Pfriemen-Mastkraut: Pflanzen, Pflege, Nutzung

Pfriemen-Mastkraut: Pflanzen, Pflege, Nutzung

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Oktober 2025  durch Virginie T. 6 min.

Pfriemen-Mastkraut kurz erklärt

  • Das Pfriemen-Mastkraut ist eine rasenbildende Staude und immergrüner Bodendecker
  • Die schöne „Teppichpflanze“ begrünt ganzjährig Steinfugen in nicht zu trockenen Steingärten und ersetzt Rasen
  • Im Frühjahr bedecken winzige weiße Blüten das moosartige Laub
  • Pflegeleicht, winterhart und anspruchslos erspart sie Unkrautjäten in wenig betretenen Bereichen
  • Hitze- und trockenheitsempfindlich, gehört sie an kühle, schattige Standorte
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Sagina, Sagina subulata oder Pfriemen-Mastkraut ist ein kleiner, immergrüner Bodendecker, der an Moos und Rasen erinnert. Mit seinem hübschen, feinen und dichten Laub bildet er einen niedrigen, weichen Teppich, weshalb er auch „Pfriemblättriges Mastkraut“ genannt wird! Er bleibt kompakt, wird höchstens 5 cm hoch und ist das ganze Jahr über grün.

Dieser moosartige Teppich bedeckt sich im späten Frühjahr mit zahlreichen kleinen weißen Blüten.

Sagina wächst problemlos zwischen den Platten eines Trittwegs, in Mauerritzen, im Steingarten oder als Einfassung. An wenig betretenen Stellen im Garten, an denen Rasen nicht wachsen will, kann sie ihn ersetzen. Deshalb wird Sagina oft als Roll- oder Plattenware angeboten.

Sie ist pflegeleicht und muss nicht gemäht werden.

Wie Soleirolia ist Sagina eine wertvolle Alternative zu Rasen an schattigen Standorten, da sie zu trockene Böden nicht verträgt.

Entdecken Sie diesen auch im Winter schönen Bodendecker für frische Böden!

Sagina, Sagina, Rasenersatz, Bodendecker für Schatten

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Sagina subulata
  • Familie Nelkengewächse
  • Gebräuchlicher Name Pfriemen-Mastkraut
  • Blüte Mai bis August
  • Höhe 3 bis 10 cm
  • Exposition Sonne, Halbschatten
  • Art des Bodens Leicht, frisch, gut durchlässig
  • Winterhärte –15 °C

Das Pfriemen-Mastkraut, Sagina subulata, auch Pfriemenblättriges Mastkraut genannt, ist eine kleine, immergrüne Bodendecker-Staude, die zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) gehört, ebenso wie die Nelke. Die Gattung umfasst etwa 20 Arten aus Westeuropa und den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel. Sagina subulata ist die am häufigsten kultivierte Art.

Die Pflanze wächst anfangs etwas langsam. Als immergrüner Bodendecker breitet sie sich eher langsam aus und erreicht eine Höhe von 3 bis 5 cm bei etwa 25 cm Breite. Mit winzigen, Ausläufer bildenden und verzweigten Stängeln wurzelt sie an verschiedenen Stellen und bildet einen sehr niedrigen Teppich aus moosähnlichen Polstern, daher auch ihr Name „Irisches Moos“.

Sie entwickelt sich zu einem gleichmäßigen Teppich, der auf wenig betretenen Flächen im Garten den Rasen ersetzen kann. Ihre zarten, ausläuferbildenden, 3 bis 8 cm langen Stängel tragen kleine, 1 cm lange, linealische und spitze Blätter, die paarweise angeordnet sind. Bei der Art sind sie leuchtend grün, während Sagina subulata ‚Aurea‘ eine sehr hübsche Form mit goldgelbem Laub ist.

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Sagina subulata und Sagina subulata ‚Aurea‘

Von Mai bis August öffnen sich je nach Region kleine, einzelne, weiße und aufrechte Blüten über dem moosartigen Teppich. Sie haben einen Durchmesser von 4 mm und bestehen aus 4 bis 5 abgerundeten Blütenblättern. An langen, achsel- oder endständigen Blütenstielen sitzen sie deutlich über dem Laub. Jede Blüte zeigt ein Büschel aus Staubblättern. Die schlichte weiße Blüte erinnert an Erdbeerblüten und zieht bestäubende Insekten an. Anschließend entwickeln sich aus den Blüten winzige Kapseln mit Samen, die sich in frischem Boden leicht selbst aussäen. Durch diese Selbstaussaat gewinnt die Pflanze an Fläche.

Das Pfriemen-Mastkraut ist in weniger genutzten Gartenbereichen ein hervorragender Rasenersatz, da es nicht gemäht werden muss, aber Tritt schlecht verträgt. Es bleibt das ganze Jahr über grün und behält sein gepflegtes Aussehen. Außerdem ist die Art in der Mosaikkultur beliebt, um Muster oder grüne Szenerien zu gestalten.

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Sagina subulata zwischen Steinen (© PeterHoh) und rechts die Blüte mit unzähligen kleinen Blüten

Arten und Sorten

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[produkt sku=“80295″ blog_description=“Ein besonders leuchtendes Pfriemen-Mastkraut mit goldfarbenem Laub. Ideal für lichten Schatten.“ template=“listing1″ /]

Pfriemen-Mastkraut pflanzen

Wo pflanzen?

Das bis -15 °C winterharte Pfriemen-Mastkraut verträgt Kälte besser als Trockenheit. Sehr trockene Böden mag es überhaupt nicht, in warmem Klima ist die Kultur schwieriger. An einem sonnigen Standort in kühlem Klima und bei feuchtem Boden oder zumindest während der heißesten Tagesstunden im Halbschatten gedeiht es am besten. In Regionen südlich der Loire kann es sogar im Schatten stehen. Im Laufe der Zeit breiten sich die Teppiche in leichter, humusreicher, frisch bleibender, neutraler bis saurer Erde aus. Für seine sattgrüne Farbe benötigt es natürlich feuchten Boden.

Es wächst in den Fugen von Platten und Mauern und bildet dichte Polster im feuchten Steingarten, betont die Beetkante oder dient als grüner Rahmen im Staudenbeet, wo es Unkraut am Ansiedeln hindert. Auch im japanischen oder Zen-Garten lässt es sich für dekorative Szenen sowie im Topf verwenden.

Dieser niedrige, dichte Bodendecker kann wenig begangene Rasenflächen ersetzen und eignet sich hervorragend zum Begrünen kahler Stellen. Ist das Pfriemen-Mastkraut einmal eingewachsen, hemmt es zudem die Ausbreitung von Unkraut.

Wann Pfriemen-Mastkraut pflanzen?

Die Pflanzung erfolgt im Frühherbst oder Frühjahr, außerhalb frost- und trockenheitsbedingter Perioden.

Wie Sagina subulata pflanzen?

Im Freiland

Setzen Sie mindestens 8 Jungpflanzen pro m² mit 20 cm Abstand in alle Richtungen, damit ein gleichmäßiger Teppich entsteht: Die Lücken werden schnell besiedelt! Der Boden muss gut gelockert und frei von Unkraut und Steinen sein. Bei Bedarf Sand zur Pflanzung geben, um die Drainage zu verbessern.

  • Graben Sie ein 2- bis 3-mal breiteres Loch als der Wurzelballen
  • Legen Sie eine Drainageschicht an
  • Setzen Sie die Pflanze in die Mitte des Lochs
  • Bedecken Sie den Wurzelballen mit 3 Teilen Kies oder grobem Sand und 1 Teil Torf oder Lauberde
  • Drücken Sie die Erde an
  • ­Gießen Sie reichlich und bis zum Anwachsen regelmäßig

Zwischen Platten

Pflanzen Sie direkt in feuchten Sand oder stecken Sie 10 cm lange Triebabschnitte im Abstand von 10 cm zueinander. Alternativ ist eine Direktsaat von Mai bis August möglich.

Im Topf

Im Topf muss das Substrat besonders im Sommer frisch bleiben, sonst kann diese Staude vertrocknen und eingehen. Pflanzen Sie sie in eine gut drainierende Mischung aus Sand und Lauberde.

Kultur und Pflege

Pfriemen-Mastkraut: pflegeleicht; bei Trockenheit gießen. Im ersten Jahr regelmäßig wässern, Topfpflanzen nie austrocknen lassen. Ausläufer entfernen.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Nur Topfpflanzen sind für Spinnmilben anfällig: Gut lüften und Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen, denn die Milben meiden Feuchtigkeit.

Vermehrung

Die Vermehrung durch Teilung oder noch einfacher durch das Abnehmen bewurzelter Ausläufer ist sehr leicht.

Durch Teilung

  • Heben Sie im Frühherbst bei mildem Klima oder im Frühjahr mit einer Grabegabel einen Teil der Staude an
  • Teilen Sie ihn in mehrere Teilstücke mit jeweils eigenen Wurzeln und Blättern
  • Pflanzen Sie die Teilstücke ohne Verzögerung im Garten oder in einen Topf mit geeignetem Substrat

Durch Abnehmen bewurzelter Triebe

Sie können auch die von selbst bewurzelten Triebe ausgraben und an anderer Stelle in feuchte, sandige Erde verpflanzen.

Pflanzenkombinationen im Garten

Das ganzjährig grüne Pfriemen-Mastkraut eignet sich perfekt, um Lücken in einem Pflaster, in einer kühlen, sonnigen Steingartenanlage oder am Fuß von Stauden und Sträuchern zu begrünen. Sein sattes Grün bringt leuchtende Blüten wunderbar zur Geltung und hebt die frischen Farben von Frühlingszwiebeln wie Tulpen hervor oder bildet den perfekten Rahmen für winterharte Fuchsien. Am Rand eines Unterholzes pflanzen Sie es zusammen mit Funkien, Amerikanischen Ständelwurzen und Storchschnäbeln. Für einen Teppich aus vielfältigen Farben und Texturen kombinieren Sie es mit dem Zymbelkraut (Cymbalaria muralis) und Purpurglöckchen.

Es eignet sich auch als Unterpflanzung für Moorbeetpflanzen (Kamelien, Alpenrosen) mit ähnlichen Ansprüchen, da es eine gewisse Bodensäure schätzt. Zusammen mit Stauden des Brachlands wie Agrimonia eupatoria ‚Alba‘ und Peucedanum ostruthium ‚Daphnis‘ eignet es sich ideal, um kahle Böden zu bedecken.

Pfriemen-Mastkraut, Sagina, Rasenersatz, Bodendecker für Schatten, Rasen ersetzen

Kombinieren Sie das Pfriemen-Mastkraut mit Zymbelkraut, Funkien und einem Teppich aus botanischen Tulpen

Nützliche Ressourcen

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