5 Heilpflanzen gegen Insektenstiche
Leicht in der Natur zu finden, helfen diese Pflanzen bei Beschwerden durch Insektenstiche
Inhaltsverzeichnis
Autsch, das sticht! Sommer und Insektenstiche: Entdecken Sie 5 Heilpflanzen, die Juckreiz, Brennen und Schwellungen natürlich lindern.
Sicherheitsregeln und Tipps zuerst!
Giftige Heilpflanzen sicher erkennen, geschützt nicht pflücken und nachhaltig sammeln. Besser im eigenen Garten anbauen – fern von Pestiziden und Straßen.
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15 Heilpflanzen: Wirkung und Anbau zu HauseSpitz-Wegerich, eine rhizomatöse Staude
Der Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata) ist eine kleine, rhizomatöse, heilkräftige, bienenfreundliche und essbare Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse. Er ist an seiner Rosette aus langen, lanzettlichen Blättern mit deutlich ausgeprägten, parallelen Blattadern zu erkennen, die sich zur Basis hin verjüngen. In den Blattachseln wachsen aufrechte, geriffelte Blütenstängel, die mit kurzen, geraden Haaren bedeckt sind. An den Enden dieser Blütenstängel stehen zunächst kegelförmige, später zylindrische Blütenähren, die von Mai bis September aufblühen.
Der Spitz-Wegerich wächst auf Wiesen und Feldern, an Feldwegen und Böschungen, in lichten Wäldern sowie auf Schutt und Aufschüttungen.
Der Spitz-Wegerich ist für seine hustenstillenden und schleimlösenden Eigenschaften bekannt und wird dank seines Schleimstoffgehalts bei Atemwegsbeschwerden empfohlen. Er soll außerdem verdauungsfördernd wirken und gegen Appetitlosigkeit helfen.
Doch seine antibakteriellen, entzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften erweisen sich bei Insektenstichen als wirksam.
Wie geht das? Blätter pflücken, zwischen den Fingern zerreiben und den austretenden frischen Saft direkt auf den Insekten- oder Brennnesselstich auftragen. Sie können die Blätter auch zermahlen.
Alpen-Wegerich oder Berg-Wohlverleih, eine geschützte Staude
Der Berg-Wohlverleih (Arnica montana), auch Berg-Arnika genannt, ist eine ausläuferbildende, rhizomatöse Staude aus der Familie der Korbblütler. Im ersten Jahr bildet das Rhizom eine Rosette aus dicken, ovalen Blättern, die mit kurzen Haaren bedeckt und von Längsadern durchzogen sind. In den folgenden Jahren wachsen filzig behaarte Stängel mit 2 bis 3 gegenständigen Blattpaaren empor. An ihrer Spitze öffnen sich von Mai bis August orangegelbe Blütenkörbchen mit Zungenblüten. Die Pflanze verströmt einen eher angenehmen Duft.
Der Berg-Wohlverleih wächst in Höhenlagen, auf feuchten oder sumpfigen Wiesen, in lichten Torfmooren und auf saurem Boden. Er wächst auch auf Weiden, da das Vieh ihn nicht frisst. Die Pflanze ist in vielen Regionen geschützt, weil sie immer seltener wird. Nur das Sammeln der Blüten kann unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein. Am einfachsten ist es, sie selbst anzubauen.
Der Berg-Wohlverleih ist für seine entzündungshemmende Wirkung bei kleineren Verletzungen wie Blutergüssen bekannt. Doch auch bei Insektenstichen kann er äußerlich angewendet werden, da er beruhigende Eigenschaften besitzt.
Wie wird er angewendet?
- Als Ölauszug: 200 g frische Blüten in einem Glas mit 50 cl neutralem Pflanzenöl (Sonnenblumen-, Sesam-, Oliven- oder Traubenkernöl …) übergießen und 4 bis 6 Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen. Anschließend filtern. Der Ölauszug ist sechs Monate lang licht- und wärmegeschützt haltbar.
- Als Aufguss: 5 g getrocknete Blüten 15 Minuten in 100 ml kochendem Wasser ziehen lassen und anschließend mit einer Kompresse auftragen.
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10 Heilpflanzen gegen KopfschmerzenGarten-Ringelblume: hübsche orangegelbe Blüten
Die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine einjährige Pflanze mit spindelförmiger Wurzel. Sie bildet aufrechte, 30 bis 50 cm hohe, kantige und behaarte Stängel mit wechselständigen, länglichen, spatelförmigen und ebenfalls behaarten Blättern. Von Mai bis zum ersten Frost erscheinen meist orange oder orangegelbe, je nach Sorte auch zitronengelbe oder orangerote Zungenblüten. Diese Blüten sind für ihre Bienenfreundlichkeit und ihre Wirkung gegen Nematoden bekannt. Sie sind außerdem essbar.
Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze wird in Gärten und Gemüsegärten kultiviert. Sie sät sich sehr gut selbst aus.
Die Garten-Ringelblume ist für ihre beruhigenden, adstringierenden, entschlackenden, wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Sie hilft, Reizungen durch Insektenstiche zu lindern.
Wie geht das?
Die Blüten mittags ohne Stiele pflücken und je nach Temperatur ein bis zwei Wochen in der Sonne trocknen lassen. Die Blüten locker in ein Glas geben und mit Pflanzenöl auffüllen. Drei Wochen bis einen Monat in der Sonne ziehen lassen, wobei das Glas in Kraftpapier eingewickelt wird.
Lavendel mit provenzalischem Duft
Jeder kennt Lavendel (Lavandula augustifolia) mit seinen blauen Ähren, die eng mit den Düften der Provence verbunden sind. Dank seiner Winterhärte lässt sich Lavendel überall in Frankreich kultivieren, und ein Exemplar im Garten oder Gemüsebeet zu haben, ist ganz einfach. Zumal er zahlreiche Vorzüge besitzt. Er ist eine bienenfreundliche Pflanze, die Bestäuber anlockt, aber auch abschreckend wirkt. Außerdem ist er eine Heilpflanze, die für ihre harntreibenden, bakteriziden, antiseptischen, wundheilenden, krampflösenden … und beruhigenden Eigenschaften bekannt ist. Deshalb kann er zur Linderung von Schmerzen durch Insektenstiche verwendet werden.
Wie geht das? Ein Lavendelblatt pflücken, zerreiben und auf die schmerzende Stelle reiben.
Tüpfel-Hartheu: Pflanze für Hecken und Gebüsch
Das Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum) ist eine Staude mit stark verzweigtem unterirdischem Rhizom. Es bildet aufrechte, harte Stängel, die im oberen Bereich verzweigt sind. Die goldgelben Blüten erscheinen von Mai bis September in üppigen Rispen. Die Blätter sind gegenständig, sitzend oder kurz gestielt, kahl und ganzrandig.
Hartheu wächst an buschigen Hängen, auf Wiesen und Weiden sowie an gut besonnten Felsen. Es ist für seine beruhigenden und entspannenden Eigenschaften bekannt und hilft bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Außerdem wirkt es antiseptisch und wundheilend, unter anderem bei Sonnenbrand, Verbrennungen und Wunden. Auch zur Linderung von Insektenstichen kann es verwendet werden.
Die anderen Hartheu-Arten, die überwiegend Zierpflanzen sind, haben nicht dieselben Eigenschaften.
Wie geht das?
Frische Blüten in ein Glas geben und mit Pflanzenöl bedecken (Traubenkernöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl …). 6 bis 8 in der Sonne ziehen lassen und anschließend filtern.
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