Chrysosplenium (Milzkraut): Pflanzen, Pflege & Standort
Inhaltsverzeichnis
Milzkraut kurz erklärt
- Origineller Bodendecker für feuchte, schattige Standorte
- Bildet Polster aus kleinen, runden, immergrünen Blättern mit hübscher gelber oder rosig-weißer Blüte im Frühjahr
- Bevorzugt tiefen Schatten statt volle Sonne
- Pflegeleicht, sehr winterhart und anspruchslos: wächst in humusreichem, frischem Boden
- Für Teichränder oder feuchte Unterhölzer
Das Wort unserer Expertin
Das Milzkraut ist eine kleine Staude und ein immergrüner, origineller Bodendecker für feuchte, schattige Gartenbereiche. Es liebt Halbschatten, frischen Boden und die Nähe von Wasserstellen. Dort bildet es rasch kleine, dichte Polster mit rundlichen, frischgrünen Blättern, die auch im Winter dekorativ sind. Wie Chrysosplenium alternifolium (Wechselblättriges Milzkraut), C. macrophyllum oder Chrysosplenium oppositifolium (Gegenblättriges Milzkraut) schmückt sich dieses dichte Polster im Frühjahr mit anיסgelben oder rosig-weißen Blüten. Es bringt Farbe an feuchte Teichränder, in frische Steingärten und schattige Unterholzbereiche.
Nicht wuchernd und sehr winterhart, lässt es sich in frischem Boden an einem geschützten Standort leicht kultivieren.
Entdecken Sie diese rhizomatöse, immergrüne Staude für schattige, feuchte Standorte!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Chrysosplenium
- Familie Saxifragaceae
- Gebräuchlicher Name Milzkraut, Felsen-Milzkraut, Wechselblättriges Milzkraut
- Blüte April–Juni
- Höhe 0 bis 0,30 m
- Exposition Halbschatten, Schatten
- Art des Bodens lehmig-kalkhaltig oder humusreich, frisch
- Winterhärte -25 °C
Chrysosplenium, auch Milzkraut genannt, ist eine kleine Staude aus der Familie der Saxifragaceae, ebenso wie die Bergenie. Etwa 65 Arten sind bekannt, die in Asien, insbesondere China, Amerika, Afrika und Europa verbreitet sind. In der Natur wachsen sie im Unterholz, an kleinen Bächen wie Chrysosplenium oppositifolium, in felsigen Lebensräumen und in den Bergen bis in 1900 m Höhe, wie Chrysosplenium macrophyllum. Sie bevorzugen stets feuchte bis nasse, mehr oder weniger schattige Standorte. In Frankreich findet man mit Ausnahme des Südens wild wachsend Chrysosplenium alternifolium (Wechselblättriges Milzkraut oder Felsen-Milzkraut), eine geschützte Art. In unseren Gärten findet man vor allem:
- Chrysosplenium alternifolium
- Chrysosplenium davidianum
- Chrysosplenium macrophyllum
- Chrysosplenium oppositifolium
Diese kriechende, krautige Staude entwickelt sich aus einem Ausläufer treibenden Wurzelstock. Chrysosplenium bildet rasch 5 bis 30 cm hohe Blattteppiche, die sich auf 30–50 cm Breite ausbreiten und aus kaum eingegrabenen kurzen Rhizomen hervorgehen. Wie Erdbeeren wurzelt die Pflanze an verschiedenen Stellen über fadenförmige Ausläufer. Schließlich bildet sie eine niedrige Rosette immergrüner Blätter, die auch im Winter dekorativ ist.
Die oft vierkantigen Stängel tragen kleine ovale oder rundliche Blätter mit einem Durchmesser von etwa 5 mm bis 3 cm und stark gekerbtem Rand. Bei Wechselblättrigem Milzkraut oder Chrysosplenium davidianum stehen sie wechselständig. Sie sind behaart oder glänzend, ihre Blattspreite ist hellgrün bis gelbgrün. Je nach Art färben sie sich braun, purpurfarben oder goldgelb.
Im Frühjahr, je nach Klima von März–April bis Juni, übersäen kleine gelbe oder anisgelbe Blüten das dichte Blätterpolster. Sie erscheinen in Form flacher, leuchtender Blütenstände. Chrysosplenium macrophyllum oder Großblättriges Milzkraut blüht von Dezember–Januar bis März in Trauben rosig weißer Glöckchen. Diese chinesische Art mit großen, flaumig behaarten Blättern ähnelt einer Bergenie.
Die Blätter von Chrysosplenium oppositifolium besitzen entgiftende, harntreibende und schleimlösende Eigenschaften und werden gelegentlich als Salat verzehrt.

Mehrere Arten: Chrysosplenium alternifolium, Chrysosplenium davidianum und Chrysosplenium macrophyllum
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Milzkraut pflanzen
Wo pflanzen?
Milzkräuter sind sehr winterharte Stauden und vertragen Temperaturen bis -25 °C. Sie lassen sich in den meisten Regionen problemlos kultivieren. Im Mittelmeerklima ist der Anbau jedoch wegen der trockenen, heißen Sommer kaum möglich, da sie einen stets frischen bis feuchten Boden benötigen. Sie wachsen ohne Schwierigkeiten in schwerem, lehmigem, feuchtem und humusreichem Boden. Sie lieben Feuchtigkeit und vertragen keine pralle Sonne, sondern bevorzugen tiefen Schatten. Pflanzen Sie sie an einen halbschattigen, im Sommer kühlen Standort. Wenn es ihnen nicht an Feuchtigkeit mangelt, vertragen sie auch gedämpfte Sonne.
Die Horste breiten sich mit der Zeit aus, bleiben aber leicht unter Kontrolle. Milzkräuter sind hervorragende immergrüne Bodendecker in der Nähe eines Teichs, unter Bäumen in einem feuchten Unterholz, am Bachufer, zwischen Felsen nahe einem Wasserfall oder im frischen Steingarten. Die Pflanze gedeiht auch in einem Boden, der niemals austrocknet, und eignet sich daher beispielsweise für die Randbepflanzung eines Weges oder eines Schattenbeets.
Wann Chrysosplenium pflanzen?
Chrysosplenium pflanzt man am besten im Frühjahr, von Februar bis April, außerhalb von Frost- und Trockenperioden.
Wie pflanzen?
Planen Sie etwa 7 Jungpflanzen pro m² ein, um eine dichte Pflanzendecke zu bilden.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist
- Pflanzen Sie in eine Mischung aus Gartenerde und humusreicher Blumenerde
- Füllen Sie das Loch und drücken Sie die Erde leicht an
- Gießen Sie reichlich und anschließend regelmäßig
⇒ In unserem Video erfahren Sie, wie Sie eine Staude richtig pflanzen!

Viel seltener: Chrysosplenium griffithii
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7 Gräser für feuchten BodenKultur und Pflege
Milzkraut ist pflegeleicht, braucht aber ganzjährig feuchten Boden. Bei Trockenheit welkt die Staude. Halten Sie den Boden besonders im Sommer feucht und gießen Sie regelmäßig.
Überschüssige Ausläufer können Sie entfernen, um die Ausbreitung zu begrenzen.
Vermehrung
Milzkraut vermehren: Im Spätsommer bewurzelte Ausläufer abtrennen. Triebe am Wunschstandort in feuchte Erde pflanzen.
Verbinden
Mit ihrem immergrünen, leuchtend grünen Laub und ihrer Frühjahrsblüte ist das Milzkraut ein äußerst nützlicher Bodendecker, der schattige Bereiche aufhellt. Die Pflanze eignet sich ideal zur Bepflanzung von Teichufern. Sie bildet einen dichten, niedrigen Teppich in schönem Grün, der je nach Sorte mit zarten gelben oder weißen Blüten geschmückt ist.
Es lässt sich mit anderen teppichbildenden Pflanzen wie Houttuynia cordata, Kriechendem Günsel oder Asarum sowie mit Frühlingszwiebeln wie Schneeglöckchen und Fritillaria meleagris kombinieren, die aus diesem grünen Teppich hervorsprießen.
Am Rand eines halbschattigen Beets begleitet es die zarte Blüte von Elfenblumen, Götterblumen und Mertensia virginica, einer hübschen Frühjahrsblume.
In einem Wassergarten füllt es den Fuß schöner Stauden für feuchte Ufer wie rosa Astilben sowie Frauenmantel und andere Schattenstauden für frische Böden wie Farne und Funkien.

Ein Beispiel für eine Kombination: Asarum maximum ‚Ling Ling‘, Chrysosplenium alternifolium, Purpurglöckchen ‚Obsidian‘, Fritillaria meleagris und Epimedium perralchicum ‚Frohnleiten‘
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