Buchsbaum: Pflanzung, Rückschnitt, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Buchsbaum kurz erklärt
- Buchsbaum ist ein charakteristischer Strauch französischer Gärten: klassisch, elegant, zeitlos!
- Sein dichtes, immergrünes Laub ist im Winter wie im Sommer attraktiv und unverzichtbar für Formschnitt
- Anspruchslos und winterhart gedeiht er an vielen Böden und Standorten,
- Durch Rückschnitt nimmt Buchsbaum jede gewünschte Form an: Kugel, Hecke, Pflanzenskulptur, Einfassung
- Äußerst dekorativ strukturiert dieser legendäre Baum klassisch oder modern gestaltete Gärten und Terrassen dauerhaft
- Leider ist er derzeit durch den in vielen französischen Départements verbreiteten Buchsbaumzünsler stark gefährdet
Das Wort unserer Expertin
Der Buchsbaum ist der Strauch, der den französischen Gartenstil am besten verkörpert! Mit seinem kleinen, glänzenden Laub ist dieser immergrüne, das ganze Jahr über dekorative Strauch der König der Formschnittkunst: Durch Rückschnitt lassen sich Pflanzenskulpturen, aber auch niedrige Einfassungen oder regelmäßig geformte Hecken gestalten. In den letzten Jahren hat er auch Einzug in natürlichere, weniger streng gestaltete Gärten gehalten.
Von Zwergsorten bis hin zu kleinen Bäumen mit einer Höhe von bis zu 2 m gibt es verschiedene Buchsbaumarten. Am häufigsten wird in unseren Gärten zweifellos der Buxus sempervirens oder Europäische Buchsbaum kultiviert, den wir als Kugel-Buchsbaum oder panaschiert anbieten. In freier Natur kann dieser Strauch eine Höhe von 4 bis 6 m erreichen.
Der Buchsbaum besitzt ein außergewöhnlich hartes Holz, das seit der Antike für die Herstellung von Musikinstrumenten, Werkzeugen und vielem mehr geschätzt wird.
Er ist sehr krankheitsresistent und winterhart. Der Boden ist ihm praktisch egal, ebenso wie Kälte, und er wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Lange galt der Buchsbaum als unverwüstlich, wird jedoch immer seltener gepflanzt – vor allem wegen des Buchsbaumzünslers, der jedes Jahr zahlreiche Pflanzen schwächt oder zerstört.
Wie lässt sich ein gelb gewordener Buchsbaum retten, wie wird Buchsbaum geschnitten oder neu gepflanzt? Entdecken Sie die Tipps unserer Gartenexperten und unsere Auswahl an Buchsbäumen, die Schlichtheit und Robustheit verbinden.
Ob als frei wachsende oder geschnittene Hecke, als frei wachsender Strauch, Formschnitt oder als vom Gärtnerhand geformter Bonsai – der Buchsbaum lässt keine Wünsche offen!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Buxus
- Gebräuchlicher Name Buchsbaum
- Blüte April–Mai
- Höhe 0,30 bis 10 m
- Exposition Sonne, Halbschatten, Schatten
- Art des Bodens alle Bodenarten
- Winterhärte -15 °C
Der Buchsbaum, lateinisch Buxus, ist ein Strauch aus der Familie der Buchsbaumgewächse wie Schleimbeere und Dickmännchen. Er stammt aus dem Mittelmeerraum, aber auch aus Kleinasien, wo er bis in 1600 m Höhe wächst. In freier Natur findet man ihn an trockenen, kalkhaltigen Hängen auf Korsika ebenso wie in einigen Regionen nördlich der Loire, insbesondere in Deutschland, England, im Süden Belgiens, in Luxemburg und der Schweiz. Sein großes Verbreitungsgebiet macht ihn anpassungsfähig an nahezu jeden Boden und jedes Klima.
Die Gattung Buxus umfasst etwa 30 Arten. Am häufigsten kultiviert wird in unseren Gärten zweifellos Buxus sempervirens, der Gewöhnliche Buchsbaum, mit zahlreichen Kultivaren wie ‚Elegans‘ mit panaschiertem Laub oder ‚Suffruticosa‘, der Einfassungsbuchsbaum. Ebenfalls verbreitet ist Buxus microphylla, der Kleinblättrige Buchsbaum, mit seinem bekanntesten Kultivar ‚Faulkner‘, der für Formschnitt, Bonsai und die Kultur im Topf unverzichtbar ist.
Der sehr langsam wachsende Buchsbaum bildet aus einem Netz feiner, stark verzweigter Wurzeln einen immergrünen Strauch, der das ganze Jahr über dekorativ ist. Seine Höhe reicht von wenigen Dutzend Zentimetern bei Zwergarten bis zu 5 m bei den höchsten Arten. Er besitzt eine dichte, mehr oder weniger kompakte, buschige, stark verzweigte und gleichmäßige Wuchsform, die sich für jeden Formschnitt eignet – von geometrischen bis zu fantasievollen Formen und für die Kunst des Formschnitts. So lässt er sich als niedrige, höchstens 15 cm hohe Einfassung halten oder zu spektakulären Spiralen, Pyramiden von 2 m Höhe und Tierfiguren formen.

Buxus sempervirens – botanische Illustration von P. J. Redouté
Seine außergewöhnlich langsame Entwicklung wird nur von seiner bemerkenswerten Langlebigkeit übertroffen: Der Buchsbaum wächst nur 5 bis 10 cm pro Jahr, wird aber sehr alt. In großen französischen Parkanlagen findet man zahlreiche über hundertjährige Buchsbäume. Es dauert Jahre, bis ein Buchsbaum die gewünschte endgültige Form erreicht. Buxus balearica oder „Mahon-Buchsbaum“ zeichnet sich durch schnelleres Wachstum aus.
Das gelblichweiße Buchsbaumholz ist bemerkenswert hart und dicht. Es gehört zu den dichtesten Hölzern des Pflanzenreichs, direkt hinter Ebenholz.
Das ganze Jahr über bildet das dunkelgrüne, glänzende, immergrüne und ledrige Laub den größten Reiz dieses Strauchs. Es besteht aus zahlreichen kleinen, gegenständigen Blättern an vierkantigen Zweigen mit glatter, hellgrauer Rinde. Die lanzettlichen, ovalen oder rundlichen Blätter sind an der Spitze leicht gekerbt, 2 bis 4 cm lang und verströmen einen typischen Geruch, der mitunter als unangenehm empfunden wird. Buxus microphylla besitzt kleinere Blätter. Sie sind meist hellgrün bis smaragdgrün, auf der Unterseite heller und lackartig glänzend, schmaler und beim Buxus sempervirens ‚Elegans‘ sowie bei Buxus microphylla ‚Golden Dream‘ breit weiß berandet. Buxus sempervirens ‚Myrtifolia‘ unterscheidet sich durch ovale Blätter, die denen der Heidelbeere ähneln.
Im Herbst oder Winter, manchmal auch früher, nimmt das Laub unter Frosteinwirkung eine bronzene oder orange Färbung an. Das Laub des Buchsbaums ist wandelbar: An feuchten oder schattigen Standorten ist es dunkler grün, während es an sehr trockenen und sonnigen Standorten hellere Farbtöne annimmt.
Diese schönen, buschigen, wegen ihres Laubs geschätzten Sträucher bilden im Frühjahr eine eher unscheinbare Blüte ohne großen Zierwert. Je nach Klima erscheinen von März bis April sehr unauffällige Blüten, die in Knäueln in den Blattachseln zusammenstehen. Jede Traube besteht aus mehreren männlichen Blüten um eine weibliche Blüte. Diese sternförmigen, cremefarbenen Blütenstände zeigen ein Büschel gelber Staubblätter und erinnern an Orangenblüten. Sie duften, sind sehr bienenfreundlich und nektarreich und werden von Bienen stark besucht.
Danach bilden sich kleine Früchte: dreihörnige Kapseln mit schwarzen, glänzenden Samen, die im Spätsommer reifen und leicht von Ameisen verbreitet werden. Diese Früchte sondern einen Saft ab, aus dem Bienen köstlichen Honig herstellen.
Der pflegeleichte Buchsbaum ist bis -15 bis -20 °C winterhart und hat in allen unseren Regionen seinen Platz. Er verträgt fast alle Boden- und Standortbedingungen, bevorzugt jedoch einen neutralen oder leicht kalkhaltigen, nährstoffreichen und drainierenden Boden. Als langsam wachsender Strauch ist der Buchsbaum unverzichtbar für Einfassungen jeder Größe und lässt sich auch im Topf kultivieren. Mit seiner immergrünen Silhouette gibt er Beeten Struktur, betont Wege und kann in strukturierten Gärten Pflanzenquadrate abgrenzen.

Buchsbaum als Kugel geschnitten
Der Buchsbaum ist die beliebteste Pflanze für die Kunst des Formschnitts, da er sich für klassische, moderne und figürliche Formen eignet.
Zu Ostern, am Palmsonntag, wird der Buchsbaum ebenso wie der Ölbaum gesegnet und symbolisiert Unsterblichkeit und Auferstehung. Aus Buchsbaumblättern lassen sich außerdem Aufgüsse zubereiten. Er ist auch als Kapseln mit Blattpulver erhältlich, die wegen ihrer entwässernden Wirkung geschätzt werden.
Das Buchsbaumholz war bei Drechslern und Schnitzern stets sehr begehrt. Nach dem Polieren schätzten sie es zur Herstellung von Kreiseln, Flöten, Werkzeuggriffen …
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Formschnittgehölze schneiden: Wann und wie?Wichtige Arten und Sorten
Vor allem findet man den Europäischen Buchsbaum und seine zahlreichen Kultivare, die sich vor allem durch Blattfarbe, Blattform und Blattgröße unterscheiden. Einige eignen sich bestens für Formschnitt, andere ideal für Kübel oder niedrige bis mittelhohe Beeteinfassungen.
Buxus sempervirens Suffruticosa - Buschbaum
- Blütezeit April, Mai
- Höhe bei Reife 70 cm
Buxus sempervirens - Buschbaum
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 1 m
Buxus sempervirens - Kugelbuchsbaum
- Höhe bei Reife 1,50 m
Buxus microphylla Faulkner - Kleinblättriger Buchsbaum
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 1 m
Buxus sempervirens Elegans - Buschbaum
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 1,50 m
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Pflanzung
Wo sollte man Buchsbaum pflanzen?
Winterhart bis -15 bis -20 °C kann Buchsbaum theoretisch überall in Frankreich gepflanzt werden. Wenn Ihre Region jedoch vom Buchsbaumzünsler betroffen ist, können wir Ihnen von einer Pflanzung abraten und empfehlen stattdessen geeignete Alternativen. Entdecken Sie sie in diesem Artikel: Welche Sträucher ersetzen Buchsbaum?
Er ist äußerst anspruchslos und passt sich jedem Boden, Klima und Standort an. Er bevorzugt einen sonnigen Standort, wächst aber auch im Halbschatten oder Schatten. Trotz seines dichten Laubs, das sogar Bränden standhält, kann er in den wärmsten Regionen unter zu großer Hitze leiden und gelb werden. An schattigen Standorten wächst er kräftiger.
Er kommt mit jedem Boden zurecht, auch mit lehmigem, wächst aber schneller in neutraler oder leicht kalkhaltiger, nährstoffreicher und gut drainierter Erde, denn Staunässe im Winter verträgt er nicht, da er recht pilzempfindlich ist. Nördlich der Loire sollten Sie Buchsbaum nicht an zu schattige Standorte pflanzen, da sich feuchtigkeitsbedingte Pilzkrankheiten dort schneller entwickeln.
Äußerst dekorativ bildet Buchsbaum das ganze Jahr über schöne grüne Büschel in großen oder kleinen, sehr dekorativen Einfassungen, als Girlanden in regelmäßig geschnittenen niedrigen Hecken, um Bereiche in einem klar gegliederten Garten abzugrenzen oder Lücken im Beet zu füllen. Er eignet sich auch für eine etwas naturnähere Gartenecke, etwa unter großen Bäumen. Für die Gestaltung eines französischen Gartens ist er unverzichtbar.
In Bauerngärten oder im Gemüsegarten kann er Kräuterbeete einfassen. Wegen seines ganzjährigen Zierwerts lässt er sich auch im Topf auf der Terrasse oder dem Balkon kultivieren. Als robuster Strauch verträgt er Verschmutzung problemlos und findet leicht einen Platz in Stadtgärten.
Wann sollte man Buchsbaum pflanzen?
Die Pflanzung von Buchsbaum erfolgt im Frühjahr von Februar bis März nach den letzten Frösten oder in warmen Regionen im Herbst von September bis November.
Wie pflanzt man Buchsbaum?
Im Freiland
Für eine Buchsbaum-Einfassung rechnen Sie mit 5 Anzuchttöpfen pro Meter, also einem Abstand von 15 bis 20 cm. Für eine Hecke setzen Sie die Buchsbäume mit etwa 60 cm bis 1 m Abstand. Eine gute Drainage ist wichtig, da die Wurzeln keine Staunässe mögen. Im Beet können Sie sie zu dritt oder fünft gruppieren, um eine schöne Flächenwirkung zu erzielen.
- Heben Sie ein breiteres als tiefes Pflanzloch aus, da Buchsbaum flach wurzelt
- Lockern Sie den Boden gründlich
- Füllen Sie den Boden des Pflanzlochs 10 cm hoch mit Kies
- Setzen Sie den Wurzelballen ein
- Füllen Sie das Loch mit dem Aushub, vermischt mit Blumenerde und Torf
- Drücken Sie die Erde an und gießen Sie
Im Topf
Die Pflanzung von Buchsbaum im Topf ist unkompliziert. Verwenden Sie einen breiten, tiefen Topf aus Terrakotta, Keramik oder Stein und pflanzen Sie den Buchsbaum in eine Mischung aus gleichen Teilen Gartenerde und Blumenerde. Buchsbaum verträgt keine Staunässe: Bedecken Sie den Topfboden mit einer Schicht Kies oder Blähton. Drücken Sie die Erde an und gießen Sie. Er bildet einen immergrünen Busch auf Terrasse oder Balkon, am besten an einem schattigen Standort, damit die Wurzeln nicht zu heiß werden und die Blätter verbrennen.
→ Lesen Sie auch unsere Anleitung: Buchsbaum mit nackten Wurzeln pflanzen
Buchsbaum pflegen?
Abgesehen von einem regelmäßigen Rückschnitt benötigt der Buchsbaum nur sehr wenig Pflege.
Im Freiland
Achten Sie darauf, ihn in den ersten Jahren nach der Pflanzung zu gießen. Südlich der Loire und bei längeren Trockenperioden sollten Sie regelmäßiger gießen: im Frühjahr alle 15 Tage und im Sommer einmal pro Woche.
Bei heißem und trockenem Wetter geben Sie ihm eine organische Mulchschicht und gießen Sie großzügiger.
Im Topf
Im Topf ist der Buchsbaum weder durch Frost noch durch vorübergehende Trockenheit gefährdet und kann daher problemlos im Freien überwintern. In raueren Regionen stellen Sie den Topf jedoch besser geschützt vor starkem Frost auf. Im Frühjahr und Herbst geben Sie einen „Buchsbaum-Spezialdünger“. Lassen Sie den Wurzelballen im Sommer nicht zu stark austrocknen.
Topfen Sie ihn im Herbst oder Frühjahr alle 3 bis 5 Jahre in einen größeren Topf um.
Wann und wie den Buchsbaum schneiden?
Mit seinem dichten, immergrünen Wuchs lässt sich der Buchsbaum konsequent und geduldig in Form bringen oder einfach frei wachsen lassen. Er ist der beliebteste Strauch für jede Art von Formschnitt – von einfachen bis zu komplexen, figürlichen, geometrischen oder fantasievollen Formen.
→ Alles Wissenswerte erfahren Sie in unserem Ratgeber: Buchsbaum: Wann und wie schneiden?
Buchsbaumkrankheiten
Buchsbaum ist recht robust, kann aber von bestimmten Krankheiten und Parasiten befallen werden. Kontrollieren Sie Ihre Buchsbäume regelmäßig, um einen Befall möglichst früh zu erkennen und entsprechend zu handeln. Achtung: Buchsbaum reagiert empfindlich auf Unkrautvernichtungsmittel.
Parasiten des Buchsbaums
Zu seinem größten Feind zählt der Buchsbaumzünsler, eine Raupe, die erhebliche Schäden verursacht und den Buchsbaum schließlich vollständig zum Absterben bringen kann. Entfernen Sie stark befallene Pflanzen und ersetzen Sie sie durch gleichwertige, weniger anfällige Sträucher.

Raupe und Falter des gefürchteten Buchsbaumzünslers
Die Kommaschildlaus, ein Insekt mit kommaförmigem Körper, sammelt sich in Kolonien an den Zweigen, die schließlich vergilben und absterben.
Gegen die Buchsbaumblattfloh, die auf den jungen Trieben weiße, watteartige Beläge hinterlässt, spritzen Sie Brennnessel- oder Schachtelhalmjauche. Beide wirken abschreckend.
Die Buchsbaumgallmücke ist ein echter Schädling. Sie ernährt sich vom Pflanzensaft und verursacht verfärbte, gelb-orangefarbene Wucherungen auf den Blättern.
Die Buchsbaumspinnmilbe ist an den silbrigen Streifen zu erkennen, die sie auf dem Laub hinterlässt.
Die Buchsbaumgallmilbe ist ein weiterer Parasit, der junge Triebe verformt und Gallen verursacht.
Gegen diese Milben können Sie ein Akarizid einsetzen.
Krankheiten des Buchsbaums
Buchsbaum wird auch von Cylindrocladium buxicola bedroht, einem Pilz, der braune, runde Flecken auf den Blättern und schwarze Streifen an den Stängeln verursacht. Innerhalb weniger Tage kommt es zum Absterben der Pflanze. Die Blätter vertrocknen schließlich vollständig und fallen ab, der Buchsbaum stirbt innerhalb weniger Wochen plötzlich ab: Vermeiden Sie schlecht drainierte Böden, gießen Sie am Fuß der Pflanze statt über die Blätter und schneiden Sie kranke Triebe bis ins gesunde Holz zurück. Verbrennen Sie das Schnittgut. Volutella buxi ist ein weiterer parasitischer Pilz des Buchsbaums. Auch er verursacht Blattsterben, eine büschelweise Vergilbung der Blätter und Schäden an den Zweigen. Behandeln Sie ihn wie Cylindrocladium buxicola.
Diese beiden Buchsbaumpilze entwickeln sich bei feuchter Witterung.
Ein Fungizid eignet sich ideal, um diese Pilzkrankheiten des Buchsbaums einzudämmen. Vorbeugend können Sie gegebenenfalls Schwefel spritzen.
Rost zeigt sich durch kleine braune Flecken auf dem jungen Laub, vor allem bei feuchtem Sommerwetter. Die Krankheit ist unproblematisch und vor allem unansehnlich. Vorbeugend behandeln Sie mit Brennnesseljauche oder Schachtelhalmbrühe.
Weitere Symptome am Buchsbaum
Nach starkem Frost können junge Triebe infolge eines Spätfrosts vergilben. Es kommt zu einer auffälligen Verfärbung und Braunfärbung, die jedoch unproblematisch ist: Neue Blätter ersetzen das beschädigte Laub.
Gut zu wissen: Es gibt biologische Behandlungsmöglichkeiten für Buchsbäume. Angesichts der zunehmenden Probleme mit Buchsbaum im Garten entdecken Sie unsere Auswahl an Sträuchern, die hervorragende Alternativen zu Buchsbaum darstellen.
Buchsbaum vermehren
Buchs-Stecklinge: Spätsommer 10–15 cm Triebe schneiden, unten entblättern, zu ¾ einstecken, feucht halten, kalt überwintern; nach 1–2 Jahren auspflanzen.
Buchsbaum im Garten kombinieren
Exakt geschnitten oder frei wachsend, klassisch oder fantasievoll: Dank seiner guten Schnittverträglichkeit bietet der Buchsbaum unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Geschnittener Buchsbaum setzt im Garten stets ein starkes Zeichen. Seine ausgeprägte dekorative Wirkung passt ganz selbstverständlich in die Gestaltung eines modernen Gartens mit klarer, schlichter Gestaltung.
In einem etwas naturbelasseneren Gartenbereich bildet er außerdem das ganze Jahr über hübsche grüne Büsche. Auch in Bauerngärten findet er seinen Platz, um Gemüse-, Kräuter- oder Schnittblumenbeete zu begrenzen. Die beruhigende Beständigkeit des Buchsbaums strukturiert ein Beet mit geometrischen Linien dauerhaft, markiert Wege und fasst eine Terrasse ein. Seine immergrüne Silhouette prägt die Landschaft im Garten oder im Topf auf der Terrasse und ermöglicht perfekte Symmetrien.

Ein Beispiel für eine Kombination im weißen Garten: Strauchrose ‚Maria Mathilda‘, Pyrus salicifolia ‚Pendula‘, Hosta sieboldiana var elegans, Buxus sempervirens, Lychnis coronaria ‚Alba‘, Strauchrose ‚Guirlande d’Amour‘, weiße Camassia leichtlinii, Centranthus ruber ‚Albus‘, Orlaya grandiflora…
Er eignet sich perfekt für echte Pflanzengirlanden und fügt sich dezent in die Bepflanzung ein, um alle Nachbarpflanzen hervorzuheben. In einem Stadtgarten ersetzt er vorteilhaft Thuja- oder Ligusterhecken. Mit Buchsbaum bleibt der Garten auch im Winter attraktiv.
In Strauchbeeten lässt sich Buchsbaum mit üppiger blühenden Pflanzen und leichterem Laub kombinieren, etwa mit Säckelblumen. Die strenge Wirkung des Buchsbaums bildet dort einen Kontrast zu üppigen Rosen, Stauden oder etwas wilden einjährigen Pflanzen wie Garbe, Aster, Schmuckkörbchen, Spinnenpflanze und Mädchenauge. In einem dekorativen Garten lassen sich Formkontraste mit Gräsern wie Stipa tenuifolia, Gigantea und Federborstengras. Der platzsparende Buchsbaum eignet sich außerdem, um Lücken im Beet zu füllen.

Ein Beispiel für eine Laubkombination: Buxus sempervirens ‚Elegans‘, Lenzrose, Hebe ‚Emerald Green‘, Frauenmantel und Farne
Er kann auch mit Zwergkoniferen oder anderen kleinen Sträuchern wie Japanischer Stechpalme sowie Euonymus fortunei und japonicus kombiniert werden, um in einem klar und modern gestalteten Beet immergrüne Büsche zu schaffen. In einer Rabatte kann er sich mit Zwergmispel abwechseln.
In einer hübschen Unterholzszene ragt er aus einem Teppich aus Efeu oder Kleinem Immergrün hervor, steht neben Dickmännchen und bildet einen Rahmen für Winterheide, Purpurglöckchen und kleine Frühlings- oder Sommerzwiebeln.
In einem Zen- oder japanischen Garten stehen Buchsbäume mit stark gerundeten Formen neben einer als Wolkenbaum (Niwaki) geschnittenen Ilex crenata, einem nicht ausläuferbildenden Bambus wie Fargesia murielae ‚Bimbo‚, kleinen Acer palmatum und Japangras. Mit seinem schönen panaschierten Laub macht sich Buxus sempervirens ‚Elegans‘ neben Choisya ternata ‚Sundance‘ besonders gut.
Wussten Sie schon?
Europäischer Buchsbaum prägte unter Le Nôtre französische Gärten. Die Formschnittkunst erlebt heute ein Comeback – auch in kleinen Stadtgärten.
Nützliche Ressourcen
- Entdecken Sie unsere Buchsbaum-Auswahl
- Sehen Sie Oliviers Video über Alternativen zum Buchsbaum
Häufig gestellte Fragen
-
Buchsbaum wird gelb: Was tun?
Gelbe Buchsbäume: Pathogene Pilze oder Buchsbaumzünsler. Vorbeugend Schwefel bei kühlem, feuchtem Wetter spritzen. Gegen Zünsler: Bacillus thuringiensis.
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