Gazanie: säen, pflanzen und pflegen
Inhaltsverzeichnis
Gazanie kurz erklärt
- Gazanien sind niedrige Pflanzen mit langer Sommerblüte
- Als frostempfindliche Stauden werden sie meist einjährig kultiviert.
- Sie bilden eine Rosette aus silbriggrünen Blättern, über der Blüten wie große Sonnen in warmen, kontrastreichen Farben thronen.
- Gazanien lassen sich leicht aussäen oder als Beetpflanzen setzen. Sie begnügen sich mit magerem, trockenem Boden und viel Licht, vertragen aber keine Staunässe.
Das Wort unserer Expertin
Gazanien sind sonnenliebende Pflanzen mit leuchtenden Farben, die in unseren Breiten meist einjährig kultiviert werden. Unermüdlich blühend, ist diese kleine südafrikanische Staude sehr pflegeleicht und gedeiht in trockenem, magerem Boden. Sie blüht vom Frühjahr bis zu den ersten Frösten ununterbrochen. Jeden Tag öffnen sich neue Blüten, sobald die Sonnenstrahlen im Zenit stehen, und schließen sich abends wieder. Die angebotenen Kultivare sind meist Hybriden, etwa die Serie Daybreak, die im Gegensatz zu den Wildarten auch bei mittlerer Lichtintensität blüht.
Gazanien sind in warmen Regionen mit relativ trockenen Wintern, etwa im Mittelmeerraum oder im Südwesten, mehrjährig und vertragen Temperaturen bis -10 °C. Sie versamen sich sehr leicht und bilden oft eine Mischung leuchtender Farben: Orange, Karminrot, Braun, Gelb bis Creme sowie zweifarbige Blüten mitunter mit einem dunklen Fleck am Grund der „Blütenblätter“ (Zungenblüten). Man kann sie auch als Stecklinge, die im Mai oder Oktober genommen werden, geschützt überwintern, insbesondere wenn bestimmte Farben erhalten werden sollen.
Säen Sie die Samen unter Glas von Februar bis April aus. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Einjährige Pflanzen aussäen: So gelingt die Aussaat im Freiland oder in Anzuchtschalen
Ihre kompakten, rosettenförmigen Horste mit schmalen, einfachen oder gelappten, graugrünen Blättern bilden den Rahmen für die großen Blüten. Diese beleben Beeteinfassungen oder bringen Dynamik in sommerliche Beete. Begleitet werden sie von Pflanzen mit luftiger Wuchsform, etwa Prachtkerzen, Argentinischem Eisenkraut, Federgras oder Schmucklilien. Auch die Schmucklilie stammt aus Südafrika; ihr Himmelblau oder Weiß mildert die leuchtenden warmen Farben der Gazanien.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Gazanie
- Familie Asterngewächse
- Gebräuchlicher Name Gazanie
- Blüte Mai bis Oktober
- Höhe 0,10 bis 0,30 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens jeder nährstoffarme, trockene und gut durchlässige Boden, auch kalkhaltig
- Winterhärte eher gering (-10 °C)
Gazanie bildet eine südafrikanische und tropische Gattung mit 18 Arten. Die aus Südafrika und Mosambik stammende Art Gazania rigens (Syn. Gazania splendens) ist Ursprung der meisten für Beete gezüchteten Formen. Diese tragen größere Blüten und sind weniger wärmebedürftig als die für die Küstendünen am Kap typischen Wildformen. Gazanien gehören wie Margerite und Mädchenauge zur Familie der Asterngewächse.
Die Typusart Gazania rigens wird rundum 30 cm hoch und trägt gelbe oder leuchtend orangefarbene Blütenkörbchen mit orangefarbener, schwarz-braun gesprenkelter Mitte. Sie ist eine krautige, immergrüne Staude, die in kühlem und feuchtem Klima meist einjährig kultiviert wird. Im Süden Frankreichs bleibt sie aufgrund der milden Winter, vor allem aber wegen der sommerlichen Trockenheit mehrjährig.
Innerhalb weniger Wochen bildet die Pflanze ein dichtes Polster kleiner Blattrosetten, das rundum nicht mehr als 20 bis 30 cm misst. Die grundständigen, sitzenden Blätter werden etwa 10 cm lang, sind schmal verkehrt-eiförmig und bis zu 3 cm breit, manchmal tief gelappt (fiederteilig). Die dunkelgrüne Blattspreite ist durch eine dicke, glänzende Wachsschicht geschützt, die vor Austrocknung bewahrt. Auch die weißfilzige Unterseite dient diesem Schutz. Bei Gazania rigens var. leucolaena mit sonnengelben Blütenkörbchen sind beide Seiten der Blattspreite weiß und wollig; leucolaena bedeutet „weißer Mantel“.
Die Blütenstände sitzen an wenig oder unverzweigten, dicht beblätterten Stängeln von bis zu 40 cm Länge, aus denen bei Verletzung weißer Latex austritt. Bei Kulturformen stehen die Blütenkörbchen jedoch meist einzeln, wie bei der Wildform Gazania rigens var. uniflora. Jede „Sonne“ sitzt auf einem kräftigen, kurzen, 10 bis 15 cm hohen Blütenstiel, der aus der Blattrosette wächst und zum Himmel weist. Die sterilen Zungenblüten sind in zwei konzentrischen Kreisen versetzt angeordnet und bilden die Strahlen des Blütenkörbchens. Sie zeigen leuchtende, teils zweifarbige Töne oder einen dunkelbraunen Fleck an der Basis. Die samtig wirkende Mitte des Blütenkörbchens besteht aus dunklen Röhrenblüten mit den Geschlechtsorganen, Stempeln und Staubblättern. Die Blütenkörbchen werden oft über 7 cm groß und erreichen bei Hybriden wie New Day Tiger Stripe Mix sogar 12 cm Durchmesser. Die Blütenkörbchen der Gazanien locken ebenso wie die der Sonnenblumen unzählige bestäubende Insekten an, die dem Gemüsegarten zugutekommen.
Die Früchte sind Achänen, die sich während der gesamten Saison vom Blütenboden lösen. Verblühte Blüten sollten alle 2 bis 3 Tage entfernt werden, um die Bildung neuer Knospen anzuregen.

Mehrere Farben der Gazanie
Wichtige Gazanien-Sorten
Sorten zum Säen
[produkt sku=“907″ blog_description=“Großblumige Garten-Margerite mit 12 cm großen Blüten in zarten Tönen und weiß-purpurrosa gestreiften Blüten.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“86177″ blog_description=“Kompakte Gazanie mit goldgelben Blütenkörbchen und braunem Kreis um die Mitte.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“910″ blog_description=“Hervorragende Mischung aus Großblumigen Garten-Margeriten mit allen Formen und Farben der Gazanie.“ template=“listing1″ /]
[produkt sku=“911″ blog_description=“Großblumige Garten-Margeriten mit 12 cm großen Blüten und außen flammenfarben gestreiften Blüten.“ template=“listing1″ /]
Sorten mit Wurzelballen
[produkt sku=“82088″ blog_description=“Auswahl von 2 eleganten Sorten mit 12 cm großen Blüten, außen gelb-karminrot oder weiß-weinrot gestreift. Diese frostempfindlichen, außergewöhnlich schönen Stauden blühen reich und sind genügsam. Als einjährige Pflanze in voller Sonne und sehr durchlässigem Boden kultivieren.“ template=“listing1″ /]
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Gazanie säen
Die Aussaat der Gazanie ist einfach. Sie erfolgt von Februar bis April an einem warmen Ort, im Haus oder im beheizten Gewächshaus.
So gehen Sie vor:
- Weichen Sie die Samen einige Stunden in einem Glas Wasser ein.
- Säen Sie die Samen in das am Vortag angefeuchtete Aussaatsubstrat und bedecken Sie sie mit 3 mm feinem Substrat.
- Drücken Sie das Substrat mit einem Brettchen leicht an und gießen Sie vorsichtig.
- Stellen Sie die Aussaat bei 18 bis 25 °C warm in ein Mini-Gewächshaus oder ein beheiztes Gewächshaus. Halten Sie das Substrat leicht feucht.
- Nach 2 bis 4 Wochen zeigen sich die Keimlinge.
- Pikieren Sie die Keimlinge in Anzuchttöpfe, sobald sie sich handhaben lassen.
- Warten Sie bis nach den letzten Frösten im April oder Mai, bevor Sie sie ins Freiland pflanzen.
Pflanzung
Wo Gazanien pflanzen?
Gazanien blühen durchgehend von Mai/Juni bis Oktober. Sie wachsen an der Küste in sandigen, leichten, nährstoffarmen Böden und vertragen Trockenheit, volle Sonne, Wind und Gischt. Auch an geschützten Standorten im Stadtgarten gedeihen sie gut – im Beet, Steingarten, auf der Terrasse oder dem Balkon, sofern der Boden gut drainiert, nicht zu nährstoffreich und der Standort ausreichend sonnig ist. Kultivare sind weniger sonnenbedürftig und schließen ihre Blüten nicht beim kleinsten Wolkenzug. Gazanien bevorzugen neutrale bis kalkhaltige Böden, tolerieren aber auch sauren Boden.
Wann pflanzen?
Pflanzen Sie Jungpflanzen im Anzuchttopf im April/Mai, sobald keine Fröste mehr drohen, oder säen Sie ab Februar unter Schutz aus.
Wie pflanzen?
- Für einen geschlossenen Blütenteppich setzen Sie Gazanien im Abstand von 20 bis 30 cm.
- Stellen Sie die Wurzelballen in einen Eimer Wasser, damit sie sich gut vollsaugen.
- Lockern Sie den Boden, entfernen Sie Unkraut und mischen Sie Kies oder Sand unter, wenn er zu verdichtet ist.
- Heben Sie versetzt angeordnete Pflanzlöcher in der Breite der Wurzelballen aus.
- Füllen Sie die Löcher, drücken Sie die Erde mit der Hand an und gießen Sie das Beet reichlich.
Im Topf oder Balkonkasten verwenden Sie gut drainierende Blumenerde und mischen ein Drittel Flusssand unter.

Pflege
- Gazanien überstehen Trockenheit gut, doch mäßiges, regelmäßiges Gießen fördert das Wachstum der Horste und die Blütenfülle.
- Entfernen Sie möglichst täglich die braun verfärbten, verblühten Blumen, deren Blütenkrone sich abends schließt, denn sie hält nur einen Tag. Nicht mit den runden, grünen Knospen verwechseln.
- In kühlem Klima lassen sich die Pflanzen in Töpfen kultivieren und zum Überwintern einräumen, damit sie mehrere Jahre erhalten bleiben.
- Unter -10 °C sterben die Pflanzen ab, doch im Frühjahr können durchaus natürliche Aussaaten auftreten.
Vermehrung
Die einfachste Vermehrung von Gazanien erfolgt durch Stecklingsvermehrung im Mai oder Oktober oder durch Aussaat der Samen zwischen Februar und April (siehe oben: Gazanien säen).
Stecklingsvermehrung
- Bereiten Sie einen Topf vor, indem Sie ihn mit 50 % Blumenerde und 50 % Sand füllen.
- Schneiden Sie 10 cm lange Spitzen krautiger Triebe ab.
- Entfernen Sie die Blätter am unteren Ende des Stecklings.
- Stecken Sie die Stecklinge zu zwei Dritteln ihrer Länge in die Erde, nachdem Sie die Stängelbasis in Hormonpulver getaucht haben.
- Drücken Sie die Erde vorsichtig rundherum an, um Luftlöcher zu entfernen und einen guten Kontakt zwischen Blumenerde und Steckling sicherzustellen.
- Stellen Sie die Stecklinge schattig unter gespannter Luft, indem Sie beispielsweise eine abgeschnittene durchsichtige Plastikflasche darüberstülpen.
- Trennen Sie im Herbst die bewurzelten Stecklinge und pflanzen Sie sie in Anzuchttöpfe. Überwintern Sie diese bis zum Frühjahr in einem hellen, frostfreien Raum.
- Pflanzen Sie Ihre Gazanien im Frühjahr ins Freiland.
Verwendung und Kombinationen
Gazanien werden von eiligen Gärtnern für ihre unkomplizierte Pflege und die leuchtenden großen Blütenkörbchen geschätzt – ebenso wie die Kokardenblume, die in den Gärten unserer Großmütter lange beliebt war. Ihre kräftigen Farben verleiten dazu, sie sparsam einzusetzen. So können Sie am Fuß einer Lavendelbeeteinfassung einen fröhlichen Akzent setzen oder einen mit einem kleinen Nadelgehölz bepflanzten Topf für einen Sommer aufheitern.

Eine Pflanzkasten-Idee: Gazanie ‚Kiss Bronze‘, Thunbergia alata und Nemesie ‚Sunsatia Plus Little Vanilla‘, die hübsch herabhängen
Sie können auch eine Szene mit Gazanien am Beetrand gestalten, kombiniert mit Verbenen. In einem modernen oder naturnahen Garten lässt sich die Gazanie punktuell mit höheren, einfarbigen Pflanzen mit lockerer Wuchsform kombinieren, etwa mit Prachtkerzen, Argentinischem Eisenkraut, Federgras oder Schafgarben, die alle ebenso trockenheitsverträglich sind.
Ihre flache Wuchsform macht sie zu sympathischen pflegeleichten Pflanzen für Steingärten und stark aufgeheizte Böschungen. Gazanien gedeihen auch sehr gut in Pflanzkästen auf dem Balkon oder in Schalen, die eine Terrasse oder eine Veranda schmücken.
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