Sauerklee pflanzen, kultivieren und pflegen

Sauerklee pflanzen, kultivieren und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Alexandra 12 min.

Oxalis kurz erklärt

  • Sauerklee hat sehr dekoratives, kleeähnliches Laub in Grün oder Purpur
  • Beliebt ist die sternförmige Blüte in oft leuchtenden, kräftigen Farben
  • Die kriechenden Pflanzen breiten sich schnell aus und eignen sich als Bodendecker, lassen sich aber auch in Topf, Kübel oder Balkonkasten kultivieren
  • Sie sind pflegeleicht und lassen sich einfach vermehren
  • Ihr zartes Laub und ihre Blüten begeistern!
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Sauerklee ist eine kleine, schnell wachsende Bodendeckerpflanze, die sich rasch ausbreitet und dem Klee sehr ähnlich sieht. Die Blätter bestehen meist aus drei Fiederblättchen, bei einigen Arten jedoch aus vier. Sauerklee bildet außerdem hübsche kleine, sternförmige Blüten, meist in Weiß, Rosa oder Gelb, manchmal auch in Rot.

Sauerklee kann an Unkraut erinnern, das man eher loswerden als kultivieren möchte! Einige Arten wie Oxalis corniculata und Oxalis acetosella sind in Gärten in Frankreich weit verbreitete Unkräuter. Es gibt jedoch auch sehr dekorative und wenig ausbreitungsfreudige Arten. Einige der Sorten, die wir in diesem Ratgeber vorstellen, sind zudem frostempfindlich und überstehen den Winter ohne Schutz nur schwer.

Oxalis triangularis ist eine außergewöhnliche Pflanze mit sehr dekorativem, modernem Stil. Sie besticht durch ihre dunkelpurpurfarbene Färbung und die dreieckigen Fiederblättchen. Oxalis deppei ähnelt dagegen stark einem vierblättrigen Klee, besitzt jedoch zweifarbige Fiederblättchen: außen grün und in der Mitte braun. Andere Sauerklee-Arten beeindrucken durch ihre Blüte, etwa Oxalis versicolor mit ihren wunderschönen, überraschenden weiß-roten Blüten!

Sauerklee lässt sich problemlos im Topf oder Balkonkasten kultivieren. So können Sie die Pflanzen bei sinkenden Temperaturen geschützt unterbringen. Einige Arten wie Oxalis triangularis eignen sich sogar sehr gut für die Zimmerkultur.

Beschreibung und Botanik

[fiche_pflanze lateinischer_name=“Lateinischer Name: Oxalis sp.“ familie=“Familie: Oxalidaceae“ volksnamen=“Volksnamen: Sauerklee, Oxalis, „Falscher Klee““ bluete=“Blüte: je nach Sorte zwischen Frühling und Herbst.“ hoehe=“Höhe: 5 bis 30 cm“ standort=“Standort: Sonne oder Halbschatten“ boden=“Boden: humusreich, leicht, drainierend, im Sommer frisch“ winterhaerte=“Winterhärte: 0 bis –10 °C“ bgcolor=“#f7aab6″ alignement=“left“ /]

Sauerklee sind kleine krautige, oft zwiebelbildende Pflanzen mit kriechender Wuchsform. Ihr dekoratives Laub erinnert an Klee, dazu kommen sternförmige Blüten. Die Gattung Oxalis umfasst etwa 500 Arten, die einjährig oder mehrjährig sein können. Sie sind weltweit verbreitet, die größte Artenvielfalt findet sich jedoch in Südamerika und Südafrika. In Frankreich kommen acht Arten wild vor, darunter Oxalis acetosella und Oxalis corniculata, die in weiten Teilen des Landes zu finden sind. In der Natur wachsen Sauerklee-Arten an offenen Standorten oder im Unterholz. Daher gedeihen manche in der Sonne, andere eher im Schatten.

Sauerklee ist nicht immer winterhart. Einige Arten vertragen bis zu -10 °C, andere leiden bereits bei Temperaturen nahe 0 °C und müssen zum Überwintern geschützt werden. Oxalis triangularis etwa wird meist als Zimmerpflanze kultiviert und kann das ganze Jahr in Wohnung oder Haus bleiben.

Der Name Oxalis stammt vom griechischen oxys, was „sauer“ bedeutet und auf den säuerlichen Geschmack der Blätter anspielt. Im Französischen werden sie auch Oxaliden oder „Falsche Kleeblätter“ genannt. Oxalis acetosella heißt außerdem „Hasenklee“ oder „Kleiner Sauerklee“.

Die Gattung Oxalis gab der Familie der Oxalidaceae ihren Namen und stellt mit 500 von 600 Arten deren große Mehrheit. Abgesehen von der Ähnlichkeit ihrer Blätter haben Sauerklee und Klee (Trifolium sp.) nichts gemeinsam; Klee gehört zur Familie der Fabaceae. Auch ihre Blüten unterscheiden sich deutlich.

Botanische Illustration von Oxalis acetosella

Oxalis acetosella: botanische Illustration

Sauerklee gilt manchmal als Unkraut, manche Arten können sich tatsächlich stark ausbreiten. Das betrifft vor allem Oxalis acetosella und Oxalis corniculata, die in Frankreich wild wachsen und sich nur schwer entfernen lassen.

Sauerklee enthält Oxalsäure. Sie verleiht ihm wie Sauerampfer oder Rhabarber einen säuerlichen Geschmack, macht die Pflanze in großen Mengen jedoch giftig.

Sauerklee sind niedrige, kriechende Pflanzen, die sich als Bodendecker eignen. Sie werden 5 bis 30 cm hoch und breiten sich schnell in die Breite aus. Oxalis hedysaroides bildet eine Ausnahme und kann bis zu 1 m hoch werden.

Oxalis triangularis besitzt lange, sehr feine Blattstiele, die der Pflanze ein luftiges Aussehen verleihen. Zusammen mit den dreieckigen, purpurfarbenen Fiederblättchen entsteht eine dekorative, moderne Wirkung, weshalb sie als Zimmerpflanze beliebt ist.

Je nach Sorte blüht Sauerklee zwischen Frühling (Mai–Juni) und Herbst. Eine Ausnahme bildet Oxalis versicolor mit umgekehrtem Jahresrhythmus: Sie blüht im Winter. Meist dauert die Blütezeit der Oxalis-Arten lange.

Die Blüten sind meist weiß, rosa oder gelb, manchmal rot oder malvenfarben. Die Blüte wirkt leuchtend und zeigt oft helle, klare Farben. Die Mitte der Blütenkrone ist häufig gelb oder dunkler als die übrigen Blütenblätter. Die Blüte von Oxalis versicolor ist besonders ungewöhnlich: Ihre Blütenblätter sind weiß und rot gefärbt. Man könnte sie für eine gärtnerisch ausgewählte Sorte halten, doch es handelt sich um eine botanische Art, wie sie auch wild vorkommt. Bei Oxalis hedysaroides heben sich die gelben Blüten wunderbar vom dunklen, purpurfarbenen Laub ab.

Die Blüten können einzeln stehen oder in Dolden erscheinen. Sie sitzen an langen, aufrechten und recht biegsamen Blütenstielen. Die Blüte ist sternförmig und schlicht, mit fünf Blütenblättern, die an der Basis zu einer Röhre verwachsen sind. Sie werden von fünf freien Kelchblättern umgeben. Die Blüten sind regelmäßig und radiärsymmetrisch; ihre Form kann schalen- oder trichterförmig sein. Die Blütenkronröhre ist manchmal lang und schmal und erweitert sich trichterförmig, etwa bei Oxalis versicolor. Die Blüten besitzen außerdem zehn Staubblätter, fünf lange und fünf kurze, die den Pollen tragen.

Die Blüten reagieren empfindlich auf Licht: In der Sonne öffnen sie sich vollständig, abends oder bei bedecktem Himmel schließen sie sich. Generell brauchen Oxalis-Arten einen hellen Standort, um üppig zu blühen.

 

Die sternförmigen Blüten des Sauerklees

Die Blüte von Oxalis tetraphylla (Foto Wildfeuer), Oxalis versicolor (Foto Nzfauna) und Oxalis triangularis ‚Atropurpurea (Foto Nekonomania)

 

Die Blätter des Sauerklees ähneln stark denen des Klees. Das erklärt den Erfolg mancher vierblättriger Arten, die von der Vorstellung profitieren, dass vierblättriger Klee Glück bringt.

Die Blätter sind meist schön hellgrün. Sie können auch purpurfarben sein, wie bei Oxalis triangularis, oder zweifarbig wie bei Oxalis deppei: Die Außenseiten der Fiederblättchen sind grün, die Mitte ist braun. Oxalis adenophylla besitzt dagegen blaugrünes Laub.

Die Blätter bestehen meist aus drei herzförmigen oder dreieckigen Fiederblättchen. Sie sind oft breit, können aber auch sehr fein und fast linear sein, wie bei Oxalis versicolor. Bei Oxalis triangularis sind die Fiederblättchen tatsächlich dreieckig und geometrisch geformt, während ihre Ränder bei anderen Oxalis-Arten deutlich runder sind.

Mit vier Fiederblättchen ähneln Oxalis-Arten stark dem vierblättrigen Klee. Andere Arten besitzen Blätter mit zahlreichen Fiederblättchen, bis zu etwa zwanzig, wie Oxalis adenophylla. Alle Fiederblättchen setzen jeweils am selben Punkt in der Mitte an. Bei vielen Fiederblättchen erhält das gesamte Blatt dadurch eine runde Form. Manche Oxalis-Arten haben außergewöhnlich stark zerteiltes Laub, etwa Oxalis palmifrons, das einen handförmigen Eindruck erzeugt.

Bei den meisten Arten klappt sich das Laub nachts oder bei bedecktem Himmel zusammen und breitet sich tagsüber wieder aus. Die Pflanze reagiert damit auf die Lichtverhältnisse. Man könnte fast sagen, dass sie nachts „schläft“ und dabei ihre Blätter und Blüten zusammenfaltet.

 

Die in Fiederblättchen geteilten Blätter des Sauerklees

Das Laub von Oxalis tetraphylla (Foto Wouter Hagens), Oxalis adenophylla und Oxalis triangularis ‚Atropurpurea‘

 

Oxalis versicolor verhält sich anders als viele Pflanzen: Sie blüht im Winter und geht im Sommer in Dormanz.

Sauerklee besitzt meist Zwiebeln, kann aber auch Rhizome oder Knollen bilden. Die Oca aus Peru (Oxalis tuberosa) liefert beispielsweise eine essbare Knolle. Manche Oxalis-Arten verbreiten sich sehr schnell, indem sie neben den ursprünglichen Zwiebeln neue Brutzwiebeln bilden.

Nach der Blüte bildet Sauerklee feine, längliche Kapseln, die die Samen enthalten. Beim Öffnen schleudern die Kapseln die Samen heraus.

Die wichtigsten Sauerklee-Arten

Die beliebtesten Sorten:
Unsere Lieblingssorten:
Dreieckiger Glücksklee - Oxalis triangularis

Dreieckiger Glücksklee - Oxalis triangularis

Geschätzt für seine sehr dunklen, purpurfarbenen Blätter mit drei auffallend dreieckigen Fiederblättchen. Zudem bildet er kleine weiße Blüten, die vom Laub perfekt zur Geltung gebracht werden. Häufig wird er als Zimmerpflanze kultiviert!
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 20 cm
Zweifarbiger Sauerklee - Oxalis versicolor

Zweifarbiger Sauerklee - Oxalis versicolor

Ein besonders ungewöhnlicher Sauerklee mit zweifarbigen Blüten: Die Unterseite ist weiß und rot und wirkt spiralförmig. Er blüht im Winter und geht im Sommer in Dormanz! Ausgezeichnet mit dem Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society (RHS). Nicht winterhart.
  • Höhe bei Reife 10 cm
Sauerklee deppei - Oxalis

Sauerklee deppei - Oxalis

Dieser Sauerklee trägt Blätter mit vier Fiederblättchen, die stark an vierblättrigen Klee erinnern. In der Mitte sind sie dunkelbraun, außen hellgrün – ein origineller, klarer Kontrast. Die Blüten sind rosarot.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 20 cm
Dreieckiger Glücksklee Atropurpurea - Oxalis triangularis subsp.papilionacea

Dreieckiger Glücksklee Atropurpurea - Oxalis triangularis subsp.papilionacea

Ein Sauerklee mit dreieckigen, purpurfarbenen Blättern und hellrosa Blüten. Ausgezeichnet mit dem Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society (RHS).
  • Blütezeit Juli für Dezember.
  • Höhe bei Reife 15 cm
Sauerklee - Oxalis adenophylla

Sauerklee - Oxalis adenophylla

Dieser Sauerklee bildet schöne weiße und rosa Blüten mit dunkelrosa Adern. Das dekorative, blau-graue Laub ist hübsch gefiedert und wirkt gekräuselt. Ausgezeichnet mit dem Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society (RHS).
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 10 cm

DéEntdecken Sie andere Oxalis - Sauerklee

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Sauerklee pflanzen

Wo pflanzen?

Die meisten Oxalis-Arten benötigen viel Licht: Wählen Sie einen sonnigen Standort, damit sich ihre Blüten entfalten können. Einige Arten wachsen jedoch auch im Schatten oder Halbschatten, zum Beispiel im Unterholz (Oxalis oregana, Oxalis acetosella …). Bei Oxalis triangularis gilt: Je heller der Standort, desto schöner und dunkler färbt sich das Laub. Direkte Sonne sollten Sie dennoch vermeiden.

Oxalis bevorzugen humusreiche, fruchtbare Böden. Bringen Sie daher gern etwas gut verrotteten Kompost zur Bodenverbesserung aus. Sie mögen außerdem leichte, drainierende Substrate (zu viel Feuchtigkeit kann die Zwiebeln zum Faulen bringen). Im Sommer sollte der Boden jedoch frisch bleiben. Oxalis bevorzugen zudem leicht saure Böden.

Oxalis eignen sich gut für die Kultur im Topf oder Blumenkasten. Das ist besonders in Regionen mit kaltem Klima empfehlenswert, da Sie die Pflanzen im Winter geschützt unterbringen können.

Einige Oxalis-Arten lassen sich ganzjährig im Haus oder Gewächshaus kultivieren. Dazu gehört insbesondere Oxalis triangularis. Sie können sie in einen Topf pflanzen oder als Hängepflanze an einem hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Platz aufstellen.

Wann pflanzen?

Wir empfehlen, Oxalis im Frühjahr zu pflanzen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht (Mai bis Juni).

Wie pflanzen?

Oxalis werden als Zwiebeln angeboten. Wir empfehlen, sie in kleinen Gruppen zu pflanzen, jeweils mindestens 4 bis 5 Zwiebeln zusammen. Nach dem Pflanzen breiten sie sich relativ schnell in die Breite aus. Halten Sie zwischen den Zwiebeln einen Abstand von etwa 10 bis 15 cm ein.

  1. Lockern Sie den Boden und arbeiten Sie gut verrotteten Kompost sowie gegebenenfalls groben Sand oder Kies ein, damit das Substrat besser drainiert.
  2. Heben Sie kleine Pflanzlöcher aus, sodass die Zwiebeln 8 cm tief liegen.
  3. Setzen Sie die Oxalis-Zwiebeln ein.
  4. Bedecken Sie sie mit Erde und drücken Sie diese leicht mit der flachen Hand an.
  5. Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie in den folgenden Wochen weiterhin regelmäßig.

 

Sie können Oxalis auch in einen Topf pflanzen.

Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß, gegebenenfalls einen Blumenkasten oder eine Ampel. Achten Sie darauf, dass der Boden Abzugslöcher für eine gute Drainage besitzt.
  2. Füllen Sie ein drainierendes Substrat ein (Sie können Blumenerde und Sand mischen). Vor der Blumenerde empfiehlt sich außerdem eine Drainageschicht am Topfboden.
  3. Pflanzen Sie Ihre Oxalis-Zwiebeln ein.
  4. Bedecken Sie sie mit Substrat und setzen Sie gegebenenfalls weitere Pflanzen daneben.
  5. Gießen Sie.
  6. Stellen Sie den Topf an einen sonnigen Platz; bei Oxalis triangularis im Haus jedoch hell, ohne direkte Sonne.

Sauerklee-Pflege

Oxalis gedeihen in Böden, die relativ frisch bleiben: Gießen Sie sie im Sommer regelmäßig – bei Topfkultur noch häufiger! Während der Wachstumsphase können Sie einmal pro Woche gießen. Im Winter, wenn die Pflanze ruht, reduzieren Sie die Wassergaben jedoch stark, damit Zwiebeln, Knollen oder Rhizome nicht faulen.

Da Oxalis fruchtbare, humusreiche Böden bevorzugen, empfehlen wir, den Boden mit gut verrottetem Kompost anzureichern. Wenn Sie Oxalis im Topf kultivieren, geben Sie während des Wachstums etwa einmal monatlich Flüssigdünger, besonders im Frühjahr und Sommer.

Lassen Sie die Blätter nach der Blüte stehen, da sie den Zwiebeln ermöglichen, vor Beginn der Dormanz Energie zu speichern. Im Herbst verwelken sie mit den sinkenden Temperaturen von selbst; dann können Sie sie abschneiden.

Wenn Ihre Oxalis frostempfindlich sind, etwa Oxalis triangularis, holen Sie sie zum Überwintern ins Haus. Stellen Sie dann das Gießen und Düngen ein.

Wenn Sie Oxalis im Topf oder Balkonkasten kultivieren, sollten Sie sie von Zeit zu Zeit umtopfen.

Was Krankheiten betrifft, ist Oxalis anfällig für Rost. Die Blätter bekommen dann orangefarbene, pudrige Flecken. Diese Krankheit wird durch einen winzigen Pilz verursacht und durch das Zusammenspiel von Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Sie schwächt die Pflanze und beeinträchtigt ihr Aussehen, ist jedoch nicht wirklich gefährlich, da ihr Überleben nicht bedroht ist. Entfernen Sie befallene Blätter und behandeln Sie die Pflanze mit einem Fungizid (Ackerschachtelhalmbrühe, Schwefel …).

Von Rost befallener Oxalis

Von Rost befallene Oxalis-Blätter

 

Was Schädlinge betrifft, kann Oxalis von Blattläusen befallen werden. Um sie loszuwerden, sprühen Sie eine Lösung aus verdünnter schwarzer Seife und Wasser auf. Auch Schnecken können an den Blättern fressen. Bei Zimmerkultur wird Oxalis gelegentlich von Spinnmilben und Weißen Fliegen befallen.

Vermehrung

Sauerklee breitet sich meist von selbst aus und vermehrt sich. Sie können die Horste auch teilen, um sie an anderer Stelle auszupflanzen, in Töpfe zu setzen oder an Ihre Lieben zu verschenken. Auch die Vermehrung durch Aussaat ist möglich, dauert aber länger und wird seltener angewendet.

Horste teilen

Sauerklee lässt sich sehr einfach teilen. Dies erfolgt im Frühjahr.

  1. Wählen Sie einen gut ausgebreiteten Horst und graben Sie am Rand einen Teil davon aus.
  2. Pflanzen Sie ihn nach der Bodenvorbereitung an einem anderen Standort ein. Wählen Sie einen hellen Platz mit frischem, humusreichem und drainierendem Substrat. Füllen Sie rundherum Erde auf und drücken Sie sie an.
  3. Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie in den folgenden Wochen weiter.

Oxalis im Garten verwenden und kombinieren

Sie können Oxalis ins Beet pflanzen, zum Beispiel in den Vordergrund eines Mixed Borders. Dazu passen leuchtende Blütenfarben: Rosa, Gelbgrün, Türkisblau, Orangerot … So entsteht ein Beet in kräftigen, strahlenden Tönen. Pflanzen Sie sie mit Phlox, Diascia, Glockenblume, Nelke (besonders Dianthus deltoides), Storchschnabel, Lychnis coronaria, Frauenmantel … Setzen Sie einige kleine Büschel Gräser dazu, die für Leichtigkeit und Bewegung sorgen, zum Beispiel Stipa tenuifolia, Briza media oder Seggen. Da Oxalis eher niedrig bleibt, sollten Sie dahinter für etwas Höhe und Volumen sorgen: Kugeldistel, Prachtkerze, Salbei, Verbene, Katzenminze, Liatris spicata, Gräser … Denken Sie auch an Gipskraut, das Volumen und Leichtigkeit verleiht.

 

Inspiration für die Kombination von Oxalis im Garten

Sie können Oxalis zusammen mit anderen farbenfrohen Blüten und einigen Gräsern ins Beet integrieren. Oxalis tetraphylla (Foto Wildfeuer), Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘, Phlox paniculata ‚Peppermint Twist‘, Lychnis coronaria und Dianthus deltoides ‚Albiflorus‘

 

Gestalten Sie eine Bepflanzung im Balkonkasten oder großen Topf, indem Sie Oxalis mit der einjährigen Wolfsmilch ‘Diamond Frost’ (Euphorbia hypericifolia) kombinieren, die eine wunderschöne, luftige Blüte hervorbringt. Denken Sie auch an Storchschnabel, Nemesie, Lachsblume, Schein-Lobelie, Lobelia erinus, Campanula muralis, Hybrid-Verbene und Stiefmütterchen … Bevorzugen Sie farbenfrohe Blüten und ergänzen Sie bei Bedarf dekorative Blattschmuckpflanzen wie Prunkwinde, Efeu und Gräser.

Mit dem prächtigen purpurfarbenen Laub von Oxalis triangularis lassen sich schöne Farb- und Kontrasteffekte erzielen. Sie müssen ihn lediglich im Winter ins Haus holen. Sie können auch Oxalis deppei wählen, dessen Blätter außen zartgrün und in der Mitte braun sind. Kombinieren Sie diese Oxalis mit anderen dekorativen, farbenfrohen Blattschmuckpflanzen, etwa Purpurglöckchen, Schlangenbart, Libertia, Gräsern, Knöterich (Persicaria ‘Red Dragon’ oder ‘Purple Fantasy’ …), Sagina subulata und Wolfsmilch … Denken Sie auch an Fetthenne, deren Laub eine große Vielfalt an Formen und Farben bietet.

Im Haus lässt sich Oxalis triangularis sehr gut mit anderen exotischen Pflanzen kombinieren, gerne auch in einer Blumenampel. Stellen Sie ihn neben Leuchterblume, Pilea peperomioides, Ficus pumila, Farne und Bananen …

→ Entdecken Sie weitere Ideen für Kombinationen mit Oxalis in unserem Ratgeber!

Wussten Sie schon?

  • Oxalis oder Klee?

Obwohl Oxalis mit echtem Klee verwechselt werden kann, unterscheiden sich diese Pflanzen leicht durch ihre Blüte: Oxalis bildet sternförmige, teils leuchtend gefärbte Blüten, während Kleeblüten klein, zahlreich und röhrenförmig sind. Sie stehen in kugeligen Ähren, oft in Weiß oder Rosa. Beim Ausgraben von Oxalis findet man meist auch Brutzwiebeln.

  • Eine essbare und nützliche Pflanze

Viele Oxalis-Arten haben essbare Blätter mit säuerlichem Geschmack und können Sauerampfer ersetzen. Wegen der enthaltenen Oxalsäure sollte man jedoch keine großen Mengen verzehren, da sie in hoher Dosis giftig ist.

Oxalis acetosella, das in Frankreich wild wächst, ist beispielsweise essbar und besitzt zudem heilende Eigenschaften. Wegen seines leicht säuerlichen Geschmacks wird es auch „Kleiner Sauerampfer“ genannt.

Der Peruanische Sauerklee ist ein Oxalis, dessen verdickte Knolle verzehrt wird.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Pudrige gelb-orange Flecken auf Sauerklee-Blättern: Was tun?

    Rost ist eine Pilzkrankheit: Sauerklee ist anfällig. Entfernen Sie befallene Blätter und spritzen Sie Fungizid (Schwefel, Schachtelhalm). Unschön, aber harmlos.

  • Blätter meines Sauerklees werden braun und welken

    Nach der Blüte folgt Dormanz. Oxalis versicolor ruht im Sommer. Bei Dürre verlieren Oxalis ihr Blatt und treiben nach dem Gießen neu aus.

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Oxalis: Alles, was Sie wissen müssen, um ihn erfolgreich im Garten zu kultivieren