Kaffernlilie: Pflanzen und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Kaffernlilie kurz erklärt
- Die Kaffernlilie ist eine kräftige Staude, die für ihre späte, anmutige, an Gladiolen erinnernde Blüte geschätzt wird
- Sie blüht in Ähren mit weißen, rosafarbenen oder scharlachroten sternförmigen Blüten
- Sie verträgt keine zu trockenen Böden und bevorzugt nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden
- Die winterharte Staude übersteht den Winter gut, breitet sich langsam aus und benötigt kaum Pflege
- Ideal am Ufer oder Teichrand, aber auch für ein frisches Beet
Wort unserer Expertin
Auch als Kaffernlilie bekannt, ist der Schizostylis coccinea eine elegante Staude für feuchte Böden, die wegen ihrer prächtigen späten Blüte mit Ähren aus sternförmigen, an Mini-Gladiolen erinnernden Blüten geschätzt wird. Je nach Sorte zeigt sie von Spätsommer bis zum ersten Frost leuchtend scharlachrote Blüten bei Schizostylis coccinea ‚Major‘, zartrosa Blüten bei Schizostylis coccinea ‚Mrs Hegarty‘ oder weiße Blüten bei Schizostylis coccinea ‚Alba‘.
In milden Wintern behält diese etwas frostempfindliche Pflanze sogar ihr Laub.
Sie liebt feuchte Standorte und gedeiht am Rand eines Teichs oder Gewässers sowie in den frischen Bereichen naturnaher Gärten. Mit der Zeit bildet sie lockere, etwa 50 bis 70 cm hohe Horste, die sich weit ausbreiten. Sie wächst auch im Beet mit gleichmäßig frischem Sommerboden und in Töpfen, die im Winter eingeräumt werden.
Einfach zu kultivieren und winterhart bis -10 °C, kommt sie mit jedem guten Gartenboden zurecht, sofern er im Sommer nicht austrocknet.
Entdecken Sie diese schöne Bodendecker-Staude, die den Iris nahesteht und sich perfekt für feuchte Gärten und Teichränder eignet!

Schizostylis coccinea ‚Major‘ (Foto: Peganum)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Kaffernlilie, Scharlach-Gladiole
- Blüte August bis Dezember
- Höhe 40–90 cm
- Exposition Sonne
- Art des Bodens nährstoffreich und leicht, frisch bis feucht
- Winterhärte -10 °C
Die Schizostylis, auch Kaffernlilie genannt, ist eine rhizomatöse Staude aus der Familie der Schwertliliengewächse, ebenso wie Iris, Gladiolen und Montbretien. Sie stammt aus Südafrika und wächst dort spontan an Gewässern, in Lagunen und feuchten Wiesen. Schizostylis coccinea mit leuchtend korallenroten Blüten (coccinea bedeutet „scharlachrot“) ist der einzige Vertreter der Gattung. Die Wildart brachte Kultivare mit weißen Blüten hervor, Schizostylis coccinea ‚Alba‘, mit rosa Blüten, ‚Mrs Hegarty‘, oder roten Blüten, ‚Major‘.
Mit ihrem kräftigen und schnellen Wachstum bildet sie einen eleganten, schlanken, aufrechten und ausladenden Horst von etwa 40 bis 90 cm Höhe. Dank ihres Ausläufer bildenden Wurzelstocks breitet sie sich mit ihren verdickten, oberflächennahen Rhizomen wie ein Bodendecker aus. Mit der Zeit entstehen imposante Horste. Das mittel- bis kräftig grüne Laub ist in milden Regionen immergrün, in kühlem Klima sommergrün. Es besteht aus schmalen, schwertförmigen, bandartigen Blättern, die sich elegant biegen. Die linearen, schmalen und zugespitzten Blätter stehen fächerförmig und tragen eine hervorstehende Mittelrippe.
Zu Herbstbeginn ragen verzweigte Blütenähren aus der Mitte des Horstes über das grasartige Laub hinaus. In ihrer Heimat blüht sie im Sommer, bei uns jedoch zeitversetzt und etwas später. Von August bis zu den ersten Frösten, bis in den Dezember und bei mildem Frost sogar darüber hinaus, erscheinen die Blüten an steifen, stolzen Stängeln. Diese späte Blüte kommt im Garten gerade recht, wenn die meisten Pflanzen bereits verblüht sind.
Jede Ähre trägt 4 bis 15 kleine, etwa 2 bis 5 cm große, sternförmige Blüten. Die weit geöffneten, schalenförmigen Blüten bestehen aus 6 lanzettlichen Blütenblättern und zeigen lange Staubblätter. Bei der Wildart sind sie scharlachrot, daher der Name „Scharlach-Gladiole“, je nach Sorte auch rosa, lachsfarben oder weiß. Diese stilisierte Blüte erinnert unweigerlich an Gladiolen.
Sie eignen sich hervorragend als Schnittblumen und halten sich lange in der Vase.
Lesen Sie auch
12 Stauden für schweren, feuchten BodenWichtige Sorten
Schizostylis coccinea Major - Spaltgriffel
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 55 cm
Schizostylis coccinea Mrs Hegarty - Spaltgriffel
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 70 cm
Schizostylis coccinea Alba - Spaltgriffel
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 40 cm
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Kaffernlilie pflanzen
Wo pflanzen?
Der bis -10 °C winterharte Schizostylis coccinea ist nur mäßig frosthart. Seine relative Frostempfindlichkeit ist auf seine südafrikanische Herkunft zurückzuführen. Ist der Wurzelstock gut eingewachsen, verträgt er daher kurze Frostperioden. Besonders gut gedeiht die Pflanze in milden Regionen ohne starke Fröste und an sonnigen Standorten. Pflanzen Sie sie bevorzugt in der Sonne, wo sie üppiger blüht, und geschützt vor kalten Winden.
Setzen Sie sie in einen nährstoffreichen, lockeren, feuchten und drainierenden Boden. Auch lehmige Böden werden vertragen. Der Boden sollte im Sommer frisch bleiben, im Winter jedoch nicht vernässen. Auch in normalem Gartenboden wächst sie, sofern Sie im Sommer regelmäßig gießen.
Wählen Sie den Standort sorgfältig, denn die Pflanze breitet sich mit der Zeit aus.
Sie verleiht einem naturnahen oder modernen Garten in mildem Klima Eleganz und Charakter und passt an die Ufer eines Teichs, an den Rand eines Gewässers, in eine sehr feuchte Gartenzone oder an den Rand eines frischen Beets. Auch die Kultur im Topf auf der Terrasse oder am Pool ist möglich. Dann muss die Pflanze in einem kalten Gewächshaus frostgeschützt überwintert werden. So blüht sie einen großen Teil des Winters.

Schizostylis bevorzugt frische Böden und einen hellen Standort (Fotos: L. Enking)
Wann pflanzen?
Pflanzen Sie Schizostylis coccinea am besten im Frühjahr zwischen März und Mai nach den letzten Frösten. So können die Rhizome vor dem Winter gut einwurzeln. In milden Regionen mit geringem Frostrisiko ist auch eine Pflanzung im Herbst möglich.
Wie pflanzen?
Im Freiland
Für eine schöne Far Wirkung pflanzen Sie die Stauden in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen pro m². Halten Sie einen Abstand von etwa 40 cm ein.
- Heben Sie ein ausreichend breites und tiefes Pflanzloch für die Rhizome aus
- Lockern Sie den Boden
- Setzen Sie die Rhizome nur knapp 5 cm tief, sodass sie fast an der Oberfläche liegen
- Bedecken Sie sie nur wenige Zentimeter hoch mit einer Mischung aus Erde und Blumenerde
- Gießen Sie
Im Topf
Schizostylis coccinea eignet sich bestens für die Topfkultur, sofern ihre Ansprüche erfüllt werden: dauerhaft feuchter Boden im Sommer!
- Füllen Sie den Topfboden mit einer drainierenden Schicht. Der Topf sollte mindestens 50 cm tief sein
- Pflanzen Sie in eine Mischung aus Gartenerde und Blumenerde
- Stellen Sie den Topf in die Sonne
- Gießen Sie so, dass das Substrat nie austrocknet
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Gärtnern auf schwerem, feuchtem BodenPflege und Fürsorge
Die Kaffernlilie ist anspruchslos: Sie fürchtet nur Trockenheit und Frost! Halten Sie die Erde im Sommer frisch bis feucht. Bei Trockenheit oder großer Hitze gießen. Eine dünne Kompostschicht hält die Feuchtigkeit im Substrat.
Verblühte Blüten entfernen, damit neue nachkommen.
In kalten Regionen den Horst zurückschneiden und den Wurzelstock im Winter mit organischem Mulch (trockenem Farn oder Laub) bedecken.
Im Frühjahr die Horste von trockenen Blättern befreien und ein bis zwei Schaufeln Kompost oberflächlich ausbringen. Die nährstoffbedürftige Pflanze wächst in fruchtbarem Boden besonders schön.
Alle 3–4 Jahre im Frühjahr die Horste teilen: Zu dicht stehende Rhizome blühen deutlich weniger.
Im Topf darf die Pflanze nie austrocknen. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben nicht zu stark abtrocknen. Während der Wachstumszeit die Blüte mit Flüssigdünger für Blühpflanzen unterstützen.
In kalten Regionen den Topf frostgeschützt in einem unbeheizten Gewächshaus oder Wintergarten überwintern und weniger gießen.
Diese pflegeleichte Pflanze ist unempfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten.
Vermehrung
Unter passenden Bedingungen breitet sich die Kaffernlilie von Natur aus aus. Nach drei bis vier Jahren lässt sie sich im März oder April durch Teilung des Wurzelstocks sehr leicht vermehren.
- Heben Sie den Wurzelballen mit einer Grabegabel aus.
- Trennen Sie die Rhizome voneinander und teilen Sie sie in 4 bis 6 Teilstücke.
- Pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein.
- Füllen Sie das Pflanzloch mit Kompost auf.
- Gießen Sie reichlich und halten Sie die Erde feucht, damit die Pflanzen gut anwachsen.
Kaffernlilie im Garten kombinieren
Die elegante Blüte und der leichte Wuchs der Kaffernlilie setzen feuchte bis nasse Bereiche im Garten wie Teichränder, Ufer oder ein frisches Beet wirkungsvoll in Szene. In einem Wassergarten findet sie leicht ihren Platz neben Astilbe, Segge, Geißbart oder Pfahlrohr.
Im Beet wirkt sie auch in Kombination mit Knöterich, Lobelie, Mädesüß, Blutweiderich, Felberich, Goldkolben, Euphorbia palustris und Funkie, die wie sie im Sommer frische Böden schätzen.
Die Kaffernlilie blüht bis in den Herbst. Nutzen Sie dies für ein Herbstbeet in Rot- und Rosatönen, kombiniert mit einigen Pflanzen von Aster, Dahlie, Kunigundenkraut und Japan-Herbst-Anemone, die ihre späte Blüte begleiten. Ergänzen Sie Knöterich und einige Gräser wie Federborstengras und Chinaschilf.

Ein Beispiel für ein Herbstbeet: Schizostylis, Entenschnabel-Felberich, Aster ‚Pink Star‘, Persicaria amplexicaulis ‚Orange Field‘, Japan-Herbst-Anemone hupehensis Splendens, Miscanthus sinensis Gnom
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