8 Sauerstoffpflanzen für Teich oder Weiher
Die schönsten und wirksamsten für klares Wasser
Inhaltsverzeichnis
Aquatische Pflanzen für Teich und Becken: Sauerstoffspendende Pflanzen schaffen ein gesundes Gleichgewicht und fördern die Biodiversität. Unsere Favoriten.
Sauerstoffspendende Pflanzen: Wozu?
Sauerstoffspendende Pflanzen sind unverzichtbar, da sie durch die Photosynthese Sauerstoff liefern.
Dieser Sauerstoff ist für die Kleinstlebewesen wichtig, die dort leben und zum Atmen nicht an die Oberfläche zurückkehren – aber vor allem auch für die Bakterien!
Das mag überraschen, doch Bakterien im Wasser sind nützlich: Sie bauen organische Abfälle ab, sodass Pflanzen sie in mineralischer Form aufnehmen können. Indem sie die Pflanzen ernähren, begrenzen sie die Ansammlung organischer Stoffe und tragen so dazu bei, die Verschlammung zu verringern und das Wasser klarer zu machen. Dafür benötigen sie Sauerstoff.
Außerdem zeigen sauerstoffspendende Pflanzen oft ein kräftiges Wachstum, was ideal ist, um Algen wirksam zu verdrängen.
Schließlich bieten diese Pflanzen auch Schutz, Laichplätze und sogar Nahrung für einige Tiere, die den Teich oder das Becken bewohnen.
Beachten Sie, dass es wichtig ist, die sauerstoffspendenden Pflanzen zu mischen, da sie meist nicht das ganze Jahr über Sauerstoff produzieren. Einige sind im Frühjahr aktiv, andere erst später in der Saison … doch Teich oder Wasserbecken benötigen das ganze Jahr über Sauerstoff.
Ährenblütiges Tausendblatt, Myriophyllum spicatum
Bei sauerstoffspendenden Pflanzen denkt man sofort an das Tausendblatt (Familie der Tausendblattgewächse). Tatsächlich eignen sich diese Pflanzen erstaunlich gut zur Sauerstoffanreicherung von Teichen und Becken.
Allerdings breiten sie sich stark aus und müssen oft eingedämmt werden. Das Brasilianische Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum) ist bei uns wegen seiner invasiven Eigenschaften und der Gefahr für die heimische Flora und Fauna sogar vom Verkauf ausgeschlossen. Obwohl das Ährenblütige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) in Eurasien heimisch ist, gilt es in Nordamerika ebenfalls als invasiv.
Alle Tausendblatt-Arten vermehren sich geschlechtlich, vor allem aber ungeschlechtlich über Rhizome und Stängelfragmente. Zudem passen sie sich fast allen Bedingungen an – so kann ihr Wachstum mitunter beunruhigende Ausmaße annehmen. Dennoch sollten Sie das Ährenblütige Tausendblatt nicht vorschnell ablehnen: Es besitzt ein hübsches, halbimmergrünes, fein geteiltes Laub an langen, zwei bis drei Meter langen Schwimmstängeln. Im Sommer erscheinen kleine, hübsche weiße Blüten in Ähren.

Myriophyllum spicatum
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Callitriche
Wassersterne sind Wasserpflanzen aus der Familie der Wegerichgewächse (früher Wassersterngewächse), die untereinander nur schwer zu unterscheiden sind: Für eine genaue Bestimmung müssen die Pollen oft unter dem Mikroskop untersucht werden. Die Stängel mit ihren kleinen gegenständigen Blättern wachsen unter Wasser. Sobald sie jedoch die Wasseroberfläche erreichen, bilden sie kleine, recht dekorative Blattrosetten. Ist das Wasser flach, wie in einem Teich oder Becken (weniger als 1,50 m), breitet sich die Pflanze zunächst aus und begrenzt dann ihr Wachstum.
Diese Pflanzen bevorzugen eine leichte Strömung und produzieren dann besonders effektiv Sauerstoff. In kaltem Klima können Wassersterne im Winter scheinbar verschwinden, doch einige Polster bleiben erhalten und treiben im Frühjahr umso kräftiger wieder aus.

Callitriche cophocarpa
Rauhes Hornblatt, Ceratophyllum demersum
Als aquatische Pflanze aus der Familie der Hornblattgewächse ist Ceratophyllum demersum, das Rauhe Hornblatt, eine erstaunliche Pflanze, die sich mit umgebildeten Blättern, den Rhizoiden, am Boden verankert. Sie gedeiht fast überall, da sie bei Temperaturen zwischen 10 und 30 °C leben kann, einen pH-Wert zwischen 6 und 9 verträgt und sich geschlechtlich oder ungeschlechtlich vermehren kann: Im Herbst löst sich eine Winterknospe und sinkt auf den Gewässergrund, um im folgenden Frühjahr eine neue Pflanze zu bilden. Das Rauhe Hornblatt wächst sehr schnell und sollte regelmäßig durch das Entfernen einzelner Triebe oder Büschel begrenzt werden.
Das Rauhe Hornblatt ähnelt ein wenig einem sehr buschigen Schachtelhalm, hat jedoch brüchige Stängel. Es bevorzugt langsam fließende, auch stehende Gewässer, und schwebt dank der in seinen Blättern eingeschlossenen Sauerstoffblasen, die zudem zahlreichen Tieren als Unterschlupf dienen.

Ceratophyllum demersum
Tannenwedel, Hippuris vulgaris
Der Hippuris vulgaris oder Tannenwedel ist eine dekorative Wasserstaude aus der Familie der Wegerichgewächse, die in ihrem natürlichen Lebensraum in Europa bedroht ist. Diese Staude bildet ein waagerechtes Rhizom. Ihre 20 bis 50 cm hohen Stängel sind aufrecht, zylindrisch und hohl. Sobald sie aus dem Wasser ragen, ähneln sie dekorativen kleinen Tannen. Im Frühjahr treibt der Tannenwedel neue Blätter aus, die bereits beim ersten Frost absterben. Anschließend überwintert die Pflanze als Rhizom am Grund des Wassers.
Der Tannenwedel ist eine hervorragende sauerstoffspendende Pflanze und bietet der Tierwelt guten Schutz. Da er sich nur über seine Rhizome ausbreitet, wuchert er weniger stark als die meisten anderen Pflanzen dieser Kategorie. Im untergetauchten Teil finden sich zahlreiche Insekten und andere Wirbellose, aber auch Jungfische und Kaulquappen. Der aus dem Wasser ragende Teil dient Libellen und Kleinlibellen als Sitzplatz zur Häutung.
Als nährstoffliebende Pflanze trägt Hippuris auch zur Reinigung des Wassers bei, indem sie einen Teil überschüssiger Nährstoffe wie Nitrate und Phosphate aufnimmt.
Potamogeton sp. oder Laichkraut sp.
Die Potamogeton sp. aus der Familie der Potamogetonaceae umfassen weltweit etwa 90 Arten. Eine der häufigsten ist das Knöterich-Laichkraut oder Potamogeton polygonifolius, eine besonders leistungsfähige und winterharte indigene Art. Es bevorzugt leicht saure, nährstoffarme Stillgewässer. Das Laichkraut ist eine mehrjährige Wasserpflanze mit zylindrischem Stängel, lanzettlichen Unterwasserblättern, ovalen Schwimmblättern und sommerlicher Blüte in dichten Ähren. Die Pflanze bietet zudem Wildtieren und Fischen guten Schutz. Sie vermehrt sich sehr leicht ungeschlechtlich, da jedes kleine Stück eines abgebrochenen Stängels am Gewässergrund Wurzeln bilden kann.

Potamogeton polygonifolius
Wasserfeder, Hottonia palustris
Die bedrohte Wasserfeder (Hottonia palustris) wächst in schattigen, flachen Stillgewässern. Ihre fein gefiederten Blätter und lila Blüten erscheinen von Mai bis Juni.

Hottonia palustris
Schwimmender Hahnenfuß, Ranunculus fluitans
Der Flutende Hahnenfuß aus der Familie der Hahnenfußgewächse ist eine hübsche Staude, die dichte Teppiche auf der Oberfläche von Gewässern mit mehr oder weniger starker Strömung bildet. Er kommt in ganz Frankreich außer in der Bretagne und im Südosten vor. Diese Sauerstoffpflanze für Flüsse lässt sich problemlos auch in einem Teich oder Becken verwenden. Die Blätter sind untergetaucht und als feine, sehr feste Bänder ausgebildet, die der Strömung standhalten. Außerhalb des Wassers bündeln sie sich pinselartig. Die weißen, landlebenden Hahnenfußblüten ähnelnden Blüten erscheinen von Mai bis August. Wegen seines sehr schnellen Wachstums muss er gelegentlich durch das Ausreißen einiger Büschel eingedämmt werden, damit er nicht alles überwuchert.

Ranunculus fluitans
Vorsicht vor invasiven Exoten!
Invasive exotische Arten (EEE) gefährden vor allem Gewässer. Sie werden nicht mehr verkauft. Im Zweifel hilft die französische EEE-Liste.
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