Fetthenne: Wie pflanzen, kultivieren und vermehren Sie sie?
Inhaltsverzeichnis
Fetthennen kurz und bündig
- Die Fetthenne ist perfekt für einen pflegeleichten Trockengarten! Sie wächst auch ohne Dünger und Bewässerung sehr gut, selbst in sehr nährstoffarmen Böden.
- Ihre späte Blüte bringt im Frühherbst Farbe in den Garten, wenn dort allmählich weniger Blumen zu sehen sind.
- Die Blüten der Fetthenne bieten eine große Farbvielfalt. Entdecken Sie die wunderschönen rosafarbenen Blüten von Sedum spectabile, die gelben Blüten von Sedum reflexum oder die weißen Blüten von Sedum album!
- Die aufrecht wachsenden Sorten wie Sedum telephium kultivieren Sie im Beet oder als Einfassung, die kriechenden Sorten (Sedum spurium, Sedum reflexum …) als Bodendecker.
- Die äußerst robuste Fetthenne ist außergewöhnlich widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Temperaturschwankungen!
Das Wort unserer Expertin
Die Fetthenne ist aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Temperaturschwankungen sowie Krankheiten und Parasiten eine außergewöhnliche Pflanze. Man könnte sie als äußerst selbstständig bezeichnen. Sie kommt allein zurecht und gedeiht problemlos, selbst wenn der Gärtner sich nicht um sie kümmert! Stecklinge lassen sich äußerst einfach gewinnen. Sie ist zur Referenzpflanze für begrünte Dächer geworden.
Sehr beliebt, wird die Fetthenne zunehmend für die Gestaltung von Stadtgärten, begrünten Dächern oder wassersparenden Gärten ausgewählt. Sie entspricht den aktuellen Anliegen in Bezug auf Ökologie und urbanes Gärtnern. Sie ist einfach zu kultivieren, füllt den Raum aus, den andere Pflanzen freilassen, und zwar in unwirtlichen Bereichen mit flachgründigen Böden, und ermöglicht es, diese Orte selbst mitten im Winter zu begrünen und farbenfroh zu gestalten (bei immergrünen Arten).
Es handelt sich um eine Sukkulente mit einer großen Vielfalt an Formen und Farben! Ihre Wuchsform kann aufrecht oder teppichbildend sein, ihre Blüten gibt es in Rosa, Weiß oder Gelb, und je nach Sorte sind ihre Blätter mehr oder weniger blau-grau, gelb-orange oder purpurrot. Es ist möglich, verschiedene Arten zu mischen, um eine besonders farbenfrohe und abwechslungsreiche Bepflanzung zu erhalten! Im Herbst nehmen die Blätter oft rote oder bronzefarbene Töne an, wodurch sie auch nach dem Ende der Blüte äußerst dekorativ bleiben.
Die Fetthenne kann sowohl in Beeten (wie die Fetthenne ‚Matrona‘) oder Beeteinfassungen als auch in Steingärten oder begrünten Dächern verwendet werden. Sie kann auch einer alten Steinmauer einen kleinen Farbtupfer verleihen!
Botanisch
Steckbrief
- Lateinischer Name Sedum sp.
- Familie Dickblattgewächse
- Gebräuchlicher Name Fetthenne oder Mauerpfeffer
- Blüte August bis September–Oktober
- Höhe 15 cm (teppichbildende Arten) und 50–60 cm (aufrecht wachsende Arten)
- Exposition Sonne
- Art des Bodens Durchlässig, nährstoffarm
- Winterhärte -15 °C
Sedum-Arten haben ein großes Verbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel. Auf dem amerikanischen Kontinent findet man zahlreiche Arten, wie das schöne Sedum palmeri aus Mexiko oder auch Sedum lanceolatum, das in Kanada und den Vereinigten Staaten vorkommt. Sedum ist auch in Asien weit verbreitet, etwa im Osten Chinas mit Sedum spectabile, sowie im Mittelmeerraum mit Sedum album, außerdem auf dem Balkan und in den Karpaten. Auch in Nordafrika kommen sie vor.
Die Gattung Sedum gehört zur Familie der Dickblattgewächse, die etwa 1.500 überwiegend sukkulente Pflanzenarten umfasst. Zu dieser Familie gehören Kalanchoe, Crassula und Hauswurz. Diese Sukkulenten, die allgemein als „Fettpflanzen“ bezeichnet werden, haben sich an das Leben in trockenen Lebensräumen angepasst, indem sie Wasser in ihren Geweben speichern, wodurch sie ein „aufgeblähtes“ Aussehen erhalten. Ihr Stoffwechsel macht sie besonders trockenheitsverträglich. Ihre Stomata (Organe zur Regulierung des Gasaustauschs) öffnen sich nachts, wenn die Temperaturen niedriger sind, und schließen sich tagsüber, wodurch Wasserverluste vermieden werden.
Es gibt mehr als 400 Sedum-Arten und zahlreiche Sorten. Sie stehen der Gattung Hylotelephium sehr nahe, die manchmal als Synonym für Sedum verwendet wird. In Frankreich findet man etwa 30 Arten, darunter Sedum acre, Sedum rupestre und Sedum album, die gewöhnlich auf Mauern, in Steinanlagen oder auf trockenen Rasenflächen an einem sonnigen Standort wachsen.
Man kann zwei große Kategorien von Sedum unterscheiden:
- Die kleinen, kriechenden Sedum-Arten mit teppichbildender Wuchsform. Sie schmiegen sich an die Bodenoberfläche an und werden meist 10 bis 15 cm hoch. Während der Blüte entstehen so schöne Teppiche aus kleinen sternförmigen Blüten in Gelb, Rosa oder Weiß. Dazu gehören Sedum acre und Sedum spurium. Die meisten dieser Sedum-Arten werden für begrünte Dächer verwendet. Ihre Blätter sind oft klein, länglich und immergrün. Sie können verschiedene Farben annehmen (Purpur, Gelb, Rot, Grün …), was sie besonders dekorativ macht.
- Die großen Sedum-Arten mit aufrechter Wuchsform. Dazu gehört Sedum spectabile, das unter guten Kulturbedingungen eine Höhe von 60 cm erreichen kann. Sie werden hauptsächlich in Beeten und an Beeträndern verwendet. Ihre Blätter sind meist breit und flach sowie gezähnt.

Sedum spectabile, – Sedum spurium album: zwei sehr unterschiedliche Wuchsformen
Die Blüte erscheint meist spät, ab August. Sie ist so üppig, dass die kriechenden Sedum-Arten manchmal unter einem Teppich leuchtend gefärbter Blüten zu verschwinden scheinen! Bei den aufrecht wachsenden Sedum-Arten stehen die Blüten in dichten, abgeflachten Blütenständen. Auch nach der Blüte bleiben die vertrockneten Blütenstände durch ihre Form dekorativ.
Die Blüten haben die Form kleiner Sterne. Sie besitzen meist fünf Blütenblätter, fünf Kelchblätter und zehn Staubblätter. Die Blüte kann weiß, rosa oder gelb sein. Die Rosatöne sind vielfältig, die Farbe ist mehr oder weniger intensiv und reicht fast bis ins Rot (Sedum ‘Dragon’s blood’)! Die Blüten, insbesondere die von Sedum spectabile, sind bienenfreundlich und locken mit ihrem Nektar Schmetterlinge und Bienen an.

Sedum ‚Sunkissed‘ – ‚Carl‘ – ‚Sunsparkler Lime-Zinger‘

Sedum ‚Eline‘ – Sexangulare – ‚Touchdown‘
Die Blätter der Sedum-Arten haben ebenfalls unterschiedliche Formen, sind aber immer fleischig und relativ dick. Sedum ist nämlich eine Sukkulente (oder „Fettpflanze“): Die Blätter ermöglichen es der Pflanze, Wasser zu speichern und so Trockenheit zu widerstehen. Ihre Form variiert: Sie können breit und flach sein, wie bei Sedum spectabile, oder klein und dicht übereinanderliegend wie bei Sedum acre, oder auch zylindrisch und länglich wie bei Sedum album. Die Blätter von Sedum spectabile werden 10 cm lang, während sie bei Sedum acre nur 3 mm messen!
Die Blätter der meisten teppichbildenden Sedum-Arten sind immergrün oder halbimmergrün, das heißt, die Pflanze behält ihr Laub im Winter, wenn dieser mild ist. Die Blätter der aufrecht wachsenden Sorten wie Sedum spectabile sind meist sommergrün.
Auffällig ist die sehr große Vielfalt bei den Laubfarben! Es gibt Sorten mit silbrigem Laub (Sedum spathulifolium ‚Cape‘Blanco’), bordeauxrotem Laub (Sedum ussuriense ‘Turkish Delight’), zweifarbigem und sogar dreifarbigem Laub (Sedum spurium ‘Tricolor’)! Allgemein neigen die Blätter dazu, ihre Farbe je nach Bedingungen zu verändern: Bei Wasserstress oder einfach im Herbst können sie sich rot färben. Diese Eigenschaft verdient es, genutzt zu werden. Durch die Kombination verschiedener Arten lässt sich so ein Patchwork-Effekt mit zahlreichen Farben erzielen!

Blätter: Sedum album Coral Carpet – Sedum Red Cauli – Sedum reflexum Angelina – Sedum spathufolium purpureum – Sedum tetractinum Ogon
Die Wurzeln von Sedum sind flach, wodurch die Pflanze besonders gut für Dachbegrünungen geeignet ist. Sie kann daher mit wenig Substrat wachsen. Aus diesem Grund findet man sie in der Natur an Mauern, auf Dächern, Felsen und Klippen … Sie kommt mit sehr wenig aus!
Sedum ist eine bemerkenswert widerstandsfähige Pflanze. Sie verträgt meist sowohl sehr niedrige als auch sehr hohe Temperaturen. Zahlreiche Arten sind bis –15 bis –20 °C winterhart. Sie benötigen Sonne und eine sehr gute Drainage. Staunässe vertragen sie nicht, da diese ihre Wurzeln zum Faulen bringen kann. Sie sind windfest und vertragen salzhaltige Gischt gut.
Sedum besitzt heilende Eigenschaften, insbesondere Sedum spectabile. Bei einem Insektenstich nehmen Sie ein kleines Blatt, entfernen Sie die Hautschicht und reiben Sie es auf die betroffene Stelle. Dadurch wird die Verletzung schnell gelindert. Der Saft fördert die Wundheilung und lindert Verbrennungen, Entzündungen, Warzen und Hämorrhoiden.
Als Bodendecker verwendete Sedum-Arten wie Sedum acre können den Rasen beinahe ersetzen. Flächen mit flachem, trockenem Boden an einem sonnigen Standort lassen sich so leicht begrünen! Das erklärt, warum Sedum so häufig zur Dachbegrünung verwendet wird.
Arten und Sorten
Es gibt mehr als 400 Arten der Fetthenne, und Gärtner haben unzählige Sorten gezüchtet. Achtundzwanzig davon wurden von der Royal Horticultural Society (RHS) mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.
Fetthenne Herbstfreude - Sedum
- Blütezeit September für Dezember.
- Höhe bei Reife 50 cm
Fetthenne Matrona - Sedum
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 60 cm
Fetthenne Angelina - Sedum reflexum
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 15 cm
Fetthenne Carmen - Sedum spectabile
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 50 cm
Fetthenne Cape Blanco - Sedum spathulifolium
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 5 cm
Fetthenne Purpureum - Sedum spathulifolium
- Blütezeit September, Oktober
- Höhe bei Reife 10 cm
Fetthenne Turkish Delight (Samen) - Sedum ussuriense
- Blütezeit September, Oktober
- Höhe bei Reife 15 cm
Fetthenne sieboldii - Sedum sieboldii
- Blütezeit Oktober, November
- Höhe bei Reife 15 cm
Fetthenne Variegatum - Sedum kamtchaticum
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 10 cm
Fetthenne Album Superbum - Sedum spurium
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 10 cm
- Sedum acre
Der auch als « Scharfer Mauerpfeffer » bekannte, kleine Sedum bietet eine hübsche, leuchtende gelbe Blüte. Als ausgezeichneter Bodendecker breitet er sich leicht aus und bildet einen Teppich aus gelben Blüten. Er ist eine der kleinsten Fetthennen! Er besitzt winzige, dachziegelartig angeordnete Blätter, die manchmal rötlich gefärbt sind. Er ist bis – 15 ° C winterhart. In Frankreich findet man ihn an sonnigen Standorten wild wachsend auf Mauern und Hausdächern. Daher eignet er sich sehr gut für ein Gründach, eine niedrige Mauer oder einen Topf.
- Sedum spurium
Diese aus dem Kaukasus stammende Art wächst recht langsam, breitet sich aber leicht aus und bedeckt den Boden mit einem Teppich aus grünen Blättern. Sie bleibt eher niedrig und bietet im Sommer eine hübsche sternförmige, rosa Blüte, die mehr oder weniger rötlich ist. Die Blätter sind immergrün und grün mit roten Nuancen. Sie sind abgeflacht und zu beiden Seiten des Stängels in zwei Reihen angeordnet. Diese sehr winterharte Art verträgt einen leicht schattigen Standort. Verwenden Sie sie als Bodendecker oder auf einem Gründach.
- Sedum spectabile
Sedum spectabile oder Schöne Fetthenne gehört zu den Arten mit aufrechter Wuchsform und ist daher deutlich höher als teppichbildende Fetthennen. Im Herbst ist sie besonders schön! Ab dem Spätsommer trägt sie große endständige Blütenstände aus sternförmigen rosa Blüten. Einige Sorten wie ‘Stardust’ oder ‘Iceberg’ blühen weiß. Diese Blüten sind sehr bienenfreundlich und locken mit ihrem Nektar Schmetterlinge an. Ihre aufrechten Stängel tragen breite, graugrüne und sommergrüne Blätter. Diese Art stammt aus China und Korea und wird manchmal unter dem Namen Hylotelephium spectabile angeboten.
- Sedum album
Sedum album ist eine kleine, langsam wachsende Pflanze mit teppichbildender Wuchsform. Im Hochsommer trägt sie zauberhafte, sternförmige und in Gruppen angeordnete weiße Blüten. Ihre kleinen, zylindrischen Blätter färben sich manchmal rot, besonders bei Trockenheit. In Frankreich findet man sie in den Fugen niedriger Mauern, auf Hausdächern oder auf Felsen. Durch ihre geringe Größe und ihre teppichbildende Wuchsform lässt sie sich leicht auf einem Gründach verwenden.
- Sedum reflexum
Die Felsen-Fetthenne ist eine kleine Fetthenne mit teppichbildender Wuchsform. Man findet sie häufig unter dem Namen Sedum rupestre. Sie wächst schnell und breitet sich aus, um einen Teppich aus grünen Blättern zu bilden, die sich im Herbst orange-rot färben. Ihre Blätter sind immergrün und verleihen dieser Pflanze das Aussehen kleiner Fichtenzweige. Im Sommer bietet sie eine zarte leuchtend gelbe Blüte. Sie ist bis – 15 °C winterhart und wird häufig auf Gründächern verwendet. Es gibt kristate Formen (verursacht durch eine Wachstumsanomalie, die abgeflachte Formen hervorruft), die für sehr ungewöhnliche Pflanzen sorgen! (Sedum reflexum ‘Cristatum’)
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Pflanzung
Wohin pflanzen?
Der Pflanzort hängt von der Art der Fetthenne ab, für die Sie sich entschieden haben. Wenn Sie eine hohe Sorte mit aufrechter Wuchsform pflanzen, setzen Sie sie in ein Beet oder an einen Wegrand. Wenn Sie sich dagegen für eine kleine, bodendeckende Fetthenne entschieden haben, können Sie sie in einen Steingarten, auf eine Mauer, auf eine Pflasterfläche oder auf ein Gründach pflanzen. Sie können Ihre Fetthennen auch in Töpfe pflanzen und verschiedene Arten miteinander kombinieren. Da Fetthennen sehr flach wurzeln und oft eine bodendeckende Wuchsform haben, sollten Sie einen ausreichend breiten und nicht zu tiefen Topf wählen. So verhindern Sie, dass Ihre Pflanzen zu beengt stehen.
Die Fetthenne benötigt direkte Sonne. Sie fühlt sich wohl, wenn Sie sie an einer nach Süden ausgerichteten Mauer pflanzen. Außerdem braucht sie einen sehr gut drainierten, trockenen und porösen Boden. Ist der Boden schwer, geben Sie Kies oder groben Sand hinzu, damit das Wasser besser abfließen kann. Der Boden darf sogar leicht kalkhaltig sein, sollte aber nicht zu nährstoffreich sein. Die Fetthenne verträgt Wind und Spritzwasser sehr gut.
Entdecken Sie Fetthennen im Video:
Wann pflanzen?
Wir empfehlen, Fetthennen im Frühjahr ab April zu pflanzen. Eine Pflanzung im Herbst ist ebenfalls möglich, wenn Ihr Boden gut drainiert ist und das Klima mild genug ist.
Wie pflanzen?
- Pflanzung ins Freiland
Beginnen Sie damit, den Wurzelballen anzufeuchten. Heben Sie anschließend ein Pflanzloch aus. Sie können gerne eine Kiesschicht auf dem Grund verteilen, um den Wasserabzug zu verbessern. Sie können auch Sand unter die Pflanzerde mischen. Geben Sie etwas Substrat auf den Grund des Pflanzlochs und setzen Sie den Wurzelballen hinein. Füllen Sie das Loch wieder mit Erde und achten Sie darauf, den Hals (die Basis des Haupttriebs) nicht mit Erde zu bedecken. Im Gegenteil: Die Pflanze darf etwas höher als das Bodenniveau stehen, damit sich im Winter kein Wasser staut. Drücken Sie die Erde rund um die Fetthenne leicht mit der flachen Hand an. Gießen Sie. Wir empfehlen, den Boden mit einer dünnen Kiesschicht zu bedecken – sowohl aus ästhetischen Gründen als auch, um das Anwachsen der Fetthenne zu erleichtern.
Wenn es nicht regnet, gießen Sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung weiterhin regelmäßig. Dies hilft der Fetthenne, sich zu etablieren und mit dem Wachstum zu beginnen. Danach kommt sie ohne Bewässerung aus.
Kleine, bodendeckende Fetthennen sollten am besten in Gruppen gepflanzt werden (mindestens fünf Jungpflanzen zusammen). Kombinieren Sie gerne verschiedene Sorten. So erhalten Sie einen sehr farbenfrohen Teppich, sowohl durch die Vielfalt der Blätter als auch durch die der Blüten.
Bei größeren Sorten wie Schöne Fetthenne oder Fetthenne ‘Matrona’ sollten Sie einen Pflanzabstand von 50–60 cm einhalten. Bei kleineren Sorten wie Scharfer Mauerpfeffer genügen 15–20 cm. Die Pflanzung ist bei diesen kleinen, bodendeckenden Arten besonders einfach. Sie brauchen lediglich ein kleines Loch auszuheben und den Wurzelballen leicht mit Erde zu bedecken.
- Pflanzung im Topf
Tauchen Sie die Wurzelballen in Wasser und bereiten Sie ein Substrat aus je zur Hälfte Sand und Blumenerde vor.
Wählen Sie ein ausreichend breites Gefäß. Geben Sie eine Schicht aus Kies, Perlite oder Blähton auf den Boden, um für Drainage zu sorgen und Staunässe zu verhindern. Füllen Sie anschließend das Substrat ein. Pflanzen Sie die Fetthenne und drücken Sie die Erde rund um jede Pflanze leicht an. Gießen Sie, damit die Fetthenne gut anwächst.
→ Erfahren Sie mehr über die Kultur der Fetthenne im Topf in unserem Ratgeber!

Eine hübsche Pflanzkomposition in einer einfachen Tonschale
Pflege
Die Fetthenne benötigt kaum Pflege. Sie ist vollkommen trockenheitsverträglich und muss in der Regel nicht gegossen werden. Wenn sie jedoch in einem Topf steht und nur wenig Regen abbekommt, können Sie sie sehr sparsam gießen. Die Fetthenne hat außerdem einen geringen Nährstoffbedarf und wächst gut in nährstoffarmen Böden, sodass Düngergaben überflüssig sind. Gießen und Düngen würden im Gegenteil dazu führen, dass sie größer, weniger kompakt und anfälliger wird.
Sie wird nur selten von Schädlingen oder Parasiten befallen, abgesehen von Schnecken und Raupen, die an den Blättern fressen können. Wenn Sie Ihre Fetthennen im Topf kultivieren, können ihre Wurzeln von Dickmaulrüsslern (Otiorhyncus sulcatus) angegriffen werden. Diese Schäden treten jedoch relativ selten auf, und die Fetthenne ist insgesamt recht widerstandsfähig. Das Einzige, worauf Sie achten sollten, ist die Gefahr von Wurzelfäule, wenn die Umgebung zu feucht ist.
→ Erfahren Sie mehr in unserem Artikel: Krankheiten und Schädlinge der Fetthennen.
Wir empfehlen Ihnen, den Horst zu Beginn des Frühjahrs mit einer Gartenschere zurückzuschneiden und dabei die trockenen Stängel sowie die verblühten Blütenstände zu entfernen.
Wenn Sie Ihre Fetthennen in Töpfe oder Schalen gepflanzt haben, können Sie sie mehrere Jahre darin belassen, ohne sie umzutopfen.
Vermehrung
Die Fetthenne vermehrt sich, wie die meisten Sukkulenten, auf natürlichem Weg vegetativ, ausgehend von einem einfachen Blatt oder Stängel, der den Boden berührt. Die Stecklingsvermehrung ist daher sehr einfach. Sie können sie auch durch Aussaat oder Teilung des Horstes vermehren. Wenn Sie die verblühten Blüten stehen lassen, neigt die Fetthenne dazu, sich auf natürliche Weise selbst auszusäen.
Aussaat
Säen Sie Fetthennen vorzugsweise im Frühjahr aus. Aufgrund der winzigen Samen ist die Aussaat etwas heikel und weniger einfach als bei anderen Arten.
Das Saatbett muss daher sehr fein sein, da die Samen klein sind. Mischen Sie die Samen mit Sand, um die Aussaat zu erleichtern, und verteilen Sie sie möglichst gleichmäßig. Bedecken Sie sie nicht mit Erde, aber Sie können sie leicht andrücken, damit sie guten Kontakt mit dem Substrat haben. Stellen Sie den Topf an einen hellen Standort bei einer Temperatur zwischen 20 und 25 °C. Gießen Sie von Zeit zu Zeit vorsichtig. Die Samen keimen innerhalb weniger Wochen.
Teilung von Horsten
Sie können Ihre Fetthennen alle 3 bis 4 Jahre teilen. Dies sollte im Frühjahr, etwa im März, geschehen.
Bei hohen und aufrecht wachsenden Sorten können Sie die Pflanzen zurückschneiden, um ihre Höhe zu verringern. Dadurch wird die Teilung erleichtert und die Pflanze kann den Eingriff besser verkraften. Graben Sie rund um die Pflanze großzügig aus. Heben Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Boden und bewahren Sie dabei möglichst viele Wurzeln. Teilen Sie die Pflanze und achten Sie darauf, ausreichend gesunde Wurzeln zu erhalten. Setzen Sie die Pflanze sofort an ihren neuen Standort. Gießen Sie sie.
Stecklingsvermehrung
Die Stecklingsvermehrung bei Fetthennen ist sehr einfach durchzuführen, da einige Arten von Natur aus dazu neigen, Wurzeln zu bilden, sobald ein Stängel den Boden berührt. Diese Vermehrung sollte vorzugsweise am Ende des Frühjahrs durchgeführt werden, bevor die Pflanze blüht.
Zwei Arten von Stecklingen sind möglich:
- Blattsteckling
Bereiten Sie einen Topf vor, indem Sie ihn mit einer Mischung aus Blumenerde und Sand füllen. Verteilen Sie eine dünne Sandschicht auf der Oberfläche, um Staunässe zu vermeiden. Entnehmen Sie einige Blätter, indem Sie sie sauber von der Mutterpflanze abtrennen. Wir empfehlen, sie einige Tage an einem schattigen Ort trocknen zu lassen. Dadurch verringert sich die Gefahr von Fäulnis. Legen Sie die Blätter auf das Substrat. Sie müssen sie nicht eingraben.
- Stängelsteckling
Schneiden Sie einen 10 cm langen Stängel direkt unterhalb eines Knotens (Schnittpunkt zwischen Stängel und Blättern) sauber ab. Entfernen Sie die Blätter am unteren Ende. Setzen Sie den Stängel in ein Substrat aus einer Mischung von Blumenerde und Sand und stecken Sie ihn leicht hinein. Drücken Sie die Erde rund um den Stängel vorsichtig an. Gießen Sie und warten Sie ab. Der Steckling bildet innerhalb weniger Wochen neue Blätter und Wurzeln.
Sobald die Pflanze ausreichend entwickelt ist, können Sie sie umtopfen.
→ Erfahren Sie mehr in unserer Anleitung: Wie können Sie Fetthennen vermehren?
Kombination
Fetthennen bieten eine solche Vielfalt an Formen und Farben, dass zahlreiche Kombinationen möglich sind! Vor allem sollten Sie Pflanzen mit den gleichen Ansprüchen auswählen: trockener, drainierender Boden und ein sonniger Standort. In der Regel eignen sich Steingarten- oder Alpenpflanzen sehr gut: Kochscher Enzian, Glockenblume, Sonnenröschen oder Herbst-Steinbrech. Die Hauswurz (Sempervivum) lässt sich sehr gut mit bodendeckenden Fetthennen kombinieren! Wenn Sie Ihre Fetthennen auf einer Mauer pflanzen möchten, können Sie Sedum album oder Sedum spurium mit Campanula muralis kombinieren!
Fetthennen lassen sich auch problemlos in einen trockenen, mediterranen Garten mit überwiegend mineralischem Charakter integrieren. Sie harmonieren mit Lavendel, Thymian oder Silbrigem Heiligenkraut. Sie können dort einige elegante Gräser hinzufügen: Sie verleihen dem Beet Leichtigkeit neben den Fetthennen mit ihrem üppigeren Laub.

Zwei Beispiele für Kombinationen mit Fetthennen
Nützliche Ressourcen
- Unsere große Auswahl an Fetthennen
- Einen Steckling der Schönen Fetthenne ziehen
- Artikel von Véronique Mure, Botanikerin und Ingenieurin für tropische Agronomie: Unverzichtbare Fetthennen … vom Heilpflanzengarten zum Ziergarten, September 2011
- Das Video von Olivier: Deko-Ideen mit Sukkulenten
- Das Video: Die Fetthennen
- Unsere Anleitung zum Anlegen eines Gründachs
- Unser Ratgeber: Bodendecker mit immergrünem und dekorativem Laub
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