen.
Das im Winter immergrüne Laub bedeckt fast die gesamte Höhe der Stoppeln und ist zur Spitze hin oft dichter. Dünne Zweige gehen von den Knoten ab und teilen sich in feine, sekundäre Verzweigungen. Sie tragen schmale, lanzettliche und an der Spitze zugespitzte Blätter. Je nach Sorte ist das Laub mehr oder weniger dicht. Fargesia robusta ‚Wolong‘ und ‚Wenchuan‘ zeichnen sich durch ihre größeren und breiteren Blätter aus, die ihnen eine exotischere und üppigere Wirkung verleihen.
Die Blätter sind dunkelgrün bis leuchtend grün, manchmal leicht bläulich oder gelb gerandet. Ihre Unterseite ist heller. Sie trocknen ein und fallen ab, doch das Laub erneuert sich ständig.
Die Blüte von Fargesia besteht aus endständigen Rispen oder Trauben, ist in Kultur jedoch sehr selten und unregelmäßig.
Die jungen Turionen oder Triebe sind nach dem Kochen essbar.
Lesen Sie auch
Sollte man Bambus in seinem Garten pflanzen?Welche Bambusarten sind nicht ausläuferbildend?
Fargesia rufa - Bambus
- Höhe bei Reife 2,75 m
Fargesia robusta Campbell - Bambus
- Höhe bei Reife 4 m
Fargesia robusta Pingwu - Bambus
- Höhe bei Reife 4,50 m
Fargesia murielae Bimbo - Bambus
- Höhe bei Reife 1,50 m
Fargesia murielae Dino - Bambus
- Höhe bei Reife 4,50 m
Fargesia denudata Lancaster 1 - Bambus
- Höhe bei Reife 3 m
Fargesia nitida Black Pearl - Bambus
- Höhe bei Reife 2,25 m
Fargesia robusta - Bambus
- Höhe bei Reife 4 m
Fargesia robusta Wolong - Bambus
- Höhe bei Reife 5 m
Fargesia papyrifera Blue Dragon - Bambus
- Höhe bei Reife 6 m
DéEntdecken Sie andere Fargesia
Alles ansehen →Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Schirmbambus pflanzen
Wo pflanzen?
Die meisten Schirmbambusse sind vollkommen winterhart und halten Temperaturen bis -20/-25 °C stand. Sie können überall in Deutschland gepflanzt werden. Sie gedeihen in jedem Gartenboden, wachsen in magerem Boden jedoch langsamer an. Bodenqualität und -feuchte bestimmen Wachstum und Entwicklung. In leicht feuchtem Sommerboden wachsen sie schneller, da sie Trockenheit nicht vertragen. Pflanzen Sie sie in neutralen oder sauren, kalkarmen, lockeren Boden, der während Hitzeperioden frisch bleibt und gut drainiert ist. Staunässe im Winter vertragen sie dagegen nicht.
Sie bevorzugen Halbschatten gegenüber direkter Sonne, auch wenn einige Arten wie Fargesia robusta volle Sonne und Trockenheit gut vertragen. Sie stehen am besten geschützt vor kalten, trockenen Winden, auf die sie recht empfindlich reagieren.
Nicht ausläuferbildend, dicht wachsend und schnellwüchsig, eignen sich Schirmbambusse besonders für schöne, immergrüne Sicht- und Windschutzhecken. Lassen Sie ihnen genügend Platz, damit sie ihre ganze Schönheit entfalten können. Als Gruppenpflanzung bilden sie rasch kleine, exotisch wirkende Wälder mit besonderem Flair. Ihre markante Präsenz und elegante, dichte Wuchsform machen sie auch als Solitär, im Hintergrund eines Beets oder am Teichrand attraktiv. Sie können zudem in Kübeln kultiviert werden. Auf Terrasse oder Balkon bilden sie einen grünen Sichtschutz gegen störende Einblicke und schaffen intime Bereiche.

Fargesia rufa ‚Qingchuan Panda‘ im Vordergrund, im Beet mit Pennisetum, Melinus neviglumis und Chasmanthium latifolium (© Cultivar 413)
Wann Schirmbambus pflanzen?
Die Pflanzung von Schirmbambus erfolgt am besten im Spätsommer und Herbst, nach der großen Hitze, wenn der Boden erwärmt ist und häufiger Regen fällt. Für ein gutes Anwachsen benötigen die Pflanzen viel Wasser.
Wie Schirmbambus pflanzen?
Im Freiland
Eine Rhizomsperre aus dickem, widerstandsfähigem Polypropylen ist nicht nötig. Bei einer Beetpflanzung halten Sie zwischen den Pflanzen etwa 0,8 bis 1 m Abstand. In der Hecke beträgt der Abstand 60 bis 80 cm.
- Vor dem Pflanzen den Wurzelballen mindestens 30 Minuten in Wasser tauchen und gründlich durchfeuchten
- Ein breites, tiefes Pflanzloch ausheben und den Boden gut lockern
- Den Wurzelballen in die Mitte setzen und den Hals der Pflanze gut mit Erde bedecken
- Mit angereichertem Gartenboden und gut verrottetem Kompost auffüllen
- Oberirdisch einige Zentimeter Torf verteilen
- Mit Holzspänen oder Kiefernrinde mulchen
- Reichlich gießen und darauf achten, dass der Boden im ersten Jahr nach der Pflanzung Sommer wie Winter stets feucht bleibt
Im Kübel
Schirmbambusse gedeihen auch sehr gut im Kübel, sofern regelmäßig gegossen wird.
- Einen Topf mit mindestens 50 cm Tiefe wählen
- Auf ein Abzugsloch im Boden für eine gute Drainage achten
- Den Wurzelballen vor dem Pflanzen anfeuchten
- Den Topfboden mit Blähton, Kies oder Lavagranulat bedecken
- Den Bambus pflanzen und mit einer nährstoffreichen Mischung aus Gartenerde und Blumenerde auffüllen
- Reichlich und regelmäßig gießen
- Mit Kiefernrinde mulchen
- Den Topf an einen sonnigen, aber nicht der prallen Sonne ausgesetzten, zugluftgeschützten Standort stellen und besonders bei längerer Trockenheit regelmäßig gießen

Lesen Sie auch
Bambus: Erfolgreich pflanzen in 4 SchrittenKultur und Pflege
Fargesia-Bambus: regelmäßig gießen, düngen, mulchen und im Frühjahr reinigen. Im Topf und bei Hitze besonders auf ausreichende Wasserversorgung achten.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Bambus ist meist robust gegen Krankheiten und Parasiten. Schnecken fressen gelegentlich junge Triebe von Schirmbambus: Entdecken Sie zum Schutz unsere natürlichen Lösungen!
Bambus im Topf wird mitunter von Wollläusen befallen: Spritzen Sie eine Mischung aus Pflanzenöl (Raps- oder Olivenöl), 90-prozentigem Alkohol und Schmierseife.
Im Sommer können rote Spinnmilben bei trockener, windiger Luft Blätter vergilben und vertrocknen lassen: Brausen Sie das Bambuslaub morgens und abends mit Wasser ab.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Krankheiten und Parasiten bei Bambus
Vermehrung
Die Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr, im März und April ermöglicht eine einfache Vermehrung Ihres Bambus.
- Stechen Sie mit einem scharfen Spaten einen kräftigen, etwa 30 bis 40 cm breiten und tiefen Wurzelballen aus einem gut eingewachsenen Wurzelstock. Er sollte möglichst viele Rhizome enthalten.
- Kürzen Sie die Stoppeln um ein Drittel ihrer Länge, wobei Sie stets etwas Laub erhalten.
- Pflanzen Sie den Wurzelballen in ein gut vorbereitetes Pflanzloch.
- Gießen Sie reichlich und halten Sie die Erde feucht, damit der Bambus gut anwächst.
Kombinieren
Mit ihrer eleganten, dekorativen Wuchsform fügen sich Fargesien in jeden Garten ein – ob exotisch, naturnah, modern oder asiatisch inspiriert.
Sie strukturieren ein Strauchbeet auf leichte Weise. Ihre schlanke Wuchsform bildet einen schönen Formkontrast zu kompakteren Pflanzen wie Kamelien und Strauch-Hortensien. Auch immergrüne Sträucher wie Nandina domestica oder Himmelsbambus, Pfaffenhütchen, Stechpalme und Koniferen sind passende Begleiter.
Am Hintergrund eines Beets im tropischen Stil harmonieren sie mit vielen Pflanzen mit üppigem Laub, etwa mit Stachelloser Mahonie, Fatsia japonica oder beispielsweise großen Baumfarnen.
Sie lassen sich leicht mit anderen asiatischen Pflanzen kombinieren, etwa mit Japangras, Fächer-Ahorn oder Chinesischen Hanfpalmen. Für eine japanisch anmutende Atmosphäre wählen Sie Fargesia ‚Black Dragon ®‘ mit seinen schönen schwarzen Halmen und pflanzen Sie zu seinen Füßen ein Neuseelandflachs ‚Dark deligh‘ sowie Ophiopogon planiscapus ‚Nigrescens‘.
Auch hohe Gräser wie Federborstengras, Pampasgras oder Chinaschilf sind gute Begleiter für diese robusten Bambusse.
Einige Stauden wie Canna, Waldreben des Typs viticella und große Kaiser-Dahlien ranken an ihnen empor und bringen ihre Halme zum Blühen.
Gwenaëlle hat 6 Szenen in Gärten verschiedener Stilrichtungen entworfen, um Bambusse zu kombinieren!

Fargesia murielae, Nandina domestica, Hydrangea arborescens ‚Limelight‘ und Stachellose Mahonie
Nützliche Ressourcen
- Entdecken Sie unser großes Bambus-Sortiment, ausgewählt wegen seiner Schönheit, aber auch wegen des nicht invasiven Wuchses mancher Sorten!
- Die 1856 gegründete Bambouseraie d’Anduze in den Cevennen beherbergt zahlreiche Bambus-Sorten
- Ratgeber: Bambushecke: Welche Sorten wählen? und Welcher Fargesia für eine Hecke?
- Entdecken Sie 6 Bambus mit farbigen Stoppeln
- Entdecken Sie 6 ausläuferbildende Bambus
- Unsere Tipps zum richtigen Gießen von Bambus im Topf.
- Entdecken Sie unsere Auswahl an 6 schnell wachsenden Bambus
- Entdecken Sie unsere Serie über wandernde Pflanzen: Bambus
- Unsere Ratgeber: Fargesia: die schönsten Sorten
- Unsere Tipps zum Thema: Wie legt man eine Bambushecke an?
- Entdecken Sie, warum Bambus blüht und was dann zu tun ist
- Bambus im Winter schützen: unsere Lösungen gegen Schnee und Frost.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare