10 immergrüne Sträucher für trockene Standorte

10 immergrüne Sträucher für trockene Standorte

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Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 8 min.

Immergrüne Sträucher behalten auch im Winter ihr Laub und bleiben ganzjährig schön. Ideal als Sichtschutzhecke: Auswahl für trockene Böden und Kulturtipps!

Schwierigkeit

Der Oleander

Oleander, oder Nerium oleander, ist ein typisch mediterraner Strauch, der den ganzen Sommer über, von Juni bis September, üppig blüht. Die Blüten sind meist rosa, manchmal rot oder weiß, je nach Sorte auch orange oder blassgelb. Sie bestehen aus fünf großen Blütenblättern, die an der Basis zu einer Röhre verwachsen sind. Es gibt sogar Sorten mit gefüllten Blüten! Oleander trägt außerdem schöne, längliche, dunkelgrüne Blätter mit deutlich ausgeprägter Mittelrippe. Im ausgewachsenen Zustand erreicht er eine Höhe von 3 bis 4 Metern. Wir empfehlen, ihn in voller Sonne an einem vor kalten Winden geschützten Standort zu pflanzen. Je nach Sorte verträgt er Temperaturen zwischen –7 und –15 °C. In einem mediterranen Garten ist er unverzichtbar und eignet sich hervorragend für Küstenlagen. Auch zur Pflanzung als Hecke ist er bestens geeignet.

Die Blüten des Oleanders

Die zarte Blüte des Oleanders, Nerium oleander (Foto: Ian W. Fieggen)

Die Zistrose

Die Zistrose ist ein blühfreudiger mediterraner Strauch, der meist von April bis Juni hübsche, zerknittert wirkende Blüten trägt. Sie sind meist rosa oder weiß und haben in der Mitte ein Büschel gelber Staubblätter. Einige Sorten zeigen zudem schöne dunkle Flecken zur Blütenmitte hin. Obwohl die Blüten kurzlebig sind, erneuern sie sich ständig. Die Blätter sind dick, manchmal gekräuselt oder rau und oft graugrün. Dieser Strauch ist anspruchslos und wenig krankheitsanfällig. Er benötigt jedoch einen warmen, sonnigen Standort und eignet sich eher für Regionen mit mildem Klima und geringem Frostrisiko. Ideal für einen Küstengarten!

Die Blüte der Zistrose

Cistus purpureus trägt hübsche rosafarbene, dunkel gefleckte Blüten mit zerknitterter Optik

Der Baum-Gamander

Der Strauchige Gamander, auch Teucrium fruticans genannt, ist ein kleiner Strauch, der nicht höher als 1,50 m wird, mit rundlicher, dicht buschiger und verzweigter Wuchsform. Er trägt schöne ovale Blätter mit einem silbrig-grauen Flaum. Beim Zerreiben duften sie leicht aromatisch. Den ganzen Sommer über zeigt er kleine blaue Blüten (in milden Regionen manchmal sogar schon im Winter). Da Teucrium einen starken Rückschnitt sehr gut verträgt, lässt sich dieser Strauch wie Buchsbaum problemlos in Form schneiden! Wir empfehlen, ihn direkt nach der Blüte zurückzuschneiden, damit er sich stärker verzweigt und eine dichte Wuchsform entwickelt. Er verträgt kurze Fröste bis etwa –10 °C und eignet sich hervorragend für Küstenlagen oder einen Garten im mediterranen Stil.

Die Blüte des Gamanders, Teucrium fruticans

Die kleinen blauen Blüten und das graugrüne Laub des Gamanders, Teucrium fruticans ‚Azureum‘ (Foto: peganum)

Die Wintergrüne Ölweide

Auch Ölweide genannt, ist die Elaeagnus ebbingei ein sehr dichter, buschiger Strauch mit elliptischen, dicken Blättern. Bei der Wildart sind die jungen Blätter zunächst silbriggrau und färben sich später dunkelgrün. Es gibt jedoch auch panaschierte Sorten, zum Beispiel ‘Limelight’ mit grün-gelb gefärbten, sehr leuchtenden Blättern. Im Herbst trägt die Ölweide eine duftende Blüte aus kleinen cremeweißen Glöckchen mit jeweils vier Blütenblättern. Die nektarreiche Blüte zieht bestäubende Insekten an. Anschließend bilden sich kleine Beeren. Die Ölweide wächst schnell und erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von drei bis vier Metern. Sie eignet sich ideal für eine Hecke, zumal sie einen Rückschnitt gut verträgt und einen wirksamen Windschutz bildet. Bei einer Heckenpflanzung sollten Sie zwischen zwei Jungpflanzen mindestens 80 cm Abstand einhalten. Der Strauch ist wirklich leicht zu kultivieren, winterhart und anspruchslos. Außerdem verträgt er salzhaltige Gischt und kann daher in Meeresnähe gepflanzt werden.

Das Laub der Elaeagnus ebbingei

Die grünen, dicken Blätter der Elaeagnus ebbingei

Die Sankt-Barbaras-Säckelblume

Die Sankt-Barbaras Säckelblume, auch Kalifornischer Flieder genannt, ist ein beliebter Strauch mit einer prächtigen blau-violetten Blüte, die das Laub geradezu bedeckt! Die kleinen, aber zahlreichen Blüten sind in runden Rispen vereint. Die Blütezeit liegt im Frühjahr, im April und Mai, und kann je nach Klima bis in den Sommer oder Herbst andauern. Besonders empfehlen wir die Sorte ‘Victoria’. Die Sankt-Barbaras Säckelblume bildet einen dicht und rundlich wachsenden Strauch, der bis zu zwei Meter in alle Richtungen erreicht. Ihre Blätter sind klein, glänzend dunkelgrün und gezähnt. Es gibt auch panaschierte Sorten wie Ceanothus impressus ‘Lemon & Lime’. Die Säckelblume gedeiht in voller Sonne und auf eher magerem, drainierendem Boden. Sie eignet sich gut für Küstengärten. Sie verträgt den Rückschnitt sehr gut und ist bis –10 °C winterhart. Sie

Die Blüte von Ceanothus

Ceanothus impressus var. nipomensis zeigt wunderschöne blau-violette Blüten in runden Rispen (Foto: Stan Shebs)

die Schmalblättrige Steinlinde

Die Schmalblättrige Steinlinde, auch Phillyrea angustifolia genannt, ist ein Strauch, der in den Garriguen des Mittelmeerraums und Südwestfrankreichs natürlich vorkommt, oft zusammen mit der Stein-Eiche. Er trägt dunkelgrüne, ledrige, lange und schmale Blätter, die an die des Ölbaums erinnern … Tatsächlich gehört er derselben Familie an! Damit ist er eine gute Alternative zum Ölbaum. Im Frühjahr trägt die Steinlinde außerdem kleine weiß-grüne Blüten, die recht unscheinbar, aber duftend und bienenfreundlich sind. Ihnen folgen kleine, bläulich-schwarze Beeren, die Oliven ähneln, aber nicht essbar sind. Die Steinlinde wächst langsam, wird jedoch sehr alt. Im ausgewachsenen Zustand erreicht sie bis zu drei Meter Höhe und zwei Meter Breite. Sie können sie in der Sonne oder im Halbschatten pflanzen. Dieser pflegeleichte, anspruchslose Strauch gedeiht auch auf armen, steinigen Böden und verträgt kalkhaltigen Boden. Als Jungpflanze kann er etwas frostempfindlich sein, etabliert verträgt er jedoch bis zu –15 °C. Auch salzhaltige Gischt verträgt er und kann in Küstennähe gepflanzt werden.

Phillyrea angustifolia trägt feines Laub, das an das des Ölbaums erinnert, sowie rundliche Beeren (Foto A. Barra)

Die Klebsame Pittosporum tobira

Die Japanische Klebsame ist ein kompakter Strauch mit schönen, glänzend grünen, verkehrt eiförmigen und ledrigen Blättern. Die Mittelrippe ist deutlich ausgeprägt und heller gefärbt. Die Sorte Pittosporum tobira ‘Variegatum’ zeichnet sich durch ihre außergewöhnlichen, grün-weiß berandeten Blätter aus. Im Frühjahr bildet die Klebsame außerdem Büschel cremeweißer Blüten mit fünf Blütenblättern, deren Duft an Orangenblüten erinnert. Im ausgewachsenen Zustand erreicht dieser Strauch bis zu fünf Meter Höhe und zwei Meter Breite. Es gibt jedoch auch eine Zwergsorte: Pittosporum tobira ‘Nanum’ (bis zu einem Meter hoch). Die Klebsame ist nur mäßig winterhart (bis -5 °C): Am besten pflanzen Sie sie in Regionen mit mildem Klima und geringem Frost­risiko. In anderen Regionen kultivieren Sie sie besser im Topf und überwintern sie geschützt. Abgesehen von ihrer Frostempfindlichkeit ist die Klebsame ein robuster und pflegeleichter Strauch. Wind und salzhaltige Gischt machen ihr nichts aus, daher kann sie problemlos in einem Küstengarten gepflanzt werden. Sie verträgt den Rückschnitt gut und eignet sich dadurch ideal als Heckenpflanze. Sie kann aber auch einzeln oder zusammen mit anderen Sträuchern kultiviert werden.

Die Blüte der Klebsame

Die Japanische Klebsame wird für ihre cremeweiße Blüte und ihr dichtes, glänzend grünes Laub geschätzt

Der Immergrüne Kreuzdorn (Rhamnus alaternus)

Typisch für die mediterrane Garrigue, ist der Immergrüne Kreuzdorn ein sehr buschiger Strauch mit ledrigen, dunkelgrünen Blättern. Im Frühjahr zeigt er außerdem eine unauffällige Blüte. Seine kleinen Blüten sind gelbgrün, aber bienenfreundlich und werden von Bienen gerne besucht. An weiblichen Pflanzen folgen darauf kleine rote Beeren, die von Vögeln gefressen werden. Der Immergrüne Kreuzdorn ist ein sehr pflegeleichter und anspruchsloser Strauch, der sich an jeden Boden anpasst, auch an kalkhaltige, magere, lehmige oder steinige Böden. Er verträgt sogar Gischt und Luftverschmutzung. Beim Standort ist er tolerant und wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten – ein echter Strauch für jeden Standort! Außerdem benötigt er kaum Pflege, wächst schnell und kann bei voller Reife bis zu fünf Meter hoch werden.

Die Beeren von Rhamnus alaternus

Weibliche Pflanzen des Immergrünen Kreuzdorns tragen sehr dekorative rote Beeren (Foto Colsu)

Die Braut-Myrte

Die Myrte ist ein typisch mediterraner Strauch, dessen prachtvolle Blüte man den ganzen Sommer über, von Juli bis September, bewundert. Sie trägt bezaubernde, makellos weiße Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern in der Mitte, die sehr dekorativ wirken. Ihre Blüte ist ausgesprochen leicht und zart! Auf die Blüten folgen Beeren, die für Konfitüren oder Gelees verwendet werden. Dieser Strauch wächst langsam und erreicht eine Höhe von 1,50 bis 2 m. Er trägt kleine, ovale, dunkelgrüne, glänzende und dicke Blätter. Sie sind aromatisch und besitzen heilende Eigenschaften. Sie können ihn sowohl in der Sonne als auch im Schatten pflanzen. Was seine Winterhärte betrifft, verträgt die Myrte Temperaturen bis – 12 °C.

Die Blüten der Myrte

Die prachtvolle weiße Blüte der Braut-Myrte (Myrtus communis) mit zahlreichen sehr dekorativen Staubblättern (Foto: Jonathan Billinger)

Der Mastixbaum

Der Mastixstrauch ist ein Strauch der mediterranen Garrigue und Macchia mit prächtigem, in feine Fiederblättchen geteiltem Laub. Zudem färben sich seine Blätter im Winter bronzefarben. Der Mastixstrauch ist diözisch: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Er blüht im Frühjahr, doch die Blüten sind sehr unscheinbar. Bei weiblichen Pflanzen folgen darauf Trauben kleiner roter Beeren, die später schwarz werden. Der Mastixstrauch wächst recht langsam und entwickelt oft eine ausgebreitete Wuchsform, etwas breiter als hoch: Er wird bis zu zwei Meter hoch und drei Meter breit. Außerdem bildet er ein aromatisches Harz, das wegen seiner antiseptischen Eigenschaften verwendet wird. Beim Standort verträgt er sowohl Sonne als auch Schatten! Anspruchslos und leicht zu kultivieren, ist der Mastixstrauch ein robuster Strauch, der problemlos magere Böden, Wind und salzhaltige Gischt verträgt.

Beeren von Pistacia lentiscus

Weibliche Mastixsträucher tragen rote Beeren! (Foto: Michael Wunderli)

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Immergrüne Sträucher für trockene Böden