5 Grevilleen für eine Hecke

5 Grevilleen für eine Hecke

Ideale Sorten für Abgrenzung, Sicht- oder Windschutz im Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Januar 2026  durch Marion 6 min.

Grevillee: Immergrünes Laub, exotische Blüte. Australische Sträucher für Topf, Beet oder Hecke. Unsere 5 Favoriten für dauerhaften Sichtschutz.

Schwierigkeit

Rosmarin-Silbereiche: winterharte Hecke, Frühjahrsblüte

Grevillea rosmarinifolia ist die winterhärteste Art der Gattung und verträgt gelegentlich Fröste bis etwa -15 °C, wenn sie in vollkommen durchlässigem Boden wächst, der im Winter nicht vernässt. Diese Toleranz ermöglicht den Anbau als Hecke in weiten Teilen unserer Regionen.

Der Strauch erreicht schnell etwa 2 m Höhe und Breite und eignet sich damit für eine recht hohe Hecke. Seine buschige, strauchige Wuchsform ergibt einen dichten, blickdichten Sichtschutz.

Bescheidener und weniger winterhart (bis -10 °C) ist der Kultivar ‘Clearview David’. Mit seiner ausgewogenen, in alle Richtungen 1,50 m erreichenden Wuchsform passt er auch in kleinere Gärten. Geschützt auf Balkon oder Terrasse kann er problemlos im Topf als grüner Sichtschutz kultiviert werden.

Grevillea rosmarinifolia verdankt seinen Namen der nadelförmigen Blattform, die an Rosmarin erinnert. Er gehört zu den ersten blühenden Sträuchern am Ende des Winters: Ab Februar zeigt er ununterbrochen, manchmal bis zur Mitte des Frühlings, seine üppige Blüte. Die 5 cm großen Blüten ohne Blütenblätter bestehen aus langen, gebogenen Staubblättern, die ihnen ein spinnenartiges Aussehen verleihen. Ihr lebhaftes Himbeerrot fällt im Garten sofort ins Auge.

Der trockenheits- und krankheitsverträgliche Strauch ist pflegeleicht. Geben Sie ihm einen sonnigen Standort in leichtem, auch magerem Boden. Das Substrat sollte eher sauer oder neutral, aber unbedingt kalkfrei sein.

Pflanzen Sie ihn beispielsweise neben Callistemon, der aus derselben Region wie unsere Grevillee stammt und dieselben Bedingungen bevorzugt. Seine außergewöhnliche Zylinderputzer-Blüte übernimmt im Sommer und sorgt viele Monate lang für eine blühende Hecke. In milden, aber feuchteren Klimazonen kommen auch Camellia sasanqua (‘Kanjiro’, ‘Choji Guruma’) infrage. Sie mögen ebenfalls eher saure Böden und blühen vor der Grevillee. Ergänzen Sie das Arrangement um das dichte, glänzende Laub einer Griselinia littoralis.

Exotischer Strauch

Grevillea rosmarinifolia und der Kultivar ‘Clearview David’

Grevillee johnsonii: Naturnahe Hecke im Küstenklima

Die Grevillea johnsonii vereint dieselben Vorzüge wie ihre Verwandten. Sie besitzt zunächst ganzjährig dekoratives, immergrünes Laub, das hier aus feinen grünen Nadeln besteht, die an Kiefernnadeln erinnern.

Ihre üppige Blüte beginnt am Ende des Winters und kann bis zum Sommeranfang andauern, wobei sie sich nahezu ununterbrochen erneuert. Sie besteht aus erstaunlichen hellroten oder kräftig rosafarbenen Blüten, die sich schneckenhausartig um sich selbst rollen. Begleitet werden sie von langen, farbigen Stempeln. Diese nektarreichen Blüten ziehen im Garten unweigerlich wertvolle bestäubende Insekten an.

In nur 3 bis 4 Jahren erreicht sie eine Höhe von etwa 3 Metern und eine Breite von 2 Metern. So lässt sich schnell eine hohe Hecke bilden, die sich frei entwickeln kann, ohne einen regelmäßigen Rückschnitt zu benötigen. Ihre buschige Wuchsform bildet somit einen perfekten pflanzlichen Sichtschutz.

Mit einer Winterhärte von etwa -10 °C eignet sie sich eher für milde Küstenregionen am Meer oder Ozean, zumal sie Spritzwasser gut verträgt. Für eine üppige Blüte benötigt die Grevillea johnsonii einen vollsonnigen, freien Standort. Sie kommt mit sommerlicher Trockenheit sehr gut zurecht und ist damit eine gute Wahl für mediterrane Gärten.

Als Begleiter eignen sich eine immergrüne Säckelblume, vorzugsweise in Weiß oder Rosa (zum Beispiel Ceanothus thyrsiflorus ‘Millerton Point’), um eine schöne Harmonie mit der Blüte unserer Grevillee zu schaffen. Probieren Sie auch Pittosporum tobira, einen immergrünen Strauch, der für Küsten- und mediterrane Hecken typisch ist. Für eine wehrhafte Hecke empfiehlt sich eher der Feuerdorn Pyracantha ‘Teton’ mit reinweißer Blüte im späten Frühjahr und hübschen dekorativen Früchten.

exotischer Strauch

Grevillea johnsonii

Wacholder-Silbereiche: Winterblüher mit sicherer Wirkung

Die Grevillea juniperina oder Wacholder-Silbereiche zählt sicher zu den beliebtesten Arten der Gattung, neben der großen Grevillea robusta. Sie ist an ihrem leuchtend grünen Laub mit feinen, spitzen Nadeln ähnlich wie beim Wacholder zu erkennen. Dieser immergrüne Strauch bildet einen üppigen, dicht verzweigten Busch von 2 m Höhe und Breite.

Die frühe Blüte beginnt in milden Regionen bereits im Winter, in kühleren Gegenden eher im Frühjahr. Sie kann sich anschließend über viele Monate bis in den Sommer erstrecken. Die leuchtend roten Blüten stehen in Trauben. Da sie keine Blütenblätter besitzen, bestehen sie aus petaloiden Griffeln, die sich einrollen und lange, aufrechte Staubblätter sichtbar werden lassen. Ihre Form erinnert an eine Spinne und verleiht ihnen einen ungewöhnlichen Charme.

Exotischer Strauch

Grevillea juniperina

Wie alle Grevilleen ist auch diese Art einfach zu kultivieren. Sie benötigt lediglich einen sonnigen Standort sowie einen leichten, gut drainierenden Boden, in dem sich kein Wasser staut. Da sie nur mäßig winterhart ist (maximal -10 bis -12 °C), kann sie im Topf kultiviert und während der warmen Jahreszeit als temporäre Hecke eingesetzt werden, die im Winter Licht durchlässt.

Unser Strauch ist sowohl krankheits- als auch trockenheitsresistent. Im Trockengarten, in dem er zweifellos seinen Platz findet, kombinieren Sie ihn mit Ginster in Rosa- oder Rottönen (Cytisus scoparius ‘Burkwoodii’, ‘Roter Favorit’ oder ‘Boskoop Ruby’), mit einer Echten Myrte, die im Sommer die Blütezeit fortsetzt, oder mit einer Elaeagnus ebbingei mit besonders dekorativem Laub. Denken Sie auch an den Pistacia lentiscus, einen schönen Strauch, der selbst brennende Sonne verträgt. Seine Frühjahrsblüte ist zwar eher unscheinbar, doch bestäubte weibliche Pflanzen bedecken sich mit sehr dekorativen roten Früchten, die bis zum Winter haften bleiben.

Grevillea rhyolitica: großblättrig, blühfreudig

Die Grevillea rhyolitica ist auch unter dem Namen Grevillea deua bekannt. Sie zeichnet sich durch lanzettliches Laub aus, das in dieser Gattung weniger verbreitet ist. Ihre großen, breiten, ovalen Blätter laufen an der Spitze spitz zu und wirken matt. Sie bleiben das ganze Jahr über erhalten.

Dieser unglaublich blühfreudige Strauch blüht von Februar bis September, in mildem Klima sogar ganzjährig. Da er wenig winterhart ist, verträgt er ohnehin keinen Frost unter -5 °C. Dadurch ist seine Auspflanzung auf einige wenige begünstigte Regionen beschränkt. Die röhrenförmigen Blüten leuchten in einem kräftigen Korallenrot und betonen den exotischen Charakter der Pflanze zusätzlich. Als bienenfreundliche Blüten sind sie bei Bestäuberinsekten sehr beliebt.

Unser Grevillea erreicht rasch eine Höhe und Breite von 2 m und wächst sehr kompakt. Daher lässt er sich in weniger milden Regionen problemlos im Kübel kultivieren.

Wie seine Verwandten benötigt er einen sonnigen Standort sowie einen leichten, durchlässigen, auch nährstoffarmen Boden. Für eine Hecke mit exotischer Ausstrahlung kombinieren Sie ihn mit Oleander, dessen rosa, rote, lachsfarbene oder sogar weiße Blüten wunderbar mit seinen Blüten harmonieren. Ergänzen Sie Euphorbia mellifera, eine immergrüne, strauchartige Staude, sowie einen äußerst architektonisch wirkenden Melianthus major. Für eine originelle Note pflanzen Sie in der Nähe eine Protee mit ihrer unglaublich farbenprächtigen Blüte.

exotischer Strauch

Grevillea rhyolitica

Grevillee gracilis 'Clearview David': Für kleine Hecken

Die Grevillea gracilis ‘Clearview David’ wird rundum 1,50 m groß und eignet sich damit für nicht zu hohe Hecken, die einen Bereich dennoch ausreichend abgrenzen. Dieser buschige Strauch besitzt auch hier nadelförmige Blätter, die an Rosmarin erinnern. Sie sind dunkelgrün und bleiben das ganze Jahr über dekorativ.

Unser Strauch erreicht seine endgültige Größe recht schnell, nach 3 bis 4 Jahren. Dann bildet er eine schöne, dichte und buschige Pflanzenmasse.

Der blühfreudige Strauch schmückt den Garten viele Monate lang, vom Spätwinter bis zum Frühsommer. Seine scharlachroten Blüten verleihen ihm eine dynamische, exotische Ausstrahlung.

Diese pflegeleichte und unkomplizierte Grevillee verträgt lediglich schwere (lehmige, feuchte) Böden, Kalk und starken Frost nicht. Ihre Winterhärte reicht bei Kultur in perfekt durchlässigem Boden nur bis etwa -8 °C bis -10 °C. In einer Hecke aus Moorbeeterde können Sie sie mit Erica canaliculata kombinieren, deren rosa Blüten die kurzen Wintertage aufhellen, oder mit Erica mediterranea.

Exotischer Strauch

Grevillea gracilis ‘Clearview David’

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