7 Giftpflanzen für den Garten: Das sollten Sie wissen
7 Giftpflanzen für den Garten: Das sollten Sie wissen
Inhaltsverzeichnis
Hinter schönen Blüten verbergen sich giftige Pflanzen. 7 Arten, die Sie vor dem Pflanzen kennen sollten.
Der Eisenhut
Der Eisenhut zählt zu den giftigsten Pflanzen unserer Flora, da er Aconitin enthält. Schon in der Antike wurde es auf Jagdwaffen und ins Trinkwasser gegeben, um dieses zu vergiften. Alle Pflanzenteile des Eisenhuts sind giftig, besonders die Wurzeln! Die als „pflanzliches Arsen“ bezeichnete Pflanze kann ab 3 g Verzehr tödlich sein und bei Hautkontakt schwere Vergiftungen verursachen. Tragen Sie beim Umgang mit ihr daher stets Handschuhe!
Dafür bietet sie in Ihren Beeten wunderschöne Blautöne. Hellblau mit Aconitum ‚Stainless Steel‘, tiefblau mit dem Kultivar ‚Spark s Variety‚ oder indigoblau beim Blauen Eisenhut. Einige Sorten wie Aconitum cammarum ‚Bicolor‘ verbinden Violettblau und Weiß auf raffinierte Weise. Diese Farben schmücken die Blüte hoher Blütenstände mit zahlreichen kleinen, helmförmigen Blüten. Die winterharte Staude blüht von Mai bis Oktober und wird 60 cm bis 1,50 m hoch. Sie bevorzugt halbschattige Standorte sowie frischen, humusreichen Boden. Eisenhut findet im Beet seinen Platz neben Aster, Fenchel und Selinum wallichianum. In der Nähe kleiner Kinder sollte er vermieden werden, für aufgeklärte Erwachsene ist er jedoch unproblematisch.

Aconitum napellus (blaue Blüte), Detail des Blatts und Aconitum ‚Stainless Steel‘ (helle Blüte).
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Auch Gewöhnlicher Seidelbast genannt, ist der Daphne ein Strauch, der für den betörenden Duft seiner Blüten bekannt ist. Er ist vollständig giftig, besonders Beeren und Rinde. Der Verzehr verursacht Reizungen im Mund, an der Zunge und im Hals sowie Magen-Darm-Beschwerden. Bei Hautkontakt kommt es zu Hautentzündungen mit Rötungen, Schwellungen und Blasenbildung.
Trotz seiner Giftigkeit sollten Sie auf diesen vielseitigen Strauch nicht verzichten! Seine weißen oder rosafarbenen, sternförmigen Blüten duften intensiv. In Hausnähe verströmt der Seidelbast seinen Duft auf der gesamten Terrasse. Einige Sorten blühen bereits ab Februar, etwa Daphne odora ‘Aureomarginata’, während andere wie Daphne burkwoodii ‘Somerset’ bis zum späten Frühjahr warten. Der Kultivar Daphne x transatlantica ‘Eternal Fragrance’ bietet sogar zwei Blütenzeiten: von Mai bis Juli und von September bis Oktober. Dank seiner geringen Größe und kompakten Wuchsform eignet sich dieser Strauch ideal für kleine Gärten oder Terrassen. Er ist relativ pflegeleicht und bevorzugt einen leichten, sauren Boden. Staunässe verträgt er jedoch nicht. Pflanzen Sie ihn in durchlässigen Boden oder einen Topf. Da er pralle Sonne nicht mag, sollte er an einem schattigen oder halbschattigen Standort stehen. Je nach Sorte sind Seidelbast-Sträucher bis -15 °C winterhart. Etwas Schutz durch Mulch und Wintervlies ist für diesen schönen Strauch dennoch empfehlenswert!

Daphne odora Sweet Amethyst
Die Zeitlose
„Herbstzeitlosen auf den Wiesen blühen, blühen“ … Auch wenn dieses Feldblumengewächs besungen wird, ist es dennoch giftig! Es enthält Colchicin, dessen tödliche Dosis für einen Menschen bei 20 g liegt. Eine geringe Aufnahme kann Verdauungsprobleme verursachen, während eine zu große Menge zu Herzversagen führen kann. Diese Staude wird auch „Hundetöter“ oder „tödlicher Safran“ genannt. Tatsächlich ähneln sich ihre Blüten, doch die eine ist essbar und die andere giftig. Der Wirkstoff dieser Pflanze wurde schließlich im 19. Jahrhundert entdeckt. Heute wird sie in der Medizin zur Behandlung von Gicht und als entzündungshemmendes Mittel eingesetzt.
Im Garten erscheinen ihre Blüten von September bis November ganz unverhofft. Noch vor den Blättern bilden sie kleine, farbenfrohe Büschel. Weiß blüht etwa die Herbst-Zeitlose ‚Autumnale Alboplenum‘ mit gefüllten, weißen und sternförmigen Blüten. Rosa blüht die Herbst-Zeitlose ‘Major’ mit kleinen, frühen Blüten. Violett blüht die Hybrid-Zeitlose ‘The Giant’, die bis zu 20 cm hoch wird. Pflanzen Sie die Herbst-Zeitlose in die volle Sonne, eventuell in den Halbschatten, jedoch windgeschützt. Sie können sie in einem Beet verstreuen und sich anschließend über Jahre hinweg selbst vermehren lassen. Dann bilden sie hier und da kleine, farbenfrohe Büschel. Zusammen mit Dahlien und Igelköpfen ergeben sie ein schönes Herbstbild.

Colchicum autumnale
Das Maiglöckchen
Im Mai werden daraus kleine Sträuße gebunden. Aber wussten Sie, dass Maiglöckchen giftig sind? Alle Pflanzenteile enthalten Saponine, die den Verdauungstrakt reizen, sowie herzwirksame Glykoside, die für das Herz giftig sind. Diese hübsche Pflanze ist daher für Tiere und Kinder gefährlich, wenn sie davon fressen – sogar das Wasser aus der Vase kann giftig sein. Je nach aufgenommener Menge und Alter reichen die Folgen von Verdauungsbeschwerden bis zum Herzstillstand. Wenn jedoch niemand die Pflanze fressen könnte, können Sie sie problemlos bei sich pflanzen!
Diese Unterholzpflanze gedeiht im Schatten oder Halbschatten in frischem, humusreichem, lockerem und leichtem Boden. Die bodendeckende Staude bildet kleine, glockenförmige Blüten mit zartem Duft. Sie wächst in kleinen Horsten, die kaum 20 cm Höhe erreichen. Convallaria hat ovale, aufrechte Blätter, die rund um die Stängelbasis angeordnet sind. Ihr kräftiges Grün hebt sich vom Weiß der kleinen Glöckchen ab. Das heimische Maiglöckchen, Convallaria majalis, blüht weiß. Es gibt jedoch auch eine Sorte mit rosafarbenen Blüten: Convallaria majalis ‘Rosea’. Unabhängig von der gewählten Sorte ist das Maiglöckchen winterhart und verträgt bis zu -15 °C.

Weißes Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Oleander
Noch einmal: Alle Pflanzenteile sind giftig. Sie enthalten herzwirksame Glykoside, die Erbrechen, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen verursachen. Auch Herzrhythmusstörungen können auftreten. Schwere Vergiftungen sind selten, da Kinder wegen des sehr bitteren Geschmacks nie große Mengen davon verzehren.
Trotz dieser bekannten Giftigkeit ist der Oleander der Star in Regionen mit mildem Klima. Im Sommer schmückt sich der blühende Strauch mit zahlreichen kleinen, bienenfreundlichen Blüten in Rosa, Gelb, Orange, Rot oder Weiß. Typisch für mediterrane Gärten, gedeiht er in gut durchlässigem, auch trockenem, nährstoffreichem Boden in voller Sonne. Nerium oleander ist frostempfindlich, doch einige Sorten sind winterhärter als andere, etwa Nerium oleander ‚Rouge Double‘ (-8 °C bis -10 °C). In kühleren Regionen lässt er sich im Kübel kultivieren. Ab -5 °C sollten Sie ihn ins Haus holen oder mit einer dicken Mulchschicht und Wintervlies vor Kälte schützen. Sie können den Oleander am hinteren Rand eines Beets, in einer gemischten Hecke oder als Solitär pflanzen. Da er Meeresluft gut verträgt, wird er häufig für Küstenhecken verwendet.

Oleander (Nerium oleander)
Der Goldregen
Goldregen enthält Cytisin, ein Nikotin ähnliches Gift, sowie Chinolizidine. Der Verzehr von Blüten, Blättern oder Samen kann Erbrechen, starken Speichelfluss, Bauchschmerzen, Schweißausbrüche und Herzrhythmusstörungen verursachen. Todesfälle sind sehr selten. Erbrechen tritt sehr schnell auf, sodass auch bei Kindern keine gefährliche Dosis aufgenommen werden kann.
Dieser kleine Baum wird auch gelber Blauregen genannt und bezaubert mit einer sehr bienenfreundlichen Blüte, die der berühmten Kletterpflanze recht ähnlich ist. Üppige gelbe Trauben bestehen aus zahlreichen Schmetterlingsblüten und werden 10 bis 50 cm lang. Es gibt drei Arten: Laburnum anagyroides, Laburnum alpinum und Laburnum alschnigeri. Die Blüte erscheint zwischen Mai und Juli, anschließend bilden sich braune Schoten. Sein dreiblättriges Laub sitzt an braunem Holz, das ihm den Namen Falscher Ebenholzbaum eingebracht hat. Der aus den Gebirgsregionen Europas stammende Goldregen ist ebenso an Trockenheit wie an Kälte und Wind angepasst. Er gedeiht in Sonne oder Halbschatten. Sie können ihn einzeln, als freiwachsende Hecke oder am Spalier pflanzen. An einer Pergola bildet er ab dem späten Frühjahr einen von unzähligen gelben Blüten erleuchteten Weg.

Goldregen (Laburnum cytisus)
Das Geißblatt
Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders jedoch die Früchte: kleine rote Beeren, die vor allem jüngere Kinder anlocken können. Bei Kindern unter 3 Jahren gilt eine Vergiftung ab dem Verzehr von 2–3 Beeren als schwerwiegend. Bei Erwachsenen liegt der Wert bei 30 Beeren. Dies führt zu Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schweißausbrüchen, Schwindel, Fieber, Krämpfen oder Herzrasen. Die Symptome sind je nach verzehrter Menge und Alter unterschiedlich stark.
Dennoch ist dieser Kletterstrauch bei Gartenfreunden wegen seiner Robustheit und einfachen Kultur sehr beliebt. Das Geißblatt gedeiht in jedem Boden, idealerweise in kalkarmem. Sie pflanzen es an einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Unter seinen 180 Arten finden Sie sicher eine, die zu Ihrem Garten oder Balkon passt! Seine windenden Lianen ranken um Pergolen, Spaliere, Zäune und Lauben. Die zweifarbige Blüte vereint Weiß, Rosa, Rot und Orange. Je nach Art erscheint sie zwischen Mai und Oktober. Sie duftet intensiv und schmückt je nach Klima und Sorte sommergrünes, halbimmergrünes oder immergrünes Laub.

Blüten von Lonicera japonica Halliana und Früchte von Lonicera xylosteum
Vorsorge ist besser als Nachsorge!
Giftpflanzen gefährden Kleinkinder und Haustiere. Informierte Erwachsene sind kaum bedroht. Unbekannte Pflanzen nie essen – ihre Zierwirkung bereichert den Garten.
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