7 Waldreben für den Naturgarten

7 Waldreben für den Naturgarten

Lianen-Königinnen einfach kultivieren

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 17. März 2026  durch Sophie 6 min.

Clematis für den Naturgarten: 7 ausgewählte Sorten mit einfachen oder glockenförmigen Blüten begrünen Mauern, Bögen und Pergolen.

Schwierigkeit

Die Italienische Waldrebe 'I am Happy'

In einer naturnahen Pflanzung wirkt die Clematis viticella ‘I am Happy’ besonders schön und rankt sich mit ihren windenden Trieben elegant empor. An einem Rankgitter oder dem mit Maschendraht versehenen Stamm eines Baumes erreicht sie eine Höhe von 2 m. Diese Waldrebe bildet einen üppigen Wuchs in zartem Grün, ist sommergrün und von Juni bis September mit schönen kleinen einfachen Blüten von 6 cm Durchmesser übersät. Die vier Blütenblätter sind kräftig rosa marmoriert und zeigen eine hellrosa marmorierte Linie in der Mitte. Die dunkelroten, fast schwarzen Stempel verstärken die Blüte. ‘I am Happy’ ist sehr blühfreudig und winterhart, macht ihrem Namen alle Ehre und bringt unbeschwerte Fröhlichkeit in Ihre Beete.

→ Da Waldreben einen kühlen Fuß lieben, beschatten Sie ihre Basis an einem sonnigen Standort mit einer weißen Staude, zum Beispiel dem Storchschnabel cantabrigiense ‚St Ola‘. Er breitet sich langsam aus und bildet einen dichten, niedrigen Bodendecker. Seine üppige, reinweiße Blüte im Mai und Juni bringt Ihre Waldrebe wunderbar zur Geltung.

Waldreben für einen naturnahen Garten

Clematis viticella ‘I am Happy’

Berg-Clematis 'Spring Joy'

Für eine natürliche Szene, in der Weiß den Ton angibt, wählen Sie die prächtige Berg-Waldrebe montana ‚Spring Joy‘, die durch ihre üppige, reinweiße und köstlich duftende Frühlingsblüte besticht. Ihre kleinen, ungefüllten Blüten bedecken sie im Mai und Juni vollständig, später als bei anderen Clematis montana. Diese schöne Liane ist besonders wuchsfreudig und winterhart und erreicht innerhalb weniger Jahre eine Höhe von bis zu 5 m. Dabei kann sie eine Fläche von mehr als 10 m² bedecken. Mit ihren Ranken klettert sie an Rankhilfen empor.

→ Pflanzen Sie diese äußerst winterharte Liane an einen niedrigen Zaun aus unbehandeltem Holz, um Ihrem Garten eine natürliche, unbeschwerte Note zu verleihen – am besten in einen fruchtbaren, humusreichen und vor allem gut drainierten Boden. Umgeben Sie den Fuß mit Büscheln aus Strauch-Salbei-Hybriden ‚Wendy’s Wish‘ mit kompakter Wuchsform und sehr langer, purpurrosa Blüte, die vom Sommer bis zum Frost anhält. Sie übernehmen in dieser sanften Farbstimmung die Blütenfolge und spenden Ihrer Waldrebe die notwendige Kühle am Fuß.

clematis montana spring joy

Clematis montana ‚Spring Joy‘

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Die Italienische Waldrebe 'Burning Love'

Rot steht in naturnahen Gärten nicht immer im Mittelpunkt, da diese Farbe oft mit Raffinesse verbunden wird. Und doch ist ‚Burning Love‘ ein perfektes Beispiel für die natürliche Schlichtheit, die Rot einem Garten verleihen kann. Diese wunderschöne Züchtung der Italienischen Waldrebe viticella ist eine kräftige und äußerst pflegeleichte Liane, die auch sommerliche Trockenheit verträgt. Sie ist sehr winterhart, begnügt sich mit gewöhnlicher Gartenerde und bringt viele Jahre lang Farbe in einen naturnahen Garten. Ihre rankenden Triebe erreichen 3 bis 4,50 m Höhe und breiten sich auf 1,50 m aus. Damit eignet sie sich hervorragend für eine Holz- oder Schmiedeeisenpergola oder kann ganz natürlich an benachbarten Sträuchern und Bäumen emporranken. Ihre 6 bis 8 cm großen, sternförmigen Blüten in tiefem Rot mit einem Büschel gelber Staubblätter erscheinen den ganzen Sommer über an sonnigen bis halbschattigen Standorten.

→ Pflanzen Sie die Italienische Waldrebe viticella ‚Burning Love‘ zu Gräsern wie Stipa pulcherrima, einem leichten und anmutigen Gras, dessen lange silbrig-weiße Blütenstände im Juni und Juli einen schönen Kontrast zum Rot der Blüten bilden.

Waldreben für naturnahen Garten

Clematis viticella ‚Burning Love‘

Clematis texensis 'Odoriba'

Nur selten im Handel erhältlich und dennoch mit zahlreichen Vorzügen ausgestattet, ist Clematis texensis ‚Odoriba‘ eine besonders blühfreudige, kleine Liane. Von Juni bis September bildet sie bezaubernde kleine Blüten, die zunächst glockenförmig sind und sich bei voller Reife sternförmig öffnen. Außen leuchtend rosa, zeigen sie innen einen breiten weißen Mittelstreifen und eine mit hellgelben Staubblättern punktierte Mitte. Auf die Blüte folgen silbrige, gefiederte dekorative Früchte. Die sommergrünen Blätter sind klein, rundlich und von schönem zartem Grün. Sie wird bis zu 2,50 m hoch und eignet sich perfekt für die Kultur im Topf auf der hübschen Terrasse eines Landhauses oder zum Begrünen eines Spaliers oder Maschendrahtzauns in einem naturnahen Garten. Daran hält sie sich mit ihren zu Ranken umgebildeten Blattstielen fest. Für eine üppige Blüte benötigt sie einen geschützten, sonnigen Standort und einen gut durchlässigen Boden.

→ Pflanzen Sie Ihre Waldrebe zusammen mit einer Rambler-Rose wie der Rose ‚Pierre de Ronsard‘ in denselben Rosa- und Weißtönen oder mit der Rose ‚Sourire d’Orchidée‘, die mit ihren kleinen, perlmuttrosa angehauchten einfachen Blüten anmutig und leicht wirkt und die Blütezeit über die ganze schöne Jahreszeit verlängert.

Waldreben für naturnahen Garten

Clematis texensis ‚Odoriba‘

Die Clematis alpina 'Francis Rivis'

Robust und früh blühend, ist die Clematis alpina ‚Francis Rivis‘ eine mittelgroße Liane (2,50 bis 3 m hoch, 1 m breit), ideal für naturnahe, üppige Gärten. In Blau- und Weißtönen schmückt sie alte Mauern, Rankgitter oder nahe Sträucher. Im März und April, mit Nachblüte im September, hängen ihre hübschen kleinen Blüten mit vier blauvioletten Kelchblättern glockenförmig herab. Sie öffnen sich und zeigen eine weiße Mitte. Sonniger bis halbschattiger Standort in frischem, durchlässigem, auch kalkhaltigem Boden. Die aus der in Frankreich wild wachsenden Alpen-Waldrebe hervorgegangene Sorte ist entsprechend winterhart.

→ Clematis alpina ‚Francis Rivis‘ bildet zahlreiche Ranken und klettert damit überall empor. Ideal in Kombination mit der weißen Englischen Rose ‚Snow Goose‘ mit ihren niedlichen, gefüllten, zerzausten weißen Blüten.

Waldreben für naturnahe Gärten

Clematis alpina ‚Francis Rivis‘

Clematis integrifolia 'Durandii'

Die Waldrebe integrifolia ‚Durandii‘ gehört zu den Stauden-Waldreben. Anders als verholzende Waldreben sind sie nicht oder nur wenig kletternde Stauden mit kompaktem, im Winter sommergrünem Wuchs. Sie werden selten höher als 1,20 m und blühen oft sehr reich. Clematis integrifolia ‚Durandii‘ ist halbverholzend und bildet eine buschige, etwa 1,50 m hohe Staude mit mindestens 1 m² Ausbreitung. Sie kann an einer Rankhilfe geführt oder frei wachsen gelassen werden. Diese wenig bekannte und selten gepflanzte Waldrebe entwickelt zahlreiche dunkelgrün belaubte Stängel und eine lange, intensive indigoblaue Sommerblüte mit einem weißen Staubblattzentrum in jeder Blume. Mit ihrer bescheidenen Größe und sehr einfachen Kultur findet sie ganz natürlich ihren Platz in einem sonnigen Beet oder an einer Böschung, wo sie nach und nach einen üppigen Horst bildet. Auch im Topf auf der Terrasse oder nahe am Haus kann sie kultiviert werden.

→ In einer naturnahen Gestaltung kombinieren Sie die Waldrebe ‚Durandii‘ mit den leichten, unzähligen weißen Blüten der Gaura lindheimeri ‚Snowbird, die ebenso leicht zu kultivieren ist.

Waldreben für einen naturnahen Garten

Clematis integrifolia ‚Durandii‘

Clematis integrifolia 'Rosea'

Und zum Schluss noch eine Stauden-Waldrebe! Wie könnte man diese kleine Schönheit, die Clematis integrifolia ‚Rosea‘, nicht erwähnen? Dieser seltene, in England von der R.H.S. für seinen Zierwert ausgezeichnete Hybrid aus Clematis integrifolia unterscheidet sich von der Art durch die Farbe seiner Sommerblüten – ein schönes Malvenrosa – und seine üppige Blüte. Die zarten, anmutigen Glockenblüten neigen sich nach unten und öffnen sich den ganzen Sommer über in großer Fülle an zahlreichen dunkelgrün belaubten Stängeln. Mit ihrer geringen Größe (etwa 75 cm hoch und 80 cm bis 1 m breit) und ihrer hübschen Blüte eignet sich diese besondere Waldrebe ideal für die Topfkultur, ist aber auch eine ausgezeichnete, winterharte und anspruchslose Staude für sonnige Beete und Böschungen in naturnahen Gärten. Im Winter zieht sie ein und bildet jedes Frühjahr einen etwas buschigen Horst, der eventuell gestützt werden muss.

→ Die Clematis integrifolia ‚Rosea‘ braucht manchmal etwas Zeit zum Einwachsen. Sie bevorzugt humusreiche, frische, gut durchlässige Böden und verträgt Kalk gut. Nach dem Einwurzeln übersteht sie auch mäßige Trockenperioden, liebt Halbschatten und benötigt viel Licht für eine üppige Blüte. Kombinieren Sie sie mit sommerblühenden Sträuchern wie der Abelia grandiflora ‚Edward Goucher‘.

Waldreben für naturnahe Gärten

Clematis integrifolia ‚Rosea‘

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Clematis für den Naturgarten