Spalthortensie: Pflanzen, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Spalthortensie kurz erklärt
- Die Spalthortensie ist eine Kletterpflanze mit üppiger Sommerblüte in bis zu 30 cm großen Blütenständen.
- Auch „Falsche Kletterhortensie“ oder „Japanische Kletterhortensie“ genannt, klettert sie selbstständig, ohne ihre Rankhilfe zu beschädigen.
- Ihr dichtes Laub ist sommergrün und nimmt im Herbst eine schöne Färbung an.
- Sie bevorzugt halbschattige Standorte sowie frische, humusreiche und eher saure Böden.
- Die recht winterharte Spalthortensie begrünt ideal den Stamm eines großen Baums, eine Mauer oder eine Pergola.
- Ihre von weißen oder rosafarbenen Hochblättern betonte Blüte ist spektakulärer und edler als die ihres nahen Verwandten Hydrangea petiolaris, mit dem sie oft verwechselt wird.
- Diese noch wenig bekannte, rankende Liane wächst anfangs etwas langsam und benötigt für eine spektakuläre dekorative Wirkung nur wenig Pflege.
Wort unseres Experten
Die Spalthortensie ist eine sehr schöne Kletterpflanze, die für ihre spektakuläre Sommerblüte geschätzt wird. Nicht die kleinen Blüten, sondern die großen Hochblätter, die sie umgeben, sorgen für das Schauspiel. Sie können elfenbeinweiß wie bei der Art Schizophragma hydrangeoides oder rosa getönt wie bei Schizophragma ‚Rose Sensation‘ sein. Zusammen bilden sie luftige Blütenstände mit 20 bis 30 cm Durchmesser.
Diese Kletterpflanze ist Hydrangea petiolaris sehr ähnlich und wird oft mit ihr verwechselt. Die Spalthortensie blüht spektakulärer und kann bis zu drei Wochen lang blühen.
Das gegenständige Laub ist sommergrün bis halbimmergrün, herzförmig, manchmal gezähnt und flaumig behaart. Es sitzt an kräftigen, knorrig wirkenden Trieben. Die meisten Arten haben grünes Laub, doch Schizophragma ‚Moonlight‘ besitzt samtige Blätter mit silbrigen Reflexen und deutlich ausgeprägten Rippen. Schizophragma ‚Angel Wings‘ entfaltet dagegen große, raue Blätter in Graugrün mit dunkleren Rippen.
Die Japanische Sternhortensie ist eine wurzelkletternde Liane mit kräftigen Haftwurzeln, die es ihr ermöglichen, selbstständig und ohne Schäden am Untergrund emporzuklettern. Sie eignet sich daher ideal, um einen Baum zu erklimmen, eine kühle Mauer zu begrünen oder eine Pergola zu beranken.
Die recht winterharten Spalthortensien vertragen -10 °C, manche sogar noch mehr.
Als Kletterpflanze für lichten Schatten bevorzugt die Spalthortensie einen nicht zu heißen Standort, doch etwas Sonne, etwa am späten Nachmittag, fördert eine üppige Blüte.
Sie wächst in neutralem oder saurem Boden und benötigt ein nährstoffreiches, humusreiches Substrat, das die Feuchtigkeit hält und zugleich gut drainiert ist.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Spalthortensie, Japanische Sternhortensie
- Blüte Sommer
- Höhe 3 bis 10 m
- Exposition Halbschatten, lichter Schatten, keine pralle Sonne
- Art des Bodens frisch, humusreich, durchlässig, sauer bis neutral
- Winterhärte -10 °C bis -20 °C
Das Schizophragma stammt aus den feuchten Waldgebieten Asiens (Japan, Himalaja, Taiwan). Es gehört zur Familie der Hortensiengewächse, ebenso wie Deutzien und Pfeifensträucher. Sein engster Verwandter ist Hydrangea petiolaris, eine weitere Kletterhortensie, der es ähnelt. Es unterscheidet sich jedoch durch eine spektakulärere Blüte mit großen Blütenständen und sehr dekorativen Hochblättern. Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeführt und von der berühmten Royal Horticultural Society für seine Schönheit ausgezeichnet, ist es noch immer wenig bekannt und selten in Kultur.
Das Schizophragma, auch „Japanische Kletterhortensie“ oder „Spalthortensie“ genannt, ist eine verholzende Kletterpflanze. Die rankende Liane bildet Haftwurzeln und klettert mit ihren Luftwurzeln selbstständig am Halt empor. Anders als Efeu beschädigen ihre Haftwurzeln jedoch die Bausubstanz nicht. Diese Kletterhortensie wächst langsam, braucht 2 bis 3 Jahre, um sich richtig festzusetzen, und muss anfangs geleitet werden.
Im Garten werden 4 oder 5 Arten kultiviert. Einige werden nicht höher als 4 Meter, etwa Schizophragma ‚Moonlight‘ oder Schizophragma corylifolium. Andere sind dagegen kräftiger und benötigen geeignete Kletterhilfen. Dazu gehört Schizophragma fauriei, der Riese der Gattung, der fast 15 m hoch werden kann. Seine Breite überschreitet selten 3 bis 4 Meter.
Die Spalthortensie bildet Hauptzweige, die senkrecht wachsen. An diesen Gerüstästen entstehen Seitentriebe mit den Blütenständen. Zwischen Mai und August erscheinen etwa drei Wochen lang zahlreiche sehr kleine Blüten an den Triebenden, in flachen Trugdolden. Die fruchtbaren, bienenfreundlichen Blüten sind bei bestäubenden Insekten sehr beliebt. Diese Kletterpflanze zieht vor allem mit ihren großen Hochblättern rund um die Blüten alle Blicke auf sich. An langen Blattstielen getragen und länglich zugespitzt, scheinen sie um die Pflanze zu schweben. Im Wind erwecken diese „Tränen“ den Eindruck, ein Schwarm Schmetterlinge habe sich hier niedergelassen. Die Blütenstände trocknen anschließend ein und bleiben bis in den Winter dekorativ.
Die meist elfenbeinweißen Hochblätter färben sich nur bei einer Sorte zartrosa: Schizophragma ‚Rose Sensation‘, die teilweise auch unter dem Namen ‚Roseum‘ angeboten wird.

Blütenstände der Spalthortensien: Schizophragma hydrangeoides, S. hydrangeoides ‚Rose Sensation‘ und S. integrifolia
Schizophragma integrifolia ist vielleicht die spektakulärste Art mit ihren größeren, weißen und besonders eleganten Blütenständen (bis 30 cm).
Da sie sich nur langsam etablieren, blühen Schizophragmas in den ersten 2 oder 3 Jahren möglicherweise nicht. Sobald sie jedoch loslegen, begeistern sie jedes Jahr mehr.
Das Schizophragma bildet dichtes Laub mit gegenständigen, herzförmigen Blättern. Diese sind manchmal flaumig behaart und am Rand leicht gezähnt.
Das sommergrüne bis halbimmergrüne Laub ist mehr oder weniger kräftig grün. Eine Ausnahme bildet Schizophragma ‚Moonlight‘ mit silbrigen Reflexen, die die dunkleren Blattadern deutlich hervorheben. Im Herbst färbt es sich zudem wunderschön und nimmt eine tiefrote Färbung an.
Schizophragma ‚Angel Wings‘ zeichnet sich ebenfalls durch ein grau nuanciertes Laub aus.

Alle Schizophragmas bevorzugen eher nährstoffreiche, humusreiche, frische, aber durchlässige Böden. Sie vertragen neutrale Böden, bevorzugen jedoch leicht saure Böden. Sie wachsen auch in schwereren, lehmigen Böden, solange dort in der kalten Jahreszeit kein Wasser stehen bleibt.
Als Waldpflanze blüht die Spalthortensie an einem halbschattigen Standort oder im lichten Schatten am schönsten. Sie verträgt auch dichteren Schatten, bleibt dort aber unauffälliger. Ein sonniger Standort ist möglich, sofern die Sonne nicht zu heiß ist (Südwände vermeiden) und der Boden ausreichend frisch bleibt.
Das Schizophragma ist sehr krankheitsresistent, doch seine jungen Triebe können Schnecken anziehen. Natürliche Bekämpfungsmethoden stehen zur Verfügung; gefährdet sind vor allem Jungpflanzen. Auch Blattläuse können die Pflanze befallen, stellen aber keine Gefahr dar. Bei starkem Befall erfahren Sie, wie Sie ihren Befall begrenzen.
Lesen Sie auch
Was tun mit einem abgestorbenen Baum?Verschiedene Spalthortensien-Sorten
Schizophragma hydrangeoides - Spalthortensie
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 10 m
Schizophragma hydrangeoides Rose Sensation - Spalthortensie
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 6 m
Schizophragma hydrangeoïdes Moonlight - Spalthortensie
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 4 m
Schizophragma hydrangeoides Windmills - Spalthortensie
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 5 m
Schizophragma integrifolia - Spalthortensie
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 8 m
Schizophragma corylifolium - Spalthortensie
- Blütezeit Juni für August
- Höhe bei Reife 4 m
Schizophragma fauriei - Spalthortensie
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 15 m
Schizophragma fauriei Angel Wings - Spalthortensie
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 15 m
DéEntdecken Sie andere Schizophragma - Scheinhortensie
Alles ansehen →Erhältlich in 0 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Spalthortensie pflanzen: Wo, wann und wie?
Wo pflanzen?
Schizophragma bevorzugt helle bis halbschattige Standorte, an denen das Licht die Blüte fördert. In den kühleren Regionen nördlich der Loire ist ein sonniger Standort möglich. Weiter südlich bietet sich ein nach Norden ausgerichteter Standort an.
Pflanzen Sie Ihre ‚Spalthortensie‘ in einen nährstoffreichen, tiefgründigen, humusreichen Boden. Sie bevorzugt leicht saure Böden, verträgt aber auch neutrale Böden. Bei Bedarf können Sie Moorbeeterde oder Torf sowie Kompost mit etwas Hornspänen einarbeiten. Vermeiden Sie in jedem Fall kalkhaltige Böden.
Nach dem Einwachsen verträgt die Pflanze zwar vorübergehende Trockenheit, bevorzugen Sie jedoch einen frischen, besonders im Winter nicht staunassen Boden.
Die Japanische Sternhortensie ist eine Liane und benötigt eine Rankhilfe. Pflanzen Sie sie an den Stamm eines sommergrünen Baums, dessen Schatten nicht zu dicht ist, lassen Sie sie an einer Mauer emporranken, eine passende Pergola begrünen oder einen Gartenschuppen mit ihrer zarten Blüte umhüllen.
Auf einer Terrasse oder einem großen Balkon können Sie Schizophragma in einen ausreichend großen Topf pflanzen (mindestens 50 cm in alle Richtungen) und damit eine Mauerpartie kaschieren oder ein Rankgitter begrünen.
In jedem Fall braucht Schizophragma lange zum Einwachsen. Rechnen Sie mit 2 bis 3 Jahren, bis die Pflanze richtig loslegt und blüht. Unterstützen Sie sie, indem Sie ihre Zweige führen und anbinden, bevor sie sich selbst festhalten kann.
Nach dem Einwachsen beschleunigt sich das Wachstum und die Blüte wird von Jahr zu Jahr üppiger.
Wann pflanzen?
Pflanzen Sie Schizophragma idealerweise im Herbst, wenn der Boden noch warm ist und die saisonalen Niederschläge für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Auch eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich; bei trockenem Wetter sollten Sie dann regelmäßig gießen.
Wie pflanzen?
Pflanzung im Freiland:
1. Beginnen Sie damit, den Wurzelballen in reichlich Wasser zu tauchen, damit das gesamte Substrat durchfeuchtet wird.
2. Heben Sie idealerweise ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so breit wie der Wurzelballen und etwa 50 cm tief ist. Passen Sie den Pflanzabstand an die gewählte Rankhilfe an:
– Pflanzen Sie einen Pfosten zu Füßen der Pflanze, wenn Sie Schizophragma beispielsweise an einer Pergola emporranken lassen.
– Wenn ein Baum als Rankhilfe dient, suchen Sie eine Erdvertiefung zwischen zwei starken Wurzeln, etwa 50 cm vom Stamm entfernt. Graben Sie vorsichtig, ohne die dicken Wurzeln zu verletzen, und schneiden Sie kleinere Wurzeln sauber mit der Gartenschere durch. Achten Sie beim Pflanzen darauf, die Pflanze schräg zum Stamm hin auszurichten.
– An einer Fassade kann ein vorhandener Dachüberstand der Pflanze das Regenwasser ganz oder teilweise vorenthalten. Vergrößern Sie in diesem Fall den Abstand zwischen Pflanzloch und Wand oder kontrollieren Sie regelmäßig die Bodenfeuchte!
3. Geben Sie eine etwa 5 cm dicke Kiesschicht auf den Grund des Pflanzlochs, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
4. Setzen Sie bei Bedarf einen Stützstab in das Pflanzloch und richten Sie ihn auf die Rankhilfe aus, damit sich die Liane daran festhalten kann. Nach 2 oder 3 Jahren kommt sie allein zurecht.
5. Mischen Sie den Aushub mit hochwertiger Blumenerde oder Moorbeeterde und einer Schaufel gut verrottetem Kompost. Geben Sie eine Handvoll Hornspäne hinzu, die die Pflanze langfristig versorgen.
6. Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf und setzen Sie ihn in das Loch. Füllen Sie es mit dem Erdgemisch auf.
7. Drücken Sie die Erde leicht an und formen Sie eine Gießmulde, damit das Wasser zu den Wurzeln gelangt.
8. Gießen Sie reichlich, damit die Erde gut an den Wurzeln anliegt.
9. Binden Sie die Hauptzweige mit weichen Bändern am Stützstab fest, ohne die Triebe einzuschnüren.
10. Mulchen Sie den Fuß der Pflanze mit Laub, getrocknetem Rasenschnitt, Holzhäckseln oder handelsüblichem Mulch (Lein, Buchweizenschalen oder Kokosnussschalen, Pinienrinde …). Eine mehrere Zentimeter dicke Schicht hält den Boden um die Pflanze frisch.

Pflanzung im Topf:
Da das Erdvolumen im Topf naturgemäß geringer ist als im Freiland, wachsen Pflanzen dort meist weniger stark. Die Größe des Gefäßes ist daher entscheidend: Je größer es ist, desto mehr Nährstoffe und Feuchtigkeit stehen der Pflanze zur Verfügung. Ein Topf mit 50 cm Durchmesser und Tiefe ist für eine Kletterpflanze wie Schizophragma das Minimum. Achten Sie auf Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Ein frischer Boden darf nicht nass sein!
1. Weichen Sie den Wurzelballen ein, damit er sich gleichmäßig mit Wasser vollsaugt.
2. Mischen Sie ein Drittel Moorbeeterde mit zwei Dritteln nährstoffreicher Blumenerde. Torf lässt sich nach dem Austrocknen nur schwer wieder befeuchten, die Japanische Sternhortensie benötigt jedoch einen frischen Boden. Geben Sie eine Handvoll Hornspäne hinzu, um die Pflanze langfristig zu versorgen.
3. Geben Sie eine 5 cm dicke Kiesschicht auf den Topfboden. Legen Sie ein Gartenvlies auf den Kies, damit sich die Erde nicht mit der Drainageschicht vermischt.
4. Setzen Sie bei Bedarf einen Stützstab in den Topf (unnötig, wenn die Pflanze beispielsweise an einem Rankgitter emporwachsen soll), setzen Sie den Wurzelballen ein und füllen Sie mit dem Gemisch auf.
5. Drücken Sie die Erde leicht an. Lassen Sie zwischen Substratoberfläche und Topfrand 2 bis 3 cm frei. So können Sie leicht mulchen und gießen.
6. Richten Sie Schizophragma auf die Rankhilfe aus und befestigen Sie die Hauptzweige mit weichen Bändern, ohne sie einzuschnüren.
7. Gießen Sie langsam, bis das Wasser unten aus dem Topf läuft.
8. Mulchen Sie, um die Feuchtigkeit zu halten. Verwenden Sie je nach gewünschtem Stil organische Mulchstoffe (Rinde, Leinstroh …) oder mineralische Materialien (Kies, Steine, Schieferplättchen …).
Ein Untersetzer stellt der Pflanze in der warmen Jahreszeit Wasser zur Verfügung, sollte im Winter jedoch entfernt werden, damit die Wurzeln trocken bleiben. Je größer der Topf ist, desto schwerer und schwieriger lässt er sich bewegen. Außerdem könnten Sie die an der Rankhilfe befestigte Pflanze dabei beschädigen. Alternativ können Sie den Untersetzer mit Tonkugeln füllen, bevor Sie den Topf daraufstellen. Auch wenn der Untersetzer voll Wasser ist, bleiben die Wurzeln trocken; die Verdunstung sorgt jedoch für eine feuchtere und kühlere, für die Pflanze günstige Umgebung.
Lesen Sie auch
Eine Mauer im Garten: Ideen zur GestaltungSpalthortensie pflegen
Während der warmen Jahreszeit regelmäßig gießen, wenn es wenig regnet, besonders in den ersten Jahren. Nach dem Anwachsen verträgt die Spalthortensie kurze Trockenperioden. Gießen Sie lieber einmal pro Woche reichlich statt täglich kleine Mengen zu verabreichen, außer im Topf, wo das Substrat schneller austrocknet.
Im Winter reicht meist der natürliche Niederschlag aus. Gießen Sie nur bei Bedarf und stets außerhalb starker Frostperioden, besonders bei Pflanzen im Topf.
Jedes Frühjahr Kompost ausbringen und eine ausreichend dicke Mulchschicht erneuern. Gegen Ende des Frühjahrs eine Handvoll getrocknetes Blut einarbeiten. Dieser schnell wirksame Dünger fördert die Blüte.
Bei Pflanzen im Topf die Mulchschicht zu Frühlingsbeginn entfernen, außerdem Kompost oder reichhaltige Blumenerde mit Hornspänen ausbringen und anschließend wieder mulchen. Von Mai bis August monatlich mit einem geeigneten Dünger gießen (Dosierung auf der Verpackung beachten), jedoch niemals auf trockenes Substrat.
Ein Rückschnitt der Spalthortensie ist nicht zwingend erforderlich. In den ersten Jahren ist er ohnehin nicht nötig, da ihr Wachstum langsam ist.
Bei Bedarf am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs schneiden. Eventuelles Totholz entfernen und ungünstig stehende oder nach Ihrem Geschmack zu lange Triebe einkürzen.
Spalthortensien sind robuste Pflanzen. Nur Schnecken und Blattläuse können das junge Laub befallen. Erfahren Sie, wie Sie Schnecken natürlich bekämpfen und Blattläuse erkennen und eindämmen.

Spalthortensie vermehren
Die Spalthortensie wächst langsam, besonders in den ersten 2 bis 3 Jahren. Wenn Sie sie vermehren möchten, warten Sie daher, bis sie gut eingewachsen ist.
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklingsvermehrung im Sommer oder durch Absenken.
Stecklingsvermehrung der Spalthortensie
Die Stecklingsvermehrung erfolgt im Sommer (zwischen Juli und September)
- Mischen Sie in einem Topf zu gleichen Teilen leichte Blumenerde mit Sand oder fein zerkleinerter Rinde. Das Substrat muss durchlässig sein, aber Feuchtigkeit speichern können.
- Wählen Sie ein halbverholztes Triebstück (an der Basis etwas fester und an der Spitze zarter) mit einer Länge von 6 bis 10 cm.
- Schneiden Sie direkt unter einem Knoten (einer Verdickung, an der ein Trieb ansetzt) mit einer desinfizierten Gartenschere.
- Bereiten Sie den Steckling vor: Entfernen Sie alle möglichen Triebe und Blätter bis auf zwei an der Spitze des Stecklings. Halbieren Sie die verbleibenden Blätter, um die Verdunstung zu begrenzen.
- Ritzen Sie mit einem Messer oder der Klinge Ihrer Gartenschere die Basis des Stecklings leicht an. Dabei wird nur eine sehr dünne Gewebeschicht auf etwa 1 cm Länge entfernt, ohne die inneren Schichten des Triebs zu erreichen. Optional können Sie die Basis Ihres Stecklings in Bewurzelungshormon tauchen, das im Gartenhandel meist als Pulver erhältlich ist. Klopfen Sie den Steckling ab, um überschüssiges Pulver zu entfernen.
- Bohren Sie mit einem Bleistift ein Pflanzloch in das Substrat und setzen Sie den Steckling so tief ein, dass die Blätter das Substrat berühren. Gießen Sie vorsichtig, damit der Steckling nicht verrutscht.
- Bedecken Sie die Blumenerde mit einer dünnen Schicht Kies, die durch weniger Verdunstung die Feuchtigkeit erhält.
- Schneiden Sie den oberen Teil einer Plastikflasche ab und stülpen Sie ihn über den Topf. Unter dieser Abdeckung bewurzelt der Steckling schneller und leichter. Nehmen Sie die Abdeckung täglich für einige Minuten ab, um zu lüften.
- Stellen Sie die Stecklinge draußen an einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz und prüfen Sie regelmäßig, ob die Blumenerde frisch, aber nicht zu nass bleibt.
- Neue Blätter zeigen, dass der Steckling angewachsen ist. Kontrollieren Sie ihn weiterhin (bei Bedarf gießen und lüften) und pflanzen Sie ihn im Herbst des folgenden Jahres aus.
Absenken bei der Spalthortensie
Beim Absenken werden Triebe, die den Boden berühren, zur Wurzelbildung angeregt. So entstehen neue, selbstständige Pflanzen. Dieser Vorgang kann in der Natur spontan auftreten, lässt sich aber auch im Garten auslösen.
Das Absenken ist ganzjährig möglich, am besten im März oder Herbst.
- Bereiten Sie den Boden einige Zentimeter vom Fuß Ihrer Spalthortensie entfernt vor. Lockern Sie die Erde auf etwa 30 cm in alle Richtungen, und entfernen Sie Steine und Unkraut. Arbeiten Sie leichte, drainierende Blumenerde ein und mischen Sie sie gut mit der vorhandenen Erde.
- Wählen Sie einen weniger als 2 Jahre alten Trieb, der bodennah wächst und biegsam genug ist, um sich handhaben zu lassen, ohne zu brechen. Er muss lang genug sein, um mindestens 60 cm am Boden entlanggelegt zu werden.
- Lassen Sie die Triebspitze auf 15 bis 20 cm unversehrt. Entfernen Sie dagegen in der Mitte mögliche Blätter und Zweige und ritzen Sie die Rinde mit einem desinfizierten Messer oder der Klinge einer Gartenschere auf einigen Zentimetern leicht ein. Führen Sie den Schnitt an der Seite des Triebs aus, die zum Boden zeigt.
- Heben Sie in der vorbereiteten Erde eine kleine Rinne aus, legen Sie den Trieb so hinein, dass der eingeschnittene Abschnitt die Erde berührt, und bedecken Sie ihn mit einigen Zentimetern Erde.
- Fixieren Sie den abgesenkten Trieb mit Metallbügeln oder einem ausreichend schweren Stein.
- Richten Sie die Triebspitze vorsichtig auf und binden Sie sie senkrecht an einen im Boden stehenden Stab.
- Gießen Sie und achten Sie regelmäßig darauf, dass das Substrat nicht austrocknet.
- Nach einem Jahr hat der Absenker an der Schnittstelle Wurzeln gebildet. Nun kann er abgetrennt werden. Schneiden Sie den Zweig einige Zentimeter vor den neuen Wurzeln ab, nehmen Sie die neue Pflanze vorsichtig heraus und setzen Sie sie zur weiteren Kräftigung in einen Topf oder direkt ins Freiland.
Spalthortensien im Garten kombinieren
Als Kletterpflanze für lichten Schatten harmonieren Spalthortensien mit vielen Bäumen mit lockerem Laub, etwa mit einem alten Obstbaum, dessen Stamm sich nach der Frühjahrsblüte im Sommer mit Blüten schmückt.
An einem hellen Standort kombinieren Sie Spalthortensien mit anderen blühenden Kletterpflanzen wie Akebie oder Waldrebe oder mit Lianen, deren Laub sich im Herbst färbt, etwa Doldenrebe oder Jungfernrebe.

Beispiel für eine Kombination im Unterholz: Eine Spalthortensie rankt in einen Baum, zu dessen Füßen eine Bauernhortensie und ein Teppich aus Goldnesseln als Bodendecker wachsen
Spielen Sie mit Form- und Texturkontrasten durch das Laub von Efeu, von dem einige Sorten wunderschöne Panaschierungen zeigen.
In mildem Klima blüht Korallenstrauch zeitgleich mit roten Glöckchen in Trauben.
Schmücken Sie den Fuß mit Hortensien, deren Blütenstände die Blüten der Kletterpflanze aufgreifen. Hydrangea aspera ‚Hot Chocolate‘ bildet mit ihrem sehr dunklen, im Herbst goldgelb gefärbten Laub einen schönen Kontrast.
Wussten Sie schon?
Schizophragma beschreibt die Form der Fruchtstände. Keine Sorge: Die schöne Spalthortensie spaltet keine Mauer und beschädigt ihre Rankhilfe nie – anders als Efeu.
Nützliche Ressourcen
Entdecken Sie unser Sortiment an Spalthortensien!
Weitere attraktive Kletterpflanzen: Hortensien.
Unsere Auswahl an Kletterpflanzen für den Schatten.
Häufig gestellte Fragen
-
Warum rankt meine Spalthortensie nicht?
Die Spalthortensie wächst zunächst langsam. In den ersten zwei bis drei Jahren braucht sie eine Rankhilfe, bis sie Haftwurzeln bildet. Danach klettert sie selbstständig am Gerüst.
-
Warum blüht meine Spalthortensie nicht?
Die japanische Sternhortensie mit langsamem Wachstum blüht oft erst nach 2–3 Jahren. Haben Sie Geduld: Ihre Blüte wird danach jedes Jahr schöner.
-
Was unterscheidet Spalthortensie und Sternhortensie?
Spalthortensie und Hortensie: Kletterpflanzen derselben Familie. Die Spalthortensie hat größere, tränenförmige Einzel-Hochblätter und spektakulärere Blüten.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare