Blaukissen: säen, pflanzen, pflegen
Inhaltsverzeichnis
Blaukissen kurz erklärt
- Blaukissen sind ein unverzichtbarer Klassiker für Steingärten und Mauerkronen!
- Die hübsche, kleine Staude bildet im Frühling Polster aus kleinen blauen, purpurroten, rosafarbenen, roten oder lilafarbenen Blüten
- Ihre grünen oder panaschierten, immergrünen Blätter schmücken den Garten das ganze Jahr
- Sie blüht üppig und gedeiht problemlos an sonnigen Standorten in leichtem, frischem, gut durchlässigem Boden
- Diese pflegeleichte Pflanze braucht kaum Pflege
Worte unserer Expertin
Eine blühende Steingartenpflanzung ist ohne Blaukissen oder Aubrieta, diese hübsche, kräftige und reich blühende Bodendecker-Staude, die buchstäblich einen farbenfrohen Teppich bildet, kaum vorstellbar.
Seit 1823 wird diese alpine Staude in unseren Gärten kultiviert und hat sich als unverzichtbar in Steingärten, allen naturnahen Gärten und pflegeleichten Gärten erwiesen.
Ab den ersten Frühlingstagen, von April bis Juni, dient ihr silbriges oder panaschiertes, immergrünes Laub als flauschiges Kissen für rosafarbene, violette, weiße oder blaue Blüten. Nach der Blüte schmücken ihre Blätter den Garten den Rest des Jahres.
Kultivierte Blaukissen sind Hybriden, die unter dem Namen Aubrieta deltoidea oder „Griechisches Blaukissen“ zusammengefasst werden, wie etwa Aubrieta ‚Cascade Blue‘. Seltener findet man Aubrieta gracilis und ihre Sorte Kitte®.
Vom dunkelblauen bis zum rosa oder roten Blaukissen sind alle von der Sonne leicht zum Blühen zu bringen.
Blaukissen benötigen einen gut durchlässigen, nährstoffarmen, frischen, steinigen Boden, der auch kalkhaltig sein darf.
Als ideale Steingartenpflanze gedeiht das Blaukissen auch am Beetrand, entlang eines Weges, zum Begrünen eines Plattenbelags, auf einer Trockenmauer oder in einer Schale und einem Balkonkasten.
Entdecken Sie unsere Blaukissen im Topf oder als Samen – diese teppichbildenden Pflanzen blühen erfreulicherweise schnell und üppig, ohne dem Gärtner viel Arbeit zu machen!
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Botanisch
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Blaukissen
- Blüte April bis Juni
- Höhe 0,10 bis 0,15 cm
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens steinig, kalkhaltig, frisch
- Winterhärte -15 °C
Aubrieta oder Blaukissen ist eine kurzlebige alpine Staude aus der Familie der Kreuzblütler (wie Kohl), die in Felsen, Geröllhalden und Nadelwäldern von Kleinasien bis zur Türkei vorkommt.
Die Gattung umfasst etwa ein Dutzend Arten, doch Wildarten sind selten geworden. Meist findet man die zahlreichen Hybriden, die überwiegend von Aubrieta deltoidea abstammen und vielfältige Farben sowie teilweise panaschiertes Laub zeigen, wie Aubrieta x cultorum ‚Argenteovariegata‘ oder ‚Dr Mules Variegated‘.
Diese Pflanze breitet sich durch Rhizome leicht aus und bildet rasch leicht buschige Kugeln mit kompakter, bodendeckender Wuchsform, die nicht höher als 15 cm werden und sich mindestens 50 cm ausbreiten.
Besiedelt sie auch jede verfügbare Fläche recht schnell, ist ihre Lebensdauer relativ kurz und beträgt höchstens 3 bis 4 Jahre.
Ihre dünnen, kriechenden Triebe, die nur selten Wurzeln bilden, tragen kleine halbimmergrüne bis immergrüne Blätter, je nach Strenge des Klimas. Sie sind verkehrt eiförmig bis länglich, ganzrandig oder unregelmäßig gezähnt und laufen spitz zu.
Oft flaumig behaart, bilden sie auch im Winter einen dichten, dekorativen Teppich. Ihr Laub ist mittelgrün, silbriggrün oder blaugrün und bei manchen Kultivaren hübsch weißsilbrig berandet oder goldgelb gesäumt.
Aus diesen dicht belaubten Polstern ragen von April bis Juni, bei milden Temperaturen manchmal auch früher, Wolken aus kleinen einfachen oder gefüllten Blüten. Sie haben einen Durchmesser von 1 bis 2 cm und bestehen aus vier abgerundeten, kreuzförmig angeordneten Blütenblättern. Ihre Farben reichen vom intensivsten Violett (‚Cascade Purple‘) über das leuchtendste Blau (‚Cascade Blue‘) und Karminrot (‚Bressingham Red‘) bis zu mauvigem Rosa oder reinweiß (‚Fiona‘). Zarte Farbtöne werden von einer hellgelben oder weißen Mitte erhellt.
Diese lange, bienenfreundliche Blüte lockt mehr als zwei Monate lang Bienen und Schmetterlinge an.
Das Blaukissen ist eine anspruchslose Staude und sehr einfach zu kultivieren. Es ist sehr winterhart (-15 °C bis -20 °C) und kann in allen unseren Regionen angebaut werden. Es ist bodentolerant und gedeiht in der Sonne auf leichtem, gut durchlässigem, auch kalkhaltigem und steinigem Boden, sofern dieser nicht zu trocken ist, denn im Sommer bevorzugt die Pflanze frische Böden.
Mit ihrer schlichten Blüte bringt das Blaukissen einen Hauch von Ländlichkeit in alle naturnahen Gärten und Steingärten. Es ist die ideale Pflanze für naturnahe Steingärten und blühende Mauern! Es gedeiht aber auch an einem sonnigen Hang, in den Fugen von Plattenbelägen sowie in Balkonkästen und Ampeln.
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Die Aussaat mehrjähriger Pflanzen erfolgreich durchführenWichtigste Arten und Sorten
Es gibt über hundert Kultivare des Griechischen Blaukissens in leuchtenden Farbtönen von Rubinrot bis Fliederblau sowie in allen Zwischentönen bis hin zu Weiß. Die Sorten ‚Cascade‘ bilden einen üppig blühenden Bodendecker.
Die beliebtesten Sorten
[produkt sku=“9652″ blog_description=“Lange, üppige lilablaue Frühlingsblüte. Garantierte Wirkung auf Mauerkronen, in Steingärten oder am Beetrand.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“8756″ blog_description=“Sie bildet buchstäblich Blütenteppiche aus Purpurblüten auf panaschiertem Laub. Das ganze Jahr über wunderschön am Beet- oder Steingartenrand.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“8754″ blog_description=“Eine hübsche Sorte mit gold-panaschiertem Laub als Rahmen für blaue Blüten. Für Steingärten, blühende Mauern oder zwischen Platten.“ template=“listing1″ /]
Unsere Favoriten
[produkt sku=“8085″ blog_description=“Diese Sorte bildet im Frühjahr Teppiche aus karminroten Blüten. Ideal für Steingärten oder als Bodendecker.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“ 79092″ blog_description=“Sehr üppig blühend, mit kleinen violettroten Blüten, die im Frühjahr im Steingarten, auf Mauerkronen oder als Bodendecker unverzichtbar sind.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“8088″ blog_description=“Tausende weiße Blüten schmücken Steingärten und Beete. Ein Frühlingstermin, den Sie nicht verpassen sollten!“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“673″ blog_description=“Zahlreiche kleine Blüten bedecken das Laub und verwandeln es in einen Teppich aus Purpur, Violett, Rosa und Blau. Für Steingärten, Mauerkronen, Beetränder und Pflanzgefäße.“ template=“listing1″ /]
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Pflanzung
Wo Blaukissen pflanzen?
Winterhart bis -15 bis -20 °C, gedeiht das Blaukissen überall in Deutschland.
Seine volle Schönheit entfaltet es nur in der Sonne; Schatten verlangsamt sein Wachstum.
An den Boden stellt das Blaukissen wenig Ansprüche. Es bevorzugt leichte, ausreichend frische Erde, die im Sommer nicht austrocknet. Zu verdichtete und im Winter zu feuchte Böden verträgt es jedoch nicht. Ideal sind gut drainierte, eher kalkhaltige und steinige Böden.
Diese bodendeckende Staude ist ein hervorragender Bodendecker, der Flächen rasch besiedelt. Da er Unkraut zuverlässig unterdrückt, ist er eine ausgezeichnete Alternative zum Rasen auf frischem Boden. Geben Sie ihm ausreichend Platz: Seine Wuchsfreude kann dazu führen, dass er schwächere Nachbarpflanzen überwuchert.
Ideal für Steingärten und blühende Mauern, wo es farbige Akzente setzt, eignet sich das Blaukissen auch, um Beetränder und Beetkanten zu verzieren, nicht zu trockene Böschungen zu begrünen oder sich frei zwischen Platten auszubreiten.
Es lässt sich problemlos in einem Steintrog, einer Blumenampel oder im Balkonkasten kultivieren, wo seine Blütenkaskaden hübsch herabhängen.

Wann Blaukissen pflanzen?
Das Blaukissen wird am besten im Frühjahr, von Februar bis April, oder von September bis November außerhalb frostiger Perioden gepflanzt.
Wie Blaukissen pflanzen?
Im Freiland
Wenn Ihr Boden Feuchtigkeit speichert, lockern Sie ihn mit einigen Handvoll Kies, etwas Kompost und grobem Sand auf. Pflanzen Sie das Blaukissen oben auf einen Hügel, wo das Wasser nicht stehen bleibt. Für eine dichte Bodenbedeckung pflanzen Sie am besten 5 Pflanzen pro m² im Abstand von etwa 30 cm.
- Heben Sie ein Loch aus, das 2- bis 3-mal breiter als der Anzuchttopf ist
- Streuen Sie Kies auf den Grund des Pflanzlochs
- Pflanzen Sie die Staude ein, ohne den Hals zu tief zu setzen
- Drücken Sie die Erde leicht an
- Gießen Sie nach dem Pflanzen reichlich
Blaukissen im Topf kultivieren
Ein 15 bis 20 cm tiefer Topf reicht aus. Pflanzen Sie es lieber allein als in Kombination: Aufgrund seines ausbreitungsfreudigen Wuchses könnte das Blaukissen andere Pflanzen überwuchern.
- Geben Sie eine ausreichend dicke Drainageschicht aus Kies oder Blähton auf den Topfboden
- Pflanzen Sie in eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Blumenerde für Blühpflanzen
- Gießen Sie regelmäßig, damit das Substrat stets frisch bleibt
Mehr über die Kultur von Blaukissen im Topf erfahren Sie im Ratgeber von Christine
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Die Aussaat von Blaukissen erfolgt von Februar bis Juni in einer Anzuchtschale. Entdecken Sie unsere einzigartige Auswahl an Blaukissensamen – so einfach auszusäen!
- Säen Sie die Samen breitwürfig in eine mit Blumenerde gefüllte Anzuchtschale
- Bedecken Sie die Samen ganz leicht mit Blumenerde
- Drücken Sie die Erde leicht an
- Stellen Sie die Aussaat hell, aber ohne direkte Sonne auf
- Gießen Sie reichlich mit feinem Brausestrahl und halten Sie die Erde bis zum Auflaufen der Samen leicht feucht. Dies dauert 14 bis 21 Tage
- Halten Sie während der Keimung eine Temperatur von 18 bis 20 °C
- Sobald die Keimlinge zwei oder drei echte Blätter haben, pikieren Sie sie in Anzuchttöpfe
- Pflanzen Sie sie erst Ende Mai bis Anfang Juni ins Freiland, wenn der Boden erwärmt ist
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen mit Kompostzugabe in Balkonkästen, Töpfe oder direkt ins Freiland
- Halten Sie einen Abstand von 30 cm ein
Befolgen Sie auch unsere Tipps für eine erfolgreiche Aussaat!

Pflege und Schnitt
Blaukissen: genügsame Staude für pflegefreie Gärten. Bei Hitze gießen, mulchen und im Frühjahr Kompost geben. Nach der Blüte zurückschneiden.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Kräftig wachsend, ist das Blaukissen an einem sonnigen Standort in durchlässigem Boden leicht zu kultivieren. Unter diesen Bedingungen zeigt es sich recht widerstandsfähig gegen Krankheiten.
Bei warmem, regnerischem Wetter kann es jedoch von Weißem Rost befallen werden, einer typischen Pilzkrankheit bei Kreuzblütlern. Auch wenn sie das Überleben der Pflanze nicht bedroht, ist der weißliche Belag auf Blättern und Stängeln wenig dekorativ: Übermäßiges Gießen sollten Sie vermeiden, um einem Befall vorzubeugen. Bei Befall: Kranke Blätter abschneiden und die Polster mit Schachtelhalm- oder Brennnesseljauche besprühen. Pflanzen Sie außerdem am selben Standort keine Blaukissen mehr!
Bei Blattlausbefall: mit Seifenwasser besprühen.

Vermehrung
Kurzlebig, verliert das Blaukissen nach 3 oder 4 Jahren an Wuchskraft: Der Wuchs wird weniger kompakt – ein Zeichen, dass es Zeit ist, den Horst zu teilen und die Pflanze zu verjüngen.
Zur Vermehrung des Blaukissens sind Stecklingsvermehrung und Teilung die einfachsten und schnellsten Methoden.
Durch krautige Stecklinge
- Im Juni 5 cm lange, nicht blühende Stecklinge schneiden
- Untere Blätter entfernen
- In ein lockeres Gemisch aus Torf und Sand pflanzen
- Stecklinge regelmäßig gießen
- Frostfrei überwintern
- Im Herbst in einen größeren Topf umpflanzen
- Im folgenden Frühjahr mit etwa 30 cm Abstand auspflanzen
Durch Teilung
- Im Herbst den Horst mit der Grabegabel ausheben
- Den Wurzelballen in mehrere Teilstücke teilen
- Jede neue Jungpflanze sofort in einen Topf oder ins Beet pflanzen
Kombinieren
Mit ihrem immergrünen Laub und ihren intensiv gefärbten Blüten ist das Blaukissen unverzichtbar in naturnahen Gärten und Gärten ohne Gärtner, in denen es pflegeleichte, blühende Polster bildet. Es bringt Volumen und Leuchtkraft und setzt in allen Frühlingspflanzungen schnell schöne Farbakzente. Eine unverzichtbare Pflanze für rosafarbene Gärten.

Ein Beispiel für eine Kombination auf einer Mauer oder im Steingarten: Dianthus carthusianorum, Aubrieta ‚Cascade Blue‘, Geranium cinereum ‚Jolly Jewel salmon‘ und Erigeron karvinskianus
Es lässt Mauern, Böschungen und Steingärten gemeinsam mit anderen Steingartenstauden erblühen und wächst neben Steinkraut, Gänsekresse, Storchschnabel, Hornkraut, Zwergnelke, Erigeron karvinskianus und Mauer-Glockenblume.
In einer Rabatte lässt es sich leicht zwischen Frühlingszwiebeln wie Tulpe, kleinen Narzissen, Frühlingsstern, Knoblauch, früher Schmucklilie, botanischer Lilie oder am Fuß einer Stammrose pflanzen. Auch mit kleinen im Frühling blühenden Sträuchern wie Heideröschen oder Spierstrauch sowie mit höheren Frühlingsblühern wie Garbe, Goldlack, Nelke, Gipskraut, Flammenblume und früher Wolfsmilch harmoniert es.
→ Weitere Ideen für Kombinationen mit Blaukissen finden Sie in unserem Ratgeber.
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