Storaxbaum, Japanische Storaxbäume: pflanzen, kultivieren, pflegen

Storaxbaum, Japanische Storaxbäume: pflanzen, kultivieren, pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. August 2025  durch Virginie T. 9 min.

Storaxbaum kurz erklärt

  • Der Storaxbaum blüht im Spätfrühling mit duftenden, weißen bis zartrosa Glockenblüten.
  • Sein sommergrünes Laub leuchtet im Herbst würzig bunt.
  • Bekannt für sein aromatisches Harz, den Meisterwurz.
  • Mag humusreiche, saure, kalkfreie, frische, gut drainierte Böden sowie Sonne bis Halbschatten.
  • Winterhart bis -15 °C, leicht zu kultivieren im Beet, als Solitär oder im Topf auf der Terrasse!
Schwierigkeit

Wort unserer Expertin

Noch viel zu selten in unseren Gärten: der Styrax oder Japanische Storaxbaum, auch Berg-Maiglöckchenbaum genannt. Der Strauch ist seit der Antike vor allem für sein aromatisches Harz, den „Meisterwurz“, bekannt. Es tritt aus dem Stamm aus und wird für heilende Balsame, Parfüms oder Räucherwerk verwendet!

Dabei verdient der Styrax wegen seiner bemerkenswerten Zierqualitäten vom Frühjahr bis zum Herbst größere Verbreitung. Styrax officinalis, Styrax obassia sowie Styrax japonica (S. japonicus) und seine Sorten bereichern den Garten mit ihrer eleganten Wuchsform, der zarten, duftenden Frühlingsblüte aus kleinen weißen oder rosafarbenen Glöckchen und ihrem ab Herbst bunt gefärbten Laub.

Besonders beliebt sind Styrax japonicus und seine zahlreichen Kultivare, etwa ‚Pink Chimes‘ mit rosafarbenen Blüten, Styrax japonicus ‚Pendula‘ mit hängender Wuchsform, Styrax japonica ‚Evening Light‘ mit purpurfarbenem Laub oder ‚June Snow‘ mit säulenförmiger Wuchsform.

Das langsame Wachstum macht den Styrax zu einem idealen Strauch für kleine Gärten und die Kübelkultur.

Winterhart, bevorzugt er eher saure, frische, aber drainierende Substrate und gedeiht an einem nicht zu heißen, sonnigen Standort oder im Halbschatten. Der Styrax überzeugt zu jeder Jahreszeit und ergänzt Moorbeete auf originelle Weise. Im Garten harmoniert er wunderbar mit anderen Moorbeetpflanzen wie Alpenrosen, Azaleen oder Kamelien.

Japanischer Storaxbaum

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

Der zur Familie der Storaxbaumgewächse gehörende Styrax oder Storaxbaum, auch „Berg-Maiglöckchenbaum“ genannt, stammt aus lichten Unterwäldern und von Flussufern Asiens, insbesondere Japans und Chinas, aber auch aus Nordamerika und dem Mittelmeerraum. Die Gattung Styrax umfasst mehr als hundert Arten sommergrüner oder immergrüner Sträucher und kleiner Bäume. Nur drei davon findet man in unseren Gärten: den Styrax officinalis, der im Süden Frankreichs natürlich vorkommt, S. obassia oder „Großblättrigen Storaxbaum“ und Styrax japonicus (S. japonica), auch Japanischer Storaxbaum genannt, sowie zahlreiche Kultivare wie ‚Fargesii‘, ‚Pendula‘ oder ‚Pink Chimes‘.

Dieser Strauch mit einem oder mehreren Stämmen besitzt eine buschige, aufrechte oder rundliche, oft elegant ausgebreitete Wuchsform, manchmal auch eine überhängende (Styrax japonica ‚Pendulus‘). Einige neue Kultivare wie ‚June Snow‘ weisen sogar eine säulenförmige Wuchsform auf. Die Zweige des Styrax wachsen jedoch meist waagerecht, wodurch eine sehr elegante, etagenartige Silhouette entsteht. Je nach Sorte bildet er kleine Bäume oder große Sträucher. Die kleinsten Storaxbäume werden nur etwa 1 bis 2 m hoch; da sie wenig Platz beanspruchen, können sie überall, sogar im Topf, gepflanzt werden. Die größten erreichen in unseren Regionen normalerweise bis zu 6–7 m, selten mehr. Das mäßig schnelle Wachstum des Styrax wird nur von seiner Langlebigkeit übertroffen: Er kann mehr als 100 Jahre alt werden.

Der Stamm besitzt eine schöne, glatte, graubraune Rinde, die mit zunehmendem Alter aufreißt.

Der Storaxbaum entwickelt vom Frühjahr bis zum Herbst ein prachtvolles Blätterdach. Seine sommergrünen, wechselständigen Blätter sind elliptisch, oval oder verkehrt eiförmig und zugespitzt, mit einer deutlich ausgeprägten Mittelader und manchmal fein gezähntem Rand. Der Großblättrige Storaxbaum (Styrax obassia) zeichnet sich durch große, fast runde Blätter aus, die abrupt in einer Spitze enden. Die im Frühjahr auf der Oberseite hell- bis olivgrünen und leicht glänzenden, auf der Unterseite flaumig behaarten Blätter färben sich im Herbst gelb oder orangerot und verlängern so den Zierwert des Strauchs. Einige Kultivare tragen schwarzpurpurnes Laub, etwa Styrax japonica ‚Evening Light‘.

Storaxbaum

Styrax officinalis – botanische Illustration von Pierre-Joseph Redouté

Sie werden 3 bis 20 cm lang und richten sich gen Himmel, wodurch sie einen Kontrast zur leuchtenden Blüte des Strauchs bilden.

Zu Beginn des Sommers, von Mai bis Juni, zeigt der Strauch eine üppige, zarte Blüte, die am besten von unten bewundert wird! Er schmückt sich mit zahlreichen kleinen, hängenden und duftenden Glockenblumen, die in kleinen Trauben zu drei oder sechs am Ende der diesjährigen Zweige versammelt sind. Ihre etwa 1 bis 2 cm breite Blütenkrone besteht aus fünf Blütenblättern, meist reinweiß, manchmal rosa überhaucht, aus denen ein Büschel goldgelber Staubblätter hervortritt. Sie erinnern an die Blüte von Halesia carolina. Styrax japonica ‚Pink Chimes‘ zählt zu den wenigen Sorten mit rosa Blüten.

Diese glockenförmigen Blüten sind bienenfreundlich und verströmen einen intensiven, leicht süßen und vanilleartigen Duft, der für die Herstellung von Parfüms und Räucherwerk sehr geschätzt wird.

Im Hochsommer machen sie kleinen bereiften Früchten Platz: eiförmigen, fleischigen, weißlich-grünen Steinfrüchten mit einem braunen Samen.

Der Storaxbaum ist vollkommen winterhart und kann Temperaturen um -15 °C, manchmal auch darunter, widerstehen. Er gedeiht in allen Regionen, sofern man ihm jedoch einen vor kalten Winden geschützten Platz bietet, um die Blütenknospen vor Spätfrösten zu bewahren.

Der pflegeleichte Styrax gedeiht im Halbschatten oder in der Sonne auf gut durchlässigem, eher saurem, nährstoffreichem und humusreichem Boden. Er kommt problemlos mit jeder guten Gartenerde zurecht, sofern sie frisch, kalkarm und gut durchlässig ist.

Seine kompakte, doch elegante Silhouette und sein eher langsames Wachstum machen den Styrax zu einem Strauch, der in jedem naturnahen Garten, auch auf kleinen Flächen, seinen Platz findet und schöne Blickfänge bildet.

Man kann ihn einzeln als Solitär in der Mitte oder im Hintergrund eines Beetes oder einer Lichtung pflanzen, aber auch in Gruppen oder als Teil einer gemischten Hecke zusammen mit Moorbeetpflanzen. Einige kleinwüchsige Sorten eignen sich gut für die Kultur im Topf auf der Terrasse oder neben Eingängen.

Das Styraxharz, auch „Benzoe“ genannt, ist seit der Antike für seine duftenden und medizinischen Eigenschaften bekannt, insbesondere seine antiseptische, krampflösende und heilungsfördernde Wirkung. Diese aromatische Substanz wird auch zur Herstellung berühmter Räucherwerke und Parfüms verwendet. Benzoe wird außerdem für die Herstellung von armenischem Papier eingesetzt.

Wichtige Arten und Sorten

Von den rund hundert Arten der Gattung zählen Styrax officinalis, S. obassia sowie der Japanische Storaxbaum (S. japonicus oder S. japonica) zu den häufigsten Kulturarten. Letzterer ist in zahlreichen Zwerg-, Hänge- und rosa blühenden Kultivaren erhältlich.

Unsere Favoriten

Japanische Storaxbaum - Styrax japonica

Japanische Storaxbaum - Styrax japonica

Einfach zu kultivieren und winterhart, besticht er durch seine sehr anmutige, ausgebreitete Wuchsform. Seine moderate Größe eignet sich für kleine Gärten und die Topfkultur.
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 4 m
Rundblättriger Storaxbaum - Styrax obassia

Rundblättriger Storaxbaum - Styrax obassia

Er ist etwas frostempfindlicher und zeichnet sich durch seine großen Blätter aus. Ideal am Weg, an der Terrasse oder am Hauseingang, wo sein zarter Duft zur Geltung kommt.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 6,50 m

DéEntdecken Sie andere Styrax

Nicht lieferbar
41,50 € Topf mit 3L/4L

Erhältlich in 2 Größen

12
24,50 € Topf mit 3L/4L

Erhältlich in 2 Größen

6
45,00 € Topf mit 4L/5L
Nicht lieferbar
41,50 € Topf mit 2L/3L
Nicht lieferbar
65,00 € Topf mit 4L/5L
1
59,00 € Topf mit 3L/4L
Nicht lieferbar
Ab 99,00 € Topf mit 6L/7L
5
41,50 € Topf mit 3L/4L
Nicht lieferbar
79,00 € Topf mit 12L/15L

Storaxbaum pflanzen

Wo Styrax oder Berg-Maiglöckchenbaum pflanzen?

Der Styrax ist gut winterhart und verträgt problemlos Temperaturen von -15 °C bis -20 °C. Er gedeiht in ganz Deutschland, außer vielleicht in mediterranem Klima, wo es im Sommer etwas zu heiß und trocken ist.

Vermeiden Sie jedoch trockene, kalte Winde, die sein Laub verbrennen und seine spätfrostempfindlichen Blüten schädigen können. Pflanzen Sie ihn an einem geschützten Standort in der Sonne, sofern sie nicht zu heiß ist, oder im Halbschatten. Volle Sonne verträgt er, außer während der heißesten Stunden des Tages. In mediterranen Regionen empfiehlt sich daher ein schattiger Standort.

Der pflegeleichte Styrax gedeiht in jedem guten, frischen und gut durchlässigen Gartenboden, vorzugsweise kalkarm, gern auch leicht sauer. In jedem Fall empfiehlt es sich, bei der Pflanzung etwas Moorbeeterde einzuarbeiten.

Dieser Strauch wird meist ebenso breit wie hoch: Wählen Sie einen großzügigen, freien Standort.

Pflanzen Sie ihn in Gruppen, als freiwachsende Hecke oder einzeln; auch als schönen Mittelpunkt im Beet macht er eine gute Figur. Kleinere Styrax-Sorten eignen sich für die Kultur im Topf auf der Terrasse, um ihren zarten Duft zu genießen. Auch bei zu kalkhaltigem Boden ist dies eine gute Lösung.

Wann Styrax oder Japanischen Storaxbaum pflanzen?

Der Styrax wird vorzugsweise im Herbst von September bis Oktober gepflanzt, damit er vor dem Winter gut einwurzeln kann. Eine Pflanzung im Frühjahr ist ebenfalls möglich, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.

Wie Styrax pflanzen?

Im Freiland

Um Ihren Styrax erfolgreich zu pflanzen, lesen Sie auch unsere Anleitung: Moorbeetpflanzen pflanzen: WO UND WIE?

  • Heben Sie ein Loch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist.
  • Verbessern Sie den Gartenboden mit etwas gut verrottetem Kompost, 1/3 Moorbeeterde und 1/3 grobem Sand.
  • Setzen Sie den Strauch ein, stützen Sie ihn, füllen Sie das Loch und drücken Sie die Erde vorsichtig fest.
  • Gießen Sie reichlich und bedecken Sie den Boden mit Pinienrinde, um ihn im Sommer frisch zu halten.
  • Gießen Sie in den ersten drei Jahren weiterhin regelmäßig.
Japanischer Storaxbaum

Styrax japonica: Blüten und Früchte

Im Topf

Sie können den Styrax auch im Topf pflanzen: Wählen Sie möglichst kompakte Sorten. Pflanzen Sie ihn in eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Moorbeeterde. Ein Styrax im Topf benötigt regelmäßigere Wassergaben als im Freiland.

Pflege, Rückschnitt & Tipps

Der Storaxbaum ist ein pflegeleichter Strauch. In den ersten drei Jahren nach der Pflanzung und besonders bei Trockenheit sollten Sie den Wasserbedarf überwachen und regelmäßig gießen, sobald der Boden an der Oberfläche trocken ist. Der Boden sollte frisch bleiben: Am besten mulchen Sie den Stammfuß jedes Jahr im Frühjahr, um die Feuchtigkeit zu halten.

Der Storaxbaum bevorzugt humusreiche Böden. Daher empfehlen wir, jedes Frühjahr etwas gut verrotteten Kompost durch vorsichtiges Einharken am Stammfuß auszubringen.

 Wenn Sie in einer kalten Region wohnen, können Sie ihn mit Wintervlies abdecken, um die jungen Triebe vor Frost zu schützen.

Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, außer um die Verzweigung auszugleichen, sich kreuzende oder ungünstig stehende Zweige zu entfernen oder Totholz herauszuschneiden. Er erfolgt im Februar oder März, vor dem Beginn des neuen Austriebs.

Der Storaxbaum hat keine Schädlinge und ist nicht krankheitsanfällig.

Vermehrung

Die Aussaat von Storaxbaum-Samen ist möglich, aber anspruchsvoll und nur geduldigen, erfahrenen Hobbygärtnern zu empfehlen, zumal eine doppelte Stratifikation nötig ist. Besser ist die Stecklingsvermehrung im August und September nach der Blüte mit halbverholzten Trieben.

  • 10 bis 20 cm lange, noch zarte Stecklinge schneiden
  • Blätter am unteren Stängel entfernen
  • In Töpfe mit Blumenerde-Sand-Mischung pflanzen
  • Regelmäßig gießen und feucht halten
  • Frostfrei überwintern
  • Im folgenden Herbst ins Freiland pflanzen

Storaxbaum im Garten kombinieren

Der Styrax oder Berg-Maiglöckchenbaum ist ein Strauch mit zwei Jahreszeiten von besonderem Zierwert: im Frühsommer, wenn er sich mit weißen Blüten bedeckt, und im Herbst, wenn sich seine Blätter kupferorange und goldgelb färben.

Mit seiner eleganten Wuchsform setzt er schöne Blickpunkte in naturnahen Gärten, weißen Gärten und romantischen Gärten. Seine zarten weißen Glöckchen heben sich wunderbar vor dem immergrünen Laub von Prachtglocken, Forsythien, Traubenheiden und Schneebällen ab.

In einer Gehölzgruppe kombinieren Sie ihn mit Schneeglöckchenbäumen, Zaubernüssen, Magnolien, Beales Mahonien und Federbuschsträuchern. In einem frischen, romantischen Beet umgeben Sie seinen Stamm mit Stauden für den Halbschatten wie Elfenblumen, Phlox divaricata, Immenblättern, Storchschnäbeln, Schaumblüten, Salomonssiegeln, Päonien oder Herzblumen, die seine weiße Blüte begleiten.

Für eine weiß-silberne Harmonie kombinieren Sie ihn mit dem grauen Laub von Funkien und Großblättrigen Kaukasusvergissmeinnicht.

Da dieser Strauch saure Böden liebt, lässt er sich leicht mit Moorbeetpflanzen wie Kamelien, Azaleen, Alpenrosen, Berglorbeer, Skimmien, Japanischen Lavendelheiden, Schleimbeeren oder Heideröschen kombinieren. Pflanzen Sie dazu einige Englische Heiden.

Neben Sträuchern mit Herbstfärbung wie Katsurabäumen, Ahorn oder Hartriegeln kommt er besonders schön zur Geltung und bildet ein harmonisches Farbenspiel.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

aliboufier_pflanzen und pflegen