Blasenbaum, Koelreuteria: Pflanzen & Pflege
Inhaltsverzeichnis
Blasenbaum kurz erklärt
- Der Blasenbaum zählt zu den spektakulären Kleinbäumen vom Frühjahr bis zum Herbst
- Sein fein gefiedertes, sattgrünes Laub färbt sich ab Spätsommer goldgelb
- Auf die gelbe Sommerblüte folgen ungewöhnliche, laternenförmige, farbige Früchte
- Er ist vollkommen winterhart und lässt sich in Sonne und normalem, auch kalkhaltigem Boden leicht kultivieren
- Dieser mittelgroße Baum ist in jedem Garten im Beet oder als isoliertes Solitärgehölz einfach prachtvoll
Das Wort unserer Expertin
Die Blasenesche ist ein 6–8 m hoher Kleinbaum mit wechselndem Laub, gelber Sommerblüte und Lampionfrüchten.
Koelreuteria paniculata ist die häufigste Art, auch als ‚Coral Sun‘.
Winterhart und pflegeleicht, wächst sie auch auf kalkhaltigem Boden.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
Die Koelreuteria oder Rispiger Blasenbaum, auch „Laternenbaum“ genannt, ist ein kleiner Baum oder großer Strauch aus der Familie der Seifenbaumgewächse, deren Pflanzen Saponin enthalten. Er stammt aus den trockenen, bewaldeten Tälern Chinas und Koreas. Die Gattung umfasst nur drei Arten. In unseren Gärten findet man vor allem die Art Koelreuteria paniculata, aus der zahlreiche Kultivare wie ‚Coral Sun‘ sowie Hybriden wie Koelreuteria paniculata var. Apiculata hervorgegangen sind. Die Art bipinnata ist in unseren Breiten weniger verbreitet, da sie frostempfindlicher ist.
Die Koelreuteria bildet einen kleinen sommergrünen Baum mit geradem Stamm sowie rundlicher, ausgebreiteter und anmutiger Wuchsform. In unseren Gärten bleibt sie ausgewachsen meist 6 bis 10 Meter hoch und erreicht etwa 3 bis 5 m Breite. Sie eignet sich auch für kleine Gärten. Koelreuteria paniculata ‚Fastigiata‘ zeichnet sich durch eine schmalere Wuchsform aus, während Koelreuteria paniculata ‚Beachmaster‘ ein kompakter, hal Zwerg-Kultivar ist, der ausgewachsen höchstens 4 bis 5 m hoch und 1,50 m breit wird.
Als Jungpflanze entwickelt sie eine kugelige Krone, die sich mit der Zeit ausbreitet; mit zunehmendem Alter neigen die Zweige dazu, elegant herabzuhängen. Ihr Wachstum ist eher langsam, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung, doch ihre Lebensdauer ist beachtlich: Der Blasenbaum kann fast 200 Jahre alt werden. Die Rinde ist bei jungen Bäumen glatt und grau, später bekommt sie Risse mit orangefarbenen Furchen.
Der Blasenbaum ist ein kleiner Baum oder großer Strauch, der durch die Eleganz seines Laubs auffällt, dessen Farbtöne sich im Jahresverlauf verändern.
Seine knorrigen Zweige tragen große, sommergrüne, wechselständige Blätter von 20 bis 60 cm Länge. Sie sind gefiedert und bestehen aus 7 bis 15 ovalen Fiederblättchen mit gelapptem oder gekerbtem Rand. Diese glänzenden, nervigen Blätter mit flaumig behaarter Unterseite treiben bei der Wildform kupferbraun oder rosarot aus, werden im Sommer grün und färben sich je nach Kultivar im Herbst goldgelb bis bronzefarben. Dies brachte dem Blasenbaum seinen englischen Namen „golden raintree“ ein. Koelreuteria paniculata ‚Coral Sun‘, auch „Oranger Blasenbaum“ genannt, zeichnet sich durch korallenrosa Jungtriebe aus, die sich zum Saisonende leuchtend orange färben.
Über diesem feinen, filigranen Laub mit wechselnden Farben erscheinen im Juni und Juli oder bei später blühenden Kultivaren wie Koelreuteria paniculata ‚September‘ im August und September große, lockere Blütenrispen.

Koelreuteria paniculata mit feinem, filigranem Laub, gelben, bei Bienen sehr beliebten Blütenrispen und dekorativen Lampionfrüchten
Diese langen, aufrechten Blütenstände von 30 bis 50 cm Länge blühen an den Spitzen der höchsten Zweige. Sie bestehen aus kleinen gelben Blüten mit 4 lanzettlichen Blütenblättern und 5 bis 8 fadenförmigen Staubblättern. Die nektarreichen Blüten sind bienenfreundlich und leicht duftend; sie verströmen einen angenehmen Duft.
Im Herbst ziehen nicht mehr die Blüten, sondern die farbenfrohen Laternenfrüchte die Blicke auf sich.
Aus diesen Blüten entwickeln sich im Spätsommer erstaunliche, aufgeblähte, lampionförmige Früchte, die dem Baum seinen Beinamen Laternenbaum eingebracht haben. Es handelt sich um 3 bis 5 cm lange, dreikantige Kapseln, die zunächst grün und im Herbst rosafarben bis lederbraun oder orange sind, wie bei Koelreuteria paniculata ‚Coral Sun‘. Sie bilden einen schönen Kontrast zum goldenen Laub. Die pergamentartigen Schoten bleiben nach dem Laubfall im Winter bis zum folgenden Frühjahr erhalten. Jede enthält einige schwarze Samen, die sich im Garten leicht selbst aussäen.
Wie alle Pflanzen aus der Familie der Seifenbaumgewächse enthalten Rinde und Samen Saponin, das in Asien vielfach als natürliche Seife verwendet wird.
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7 Bäume für kleine GärtenWichtige Arten und Sorten
Man findet hauptsächlich zwei Arten des Blasenbaums:
- Den Koelreuteria paniculata gibt es in verschiedenen Sorten, etwa Koelreuteria paniculata ‚Coral Sun‘ mit korallenrosa Jungtrieben, Koelreuteria paniculata ‚Fastigiata‘ mit schmalerer Wuchsform sowie Koelreuteria ‚September‘ (syn. K. ‚September Gold‘) mit späterer Blüte im August und September.
- Der Koelreuteria bipinnata (syn. K. integrifolia) mit gelben, purpur gefleckten Blüten ist eine frostempfindlichere Art und sollte Küstenregionen vorbehalten bleiben.
Unsere Favoriten
Koelreuteria paniculata Coral Sun - Blasenesche
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 6 m
DéEntdecken Sie andere Koelreuteria - Blasenesche
Alles ansehen →Pflanzung
Wo den Blasenbaum pflanzen?
Obwohl er bis -15 °C winterhart ist, sollten Sie ihm in Regionen mit langen Wintern oder viel Wind einen gut vor kalten Winden geschützten Platz bieten, da Spätfröste seine Blüte schädigen können. Junge Bäume sollten Sie vor Kälte schützen. Dieser Baum verträgt weder Wind noch Meeresbrisen. Als Pflanze trockener Gebiete fühlt er sich in mediterranen Regionen mit heißen Sommern wohl, da er Trockenheit gut verträgt.
Der Rispige Blasenbaum bevorzugt einen sonnigen Standort, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Er wächst in jedem gut drainierten Boden, auch in trockenem, sehr porösem und kalkhaltigem Boden. Staunässe, lehmige oder saure Böden verträgt er dagegen nicht.
Seine bescheidenen Maße und sein mäßiges Wachstum machen ihn zur idealen Wahl für kleine Gärten – im Beet, als Solitär oder als Alleebaum. In einem Stadtgarten bevorzugen Sie Koelreuteria paniculata ‚Fastigiata‘ oder Koelreuteria paniculata ‚Beachmaster‘: Diese Sorten sind weniger ausladend und haben eine schmalere, kompaktere Wuchsform als die Art.
Wann pflanzen?
Der Blasenbaum wird idealerweise im Frühjahr gepflanzt: in kalten Regionen von März bis Mai, in anderen Regionen von September bis November. So kann er vor dem Winter gut einwurzeln. Frostperioden sollten Sie vermeiden.
Wie den Blasenbaum pflanzen?
Planen Sie ausreichend Platz ein: mindestens 5 m Abstand zu einem anderen Baum, einer Mauer oder einem Zaun.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens dreimal so groß wie der Wurzelballen ist
- Legen Sie eine dicke Schicht Kies aus, um den Wasserabzug zu verbessern
- Reichern Sie den Boden mit gut verrottetem Kompost oder zwei Schaufeln Blumenerde an
- Pflanzen Sie den Blasenbaum ein, ohne den Hals zu bedecken
- Richten Sie den Baum gerade aus und stützen Sie ihn bei Bedarf mit einem Pfahl
- Treten Sie die Erde fest und gießen Sie reichlich, bis der Baum eingewurzelt ist
- Mulchen Sie den Boden
Damit das Pflanzen Ihres Baums gelingt, entdecken Sie unser Video!

Der Blasenbaum ist mit seiner wunderschönen, sonnenfarbenen Blüte ein bemerkenswerter Baum!
Lesen Sie auch
Die schönsten Bäume und Sträucher mit HerbstfärbungPflege, Rückschnitt und Pflege
Koelreuteria paniculata ist nach dem Anwachsen sehr pflegeleicht.
Kontrollieren Sie im Sommer in den ersten zwei Jahren den Wasserbedarf, damit der Baum gut anwächst. Danach ist er sehr trockenheitsverträglich. Bringen Sie dennoch eine dicke Schicht organischen Mulch aus, damit der Boden frisch bleibt und weniger Wasser verdunstet.
Düngen Sie den Boden einmal jährlich im Herbst mit gutem organischem Dünger, um das Wachstum zu fördern.
Der Blasenbaum verträgt häufigen, noch weniger starken Rückschnitt, da dieser Verletzungen verursacht und das Eindringen von Pathogenen sowie Holzfäule begünstigt: Schneiden Sie nur bei Bedarf am Ende des Winters und entfernen Sie ausschließlich Totholz, vertrocknete oder beschädigte Zweige sowie gebrochene oder schwache Äste.
Am passenden Standort zeigt sich der Blasenbaum gegenüber den meisten Krankheiten und Parasiten als unempfindlich.
Vermehrung
Blasenbaum: Selbstaussaat, Absenken, Stecklinge möglich. Stratifizierte Aussaat im Herbst oder Frühjahr gelingt leicht; langsames Wachstum.
Kombinieren
Der Blasenbaum ist ein kleiner Baum, der meist für sich allein wirkt und inmitten eines Rasens oder Beetes auch in einem kleinen Garten einen exotischen Akzent setzt.
Umgeben Sie ihn im Frühjahr mit einem Teppich aus Zwiebelblumen wie den üppig blühenden Darwin-Hybrid-Tulpen ‚Darwin‘, botanischen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder auch Garten-Anemonen.
Die violetten Blütenstände des Quirlblütigen Salbeis ‚Purple Rain‘ bilden einen reizvollen Kontrast zur gelben Blüte des Blasenbaums. Ergänzen Sie sie mit hübschen Fenchel-Dolden und orangefarbenen Igelköpfen. Verlängern Sie schließlich die Saison mit einigen Gräserhorsten wie Besenried, die sich im Wind wiegen, während der Blasenbaum ‚Coral Sun‘ sein Laub im Herbst in Flammen setzt.

Ein Beispiel für eine sommerliche Kombination: Salvia verticillata ‚Purple Rain‘, Foeniculum vulgare, Echinacea ‚Tangerine Dream‘, Molinia caerulea ‚Moorhexe‘ vor einem Koelreuteria paniculata (zum Beispiel ‚Coral Sun‘ mit seinem im Herbst ausgesprochen bemerkenswerten Laub)
Für frische, säuerliche Farbharmonien pflanzen Sie gelb blühende Sträucher wie einen Buddleja weyeriana ‚Sungold‘, Fingersträucher, ein Hypericum ‘Golden Beacon®’ oder auch Stauden wie Achillea filipendulina ‚Cloth of Gold‘ in seine Nähe.
Am Ende der Saison sorgen ein Katsurabaum (Cercidiphyllum japonicum), ein Cornus sanguinea ‚Magic Flame‘ oder ein Eisenbaum an seiner Seite buchstäblich für ein Feuerwerk im Garten mit ihrem flammend gefärbten Laub.
Mit seinen orangefarbenen Früchten, die den ganzen Winter über haften bleiben, sorgt er für dekorative Akzente und kann den Sanddorn ‚Friesdorfer Orange‘ (Hippophae rhamnoides) oder Euonymus planipes, ein strauchförmiges Pfaffenhütchen, begleiten.
Nützliche Ressourcen
- Sie haben einen kleinen Garten, möchten aber einen Baum pflanzen? Entdecken Sie unsere Auswahl an Bäumen für kleine Gärten!
- Alles Wissenswerte über Bäume finden Sie in unserem Blog!
- Entdecken Sie unsere Kollektion sommerblühender Sträucher, die Ihre Blasenesche begleiten können
- Erfahren Sie mehr über ungewöhnliche Früchte in unserem Ratgeber
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