Knotenblume, Leucojum: Pflanzung, Kultur, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Knotenblume kurz erklärt
- Die Knotenblume ist eine kleine, winterharte und sehr anmutige Zwiebelpflanze
- Je nach Art schmückt sie sich im Frühling, Sommer oder Herbst mit zarten weißen Glöckchen, die Schneeglöckchen ähneln
- Ohne Pflege bürgert sie sich in frischer, feuchter Umgebung leicht ein
- Im feuchten bis frischen Boden ist sie im Garten leicht zu kultivieren
- Sie verschönert lichte Unterholzbereiche, Teichränder, Steingärten, wilde Beete, Naturgärten und Pflanzgefäße
Das Wort unserer Expertin
Knotenblume (Leucojum): wenig bekannt, verwandt mit Schneeglöckchen. Blüte im Februar–Mai; pflegeleicht für halbschattige, feuchte Böden und Töpfe.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Acis, Leucojum
- Familie Amaryllisgewächse
- Gebräuchlicher Name Knotenblume
- Blüte März–April
- Höhe 0 bis 0,60 m
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens Alle, frischer Boden
- Winterhärte -15–25 °C
Die Knotenblume oder Leucojum ist eine zarte, kleine, zwiebelbildende Staude aus der Familie der Amaryllisgewächse und mit dem Schneeglöckchen verwandt. Sie stammt aus Mitteleuropa und wächst in feuchten Laubwäldern, lichten, frischen Gehölzen, an Hecken sowie auf Wiesen. In Nordostfrankreich und den Alpen kommt sie wild vor.
Von den 10 Arten der Gattung Acis/Leucojum, zu der die Knotenblume gehört, werden in Frankreich drei besonders häufig gehandelt und kultiviert: die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum oder Acis vernum), auch Märzbecher genannt, die Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum oder Acis aestivum) und die Herbst-Knotenblume (Acis automnale). Wie ihre Namen andeuten, blühen sie je nach Art zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Es sind sehr wüchsige Arten, die sich in feuchten, etwas naturbelassenen Gartenbereichen leicht einbürgern und mit der Zeit hübsche, blühende Bestände bilden.
Aus ihrer kleinen Zwiebel bildet diese krautige Pflanze eine aufrechte Horstform von 10 bis 20 cm bei der Frühlings-Knotenblume und bis zu 60 cm Höhe während der Blüte bei der Sommer-Knotenblume. Die bandförmigen Blätter treiben aus dem Boden. Das Laub erscheint früh im Jahr, bei der Frühlings-Knotenblume bereits im Februar. Es besteht aus 4 bis 6 langen, fleischigen, linearen oder zylindrischen, mehr oder weniger schmalen, lanzettlichen, zugespitzten, aufrechten und glänzenden Blättern. Von Schneeglöckchen lässt sich die Knotenblume an ihren zahlreicheren Blättern unterscheiden. Je nach Art sind sie 0,5 bis 15 mm breit.

Leucojum vernum – Botanische Illustration
Die Farbe des Laubs variiert je nach Sorte von graugrün (Leucojum aestivum) bis zu leuchtendem Grün. Als sommergrünes Laub vergilbt es nach der Blüte und verschwindet, um in der folgenden Saison wieder auszutreiben. Einen Teil des Jahres verbringt die Pflanze als Zwiebel unter der Erde.
Dieser Horst aus dekorativen Blättern bildet den Rahmen für die Blüte, die bei der Frühlings-Knotenblume im Februar und März nach der Schneeglöckchenblüte und bei der Sommer-Knotenblume je nach Region zwischen April und Juni erscheint. Jede Zwiebel treibt zwei bis fünf Stängel, die jeweils eine einzelne, rundliche, nickende Glockenblüte tragen.
Die zarten Glockenblüten sind von eleganter Schlichtheit, 2 bis 3 cm groß und bestehen aus sechs gleich großen, weißen Tepalen mit ausgeprägten Blattadern, die bei der Sommer-Knotenblume an der Spitze grün gefleckt sind. Leucojum aestivum ‚gravety giant‘ hat größere Blüten als die Art. Die sehr frisch wirkenden Blüten bergen eine innere, dem Blick verborgene Blütenkrone und verströmen je nach Sorte manchmal einen leichten Schokoladenduft.
Sie ergeben sehr hübsche Frühlingssträuße und halten sich geschnitten lange in der Vase. Nach der Befruchtung entwickeln sie sich zu einer grünlichen, birnenförmigen Frucht mit Samen: Die Knotenblume vermehrt sich leicht durch Selbstaussaat.
Diese bescheidenen, nickenden Blütenstände ragen über den äußeren Rand des Horstes hinaus und neigen sich zum Boden. Mit dem Einsetzen der ersten warmen Tage verschwinden sie. Alle Pflanzenteile sind giftig … aber nur bei Verzehr!
Die pflegeleichte Knotenblume vermehrt sich relativ schnell in allen feuchten bis frischen Böden. Sie bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Die Zwiebelpflanze eignet sich für einen naturnahen Garten, zur Blüte in einem lichten Unterholz, an einem schwer zugänglichen Hang oder in einem frischen Steingarten.
Frühlings- und Sommer-Knotenblumen, insbesondere die Wildform der Sommer-Knotenblume, sind in Frankreich geschützte Pflanzenarten. Daher ist es verboten, sie auszureißen, abzuschneiden, zu pflücken oder zu verkaufen. Die Zwiebeln enthalten Alkaloide mit antiretroviralen Eigenschaften, die in der Medizin eingesetzt werden.
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Die beliebtesten
Leucojum vernum - Märzbecher
- Blütezeit März, April
- Höhe bei Reife 20 cm
Leucojum aestivum - Sommer-Knotenblume
- Blütezeit Mai für Juli
- Höhe bei Reife 50 cm
Unsere Favoriten
Leucojum aestivum Gravetye Giant - Sommer-Knotenblume
- Blütezeit Mai
- Höhe bei Reife 60 cm
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Knotenblume pflanzen
Wo pflanzen?
Die pflegeleichte und sehr winterharte (-15 bis -25 °C) Knotenblume gedeiht fast überall in Frankreich. Sie bevorzugt jedoch kontrastreiche, ausreichend niederschlagsreiche Klimate. Diese kleine Zwiebelpflanze liebt die Kühle des Halbschattens und wächst problemlos in nährstoffreichem, auch schwerem, lehmigem Boden, der dauerhaft feucht bis frisch bleibt – auch im Sommer.
Pflanzen Sie sie in kühlen Regionen an einen sonnigen Standort, in Südfrankreich vor allem in den Halbschatten. Bei sommerlicher Trockenheit zieht sie sich einfach bis zum folgenden Frühjahr in den Boden zurück.
Ihre Fähigkeit zur Einbürgerung macht sie ideal für Blütenteppiche und als Bodendecker im lichten Unterholz unter sommergrünen Bäumen, die ihr im Sommer einen leichten, gefilterten Schatten spenden, oder im Schatten einer Laubgehölzhecke. Sie fügt sich überall ein, im Beet oder im frischen Steingarten, ohne bereits etablierte Pflanzen zu überwuchern, ebenso in kleinen, dichten Gruppen im Vordergrund einer Rabatte oder sogar im Topf.
Wann pflanzen?
Pflanzen Sie die Zwiebeln der Knotenblume von September bis November.
Wie pflanzt man Knotenblumen?
Die kleinen Zwiebeln der Knotenblume werden je nach gewünschter Wirkung in großer Zahl oder in Tuffs gepflanzt, in gut drainiertem Boden, damit sie nicht faulen. Pflanzen Sie Tuffs aus 10 bis 30 Zwiebeln. Für eine flächige Pflanzung rechnen Sie mit etwa 100 Zwiebeln pro m². Pflanzen Sie die Zwiebeln am besten in zwei oder drei Durchgängen im Abstand von 15 Tagen, um die Blütezeit zu verlängern.
Mit einem Zwiebelpflanzholz höchstens 5 cm tief pflanzen und einen Abstand von 10 bis 20 cm einhalten.
Im Rasen oder in einer großen Rabatte: Heben Sie einen Teil der gewählten Fläche 8 bis 10 cm tief aus und setzen Sie die Zwiebeln mit einem Abstand von etwa 5 cm. Füllen Sie die Erde „in einem Zug“ wieder auf.
Im Topf: Bedecken Sie den Topfboden mit einer Schicht Blähton für eine optimale Drainage und füllen Sie ihn mit einer Mischung aus Gartenerde, Blumenerde und grobem Sand.
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Anspruchslos: Knotenblume braucht kaum Pflege.
Bei Bedarf mit einer Schicht trockener Blätter mulchen, um den Boden frisch zu halten. Nur Topfzwiebeln regelmäßig gießen.
Um die Vermehrung zu kontrollieren und Selbstaussaat zu vermeiden, Blütenstiele nach der Blüte abschneiden. Vergilbtes Laub stehen lassen, damit die Zwiebel Reserven für das nächste Frühjahr bildet. Horste erst im Herbst oder Spätwinter zurückschneiden.
Nach 3–4 Jahren, wenn das Laub spärlicher wird, große Horste teilen, damit sie kräftig bleiben.
Ein gut drainierter Boden hält die Zwiebeln gesund und verhindert Fäulnis. Die Knotenblume ist weder krankheits- noch schädlingsanfällig.
Knotenblume vermehren
Die Knotenblume vermehrt sich jedes Jahr durch Aussaat und Brutzwiebeln. Die Teilung reifer, mindestens 3 Jahre alter Horste ist sehr einfach. Sie erhält kräftige Pflanzen und eine üppige Blüte. Teilen Sie nach der Blüte, solange das Laub noch grün ist.
Wurzelstock teilen
- Heben Sie die Wurzelstöcke mit einer Grabegabel aus.
- Trennen Sie die Brutzwiebeln einzeln von Hand oder mit einem kleinen Messer ab oder teilen Sie mit dem Spaten ein kräftiges Stück ab.
- Pflanzen Sie sie sofort 5–8 cm tief ein.
- Drücken Sie die Erde an und gießen Sie.
Kombinieren
Knotenblumen sind Zwiebelpflanzen, die im Frühjahr perfekt für mehr Volumen und Frische an einem halbschattigen Standort im Garten sorgen. Sie verwildern leicht und können mitunter sogar wuchern – ein Glücksfall für einen naturnahen Garten, um einen lichten Unterholzbereich oder eine vergessene Gartenecke zum Blühen zu bringen. Sie sorgen für frische Pflanzbilder.

Ein Beispiel für eine Pflanzung im frischen Unterholz: Leucojum vernum mit Narzissen, Brunnera macrophylla ‚Jack Frost‘ und Lungenkraut
Kombinieren Sie Knotenblumen mit anderen frühen Blumenzwiebeln zum Einbürgern, die jedes Jahr zuverlässig wiederblühen, etwa Narzissen, Krokus, Träubel, Schneeglanz, Balkan-Windröschen, Hyazinthen, Frühlingssterne oder Schachblumen. So staffeln Sie die Blütezeit.
Im Beet fügen sich die kleinen Zwiebeln der Knotenblume überall zwischen andere Pflanzen ein und harmonieren gut mit Herzblumen, Haselwurz, Purpurglöckchen, Winterheide, Primeln, Vinca minor, Stiefmütterchen und Großblättrigem Kaukasusvergissmeinnicht.
Im frischen Steingarten gedeihen sie gut mit Cyclamen coum und kleinen Farnen.
→ Entdecken Sie in unserem Ratgeber 7 schöne Ideen für die Kombination mit Knotenblumen!
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