Japanischer Ysander: Pflanzen, Pflege

Japanischer Ysander: Pflanzen, Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Virginie T. 8 min.

Dickmännchen kurz erklärt

  • Japanischer Ysander ist ein hervorragender immergrüner Bodendecker, ideal für schattige Standorte
  • Im späten Frühjahr schmückt er sich mit einer dezenten, reinweißen Blüte
  • Winterhart und leicht zu kultivieren, wächst er in den meisten Regionen im Garten oder Topf
  • Eine sichere Wahl: Er braucht kaum Pflege und breitet sich nie unkontrolliert aus
  • Sein Platz ist im Unterholz, in schattigen Beeten oder Rabatten, am Fuß von Hecken oder am Rand eines feuchten Gehölzes
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Pachysandra: immergrüner, winterharter Bodendecker für Schatten. Dichtes, glänzendes Laub und weiße Blüten – ideal als pflegeleichter Teppich im Garten.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Blüte Mai-Juni
  • Höhe 0,15 bis 0,30 m
  • Exposition Schatten, Halbschatten
  • Art des Bodens Alle, gut durchlässig
  • Winterhärte -15 °C

Der Pachysandra, auch „Japanischer Ysander“ genannt, ist ein Bodendecker oder Unterstrauch, der in den Wäldern Chinas und Japans wächst. Er gehört wie sein Verwandter, der Buchsbaum, zur Familie der Buchsbaumgewächse.

In unseren Gärten findet man nur eine einzige Art: Pachysandra terminalis, die in etwa zehn Sorten vorkommt. Pachysandra procumbens ist eine wenig verbreitete Art.

Diese Ausläufer bildende Staude breitet sich über ihre Rhizome aus – grüne, fleischige Wurzeln, die sich nur wenig ausbreiten. Sie bildet einen dichten, sehr regelmäßigen und gleichmäßigen Teppich mit flacher Wuchsform. Ihre am Boden kriechenden Triebe können sich spontan bewurzeln und so mit der Zeit einen großen Bodendecker bilden, der bis zu 30 cm hoch und 60 cm breit wird.

Pachysandra gehört zu den robusten Arten, die relativ langsam wachsen. Sie braucht Zeit zum Einwachsen und etwa drei Jahre, um sich gut zu entwickeln. Jedes Jahr treibt sie aus ihrem Wurzelstock neu aus, ohne jemals lästig zu werden.

Das glänzende, immergrüne und das ganze Jahr über robuste Laub ist der wichtigste Vorzug dieses dem Buchsbaum nahestehenden Bodendeckers.

Die wechselständigen Blätter stehen in Büscheln an der Spitze kurzer, aufrechter und kahler Zweige. Sie sind oval, glänzend und an den Rändern leicht gezähnt. Mit einer Länge von 5 bis 10 cm bringen sie Licht und Leuchtkraft und begrünen wirkungsvoll selbst die kleinste schattige Ecke. Bei ‚Silver Edge‘ ist das Laub glänzend dunkelgrün und fein silbern berandet, bei Pachysandra terminalis ‚Variegata‘ cremefarben panaschiert.

Doch diese zu jeder Jahreszeit schöne, dichte Belaubung ist nicht ihr einziger Vorzug! Eine zarte, sehr dezente weiße Blüte erscheint im Frühsommer, im Mai und Juni, auf dem hübschen grünen Teppich. Die Blüten bilden elegante, 2 bis 3 cm lange Ähren in Cremeweiß und Grünlichweiß, die dezent duften und an den Triebspitzen stehen. Die weiblichen Blüten sind unauffälliger und ohne Blütenblätter, während die männlichen Blüten große weiß-braun gefärbte Staubblätter zeigen.

Pachysandra

Pachysandra terminalis: Blüten und Blätter

Diese Rispen erscheinen in der Mitte jeder Pflanzengruppe deutlich über dem Laub und entwickeln manchmal sehr unauffällige, opalisierend weiße Früchte.

Sehr winterhart, hält der Pachysandra Temperaturen von etwa -15 °C stand und gedeiht in allen unseren Regionen. Er bevorzugt schattige oder halbschattige Standorte, da er direkte Sonne nicht verträgt. Anspruchslos, begnügt er sich mit einem normalen, nicht zu trockenen Boden, wächst aber besser in frischem, humusreichem Boden.

Diese immergrüne Staude ist für alle schattigen und schwer zu begrünenden Bereiche im Garten unverzichtbar. Der Bodendecker eignet sich ideal im Unterholz unter Sträuchern, bringt Licht in triste, vergessene Ecken unter Bäumen und Hecken und passt ebenso an wenig beleuchtete Weg- oder Beetränder.

Wichtigste Arten und Sorten

Mit glänzendem, einfarbig grünem Laub ist der Japanische Ysander die häufigste Art in unseren Gärten. Er ist in knapp zehn Sorten mit mehr oder weniger flachem Wuchs und vor allem weiß panaschiertem oder silber berandetem Laub erhältlich.

Die beliebtesten Sorten

[produkt sku=“7679″ blog_description=“Die typische Art! Mit schönem, glänzend dunkelgrünem Laub ist sie ein hervorragender Bodendecker für schattige Standorte.“ template=“listing1″ /]

Unsere Favoriten

[produkt sku=“ 7680″ blog_description=“Die bekannteste Sorte! Mit cremefarben panaschiertem Laub bildet sie an schattigen Standorten einen hervorragenden Bodendecker.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“80949″ blog_description=“Sehr dichtes, kleineres Laub als die typische Art. Winterhart bringt sie vergessene Winkel unter Bäumen, Hecken und an Beet-Rändern zum Leuchten.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“80950″ blog_description=“Das immergrüne Laub ist besonders glänzend. Es ist der ideale Begleiter für Bäume und Hecken und bedeckt deren Füße das ganze Jahr über wirkungsvoll.“ template=“listing1″ /]

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Dickmännchen pflanzen

Wo Pachysandra pflanzen?

Das winterharte Dickmännchen verträgt Temperaturen bis -15 °C sowie Trockenperioden. Es lässt sich daher fast überall in Frankreich problemlos pflanzen. Trotz seines dichten Laubs fürchtet es nur eines: volle Sonne, besonders südlich der Loire. In diesen Regionen muss es vor direkter Sonne geschützt gepflanzt werden, da diese sein Laub schädigt.

Es ist der ideale Bodendecker für Schatten oder Halbschatten! Da es so anspruchslos ist, wird es oft für die schwierigen Ecken des Gartens reserviert, in denen nur wenige Pflanzen wachsen. Es gedeiht in jedem Boden, von neutral bis sauer, auch in lehmigem Boden, etabliert sich jedoch schneller in humusreichem, gut drainiertem und im Sommer frischem Boden.

Dieser kleine, vielseitige Bodendecker begrünt schlecht exponierte Bereiche und erspart Ihnen zudem das Unkrautjäten, denn er unterdrückt Unkraut zuverlässig.

Da es wenig Platz beansprucht, behindert es benachbarte Pflanzen nicht und kommt sogar mit den Wurzeln von Bäumen zurecht. Ein Platz im Unterholz, am Rand des Unterholzes oder im sehr dichten, trockenen Schatten großer Bäume ist ideal.

Diese kriechende Pflanze eignet sich hervorragend, um einen Plattenbelag, den Fuß eines Baumes oder einer Hecke oder einen frischen Steingarten zu begrünen. Sie findet auch am Weg- und Beetrand ihren Platz. In kleinen Stadtgärten hilft das Dickmännchen, den unteren Bereich von Mauern zu verdecken, und benötigt dabei nur wenig Pflege.

pachysandra

Pachysandra terminalis, dicht von Schattenpflanzen umgeben

Wann Pachysandra terminalis pflanzen?

Das Dickmännchen wird im Frühjahr von Februar bis April oder im Herbst von September bis November gepflanzt. Frost- und Trockenperioden sollten dabei vermieden werden.

Wie Pachysandra pflanzen?

Im Freiland

Diese Ausläufer bildende, anfangs etwas langsam anwachsende Staude bildet das ganze Jahr über ein dichtes, immergrünes Polster. Pflanzen Sie sie am besten in Gruppen von 4 bis 7 Pflanzen pro m². Mehr sollten es nicht sein, da die Pflanzen sich sonst gegenseitig überwuchern.

  • Heben Sie ein etwas größeres Loch als den Wurzelballen aus
  • Legen Sie eine gute Drainageschicht aus Kies auf den Boden des Pflanzlochs
  • Füllen Sie das Loch mit der ausgehobenen Erde und Kompost
  • Drücken Sie die Erde leicht an
  • Gießen Sie reichlich, damit die Pflanze gut anwächst
  • Mulchen Sie den Boden mit organischem Mulch

Im Topf

Das Dickmännchen kann auch im Topf gepflanzt werden und bildet auf der schattigen Terrasse oder dem Balkon einen gleichmäßigen Busch.

  • Pflanzen Sie es in einen etwa 20 Liter großen, mit einer Drainageschicht aus Blähton versehenen Behälter in eine Mischung aus Blumenerde und Kompost
  • Mulchen und gießen Sie regelmäßig, damit der Boden frisch bleibt

Pflege, Rückschnitt und Standort von Dickmännchen

Pachysandra (Dickmännchen) ist pflegeleicht: In den ersten zwei Sommern gut wässern und mulchen, später nur bei Hitze und Trockenheit. Im Topf öfter gießen.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Gut eingewurzelt, hat das Dickmännchen kaum Feinde. Nur Schnecken bedrohen junges Laub. 7 natürliche Methoden und Schneckenfalle selbst bauen.

Vermehrung

Das Dickmännchen lässt sich im Frühjahr leicht durch Teilung des Wurzelstocks oder im Juni durch krautige Stecklinge vermehren.

Teilung des Wurzelstocks

  • Stechen Sie mit einem Spaten einige bewurzelte Pflanzen aus
  • Pflanzen Sie sie sofort an einem gut drainierten, frischen Standort aus

Krautige Stecklinge von Dickmännchen

  • Schneiden Sie einen Trieb unter einem Blatt oder Auge ab
  • Entfernen Sie die unteren Blätter
  • Pflanzen Sie die Stecklinge einzeln in Anzuchttöpfe mit einer Mischung aus Gartenerde, Kompost und Flusssand
  • Halten Sie die Stecklinge bis zur Bewurzelung regelmäßig feucht
  • Pflanzen Sie sie im Herbst ins Freiland

Verwendung und Kombination im Garten

Vielseitig einsetzbar, passt sich der Pachysandra jedem Garten an: Schattenbeet, Cottage-Garten oder auch japanisch inspirierte und moderne Gärten, denen er eine schlichte Note verleiht. Er ist untrennbar mit schattigen Ecken verbunden, in denen er zu Füßen von Sträuchern oder sommergrünen Bäumen hübsche Polster aus immergrünen Blättern bildet. So bleiben den ganzen Winter über glänzende grüne Tupfer zurück, wenn die Bäume ihr Laub verloren haben.

Pachysandra kombinieren

Eine Kombinationsidee für eine japanisch inspirierte Atmosphäre: Iris sibirica ‚My Love‘ (oder ‚Blue King‘ oder auch Japanische Schwertlilie mit etwas späterer Blüte), Acorus gramineus ‚Ogon‘, Pachysandra terminalis und bemooste Steine

Am Rand eines Strauchbeets lässt er sich mit immergrünen Sträuchern wie Aukuben, Heideröschen und Orangenblumen kombinieren. Er begleitet die Frühlingsblüte von Magnolien, Schöner Sternchensträucher, Spiersträuchern, Flieder oder Zieräpfeln.

Er bedeckt den Fuß einer halbimmergrünen Staude wie der Buschmalve.

Zusammen mit dem Storchschnabel macrorrhizum oder anderen immergrünen Bodendeckern für den Schatten bildet er im Frühjahr einen Blütenteppich, der dem Wurzeldruck von Bäumen standhält.

Pachysandra kombinieren

Ein Beispiel für eine Unterholz-Kombination: Hosta tardiana ‚Halcyon‘, Polygonatum odoratum, Dryopteris affinis und Pachysandra terminalis (‚Green Carpet‘ oder ‚Variegata‘ bei panaschiertem Laub)

In einer hübschen Unterholzszene bildet er den Rahmen für Christrosen, Winterheide, Purpurglöckchen und kleine Frühlingszwiebeln wie Narzissen, Krokusse, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Blausterne.

Im Unterholz empfängt er üppige Farne, Funkien sowie die zarte, frische Blüte von Salomonssiegel und Elfenblumen.

Nützliche Ressourcen

  • Alternativen zu Rasen
  • Was unter Bäumen pflanzen?
  • 5 neue Schattenstauden, leicht zu kultivieren
  • Blüten für Schatten: Welche Sträucher wählen?
  • Ratgeber: 6 Stauden für einen Nordgarten

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