Waldreben: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Waldreben in wenigen Worten
- Waldreben sind für ihre sternförmigen Blüten bekannt, die duften können
- Diese Pflanzen bieten eine große Vielfalt an Farben und Formen, ideal für alle Gartenstile
- Ihr zartes Erscheinungsbild verleiht eine romantische Note, besonders in Kombination mit anderen Pflanzen wie Rosen
- Einige, wie Armands Waldrebe und Macchien-Waldrebe, behalten ihr Laub das ganze Jahr über
- Perfekt für kleine Räume können sie im Topf kultiviert werden, um Terrassen und Balkone zu verschönern
Das Wort unserer Expertin
Die Waldrebe ist eine Kletterpflanze, die viel zu bieten hat, aber auch etwas Aufmerksamkeit verlangt. Ihre spektakuläre Blüte macht sie zur Königin der Kletterpflanzen und verwandelt jeden Ort in einen märchenhaften Garten. Die verschiedenen Sorten ermöglichen eine gestaffelte Blüte und sorgen so fast das ganze Jahr über für ein farbenfrohes Schauspiel.
Allerdings hat die Waldrebe auch ihre Ansprüche: Sie liebt die Sonne, braucht aber einen schattigen Fuß. Der Boden muss gut durchlässig sein, aber frisch bleiben, was eine Mulchschicht erforderlich machen kann. Außerdem ist sie anfällig für bestimmte Krankheiten und Parasiten, daher empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle.
Der Rückschnitt ist ein weiterer Aspekt, den Sie nicht vernachlässigen sollten. Je nach Sorte kann ein Rückschnitt direkt nach der Blüte oder bei großblumigen Sorten im späten Frühjahr erforderlich sein. Ein angemessener Rückschnitt fördert eine üppigere und gesündere Blüte.
Vergessen wir schließlich nicht, dass die Waldrebe eine stabile Rankhilfe für ihre windenden Triebe benötigt. Ob Pergola, Zaun oder sogar ein Baum – achten Sie darauf, eine geeignete Rankhilfe bereitzustellen. Wer wenig Platz hat, kann aufatmen: Sie lässt sich auch im Topf kultivieren und eignet sich damit ideal für Terrassen und Balkone.
Botanik der Waldreben: eine faszinierende Vielfalt
Steckbrief
- Lateinischer Name Clematis sp.
- Familie Hahnenfußgewächse
- Gebräuchlicher Name Waldrebe
- Blüte bei frühen Sorten ab März und bis Oktober
- Höhe 2 bis 15 Meter
- Exposition Blüten in der Sonne und Wurzeln im Schatten
- Art des Bodens tiefgründig, frisch, gut durchlässig
- Winterhärte - 20 °C bei den meisten Sorten
Waldreben zählen zu den artenreichsten Gattungen mit fast 300 Arten und 400 gärtnerischen Sorten! Diese Gattung ist hinsichtlich ihrer Formen sehr vielfältig, denn sie umfasst Kletterpflanzen, kleine Stauden sowie Sträucher. In Gärten sind großblumige Kletterpflanzen am häufigsten, doch auch nicht kletternde Waldreben werden kultiviert.
Sie stammen aus Europa, Asien, Australien sowie Nord- und Mittelamerika. Sehr viele Arten kommen aus China. In Frankreich ist die Gewöhnliche Waldrebe, Clematis vitalba, eine häufige Pflanze in Hecken und lichten Unterholzbereichen. Sie ist Ihnen bestimmt schon einmal begegnet! Ihre besonders langen und biegsamen Triebe werden zum Flechten verwendet.
Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, die 1.500 Arten umfasst, darunter Christrosen, Rittersporn und Akeleien. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort Klema ab, das einen biegsamen Zweig, eine Rebe, bezeichnet.
Die Waldrebe ist eine schnell wachsende Kletterpflanze. Ihre Blattstiele bilden Ranken, die sich um die Rankhilfe winden. Sie benötigt daher eine Rankhilfe oder ein Spalier und kann im Gegensatz zum Efeu nicht direkt an einer Mauer emporwachsen. Efeu haftet dank seiner Haftwurzeln von selbst.

Clematis florida ‚Sieboldii‘: botanische Illustration
Die meisten Sorten werden zwischen zwei und vier Metern hoch, doch die größten können eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Es gibt auch nicht kletternde Waldreben, die wie Stauden kultiviert werden. Dazu gehören Clematis heracleifolia, Clematis integrifolia und Clematis recta. Die Triebe der Waldreben können auch am Boden entlangkriechen oder über den Rand eines Topfes nach außen hängen.
Zu unserer großen Freude bieten Waldreben eine außergewöhnliche Vielfalt an Blüten! Sie können sich unter einer Kaskade üppiger, leuchtend gefärbter Blüten verlieren, aber auch kleine, zarte und unauffällige, sehr hübsche Blüten tragen, wie Clematis fusca. Die Blüten der Wachsglocken-Waldrebe, Clematis cirrhosa, überraschen uns durch ihre Originalität! Sie sind klein und zweifarbig, weiß mit purpurfarbenen Flecken übersät … ganz anders als die Blüten der am weitesten verbreiteten Sorten! Die botanischen Arten und Sorten mit glockenförmigen Blüten wirken besonders natürlich und wild. Der Durchmesser der Blüten variiert stark: von zwei Zentimetern bei den kleinsten bis zu etwa 20 Zentimetern bei manchen Hybriden.
Die Blüten der Waldreben haben sehr unterschiedliche Formen. Einfache Blüten wirken eher schlicht und natürlich, während gefüllte Blüten deutlich anspruchsvoller erscheinen. Waldreben der Gruppe Atragene bilden im Frühjahr kleine, eher leichte Glockenblüten und bezaubern dadurch besonders! Die Blüten können sehr originell sein, wie die der Sorte ‚Octopus‘, deren lange violette Kelchblätter in alle Richtungen zu weisen scheinen. Einige Waldreben bilden auch tulpenförmige Blüten.
Anders als man vermuten könnte, sind nicht die Blütenblätter gefärbt, sondern die Kelchblätter. Jede Blüte besitzt vier bis zehn davon. Sie sind meist rosa, weiß, blau oder violett, manchmal auch rot. Das verleiht der Pflanze eine sanfte und romantische Ausstrahlung. Die Blüten können auch gelb sein, wie bei Clematis tangutica. Häufig sind die Staubblätter lang und dekorativ. Wenn die Kelchblätter dunkel gefärbt sind, bilden sie manchmal einen herrlichen Kontrast!
Einige Waldreben haben duftende Blüten, wie Clematis armandii ‘Apple Blossom’ mit ihrem zarten Orangenblütenduft.
Je nach Sorte kann die Blütezeit das ganze Jahr über andauern. Oft im Frühjahr oder Sommer, kann sie auch im Herbst und sogar im Winter stattfinden! Die Armands Waldrebe, Clematis armandii, blüht sehr früh ab März, während die spät blühenden Sorten bis Oktober blühen können. Doch es gibt auch Weihnachts-Waldreben aus Clematis cirrhosa, die mitten im Winter blühen. Einige remontierende Sorten schenken Ihnen zwei aufeinanderfolgende Blütenphasen!
Die unglaubliche Vielfalt der heute in Gärten erhältlichen Sorten ist teilweise der Entdeckung von Clematis patens, einer aus Japan stammenden Art, zu verdanken. Sie ließ die Hybridisierung geradezu explodieren und brachte unzählige Kultivare mit bemerkenswert großen, farbenfrohen Blüten hervor. Diese Sorten blühen im Frühjahr und bieten manchmal im Spätsommer eine zweite Blüte. Dazu gehören unter anderem die Waldreben ‘Docteur Ruppel’ und ‚Nelly Moser‘.

Die Samen von Clematis vitalba
Die Blätter der Waldreben haben unterschiedliche Formen. Sie können einfach oder in Fiederblättchen geteilt und unregelmäßig eingeschnitten sein. Sie wirken eher leicht und zart. Die Blätter von Clematis armandii sind ledrig und glänzend, mit deutlich ausgeprägten Blattadern. Der Rand der Fiederblättchen ist manchmal gezähnt, kann aber auch glatt sein. Die meisten in Gärten kultivierten Waldreben sind sommergrün. Einige Arten, wie Clematis armandii, sind jedoch immergrün.
Die Waldrebe trägt sehr charakteristische dekorative Früchte. Dabei handelt es sich um Achänen, die von einem langen, gefiederten Griffel verlängert werden und ihnen eine extreme Leichtigkeit verleihen.
Die meisten Waldreben sind vollkommen winterhart, oft bis – 15 oder – 20 °C. Am wenigsten winterhart sind die Waldreben cirrhosa.
Der Einfachheit halber werden Waldreben in drei Gruppen eingeteilt:
- Waldreben mit früher Blüte. Sie blühen am Holz des Vorjahres. Dazu gehören Clematis alpina, Clematis montana und Clematis macropetala sowie die immergrünen Sorten wie Clematis armandii und Clematis cirrhosa.
- Waldreben mit früher Blüte und großen Blüten. Sie blühen im Frühjahr am Holz des Vorjahres und anschließend im Sommer an den Trieben des laufenden Jahres. Clematis ‘Nelly Moser’, Clematis ‘Dr Ruppel’ und beispielsweise Clematis florida gehören zu dieser Gruppe.
- Waldreben mit später Blüte und großen Blüten. Sie blühen im Sommer am Holz des laufenden Jahres. Dazu gehören Clematis ‘Jackmanii’, Clematis terniflora, Clematis viticella, Clematis tangutica und die Stauden-Waldreben.
Die botanischen Arten
Dies ist die bei uns heimische wilde Waldrebe. In Frankreich findet man sie leicht an Waldrändern und in Hecken, was ihr den Namen „Gewöhnliche Waldrebe“ eingebracht hat. Sie trägt duftende weiße Blüten, aus denen gefiederte Früchte hervorgehen. Ihre langen, biegsamen Triebe können zum Flechten verwendet werden.
- Clematis montana
Die aus dem Himalaya und China stammende Clematis montana ist eine besonders kräftige Art mit früher Blüte. Ihr Laub bedeckt sich im Frühjahr mit unzähligen kleinen weißen Blüten. Besonders erwähnenswert ist ihre Sorte ‘Mayleen’ mit ihrer üppigen rosa Blüte.
- Clematis viticella
Eine prächtige Waldrebe, die den ganzen Sommer über lange blau oder purpurfarben blüht. Ihre Blüten sind klein und einzeln. Sie hat zahlreiche Hybriden hervorgebracht, wie ‘Mme Julia Correvon’ oder ‘Étoile violette’. Entdecken Sie Pierres Artikel in unserem Blog!
- Clematis alpina
Wie Clematis montana ist die Alpen-Waldrebe eine früh blühende Art. Ihre Blüten sind glockenförmig und blauviolett. Nach der Blüte trägt sie sehr dekorative gefiederte Früchte.
Die wichtigsten Waldreben-Sorten
Clematis fargesii Summersnow - Waldrebe
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 5 m
Clematis montana Mayleen - Berg-Waldrebe
- Blütezeit Juni
- Höhe bei Reife 8,10 m
Clematis jackmanii - Waldrebe
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 3 m
Clematis armandii Apple Blossom - Immergrüne Waldrebe
- Blütezeit April, Mai
- Höhe bei Reife 4 m
Clematis integrifolia Baby Star - Stauden-Waldrebe
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 1,50 m
Waldrebe Picotee - Clematis
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 2 m
Clematis flammula terniflora - Waldrebe
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 4 m
Clematis lanuginosa Nelly Moser - Waldrebe
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 3 m
Clematis viticella Astra nova - Waldrebe
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 2,50 m
Waldrebe Fascination - Clematis
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1,35 m
Clematis florida Sieboldii - Waldrebe
- Blütezeit Juni für August
- Höhe bei Reife 2,50 m
Clematis flammula Aromatica - Waldrebe
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 1,50 m
Clematis tangutica My Angel - Gold-Waldrebe
- Blütezeit August für November
- Höhe bei Reife 3 m
Waldrebe Piilu - Clematis
- Blütezeit Juni für November
- Höhe bei Reife 2 m
Waldrebe Mme Lecoultre - Clematis
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 2,50 m
Waldrebe Westerplatte - Clematis
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 2 m
Clematis integrifolia Twinkle - Stauden-Waldrebe
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 1 m
Clematis texensis Princess Diana - Texas-Waldrebe
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 1,50 m
Clematis fusca - Waldrebe
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 1,50 m
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Das Pflanzen von Waldreben
Wo pflanzen?
Die Waldrebe ist eine anspruchsvolle Pflanze: Sie müssen den Standort finden, an dem sie sich wohlfühlt! Sie mag es, wenn ihr Kopf in der Sonne und ihre Füße im Schatten stehen. Vor allem braucht sie viel Licht. Pflanzen Sie sie in die volle Sonne, zusammen mit Stauden oder kleinen Sträuchern, die ihren Fuß beschatten. Einige Hybriden, wie Clematis ‚Nelly Moser‘, sollten dagegen an einen leicht schattigen Standort gepflanzt werden. In der vollen Sonne würden sie die Intensität ihrer Farben verlieren!
Waldreben benötigen unbedingt einen tiefgründigen Boden, da ihre kräftigen Wurzeln tief in den Boden eindringen. Zu flachgründige oder verdichtete Böden sind für sie nicht geeignet. Deshalb empfehlen wir Ihnen, den Boden vor dem Pflanzen tiefgründig zu bearbeiten, um ihn zu lockern und aufzulockern.
Die Waldrebe bevorzugt nährstoffreiche, humusreiche Böden. Ist Ihr Boden nährstoffarm, können Sie ihn mit Kompost anreichern. Der Boden sollte frisch, aber gut durchlässig bleiben, denn sie verträgt weder Staunässe (vor allem im Winter) noch Trockenheit. Außerdem sollte sie windgeschützt gepflanzt werden. Der Wind könnte ihre besonders empfindlichen Triebe beschädigen. Vermeiden Sie auch zu beengte Standorte (zum Beispiel zwischen einer Mauer und anderen Pflanzen), an denen sich Pilzkrankheiten leicht entwickeln. Die Waldrebe ist anspruchsvoll: Wenn sie nicht wächst, verpflanzen Sie sie!
Sie können sie auch in einen Topf pflanzen und auf einem Balkon oder einer Terrasse aufstellen. Wählen Sie dafür die kompaktesten Sorten! Übrigens müssen Sie Ihre Waldrebe nicht unbedingt ranken lassen: Sie können sie auch den Boden oder eine Böschung bedecken lassen! Die Sorte ‚Robert Brydon‘ ist beispielsweise ein guter Bodendecker, der einen Teppich aus mauvefarbenen Blüten bildet.
Lesen Sie auch unseren Artikel Wie Sie beim Pflanzen Ihrer Kletterpflanzen alles falsch machen können?
Wann pflanzen?
Die Pflanzung ist das ganze Jahr über möglich, sofern Sie starke Frostperioden oder große Hitze vermeiden. Am besten pflanzen Sie sie jedoch im Frühjahr.
Wie pflanzen?
Sehen Sie eine Rankhilfe vor. Anders als der Efeu, der sich dank seiner Haftwurzeln direkt an Hauswänden festhält, benötigt die Waldrebe ein Rankgitter, um ihre Ranken darum zu winden und emporzuklettern.
- Weichen Sie den Wurzelballen in einem Wasserbehälter ein
- Heben Sie ein tiefes Pflanzloch aus
- Geben Sie eine Drainageschicht auf den Boden des Pflanzlochs
- Mischen Sie Gartenerde mit Blumenerde und Dünger
- Setzen Sie den Wurzelballen schräg ein, zur Rankhilfe geneigt
- Gießen Sie reichlich und leiten Sie die Triebe zur Rankhilfe
Noch mehr Details und Tipps finden Sie in unserem speziellen Ratgeber: Waldreben pflanzen.
Sie können mit Kiefernrinde mulchen, damit der Boden frisch bleibt. Wir empfehlen Ihnen außerdem, Stauden neben den Fuß der Pflanze zu setzen, um ihn vor der Sonne zu schützen. Gießen Sie in den Wochen nach der Pflanzung weiterhin regelmäßig. Und achten Sie auf Nacktschnecken oder Schnecken, die an den jungen Pflanzen knabbern könnten! Sie können die Waldrebe auch in einen Topf pflanzen.
Befolgen Sie unsere Video-Tipps zum Pflanzen von Waldreben!
Wie pflegen Sie Ihre Waldreben?
Abgesehen vom Rückschnitt benötigen Waldreben relativ wenig Pflege. Sie können regelmäßig die verblühten Blüten entfernen, mit Ausnahme der Sorten, die dekorative Früchte bilden. Bringen Sie zu Beginn des Frühjahrs etwas Kompost aus. Gießen Sie Ihre Waldreben nur im Hochsommer und vermeiden Sie es, direkt den Fuß der Triebe zu bewässern. Während der restlichen Zeit ist Gießen nicht nötig, außer bei Trockenheit. Vor allem sollten Sie auf übermäßige Feuchtigkeit achten: Vermeiden Sie es, den Boden zu vernässen!
Wie lassen sich häufige Krankheiten der Waldreben bekämpfen?
Großblumige Hybridsorten sind krankheitsanfälliger als andere. Sie sind deutlich empfindlicher als kleinblumige Sorten. Das Hauptproblem bei Waldreben wird durch einen Pilz, Ascochyta clematidina, verursacht, der eine Jungpflanze innerhalb von nur 24 Stunden vernichten kann! Ihre Waldrebe sah gesund und kräftig aus und wollte sogar gerade blühen, doch plötzlich beginnen ihre Blätter unvermittelt zu vertrocknen! Sie hatten keine Zeit zu reagieren, da ist sie bereits völlig verwelkt … Diese regelrechte Plage verhindert, dass der Pflanzensaft zirkuliert, und führt zum Absterben des Gewebes. Schneiden Sie die Pflanze an der Basis der Triebe einige Zentimeter unterhalb des Bodens zurück (da der Pilz an der Oberfläche lebt) und ersetzen Sie die Erde rund um die Triebe in mehreren Zentimetern Tiefe durch gesundes, nicht kontaminiertes Substrat. Die Jungpflanze kann aus dem Wurzelstock wieder austreiben. Schränken Sie das Gießen ein: Feuchtigkeit begünstigt diese Krankheit.
Waldreben sind anfällig für Schnecken (Nacktschnecken und Gehäuseschnecken), die mit Vergnügen an den jungen Trieben knabbern! Sie können frisch gepflanzte Waldreben schützen, indem Sie Asche oder Holzspäne rund um den Fuß der Pflanze ausbringen und so eine Barriere bilden. Auch Blattläuse können sie befallen. Wenn Sie feststellen, dass die Blätter eingerollt und klebrig sind, sprühen Sie eine Lösung aus Schwarzer Seife oder Pyrethrum.
Die besten Methoden für den Rückschnitt Ihrer Waldreben
Durch den Rückschnitt Ihrer Waldrebe erhalten Sie eine gut verzweigte Pflanze mit einer kompakteren Wuchsform und fördern die Blüte (vorausgesetzt, Sie führen ihn zum richtigen Zeitpunkt durch!). Vor allem anderen sollten Sie Ihre Gartenschere unbedingt desinfizieren, um die Übertragung von Krankheiten von einer Waldrebe auf eine andere zu vermeiden. Wenn Sie an befallenen Pflanzen arbeiten, entsorgen Sie die abgeschnittenen Triebe und Blätter.
Schneiden Sie die früh blühenden Sorten und immergrünen Sorten am Ende des Frühjahrs, etwa im Mai, sobald die Blüte beendet ist. Führen Sie nur einen sehr leichten Rückschnitt durch. Wenn Sie zu früh, zwischen Herbst und Frühlingsbeginn, schneiden, riskieren Sie, die Zweige abzuschneiden, die die Blüten tragen werden, und dadurch die Blüte einzuschränken! Diese Sorten können sogar ohne Rückschnitt auskommen.
Bei den anderen, später blühenden und großblumigen Sorten schneiden Sie vor dem Wiederaustrieb, zwischen Februar und März. Sie können sie stärker zurückschneiden! Schneiden Sie ruhig jeden zweiten Zweig in 30 oder 40 Zentimetern Höhe über dem Boden zurück. Entfernen Sie außerdem abgestorbene Triebe. Ein zweiter Rückschnitt nach der Blüte ist möglich.
→ Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber: Warum blüht meine Waldrebe nicht? und in unseren Anleitungen: Wie schneidet man frühjahrsblühende Waldreben? ; Wie schneidet man sommerblühende Waldreben? der Winterschnitt von Waldreben.
Vermehrungstechniken für Waldreben
Sie können Ihre Waldreben durch Stecklingsvermehrung oder Absenken vermehren. Wir empfehlen eher die Stecklingsvermehrung, da sie die einfachste Methode ist. Die Aussaat ist hingegen heikel, und die Samen brauchen manchmal sehr lange, bevor sie keimen.
Einführung in die Stecklingsvermehrung von Waldreben
Sie können Waldreben am Ende des Frühjahrs, im Juni oder Juli, durch Stecklingsvermehrung vermehren.
- Bereiten Sie zunächst einen Topf vor: Legen Sie eine Schicht Kies oder Blähton auf den Boden, um für eine gute Drainage zu sorgen, und füllen Sie den Topf anschließend mit einer Mischung aus Blumenerde und Sand.
- Schneiden Sie dann mit einem Messer oder einer Gartenschere einen etwa 15 cm langen Trieb ab.
- Entfernen Sie, falls vorhanden, die Blätter am unteren Ende des Triebs.
- Lassen Sie nur einige Blätter am Steckling, pflanzen Sie ihn anschließend in den Topf und drücken Sie die Erde rund um den Trieb leicht an.
- Gießen Sie den Steckling und decken Sie den Topf mit durchsichtiger Plastikfolie oder einer aufgeschnittenen Plastikflasche ab, um eine feuchte Umgebung zu bewahren.
- Stellen Sie den Topf unter ein Frühbeet, geschützt vor direkter Sonne.
Warten Sie bis zum darauffolgenden Frühjahr, bevor Sie die Waldrebe ins Freiland pflanzen.
Waldreben durch Absenken vermehren
Sie können Waldreben durch Absenken vermehren. Mit dieser Methode erhalten Sie schnell neue Jungpflanzen. Führen Sie die Arbeiten im Sommer, etwa im August, durch. Die Vermehrung erfolgt durch Absenken an lignifizierten Zweigen.
Das Absenken der Waldrebe erfolgt am besten in einem Topf. Um die Arbeit zu erleichtern, wählen Sie einen ausreichend breiten Topf mit mindestens 15 cm Durchmesser.
- Legen Sie eine Schicht Kies auf den Boden, um für eine gute Drainage zu sorgen, und füllen Sie den Topf anschließend mit Blumenerde.
- Wählen Sie einen langen Trieb und entfernen Sie die Blätter, sodass nur die am Ende des Zweigs sitzenden Blätter erhalten bleiben.
- Ritzen Sie die Rinde an der Stelle, die Sie eingraben werden, leicht ein.
- Legen Sie den Trieb anschließend in die Erde und bedecken Sie ihn mit Substrat.
- Richten Sie das Triebende auf und befestigen Sie es mithilfe eines Stützstabs senkrecht.
- Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie.
Weitere Informationen finden Sie in unserem praktischen Ratgeber über die Stecklingsvermehrung von Waldreben.

Waldreben kombinieren: Allgemeine Tipps
Waldreben harmonieren hervorragend mit Rosen, ganz gleich, ob es sich um Kletterrosen oder Strauchrosen handelt. Gemeinsam schaffen sie eine romantische Atmosphäre voller Sanftheit und Zartheit. Viele Sorten bieten Blüten in Pastelltönen, Rosa, Weiß oder Mauve. Entdecken Sie Clematis montana ‘Mayleen’: Im Frühjahr trägt sie eine Vielzahl zartrosa Blüten und verleiht dem Garten viel Charme. Sie können auch die weißen Blüten der Waldrebe ‘Summersnow’ mit der zartrosa Blüte der Kletterrose ‘Coral Dawn’ kombinieren.
In jedem Fall empfehlen wir, weitere Stauden rund um die Waldreben zu pflanzen: Sie schützen den Fuß vor der Sonne und helfen dabei, den Boden frisch zu halten. Nutzen Sie die Gelegenheit, zum Beispiel einige Storchschnäbel zu setzen. Wenn der Fuß Ihrer Waldrebe kahl oder blütenlos ist, sorgen sie dort im Handumdrehen für Farbe!
Zögern Sie nicht, verschiedene Waldrebensorten miteinander zu kombinieren! Entdecken Sie unsere Kollektionen. Sie können sie mit anderen Kletterpflanzen wie Akebien oder Jasmin kombinieren.
Lassen Sie sie in Ihre Bäume und Sträucher klettern … Wenn Sie sie bisher wegen ihres dekorativen Laubes kultiviert haben, schmücken sie sich nun zusätzlich mit einer Vielzahl sternförmiger Blüten! Sie können sie auch in Ihre Obstbäume wachsen lassen, zum Beispiel, indem Sie eine Clematis montana am Fuß eines Kultur-Apfels oder Kirschbaums pflanzen.
Die kompakteren Sorten eignen sich hervorragend für die Kübelkultur. Sie bringen Farbe auf Ihre Terrassen und Balkone! Pflanzen Sie sie in große Pflanzgefäße zusammen mit einigen Stauden oder Zwiebelpflanzen, zum Beispiel Hyazinthen, Färberkamille oder Eisenkraut. Wenn Sie über einen schattigen Standort verfügen, kombinieren Sie Ihre Waldreben mit dem dekorativen Laub von Efeu oder mit Farnen.
Stauden-Waldreben lassen sich sehr leicht in Beete integrieren. Sie können Clematis heracleifolia mit dem leichten Laub von Gräsern und den Blüten von Astern kombinieren.

Die Waldrebe ‚Snow queen‘ und die Tulpe ‚Ballade‘! (Copyright MAP Clive Nichols)
Für konkretere Ideen zur Kombination in verschiedenen Situationen entdecken Sie unsere Tipps: Waldrebe – 7 gelungene Kombinationsideen und Stauden-Waldreben kombinieren.
Nützliche Ressourcen
- Das schönste Sortiment an Waldreben finden Sie bei uns!
- Wir bieten Ihnen zahlreiche Tipps zu folgenden Themen: Die richtige Waldrebe auswählen – Waldreben pflanzen – Waldreben im Topf pflanzen – Waldreben an Rankhilfen leiten und stützen – Immergrüne Waldreben: pflanzen und kultivieren – Waldreben schneiden und pflegen – Krankheiten der Waldreben behandeln – Waldreben durch Stecklinge vermehren – Waldreben kombinieren – Der Winterschnitt von Waldreben – Wie schneidet man winterblühende Waldreben? – Wie lassen sich Waldreben einfach vermehren?
- Ein Artikel von Pierre in unserem Blog: Clematis viticella, die schöne Italienerin!
- Unsere Video-Tipps zum Pflanzen einer Waldrebe;
- Unser Ratgeber: Clematis montana, die besten Sorten; Eine Stauden-Waldrebe pflanzen; Eine Stauden-Waldrebe auswählen
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- Unsere Ratgeber: 7 hohe Waldreben; 7 perfekte Waldreben für den Topf
- Ein Artikel von Didier Willery: Großblumige Waldreben, ein garantiertes Schauspiel!, erschienen in L’Ami des jardins et de la maison (Juni 2012)
- Lesen Sie auch das Buch: Waldreben, richtig im Garten verwenden von Didier Willery und Arnaud Travers, Verlag Ulmer, 2010
- Mehr über Italienische Waldreben erfahren Sie in den folgenden Beiträgen: rote Italienische Waldreben, bläuliche Italienische Waldreben, rosafarbene Italienische Waldreben und die schönsten Italienischen Waldreben, 7 purpurrote oder rote Italienische Waldreben
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Häufig gestellte Fragen
-
Meine Waldrebe vertrocknet plötzlich! Was ist zu tun?
Sie leidet vermutlich unter der durch den Pilz Ascochyta clematidina (auch Phoma clematidina genannt) verursachten Krankheit. Diese beeindruckende Krankheit führt innerhalb kürzester Zeit zum abrupten Vertrocknen der Triebe. Vermeiden Sie die Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit, die die Entwicklung dieser Krankheit begünstigt. Wir empfehlen Ihnen, die Triebe einige Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche abzuschneiden. Die Pflanze sollte aus dem Wurzelstock wieder austreiben. Da dieser Pilz den Boden infiziert, sollten Sie die Erde etwa zehn Zentimeter tief entfernen und durch ein gesundes Substrat ersetzen.
-
Meine Waldrebe sieht welk aus!
Der Boden ist wahrscheinlich zu feucht. Begrenzen Sie die Bewässerung und vermeiden Sie es vor allem, direkt die Basis der Stängel zu gießen. Wenn Sie eine Mulchschicht ausgebracht haben, entfernen Sie sie. Erwägen Sie, die Pflanze an einen Standort mit besser drainierendem Boden zu versetzen. Ein durchnässter Boden kann die Wurzeln zum Faulen bringen!
-
Die Blüten meiner Waldrebe werden blass und verlieren ihren Glanz!
Wenn sie grüne oder sehr blasse Farbtöne annehmen, kann dies an zu niedrigen Temperaturen während der Bildung der Blütenknospen liegen. Im weiteren Verlauf der Saison sollten sie ihre gewohnte Färbung wieder annehmen. Dieses Problem betrifft vor allem Waldreben mit weißen Blüten, die dann grün werden, oder mit eher blassen Blüten. Mitunter nehmen auch großblütige Hybride in der Sonne mattere Farbtöne an. Wir empfehlen beispielsweise, Clematis 'Nelly Moser' im Halbschatten zu pflanzen.
-
Die Blätter meiner Waldrebe kräuseln sich und werden klebrig!
Die Übeltäter sind Blattläuse. Sie saugen an den Blättern, führen zu deren Verformung und begünstigen die Entwicklung von Krankheiten. Sprühen Sie Schmierseife oder eine Lösung auf Pyrethrumbasis.
-
Meine Waldrebe blüht nicht … oder nur sehr spärlich!
Wenn Ihre Waldrebe nur schwer blüht, sind die Anbaubedingungen nicht für sie geeignet. Der Boden muss frisch, aber drainierend sein. Achten Sie darauf, dass ihr Fuß beschattet ist, der Rest der Pflanze jedoch ausreichend Licht erhält!
Die Blüte kann auch ausbleiben, wenn Sie die Waldrebe zum falschen Zeitpunkt zurückschneiden und dabei die Triebe entfernen, an denen sich die Blüten entfalten sollten. Das geschieht, wenn Sie früh blühende Waldreben (zum Beispiel Berg- oder Alpen-Waldreben) oder immergrüne Sorten im Winter oder im zeitigen Frühjahr zurückschneiden. Sie riskieren, das Erscheinen der Blüten zu verhindern, indem Sie die Zweige abschneiden, an denen sie sich entfalten sollten.
Ein Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt fördert dagegen die Entwicklung der Blütenknospen und sorgt für eine noch üppigere Blüte.
-
Die Blüten meiner Waldrebe sind anders als erwartet!
Einige großblütige Hybriden tragen im Frühjahr zunächst gefüllte Blüten und im Herbst dann einfache. Wundern Sie sich nicht, wenn eine Sorte mit gefüllten Blüten im Sommer oder Herbst einfache Blüten hervorbringt!
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